Stichwort: Restaurant

Donnerstag: Erbsensuppe – Eine Spezialität mit eigenem Wochentag

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Schwedische Hausmannskost hat vor allem im Winterhalbjahr Hochkonjunktur. Und wenn es ein Gericht gibt, das sich dabei besonders nach dem Kalender richtet, dann ist es die Erbsensuppe. Denn die schwedische „ärtsoppa“ gibt es von September bis Mai immer donnerstags: in den Lunch-Restaurants, in Schulen, in Altersheimen und in der Armee.

Wirte und Großküchen sind auf diese Tradition eingestellt. Und die Gäste sind es auch! Die Erbsensuppe muss mit ins Angebot an einem Donnerstag, – selbst wenn zahlreiche Alternativen auf der Speisekarte stehen. Dabei fragt man kaum noch nach den Hintergründen. Warum gerade Donnerstag? Die deftige Spezialität hat ihre Wurzeln in frühen Zeiten, vielleicht sogar bei Thor – dem Donnergott, nach dem der Donnerstag benannt wurde.

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Der Kaknästurm – Auf einen Kaffee über Stockholm

Kaknästornet_17_March_2013

Der Kaknästurm. Fernseh- und Aussichtsturm in Djurgården, Stockholm. Foto: U3island /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Der Kaknästurm, auf Schwedisch Kaknästornet, war einmal das höchste Gebäude in Skandinavien. Diesen Nimbus hat das Bauwerk im Osten von Stockholm längst verloren. Geblieben sind der Stadt höchstes Restaurant und Café. Vor allem aber die Aussicht auf Schwedens Hauptstadt auf der einen, der Blick hin zu Stockholms Schärengarten auf der anderen Seite.

Den Rang des höchsten Gebäudes in Schweden und ganz Skandinavien mag der 34 Stockwerke zählende, 155 m Hohe (170 m mit Antenne) Kaknästurm im Stockholmer Stadtteil Djurgården – genauer Norra Djurgården – nicht erst mit der Fertigstellung des Turning Torsos in Malmö verloren haben. Gehalten hat sich, neben der Aussicht, der Ruf, das höchste (regulär) für Besucher zugängliche Bauwerk in Schweden zu sein.

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Mårten Trotzigs gränd: die schmalste „Straße“ Stockholms

Mårten Trotzigs Gränd

Foto: Wikipedia

Stockholms Altstadt Gamla stan stellt für neue Besucher ein Gewirr aus schmalen Gassen und kleine Straßen dar. Autos sind hier grundsätzlich nicht erlaubt. Die kleine Gasse Mårten Trotzigs gränd ist dabei allerdings eine Besonderheit, sie ist nämlich die schmalste „Straße“ Stockholms.

Wie ein geheimer Gang öffnet sich Mårten Trotzigs gränd demjenigen, der sich auf die Suche macht. Von Gamla stans Hauptachse Västerlånggatan kommend wird diese schmale Gasse oft übersehen. Der Grund ist ganz einfach: Sie ist zu schmal. An der engsten Stelle nämlich misst der Abstand zwischen den alten Häusern nur gut 90 Zentimeter. Selbstverständlich hat hier kein Auto Platz.

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Leila Lindholm – Schwedens Backfee

Leila Lindholm Foto: Wolfgang Kleinschmidt

Leila Lindholm ist die bekannteste und wohl auch die beliebteste TV-Köchin Schwedens. Auch in Deutschland wird sie immer beliebter und in zahlreichen Blogs, vor allem wegen ihrer leckeren Backrezepte, erwähnt. Die Schwedin wurde für ihr Können schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So wurde sie z.B. 1999 zur besten Köchin Schwedens und 2004 zum besten TV-Koch des Jahres gewählt, 2009 erhielt sie die Silbermedaille der Gastronomischen Akademie. Auch ihre in mehreren Ländern verlegten Bücher wurden mit Preisen bedacht.

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Berns salonger – 150 Jahre Genuss und Amüsement

Nachfolger des ersten chinesischen Restaurants in Schweden: Das Asiatiska in Berns salonger. Foto: Jon Åslund /flickr.com (CC BY 2.0)

Nachfolger des ersten chinesischen Restaurants in Schweden: Das Asiatiska in Berns salonger. Foto: Jon Åslund /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Es begann mit Kuchen, Abendrestauration und dem ein oder anderen stärkeren Getränk und zeitgemäßer Salonmusik in Berns salon. Stockholms „bessere Gesellschaft“ gab sich im Salon Genuss und Müßiggang hin – Inspiration für einen noch unbekannten Schriftsteller. Aus dem Salon wurde(n) Berns Salonger. Manch Verfechter von Sitte und Moral mag auf das Versinken des Etablissements im Morast, auf dem es gebaut war, gehofft haben. Stelzen verhinderten dieses Schicksal. Stattdessen wurde der Vergnügungstempel zu einer Institution Stockholms. In diesem Jahr feiert Berns salonger 150-jähriges Bestehen.

Nicht weit von Nationalmuseum, Königlicher Oper und Stockholmer Schloss, im Stadtteil Norrmalm befindet sich Berns Salonger. Ein von Johan Fredrik Åbom entworfenes Bauwerk im historistischen Stil, direkt am Berzelii Park. Zu den späteren Gestaltern des Gebäudes gehörte auch Architekt Gustaf Wickman, der maßgeblich Kiruna gestaltete. Doch sind es weniger die Architekten, denen Berns salonger seinen Ruf verdankt.

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Gastro-Tipp: Handelsman Flink

Handelsman Flink Foto: Svenja

Handelsman Flink bietet sich wunderbar als Ausflugziel oder Zwischenstopp an. Wer Lust hat stöbert durch den kleinen Tante-Emma-Laden und wer Hunger hat, isst im Restaurant oder gönnt sich eine Kaffeepause auf der Veranda- und bewundert die tolle Aussicht auf das Wasser. Wer gar nicht lange verweilen will, kann sich auch einfach ein frisch zubereitetes Fresspaket mitnehmen und weiter die Insel erkunden.

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Das Restaurant Tusen in Ramundberget

In Ramundberget, einem Wintersportort, erblickt man ein außergewöhnliches Gebäude, das hölzern aus dem Schnee emporragt. Zusammen mit der winternen Umgebung harmoniert dieses Restaurantgebäude auf eine ganz besondere Art und Weise: Material, Form und Design schmiegen sich in die Landschaft ein. Eine Bilderstrecke zum Skirestaurant Tusen kann hier betrachtet werden, mehr Detailbilder hier. Aus der kreisrunden Grundfläche wurde ein Kuchenstück herausgeschnitten, der nun einen Außenbereich, eingerahmt mit Birkenstämmen, darstellt. Die runde Form schützt vor den nordischen Winden und dem Schnee. Die Fassade des Gebäudes wurde mit Birken aus der direkten Umgebung verkleidet. Dabei neigen sich die Stämme nach innen, ragen aber über das Flachdach hinaus. Assoziationen zu einem Tipi (Indianerzelt) oder zu den traditionellen Zelten der Samen werden gerufen.

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Brännebrona – 60er Jahre Motel & Restaurant

Das Brännebrona Motel

Das Brännebrona Motel liegt an der heutigen E20

In den 1960er Jahren hatte der Schwede Ernst Skarp die Idee, in der Nähe von Götene ein Motel mit Restaurant zu bauen. Er war Ende der 50er Jahre in den USA gewesen, hatte die für die Staaten typischen Motels gesehen und wollte so etwas auch in seiner Heimat bauen. Bisher gab es nur wenige Motels in Schweden, das Flenige Classic Motel in der Provinz Skåne und das Vida Vättern in Småland.

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