Ales stenar – Schwedens beliebtester Steinkreis

Sonnenuntergang über Ales stenar. Foto: Hannes Hofer.

Sonnenuntergang über Ales stenar. Foto: Hannes Hofer.

Folgt man in Kåseberga, einem Fischerdörfchen in der Nähe von Ystad, dem kleinen Weg zwischen Schafsweiden hindurch den Hügel hinauf, so gelangt man zu einer der beliebtesten Attraktionen in Schweden – Ales stenar. Jährlich kommen etwa 700 000 Besucher zum Plateau bei Kåseberga, um das „Skåne-Wunder“ und Lieblingsplatz von Kurt Wallander zu betrachten. Seit ein paar Jahren zählt der Steinkreis neben Bauwerken wie dem Dom zu Lund oder der Öresundbrücke zum Bestandteil der sieben „Skåne-Wunder“.

Vom Bug zum Heck. Foto: Hannes Hofer.

Vom Bug zum Heck. Foto: Hannes Hofer.

Eine Schiffsetzung als Grabstelle

Ales stenar ist die größte und besterhaltene Schiffssetzung in Schweden. Die 59 Steinblöcke

formen einen 67 Meter langen und 19 Meter breiten Rumpf eines Schiffes, der einst als Grabstelle vor 1400 Jahren genutzt worden war. Die Höhe der Steine liegt am Bug bei 3,3 m, am Heck bei 2,5 m und ist im Mittelteil etwa mannshoch. Im Gegensatz zu den meisten Schiffssetzungen bestehen die Steine bei Ales stenar nicht aus runden Findlingen, deren Erscheinungsform vom Eis der Gletscher resultiert, sondern aus ovalen bis eckigen Steinblöcken. Eine geologische Untersuchung ergab, dass Teile der Steine wohl aus dem Küstenfels bei Simrishamn stammten, dort herausgebrochen und nach Kåseberga transportiert worden waren.

Ales stenar als schwedisches Reichsinteresse

Die Schiffssetzung mit Blick auf die Ostsee. Foto: Hannes Hofer.

Die Schiffssetzung mit Blick auf die Ostsee. Foto: Hannes Hofer.

Heute zählt die Sehenswürdigkeit zum schwedischen Reichsinteresse und erhält damit besonderen Schutz, der sowohl der kulturellen Erhaltung, als auch der touristischen Zugänglichkeit von Nutzen ist. Bei zwei Gelegenheiten – in den Jahren 1917 und 1956 – hat man die Schiffssetzung bereits restauriert. Damals waren mehrere Steine umgefallen und Sanddünen bedeckten große Teile des Schiffes. Darüber hinaus wird weiterhin untersucht, ob es auf dem Plateau bei Kåseberga weitere Monumente gibt oder gegeben hat.

Der Hafen von Kåseberga. Foto: Hannes Hofer.

Der Hafen von Kåseberga. Foto: Hannes Hofer.

Auf einen Sonnenuntergang mit Kurt Wallander

Befindet man sich im Hafen von Kåseberga, so gibt es noch einen zweiten Weg hinauf zu Ales stenar. Steigt man einige Treppen, so kommt man direkt vom Westen zum Küstenplateau hoch. Der Blick auf die Ostseeküste an den steil abfallenden Küsten bietet vor allem bei Sonnenuntergang ein spektakuläres Bild, wenn sich die Sonnenstrahlen durch die Steinblöcke entfalten. Da erscheint es kein Wunder, dass Henning Mankell seinen grübelnden Kriminalkommissar gerade hierhin zum Nachdenken schickte.


Auf Wallanders Spuren – Kåseberga und Ales stenar

Ales stenar im Ystads kommun

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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