Stichwort: Museum

Eines der größten Bauwerke Europas – Die Festung Karlsborg

Die Stadt Karlsborg liegt in der schwedischen Provinz Västra Götaland län und an dieser Stelle mündet auch der Göta Kanal in den Vätternsee.

Miniatur. Die Umrisse der Karlsborg

Der Russisch-Schwedische Krieg von 1808/1809 hatte zur Folge, dass die Schweden Finnland und Åland an Russland verloren. Daraus resultierte, dass ein neues Verteidigungssystem entwickelt werden sollte. Staatsrat Baltazar von Platen, der auch schon Initiator für den Bau des Göta Kanals war, inspizierte die Umgebung Västa Götalands und kam zu dem Schluss, dass die Landzunge Vanäs ideal für eine zentrale Festungsanlage wäre. Ab 1819 begann der Bau. Im Falle eines Krieges sollte die schwedische Regierung, die Königsfamilie, die Kronjuwelen und die Goldreserven des Landes über den Göta Kanal in die Festung Karlsborg gebracht werden, die dann auch als Ersatzhauptstadt fungieren sollte.

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Eisenbahnmuseum Gävle öffnet seine Fahrzeughalle

Unter Dampf

Unter Dampf

Noch bis zum 19. August können Eisenbahnfreunde ein besonderes Highlight genießen. In diesem Sommer öffnete das Eisenbahnmuseum in Gävle erstmals die Tore eines Teils seiner Fahrzeughalle für die Allgemeinheit. Für einen angemessenen Transfer zwischen Museum und Halle sorgt dabei ein über 50 Jahre alter Schienenbus.

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Brio – Spielzeug aus Schweden

Bei Kinderspielzeug aus Skandinavien fällt vielen vielleicht LEGO (aus Dänemark) ein, eine weitere bekannte Marke – ebenfalls mit vier Buchstaben – ist BRIO. Der Firmennamen entstand aus der Abkürzung „BRöderna Ivarsson, Osby“ („Gebrüder Ivars Söhne, Osby“). Bekannt geworden ist die Firma aus der Provinz Skåne durch die Verwendung von Holz für Spielzeug – wobei die Holz-Eisenbahn-System, die in den 50er Jahren auf den Markt kam, wohl am bekanntesten ist.

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Museen in Göteborg

Museen am Götaplatsen, Göteborg.

Museen am Götaplatsen, Göteborg. Foto: Gustaf Engberg

So lebendig wie Göteborgs Kulturleben, so reich ist auch seine Geschichte. Deshalb wimmelt es in der Hafenstadt nur so von Museen, die viel Maritimes zeigen, aber auch zeitgenössische Kunst und Design, Wissenschaft und Technik beherbergen.

Erster Anlaufpunkt sollten für Besucher die Museumsschiffe im Hafen Lilla Bommen sein. Dazu gehört die „Viking“, Skandinaviens größtes Segelschiff, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Weltmeere fuhr, ehe es 1950 zunächst in Rotterdam, dann in Göteborg als Museumsschiff und Hotel zur Attraktion wurde. 

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Meisterhafte Ansichten – Lübeck zeigt Werke des schwedischen Malers Anders Zorn

Anders Zorn: Sommervergnügen, 1886, Aquarell, 30,2 x 18,8 cm (Zornmuseet, Mora)

Es ist dieses Wasser. Und das Licht. Wie hier das bewegte Spiel von Wasser und Licht im stillen Medium der Malerei dargestellt wird, kann mit Fug als Erkennungszeichen des schwedischen Malers Anders Zorn (1860–1920) gelten, dem das Lübecker Museum Behnhaus Drägerhaus zur Zeit eine Werkschau widmet. Über mehrere Räume und Ebenen verteilt, wird – in meist thematischer Anordnung – ein Einblick in alle Facetten dieses Meisters der skandinavischen Malerei gegeben, der so nach mehr als zwanzig Jahren wieder in einem deutschen Museum präsent ist. Vielleicht regt die Ausstellung ja dazu an, beim nächsten Schwedenurlaub einen Abstecher an den Siljan zu machen, in die Heimat des Künstlers, dessen Geburtstag sich heute, am 18. Februar, zum 152. Mal jährt. – Gratulation!

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Saab Museum, Trollhättan

In der letzten Zeit ist der schwedische Autobauer Saab aufgrund der Insolvenz in den Schlagzeilen gewesen. Im schwedischen Trollhättan, dem Sitz der Automarke, gibt es auch ein entsprechendes Museum. In den ehemaligen Fabrikhallen der Firma Nohab stellt Saab seine Geschichte auf 350 qm und mit rund 60 Fahrzeugen aus. Die Ausstellung reicht von dem sogenannten Ur-Saab von 1947 bis zu den neueren Fahrzeugen.

 

 

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Treffpunkt im schwedischen Glasreich – Neues Glas- und Designzentrum in Boda

Am 18. Juni dieses Jahres wurde in Boda, mitten im schwedischen Glasreich ein neues Zentrum für Glas und Design feierlich eingeweiht. Auf über 1000 m² sind Glasmuseum, Glashütte und Designstore unter einem Dach vereint. Das neue Kreativzentrum will schwedisches Kulturgut bewahren, Zukunftsperspektive bieten, ein Treffpunkt für Kreative und Besucher sein.

Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d'Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)

Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d'Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)

Boda, ein kleines Dorf in den Wäldern von Småland, zur Gemeinde Emmaboda gehörend, zählt zu den bekanntesten Orten des schwedischen Glasreichs – Boda glasbruk. Der Ort war und ist berühmt für seine Handwerkskunst, hat die schwedische „Glasgeschichte“ maßgeblich mitgeprägt. In Boda wirkte Erik Höglund, der mit experimentellen Arbeitsweisen wesentlich zur „Art Glass Revolution“ beitrug.

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Der Millesgården auf Lidingö

Ein Skulpturenpark mit Blick auf Stockholm (Foto mit Genehmigung von / with permission of: Millesgården)

Kaum eine halbe Stunde Bahnfahrt von der Stockholmer Innenstadt und deren touristischen Highlights entfernt existiert ein sehenswerter Ort, der sich durch seine Randlage auf den Klippen von Lidingö und hinter seinem schlichten Namen fast etwas zu verstecken scheint: der Skulpturenpark Millesgården. Tatsächlich kann man das Areal, das der Bildhauer Carl Milles (1875-1955) mit seiner Frau, der Malerin Olga Milles (1874-1967), in Jahrzehnten zu einer weitläufigen Wohn-, Arbeits- und Ausstellungsfläche entwickelt hat, ein – öffentliches zugängliches – Refugium nennen: So mancher Besucher gerät hier schnell in eine eigentümlich weltenthobene Stimmung.

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Oljeön – Die Ölinsel

Mit einer Personenfähre gelangen Besucher auf die Insel Barrön – Oljeön. Ölinsel taufte der Volksmund das Eiland im See Åmänningen, nachdem 1875 die Raffinerie Engelsberg den Betrieb aufnahm. Öl wird nicht mehr verarbeitet. Die Anlage ist heute ein Museum – und die älteste erhaltene Ölraffinerie der Welt.

Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

Nicht ohne Grund wurde Barrön, die Insel bei Ängelsberg in der Gemeinde Fagersta, als Standort für die Raffinerie gewählt:

Per August Ålund hatte so seine Erfahrungen mit Experimenten und dem Verarbeiten des schwarzen Goldes. Ende der 1860er Jahre baute Ǻlund am Snyten, der See liegt in unmittelbarer Nähe zu Ängelsberg, eine Ölfabrik. Ein Blitzeinschlag setzte dem ein Ende. Das Werk brannte, explodierte, Öl floss in den See. Schließlich, so wird erzählt, stand die ganze Bucht in Flammen.

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