Stichwort: Schären

Smögen – Buntes Treiben mit ursprünglichem Charme

Smögen

Smögen. Foto: Bengt Nyman/ flickr.com (CC BY 2.0)

Smögen ist Farbenfrohsinn und karger Fels, Fischkutter und Segeljacht, ursprünglicher Charme und Trubel, Postkartenidyll und Partymeile. Der kleine Ort auf der gleichnamigen Schäreninsel an der Küste von Bohuslän zählt zu den besterhaltenen Fischerdörfern. Und zu den bel(i)ebtesten.

Rund 1.300 Einwohner leben ständig auf der Insel. Während der Sommermonate steigt die Zahl rapide. Unzählige Besucher locken Insel und Ort an. Wie für viele andere Fischerdörfer ist auch für Smögen der Tourismus längst zum unverzichtbaren Standbein geworden.

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Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken.

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Hälsingland – Wie „das Blatt eines Baumes“

Charakteristisch für Hälsingland: Der Blick über Rengsjö zeigt Wald und Wasser, Felder und Wiesen, Hügel und Berge. Foto: Nostalgi /commons.wikimedia.org/

Charakteristisch für Hälsingland: Der Blick über Rengsjö zeigt Wald und Wasser, Felder und Wiesen, Hügel und Berge. Foto: Nostalgi /commons.wikimedia.org/

 

Einst galten die Bewohner der Provinz Hälsingland als stolz und eigenwillig. Sie wehrten sich lange gegen Christentum und Steuerhebungen, lebten nach eigenen Gesetzen. Von Riesen und Trollen berichten die Legenden. Der Teufel selbst soll die Jugend des norrländischen Landstrichs zum „Tanz in den Tod“ verführt haben. Wen wundert’s, dass Hälsingland als Euphemismus für die Hölle diente. Die zerklüftete Küste, dichte Wälder, die blau schimmernde Hügellandschaft haben ihren Teil beigetragen.

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Der Pater Noster Leuchtturm

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Leuchttürme haben schon immer etwas Faszinierendes auf die Menschen ausgeübt – Erinnerungen und Träumerein mit dem Meer, der Küste werden wach. Vielleicht erinnert man sich auch an die Kinderträume, als man Kapitän werden wollte – hierbei wären Leuchttürme als Orientierung bei Nacht unersetzlich. Ein besonderer Leuchtturm ist im äußersten Westen des Pater-Noster-Archipels zu finden (auf der Schäre Hamneskär). Der Name Pater Noster soll anscheinend daher rühren, dass die Seefahrer oft das Pater Noster / das Vater Unser gebetet haben, als sie um die gefährlichen Klippen geschippert sind. Königliche Briefe vom Beginn des 18. Jahrhunderts bezeugen, dass im Fahrwasser Hamnseskärs ein Leuchtturm benötigt wurde.

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Artipelag – „Art“ im „Archipelago“

Artipelag von der Südseite, vom Meer gesehen. Foto: Bengt Oberger /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Artipelag von der Südseite, vom Meer gesehen. Foto: Bengt Oberger /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

 

„Art“ und „Archipelago“, die englischen Begriffe für Kunst und Schären verwachsen zu „Artipelag“. Genauso verwachsen sollen Kunst und Kultur, Design und Architektur mit der malerischen Landschaft des Schärengartens vor der schwedischen Hauptstadt: Im Juni öffnete das neue Kunstzentrum Artipelag seine Pforten.

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Millesgården – Sehenswerter Skulpturenpark in Stockholm

Wikipedia. Fotograf: Holger Ellgaard

Carl Milles (1875-1955) war ein berühmter schwedischer Bildhauer, der mit seiner Frau Olga, ebenfalls eine Künstlerin, bis 1931 auf der Insel Lidingö in den inneren Schären von Stockholm gelebt hat. Nach ihm benannt ist der Millesgården, der Skulpturenpark auf Lidingö, in dem sich auch das Heim und das Atelier des Künstlerehepaares befanden.

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Djurö – Nationalpark im Vänern

Stimmungsvoller Vänern. Foto: Micael Carlsson /flickr.com (CC BY 2.0)

Stimmungsvoller Vänern. Foto: Micael Carlsson /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Man wähnt sich nicht mitten in Schweden, steuert man den Nationalpark Djurö an. Dabei scheint der Archipel im Vänern recht zentral gelegen. Wenigstens auf der Landkarte. Doch die Inselgruppe ist eine der isoliertesten ganz Schwedens. Schon das Ansteuern hat etwas von einer Entdeckerreise.

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Filmkritik: Morden i Sandhamn

Morden i Sandhamn – der Mord in Sandhamn

Ein wunderbarer Sommermorgen im Stockholmer Schärengarten. Nora Linde (Alexandra Rapaport), die hier Urlaub macht, radelt mit ihren beiden kleinen Kindern an den Strand, um den Tag mit einem erfrischenden Bad zu beginnen. Doch welch ein Schock! Im Wasser treibt eine Leiche, eingewickelt in ein Fischernetz. Mit der Aufklärung des Falls wird der Stockholmer Kriminalinspektor Thomas Andreasson (Jakob Cedergren) betraut, der die Inseln wie seine Westentasche kennt. Auch Nora Linde ist keine Unbekannte für ihn. Beide haben ihre Jugend in Sandhamn verbracht. Mittlerweile ist Nora Bankjuristin und verbringt nur noch ihre Urlaube in den Schären. Thomas ist gar nicht begeistert von seinem Auftrag, verbindet er mit der idyllischen Landschaft doch eine traurige persönliche Erinnerung, die ihn immer noch belastet. Zu Beginn der Ermittlungen scheint alles auf einen Unglücksfall hinzudeuten, doch dann treten Hinweise aus der Vergangenheit zutage, die den Fall komplizierter machen als erwartet. Als weitere Verbrechen verübt werden, geraten Thomas und seine Kollegin Carina Persson (Sofia Pekkari) unter starken Druck der Öffentlichkeit. Bei seinen Nachforschungen erhält Thomas immer wieder Hilfe von der attraktiven Nora, die die Nähe zu ihm sucht und zu der er sich seinerseits hingezogen fühlt. Doch deren besitzergreifender Ehemann Henrik (Jonas Malmsjö) sieht das gar nicht gern. Die Lage spitzt sich zu …

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Einfach entdecken: Insel Orust

Hafen von Hälleviksstrand auf Orust.

Zerklüftete Schären, einsame Buchten, verträumte Fischerdörfer, die sich mit ihren bunten Holzhäusern an die Felsen schmiegen – die Insel Orust ist trotz ihrer Naturschönheiten noch relativ unbekannt in Deutschland. Trotzdem ist die drittgrößte Insel Schwedens – nach Gotland und Öland – ein beliebtes Ferienziel, vor allem bei Schweden, die im eigenen Land urlauben.

Kein Wunder, scheinen doch die Uhren auf dem Eiland grundsätzlich etwas langsamer zu gehen. Wer der Hektik des Alltags entfliehen will, der ist hier genau richtig.

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