Stichwort: Mittelalter

Schloss Kalmar

IMG_4520Die Geschichte von Schloss Kalmar beginnt im 12 Jahrhundert. Damals wurde ein Verteidigungsturm gegen Piraten und andere Feinde an dem Platz errichtet, an dem das Schloss heute steht, nämlich auf einer Halbinsel an der Ostsee, umgeben von einem heute mit Gras überwachsenen Burggraben. Zu jener Zeit wurde Kalmar offiziell zur Stadt ernannt. Unter der Regentschaft von König Magnus Barnlock wurden Ende des 13. Jahrhunderts mehrere Türme und eine Ringmauer gebaut. Durch den Eingang, der sich im grossen Turm befindet, gelangte man damals wie auch heute noch ins Schloss. Bei seiner Fertigstellung war das Schloss Kalmar eines der modernsten Gebäude Schwedens.

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Donnerstag: Erbsensuppe – Eine Spezialität mit eigenem Wochentag

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Schwedische Hausmannskost hat vor allem im Winterhalbjahr Hochkonjunktur. Und wenn es ein Gericht gibt, das sich dabei besonders nach dem Kalender richtet, dann ist es die Erbsensuppe. Denn die schwedische „ärtsoppa“ gibt es von September bis Mai immer donnerstags: in den Lunch-Restaurants, in Schulen, in Altersheimen und in der Armee.

Wirte und Großküchen sind auf diese Tradition eingestellt. Und die Gäste sind es auch! Die Erbsensuppe muss mit ins Angebot an einem Donnerstag, – selbst wenn zahlreiche Alternativen auf der Speisekarte stehen. Dabei fragt man kaum noch nach den Hintergründen. Warum gerade Donnerstag? Die deftige Spezialität hat ihre Wurzeln in frühen Zeiten, vielleicht sogar bei Thor – dem Donnergott, nach dem der Donnerstag benannt wurde.

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Die mittelalterliche Kirche von Hjärtlanda

Die Kirche von Hjärtlanda mit freistehendem Kirchturm

Die Kirche von Hjärtlanda mit freistehendem Kirchturm

 

Die mittelalterliche Kirche von Hjärtlanda befindet sich in der Gemeinde Sävsjö in Småland. Ursprünglich gehörte Hjärtlanda zur gleichen Kirchgemeinde wie Hultsjö und Skepperstad. Erst im zwanzigsten Jahrhundert wechselte sie zu der Kirchgemeinde von Sävsjö. Die Kirchgemeinde war sehr klein und wechselte in den letzten 2 Jahrhundert in verschiedene Gemeinden.

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Sölvesborg und die leuchtenden Bögen über Sölvesborgsviken

Sölvesborgs-Brücke

Neues Wahrzeichen von Sölvesborg: Die Sölvesborgsbron. Foto: Adville /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Sölvesborg ist ein 8.400 Einwohner zählendes Städtchen und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde an der südschwedischen Küste. Der Ort hat eine Burgruine, die mittelalterliche Kirche, den historischen Ortskern mit Kopfsteinpflastergassen, Wald und Strand. Und Sölvesborg hat die Sölvesborgsbron – die längste Fußgänger- und Radfahrerbrücke Europas.

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Schwedens Geschichte: Vom Wanderhandel zum städtischen Handel – Stadtgründungen im Mittelalter

Eine der ältesten Städte Schwedens: Skara. Das Modell im Västergötlands Museum zeigt die Stadt im 13. Jhd. Foto: Dagjoh /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Eine der ältesten Städte Schwedens: Skara. Das Modell im Västergötlands Museum zeigt die Stadt im 13. Jhd. Foto: Dagjoh /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

 

Das Mittelalter in Schweden war die Zeit der Christianisierung, der Entstehung des Schwedischen Reiches und eine Zeit der Stadtgründungen. Die Städte waren religiöse und politische Machtzentren, vor allem waren sie Orte des Handels.

Die Kontrolle über den Handel zu erlangen, Wohlstand und Macht der Krone durch den Handel zu steigern und zu festigen war wesentlich für Stadtgründungen im mittelalterlichen Schweden. So entstanden ab dem 12. Jahrhundert mehr und mehr reine Handelsstädte.

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Schwedens Geschichte: Bergleute und Stadtbürgertum – Die Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter (Teil 4)

Im mittelschwedischen Bergbaurevier Bergslagen: Flatenbergs hytta bei Smedjebacken im südlichen Dalarna. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Im mittelschwedischen Bergbaurevier Bergslagen: Flatenbergs hytta bei Smedjebacken im südlichen Dalarna. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

 

Bauern, Adel, Geistlichkeit – daneben bildeten sich im mittelalterlichen Schweden mit Bergleuten und Stadtbürgertum weitere Rechts- bzw. Statusgruppen heraus.

Bergbau breitete sich seit dem 12. Jahrhundert aus

Die Basis der Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter lag in der Landwirtschaft. Daneben kam dem Bergbau eine wachsende Bedeutung zu. Synonym für den Bergbau in Schweden ist Falun in Dalarna. Hier ist seit dem 13. Jahrhundert Kupferbergbau bekannt. Schon im 12. Jahrhundert wurde auf Utö im Stockholmer Schärengarten Eisen gefördert. In der Folge breitete sich der Bergbau in Mittelschweden aus – heute ist Bergslagen mit seinen historischen Bergbau- und Industriestätten Urlaubsziel.

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Schwedens Geschichte: Bauern, Adel, Geistlichkeit – Die Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter (Teil 3)

Die Überreste von Alsnö hus auf Adelsön. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Die Überreste von Alsnö hus auf Adelsön. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

 

Im Schweden des Mittelalters begründeten militärische Aufgaben, umfangreicher Landbesitz und Dienst für den König eine hervorgehobene Position, eine privilegierte soziale Gruppe – den Stand des Adels.

Wie der Geistlichkeit mit dem Privilegienbrief von 1281 gewährte die schwedische Krone auch dem Adel aufgrund besonderer Aufgaben, wie etwa Verteidigung bzw. Kriegsdienst einen privilegierten sozialen und rechtlichen Status. Dazu gehörte allem voran die allgemeine Abgabenfreiheit, sprich Steuerfreiheit.

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Schwedens Geschichte: Bauern, Adel, Geistlichkeit – Die Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter (Teil 2)

Blick in die St. Laurentius Kirche in Söderköping. Hier wurde Magnus Ladulås Frau Helvig 1281 zur schwedischen Königin gekrönt. Zugleich wurden die Kirchenprivilegien in Söderköping verabschiedet. Foto: Xauxa 2003 /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Blick in die St. Laurentius Kirche in Söderköping. Hier wurde Magnus Ladulås Frau Helvig 1281 zur schwedischen Königin gekrönt. Zugleich wurden die Kirchenprivilegien in Söderköping verabschiedet. Foto: Xauxa 2003 /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

 

Grundlage der sich im mittelalterlichen Schweden entwickelnden Ständeordnung war das Bauerntum. Unter Einflüssen wie der Entwicklung der Monarchie und Christianisierung wie auch Bevölkerungswachstum und Handelsbeziehungen differenzierte sich die schwedische Bevölkerung rechtlich und sozial weiter aus.

Wie im ersten Teil der Betrachtung zur Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter dargestellt, fiel dem Landbesitz sowie der landwirtschaftlichen Entwicklung in diesem Prozess besonderes Gewicht zu. Daneben wuchs im Mittelalter die Bedeutung des Bergbaus, womit die Entstehung neuer Statusgruppen einherging. Entscheidenden Einfluss auf die entstehende Gesellschaftsordnung hatte, nicht zuletzt, die Verleihung besonderer Privilegien aufgrund besonderer Aufgaben durch die schwedische Krone. An erster Stelle die Abgabenfreiheit. Profiteure waren Geistlichkeit und Adel.

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Schwedens Geschichte: Bauern, Adel, Geistlichkeit – Die Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter (Teil 1)

In Hjulbäck. Der älteste Beleg des Dorfes am Siljan in Dalarna stammt von 1325. Foto: Calle Eklund/V-wolf /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

In Hjulbäck. Der älteste Beleg des Dorfes am Siljan in Dalarna stammt von 1325. Foto: Calle Eklund/V-wolf /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

 

Die treibenden Kräfte der schwedischen Unabhängigkeitsbestrebungen im Zeitalter der Kalmarer Union waren Adel, Bergleute und Hüttenunternehmer, die Bauern von Dalarna, die Stockholmer Bürgerschaft. Dabei zeigt sich fortgeschrittene Differenzierung der Bevölkerung, die mit dem politischen, wirtschaftlichen aber auch geistlichen Wandel im mittelalterlichen Schweden einhergeht. Zum Spätmittelalter hatte sich eine Ständeordnung entwickelt, die das gesellschaftliche Gefüge bis ins 19. Jahrhundert prägen sollte.

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