Wer war Johan Tobias Sergel?

Ölbild von Johan Tobias Sergel. Fotografiert von Cecilia Heisser im Nationalmuseum. Bild aus Wikipedia

Ölbild von Johan Tobias Sergel. Fotografiert von Cecilia Heisser im Nationalmuseum. Bild aus Wikipedia

Johan Tobias Sergel – diesen Namen kennt vielleicht nicht jeder Schwedenreisende, wohl aber den Platz, der nach ihm benannt ist – den Sergels Torg in Stockholm.

Der Sergels Torg ist der zentrale Platz in Stockholm. Hier spielt sich das Leben in der Hauptstadt ab. Kennzeichen ist die 37 m hohe Glassäule in der Mitte des Platzes. Auf der unteren Ebene befindet sich die U-Bahn-Station T-Centralen sowie eine Einkaufspassage. Und hier finden auch immer wieder Veranstaltungen und Demonstrationen statt, unter anderem auch einer der Stockholmer Weihnachtsmärkte. Jeder Stockholmbesucher kommt hier sicher mal vorbei.

Da fragt man sich vielleicht auch mal woher der Name Sergel eigentlich kommt. Man spricht vom Sergels Torg, der Sergelsfontäne (dem Springbrunnen unter der Glassäule) und auch den Sergelsarkaden und Sergelsgången (Einkaufspassagen) unter dem Platz.

Der Bau des Platzes war ein größeres Projekt, dessen Fertigstellung sieben Jahre dauerte, mit einer noch viel längeren Planungsphase davor. Daher suchte man auch lange nach einem geeigneten Namen für diesen zentralen Platz in Stockholm. Vor der heutigen Gestaltung hieß er Sveaplatsen, dann drehte sich die Diskussion um Malmtorget oder Klara Torget, und schließlich entschied man sich für Sergels Torg, benannt nach dem Bildhauer Johan Tobias Sergel.

Johan Tobias Sergel wurde 1740 in Stockholm geboren. Er zählt zu den größten Künstlern und Bildhauern Schwedens. Seinen Eltern stammten aus Deutschland, sie waren vor seiner Geburt nach Schweden eingewandert. Nach einer Lehre als Steinmetz widmete er sich mehr und mehr dem Zeichnen und erreichte bald ein entsprechendes Ansehen, so dass er am Königlichen Schloss, dessen Bau zu jener Zeit zum Abschluss gekommen war, die Skulpturen der Dekoration gestalten durfte. Nachdem ihm daraufhin die Goldmedaille der Kunstakademie Stockholm verliehen worden war, erhielt er ein Stipendium für eine Reise nach Rom, wo er sich intensiv mit der Anatomie, den antiken Skulpturen und der Renaissancemalerei beschäftigte. Sein Motto war „die Antike und die Natur“. Es folgte ein Aufenthalt in Paris, wo er sogar Mitglied der Königlichen Akademie für Malerei und Bildhauerei wurde. Auch Katarina II bot ihm einen Aufenthalt in Russland an, er lehnte jedoch ab. Der schwedische König Gustav III. war sehr von ihm angetan, holte ihn zurück nach Stockholm und ernannte ihn zum Königlichen Bildhauer und Professor der Kunstakademie. 1808 wurde er sogar in den Adelsstand erhoben.

Er war der erste Schwede, der wirklich großdimensionierte Bildhauerarbeiten schuf. Als eines seiner wichtigsten und außerdem sein letztes großes Werk wäre die Bronzestatue von Gustav III. zu nennen, die heute am Ufer von Gamla Stan, in der Nähe des königlichen Schlosses steht.

Neben seinen Bildhauerarbeiten entstanden aber auch viele Zeichnungen aus seiner Hand. Hier waren seine Motive in erster Linie Alltagssituationen, die er meisten skizzenhaft, manchmal auch etwas karikaturistisch darstellte.

Johan Tobias Sergel hatte sein Atelier in der Stockholmer Innenstadt, beim Hötorget, ganz in der Nähe des heutigen Sergels Torg. Als Andenken an ihn und Würdigung seiner Arbeit wurde dieser Platz nach ihm benannt. Sein Atelier, das Sergelshus musste 1953 unter großem Protest den Bauarbeiten für das Projekt Hötorgcity in Zusammenhang mit der Sanierung des Stadtteils Norrmalm weichen. An der Stelle, wo sich sein Atelier befand, steht heute ein Standbild von ihm.

Sergel war nie verheiratet, hatte aber Kinder zusammen mit Anna Rella Hellström, mit der er von 1783 bis zu ihrem Tod 1796 zusammenlebte. Er starb 1814 und ist in Stockholm begraben. Nach seinem Tod erwarb der schwedische Staat seinen Nachlass.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 5,00 von 5)
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Herr Nilsson godis in Berlin – ein Stückchen Schweden

Schweden hat viele besondere Leckereien zu bieten: Kanelbullar, Köttbullar und vieles mehr… Aber besonders sind auch die schwedischen Süßigkeiten – godis! Ich persönlich kaufe mir immer einen kleinen Vorrat, wenn ich in Schweden bin. Nur leider hält dieser Vorrat nie sehr lange und der nächste Schweden-Urlaub steht noch lange nicht bevor. Die Lösung: Herr Nilsson godis in Berlin Friedrichshain.

Ganz wie in den Süßigkeiten-Ecken in schwedischen Supermärkten kann man auch bei herr Nilsson godis aus einer viel Zahl bunter Süßigkeiten seine ganz eigene Mischung zusammenstellen. Dabei kann man wählen aus einer Menge an Lakritz, süßen oder sauen godis oder auch Pfefferminz Bonbons. Dabei ist für jeden etwas dabei.
Wollt ihr auch euren Hunger auf schwedische godis stillen? Dann könnt ihr entweder im Laden in Berlin vorbeigehen oder ihr bestellt die Süßigkeiten von Zuhause aus.

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved