Stichwort: Stieg Larsson

Lagercrantz – Eine Familie im Zentrum von Kultur und Literatur

David Lagercrantz

David Lagercrantz – Foto: Frankie Fouganthin/ wikipedia.org

I am Zlatan Ibrahimović  – so lautet der Titel jener Biografie, die das Leben eines der polarisierenden Sportler des 21. Jahrhunderts beschreibt. Die Facetten dieses faszinierenden Sportlers schwarz auf weiß zu Papier zu bringen erfordert Fingerspitzengefühl und Können – eine Aufgabe, die David Lagercrantz souverän gemeistert hat. Sohn des berühmten Schriftstellers Olof Lagercrantz und Bruder der  Schauspielerin Marika Lagercrantz entstammt er aus einer Familie, die über großen kulturellen Einfluss  in Schweden verfügt und deren Name tiefe Wurzeln in die Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts schlägt.

 Olof Lagercrantz

Der Publizist und Literaturkritiker Olof Lagercrantz wurde im Jahr 1911 in Stockholm geboren, wuchs aber in Falköping auf, unweit der großen Seen Vänern und Vättern. Nach einer schweren Kindheit geprägt von Depressionen der Mutter und dem Selbstmord einer seiner Schwestern heiratete der junge Olof im Jahr 1939 Martina Ruin, Tochter des Philosophen und Professors Hans Ruin. Neben seinem Halbbruder Arvid und seiner Schwester Lisa sollten später auch seine Kinder Marika und David zu Bekanntheit gelangen.

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Sverigedemokraterna

Der schwedische Autor und Journalist Stieg Larsson ist nicht nur bekannt durch seine Millenium-Trilogie, sondern vor allem auch für seinen Einsatz gegen den Rechtsextremismus in Schweden. Er war nicht nur Herausgeber der antifaschistischen Zeitung Expo, sondern veröffentlichte im Jahr 2001 auch ein Buch namens „Sverigedemokraterna: den nationella rörelsen (Die Schwedendemokraten: die Volksbewegung) und beschrieb in diesem die, seiner Meinung nach, ohne Frage rechtsextremistische Partei. Was steckt hinter dieser Partei und wie hat sie es bei den letzten Wahlen 2010 in den Reichstag Schwedens geschafft?

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TV-Tip: Verblendung

Stieg Larssons Millennium-Trilogie um den Wirtschaftsjournalisten Micke Blomkvist und die Hackerin und Detektivin Lisbeth Salander avancierten in den letzten Jahren zu absoluten Bestsellern und werden von vielen als beste Kriminalromane des letzten Jahrzehnts angesehen. Die Mischung aus starken Charakteren und aktuellen Themen wie Wirtschaftskriminalität, organisiertes Verbrechen, Pornographie, Prostitution und Spionage vor der hinreißenden Kulisse Stockholms zogen zahllose Menschen in ihren Bann (ich habe für die drei Bücher genau drei Nächte gebraucht, und Mann, war ich danach kaputt). Die Bücher wurden vom schwedischen Regisseur Niels Arden Oplev mit den Schauspielern Noomi Rapace und Michael Nykvist in den Hauptrollen verfilmt. Eine Hollywood-Neuverfilmung mit James Bond- Darsteller Craig David in der Hauptrolle ist derzeit ebenfalls in Produktion. Die schwedische Fassung wird vom ZDF ab kommenden Sonntag ausgestrahlt.

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Für alle, die Stieg Larsson lieben

Foto: Mogens Engelund

Stieg Larsson hat nicht nur eine top Story geschrieben, er hat uns darin auch mit seinen Beschreibungen rund um die schwedische Alltagswelt eingelullt. Wir haben mit den Protagonisten Kaffee getrunken (zu jeder Zeit!), waren mit ihnen bei IKEA, haben uns Käsebrote gemacht oder sind mit ihnen raus aufs Land gefahren.

Ich persönlich fand diese Atmosphäre einzigartig.
Gute Krimis gibt es wie Sand am Meer. Aber Krimis, die ein ganzes Lebensgefühl vermitteln, die so „echt“ sind, dass sie sogar dazu animieren, sich während des Lesens selbst Kaffee und Brote zu holen, das habe ich nie woanders gefunden. Bis vor kurzem…

Nur durch Zufall habe ich ein Buch der schwedischen Autorin Liza Marklund in die Hand genommen und mich direkt fest gelesen.
Wie Stieg Larsson ist auch sie Journalistin, die sich an Krimis versucht hat. Sie hat lange als Reporterin, Nachrichtenchefin und Chefredakteurin für Zeitungen und Fernsehsender gearbeitet. Aber dann spürte sie den Drang, mehr zu schreiben; echte Geschichten in Romanen festzuhalten.

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Ab morgen im Handel: Vergebung auf DVD

ab 04.10.2010 auf DVD erhältlich

Erst vor ein paar Tagen hatten wir hier darüber gesprochen, dass die Millennium-Trilogie demnächst von Hollywood verfilmt wird. Aber lassen wir Daniel Craig und all die anderen Stars einmal beiseite und konzentrieren uns auf die schwedische Version – genau genommen auf den letzten Teil „Vergebung“. Dieser ist nämlich ab morgen überall auf DVD erhältlich.

War es im ersten Teil noch ein Sadist und ein Frauenmörder, der neben Mikael Blomkvist im Vordergrund stand, verschieben sich die Themen in zweiten und dritten Teil und Lisbeth Salander rückt in den Vordergrund. Wir erfahren einiges darüber, warum sie ist, wie sie ist und was sie durchmachen musste. Natürlich wird ihr tiefer und kauziger Charakter dadurch nicht erklärbarer, aber es wird zum Beispiel plausibel, warum sie Menschen so sehr misstraut und sich bei Problemen nicht an die Polizei wendet. Denn Lisbeth ist ein Opfer von mafiosen Verbindungen, die sogar bis auf staatliche Ebene reichen.
Tolle Schauspieler und vor allem eine grandiose Noomi Rapace nehmen uns mit in die Welt der Zwangsprostitution und des Menschenhandels, und zeigen, wie sich das Ganze zu einer Verschwörung und zu einem vertuschten Staatsverbrechen entwickelt hat. Der Kampf zwischen Lisbeth Salander und einer geheimen Sektion der Sicherheitspolizei beginnt. Lisbeth weiß einfach zu viel, und deshalb muss sie aus dem Weg geschafft werden.

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Daniel Craig als Mikael Blomkvist – Verblendung goes Hollywood

"Verblendung" - die schwedische Verfilmung

Die Amis sind schon ein merkwürdiges Volk. Nirgendwo auf der Welt ist es so schwierig, einen Markt zu erobern. Und wenn es dann mal jemandem geglückt ist, dann wird schnellstmöglich überlegt, wie man dem Ganzen noch einen amerikanischen Stempel aufdrücken kann. Das haben wir erst kürzlich wieder bei der Millennium-Trilogie des 2005 verstorbenen Autors Stieg Larsson gesehen. Der Schwede schrieb drei Bücher rund um den erfolgreichen Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist und der toughen Hackerin Lisbeth Salander, die innerhalb kürzester Zeit zu weltweiten Bestsellern avancierten.

Dass da auch eine Verfilmung entstehen musste, war nur die logische Konsequenz. Und das ließen sich die Schweden nicht nehmen. 2009 kam der erste Teil, „Verblendung“, in die Kinos. Unter Leitung von Regisseur Niels Arden Oplev liefen die schwedischen Schauspieler Michael Nyqvist und Noomi Rapace zu Höchstleistungen auf und begeisterten die internationalen Kritiker.

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