Stichwort: Nils Holgersson

Värmland – Das „schöne, herrliche Land“

See StoraGla in Värmland
Seenlandschaft in Värmland: Der Stora Gla im Naturreservat Glaskogen im Westen der Provinz. Foto: Jörg Zipperer (= Pharcye) /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

„Oh Värmland, du schönes, du herrliches Land“, lässt sich die erste Zeile des Värmlandlieds übersetzen. Der Hymne der mittelschwedischen Provinz. Värmland gilt als Naturparadies, als Land des Wassers und der Wälder. Doch es ist auch Kulturland und Land der Kultur. Selma Lagerlöf setzte dem Landstrich und seinen Bewohnern nicht nur ein literarisches Denkmal.

Die „Krone der schwedischen Länder“

Värmland, im Lied sinngemäß die „Krone der schwedischen Länder“, liegt im Westen von Schweden. Erstreckt sich zwischen Dalsland, Vänern, Västergötland im Süden, Närke, Västmanland im Osten. Vom Osten bis in den Norden grenzt die Landschaft an Dalarna, im Westen an Norwegen. Oslo ist 100 km entfernt, Stockholm 250 km. Es ist ein dünn besiedelter Landstrich. Rund 311.000 Einwohner teilen sich gut 19.000 km².

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Smygehuk – Der südlichste Punkt Schwedens

Smygehuk - Der südlichste Punkt Schwedens

Anfang oder Ende: Smygehuk, der südlichste Punkt Schwedens und der Skandinavischen Halbinsel. Foto: News Oresund /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Smygehuk – 55 Grad, 20 Minuten nördliche Breite sagt das Schild im Hafen. 510 km bis Stockholm, nur 320 bis Berlin. Doch davor ist erst mal nur Wasser. Die Ostsee. Der Blick in die entgegengesetzte Richtung zeigt die Fischräucherei und ein paar Häuser – das Fischerdorf Smyge. Allerdings besagt ein Hinweis am Pier, dass dahinter über 1.500 km Schweden liegen. Smygehuk ist – je nachdem – der Anfang oder das Ende des Landes. Der südlichste Punkt Schwedens. Zugleich der südlichste Punkt der Skandinavischen Halbinsel.

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Hälsingland – Wie „das Blatt eines Baumes“

Charakteristisch für Hälsingland: Der Blick über Rengsjö zeigt Wald und Wasser, Felder und Wiesen, Hügel und Berge. Foto: Nostalgi /commons.wikimedia.org/

Charakteristisch für Hälsingland: Der Blick über Rengsjö zeigt Wald und Wasser, Felder und Wiesen, Hügel und Berge. Foto: Nostalgi /commons.wikimedia.org/

 

Einst galten die Bewohner der Provinz Hälsingland als stolz und eigenwillig. Sie wehrten sich lange gegen Christentum und Steuerhebungen, lebten nach eigenen Gesetzen. Von Riesen und Trollen berichten die Legenden. Der Teufel selbst soll die Jugend des norrländischen Landstrichs zum „Tanz in den Tod“ verführt haben. Wen wundert’s, dass Hälsingland als Euphemismus für die Hölle diente. Die zerklüftete Küste, dichte Wälder, die blau schimmernde Hügellandschaft haben ihren Teil beigetragen.

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Stadtbummel durch Karlskrona: Die Admiralitätskirche

Weltkulturerbe: Die Admiralitätskirche in Karlskrona, rechts vorm Eingang steht Gubben Rosenbom. Foto: Henrik Sendelbach /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Weltkulturerbe: Die Admiralitätskirche in Karlskrona, rechts vorm Eingang steht Gubben Rosenbom. Foto: Henrik Sendelbach /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

 

Die Admiralitätskirche, auf Schwedisch Amiralitetskyrkan, ist eine der der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt – Schwedens größte Holzkirche. Ein beliebter Anlaufpunkt bei einem Stadtbummel durch  Karlskrona. Ursprünglich als Provisorium errichtet, gehört das Gotteshaus zu den ältesten Gebäuden der südschwedischen Stadt und zum Weltkulturerbe „Marinestadt Karlskrona“.

Die Admiralitätskirche ist eine der 1998 zum Weltkulturerbe ernannten Stätten auf Karlskronas Hauptinsel. Sie liegt im Südosten von Trossö, ein paar Schritte vom Hafen.

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Eine Reise durch Schweden mit Nils Holgersson

Foto: Wikipedia

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Nils Holgersson…..mit den Wildgänsen fliegen, wilde Abenteuer erleben und die Welt von oben  erleben. Die Reise des kleinen Nils Holgersson hat viele Generationen verzaubert. Gleichzeitig wird einem auch viel von Schweden vermittelt. Das Buch der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf erschien das erste Mal 1906/1907. Im Orginal lautet der Titel: Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige (auf Deutsch: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden). Die Schriftstellerin schrieb dieses Buch für Schulkinder, um ihnen Schweden näher zu bringen. Im Roman werden alle schwedischen Landschaften und viele Städte vorgestellt. Es sollte ein Lese- und auch gleichzeitg ein Erdkundebuch sein.

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Gästrikland – Das Tor zu Schwedens wildem Norden

Größter See in Gästrikland: Der Storsjön in Sandviken. Foto: Frank Huencke /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Größter See in Gästrikland: Der Storsjön in Sandviken. Foto: Frank Huencke /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

 

„Hier beginnt die Wildnis“ wirbt die kleine Provinz Gästrikland, kaum zwei Autostunden von Stockholm entfernt. Einst zählte Gästrikland zu Svealand, bildet nach mehreren Gebietsreformen jedoch den südlichsten Zipfel Norrlands – das „Tor nach Norrland“.

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Selma Lagerlöf – schwedische Nobelpreisträgerin für Literatur

Selma Lagerlöf. Foto von Bokmania, Ivana Eklund

Selma Lagerlöf ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Schwedens und dazu die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur bekam. Wer kennt nicht die Geschichte vom kleinen Nils Holgersson und den Wildgänsen? Wohl ihr bekanntestes Werk. Aber auch ihre anderen Bücher zählen zur Weltliteratur.

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Blekinge – Land des ruhigen Wassers

In Selma Lagerlöfs „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ heißt es: „Småland ist ein hohes Haus,“ begann der Lehrer, „mit Tannen auf dem Dache; vor dem Hause aber ist eine breite Treppe mit drei Stufen, und diese Treppe wird Blekinge genannt.“ ¹ Blekinge, im Südosten des Landes, umrahmt von Skåne, Småland und der Ostsee scheint wie das wahr gewordene Traumbild Schwedens. Die vielfältige Natur, Dörfer und Gehöfte in hügeliger bewaldeter Landschaft, malerische Fischerdörfer, historische Orte auf kleinem Raum zeichnen die Provinz als „Garten Schwedens“ aus.

Das alte Ronneby. Foto: Jonas Bengtsson / flickr.com , (CC BY 2.0)

Das alte Ronneby. Foto: Jonas Bengtsson / flickr.com , (CC BY 2.0)

 

Was heute wie ein „gepflegter Garten“ erscheint, war jahrhundertelang Grenzregion zwischen Dänemark und Schweden, Ort blutiger Schlachten. Mensch und Land waren immer wieder Plünderungen und Brandschatzungen ausgesetzt, von dänischer wie schwedischer Seite. Infolge des Friedens von Roskilde 1658 fiel Blekinge gemeinsam mit Schonen und Halland an Schweden. Während der schwedischen Großmachtzeit blühte die für kurze Zeit Region auf, fiel dann aber in seiner Entwicklung gegenüber den anderen Landesteilen zurück. Die damals dominierende Landwirtschaft gehört heute noch als wichtiger Faktor zum Landschaftsbild, ebenso der Fischfang. Blekinge ist aber auch moderner Industriestandort. Neben Volvo, als einem der Hauptarbeitgeber, gibt es vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Blekinge hat eine führende Stellung im Bereich der Informationstechnologie. Zudem lebt Blekinge vom Tourismus. Der heutige Blekinge län entspricht der historischen Provinz Blekinge und ist beliebtes Reiseziel.

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Tschüss Nils! Abschied vom 20 Kronen-Schein.

Die schwedische Reichsbank führt neue Geldscheine ein. Ziel: Eine Modernisierung der Scheine, sowohl was (sicherheits-)technische Belange angeht als auch die Motive. Jeder neue Schein wird eine andere schwedische Landschaft repräsentieren und dazu jeweils eine Berühmtheit aus ebenjener Gegend abbilden.

Die Schweden selbst haben über die Motive abgestimmt und auch wenn – oder gerade weil – es keine Überraschungen gibt, kann man die Ergebnisse gut nachvollziehen. Evert Taube wird den 50-Kronen-Schein zieren, Greta Garbo gibt’s für 100 Kronen. Der neu eingeführte 200-Kronen-Schein wird durch das Bildnis von Ingmar Bergman veredelt, die berühmte Operndiva Birgit Nilsson ist auf dem 500er abgebildet und Dag Hammarskjöld wird auf dem 1.000er zu sehen sein.

Der wahrscheinlich am häufigsten gebrauchte Schein ist der für 20 Kronen. Dort wird die Lieblingsschwedin überhaupt, Astrid Lindgren, abgebildet sein. Unter anderem deshalb, weil dieser Schein am ehesten von Kindern gebraucht wird.

Doch Moment!

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