Stichwort: Lund

Skissernas Museum – Von der „Geburt eines Kunstwerks“

Skissernas Museum

Der internationale Saal im Skissernas Museum in Lund. Foto: Bengt Oberger /https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 4.0)

Das Skissernas Museum im südschwedischen Lund ist in seiner Art ein einzigartiges Kunstmuseum. Für gewöhnlich zeigen Kunstausstellungen vollendete Werke, das Ergebnis künstlerischen Schaffens. Genau um diesen Schaffensprozess oder um die „Geburt eines Kunstwerks“, wie es sein Gründer nannte, dreht sich das Skissernas Museum.

Das Skissernas Museum einfach als „Skizzenmuseum“ zu übersetzen, wäre etwas zu kurz gegriffen. In vollständiger Form heißt es Museum für den künstlerischen Prozess und öffentliche Kunst. Außer Museum ist es, wie in seiner Gründungszeit, ein Archiv.

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Carl von Linné und die Blumen

Gemälde von Carl von Linné Bild aus Wikipedia. Originalgemälde von Alexander Roslin. Fotograf: Greg L

Gemälde von Carl von Linné
Bild aus Wikipedia. Originalgemälde von Alexander Roslin. Fotograf: Greg L

Denkt man an Carl von Linné, dann denkt man automatisch an Blumen, Pflanzen, Tiere und an die Natur. Er war es, der den Pflanzen und Tiere ihren Namen gab und sie in seinen umfassenden Werken beschrieb.

Carl von Linné wurde am 23. Mai 1707 in Råshult in Småland als Carl Nilsson Linnæus geboren. Sein Vater war von Beruf Pfarrer und interessierte sich sehr für die Natur und für Pflanzen. Dieses Interesse übertrug sich schon früh auf den Sohn, der sich gerne mit den Pflanzen, die sein Vater im eigenen Garten kultivierte, beschäftigte und auch gerne die Umgebung erforschte, um immer neue Pflanzen kennenzulernen.

Der Wunsch des Vaters war, dass Carl, genau wie der Vater und auch schon der Großvater, Pfarrer werden sollte. Daher wurde er auf die Domschule nach Växjö geschickt, wo er sich aber überhaupt nicht wohl fühlte…

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Rückkehr der Straßenbahn in schwedischen Kommunen?

Vorbild Göteborg: schwedische Kommunen planen (Wieder-)Einführung der Straßenbahn

Vorbild Göteborg: schwedische Kommunen planen (Wieder-)Einführung der Straßenbahn

Die Straßenbahn hat in Schweden wieder eine Zukunft. In mehreren Kommunen wird über die (Wieder-)Einführung eines Verkehrsmittels diskutiert, das in den sechziger Jahren in Nord- und Westeuropa in vielen Städten in Ungnade fiel. Derzeit fahren Straßenbahnen in Göteborg, Stockholm und Norrköping. Doch in einigen Jahren könnten es weitaus mehr Kommunen werden, die den „schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr“ anbieten.

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Mein Auslandssemester in Lund und Malmö

Höstterminen i Skåne – mein Auslandssemester

ERASMUS EuRopean(Community) Action Scheme for the Mobility of UniversityStudents ist das bekannteste Studienprogramm der Europäischen Union und laut der Europäischen Kommission für  Education & Training das erfolgreichste der Welt.

Gefördert werden Studenten und wissenschaftliches Personal auf ihrem Aufenthalt an Hochschulen im europäischen Ausland. Die Förderung enthält einen Mobilitätszuschuss der EU, Sprachkurse und intensive Betreuung vor Ort. Am Austauschprogramm teil nehmen die siebenundzwanzig EU-Mitgliedsstaaten sowie Kroatien, Liechtenstein, Island, Norwegen, die Türkei und (seit 2011) die Schweiz.

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Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 2) – Das Christentum setzt sich durch

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Nach den ersten fehlgeschlagenen Christianisierungsversuchen durch Ansgar im 9. Jahrhundert sollte es noch rund 150 Jahre dauern, bis die Missionsarbeit im Reich der Svear und Götar Früchte trug. Zur Jahrtausendwende findet in Schweden auch eine Wendung zur christlichen Lehre hin statt. Vertrieben sind die alten Götter noch nicht.

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Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 1) – Erste Missionierungen

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im neunten Jahrhundert setzt die Christianisierung Schwedens ein – ein Jahrhunderte währender Kampf um den „rechten“ Glauben: Während die Wikinger mit ihren Raub- und Handelszügen über Europa kamen, machte sich Ansgar, Erzbischof von Hamburg, auf den Nordleuten das Evangelium zu verkünden – erfolglos. Zwar ließ sich Olof Skötkonnung um das Jahr 1000 als erster schwedischer König christlich taufen, doch hielt sich die alte Götterlehre noch bis ins 13. Jahrhundert.

Schweden war eines der letzten Gebiete in Europa, in dem sich das Christentum durchsetzen konnte. Dennoch kann das heutige Schweden den ältesten Dom Skandinaviens vorweisen – in Lund. Was allerdings daran liegt, dass Skåne, wie auch Blekinge, Halland und Bohuslän in jener Zeit dänisch waren und die Christianisierung früher einsetzte und etwas anders verlief als in den Herrschaftsgebieten der Svear, Götar und Guten (Gotland) – die letzte zu missionierende germanische Bevölkerung.

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Liebeserklärung an die Universitätsstadt Lund

Die Bibliothek der Universität Lund im Frühjahr

Die Bibliothek der Universität Lund im Frühjahr; (Foto: Scherberich)

Zu Beginn der zweiten Hälfte meines Studiums stand ich vor der Entscheidung, in welcher schwedischen Stadt ich meine zwei Auslandssemester verbringe. Einer meiner Favoriten wäre Stockholm gewesen, denn einmal für eine Zeit in Stockholm zu wohnen, war und ist immer noch ein großer Traum von mir. Das mit Stockholm hat nicht geklappt und ich bin dem Rat meiner Kommilitonen aus höheren Semestern gefolgt, die ihr Auslandsjahr bereits hinter sich hatten. „Geh auf jeden Fall nach Lund!“, „Lund ist so schön!“ Ich kann nur sagen, sie hatten Recht

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Der Dalai Lama zu Besuch in Stockholm und Lund

 

Dalai Lama Foto: abhikrama / Flickr.com (CC BY 2.0)

Vom 14.4. bis zum 17.4.2011 besuchte der Dalai Lama Stockholm und Lund. In Stockholm kam er am 14.4. abends an. Am 15.4. hielt er im Waterfront Congress Center einen Vortrag. Rund 3000 Gäste hörten ihm bei dem Vortrag zu. Die Veranstaltung wurde von der Individuell Mäniskohjälp Organisation, die sich für die Bekämpfung der Armut in der Welt einsätzt, organisiert. Der Inhalt des Vortrags war auf die Vorstellungen von Mitgefühl, Harmonie und Glück fokussiert. Außerdem beantwortete er Fragen, die sich mit seinem Rückzug aus der tibetischen politischen Führung befassen. Bei dem Treffen mit der lokalen Presse sagte er: „Ich bin froh und stolz, die vier Jahrhunderte alte Tradition zu beenden“. Diese Tradition beinhaltet, dass der Dalai Lama gleichzeitig die religiöse und politische Führung inne hat.

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Carl von Linné – „Mister Flowerpower“

Carl von Linné um 1739.

Was den Franzosen ein Jean-Jacques Rousseau oder ein Denis Diderot, ist den Schweden „ihr“ Carl von Linné. Die Zeit der Aufklärung hat eben auch im Norden besondere Entdeckungen und moderne Sichtweisen mit sich gebracht. Linné war Naturforscher und Professor der Universität Uppsala, und er baute im frühen 18. Jahrhundert fleißig mit am Fundament der modernen Naturwissenschaften. Somit ragte der Adelsmann aus Småland weit heraus aus einer Gesellschaft, die vieles noch als „gottgegeben“ ansah.

Carl von Linné war zum Beispiel der Erste, der Pflanzen und Tiere systemisch in Kategorien einteilte. Seine „binominale Nomenklatur“ aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt in weiten Teilen bis heute für lateinische, wissenschaftliche Namen. Wenn man also von der „Anemone nemorosa“ spricht, meint man damit die Pflanzenart der Buschwindröschen aus der Gattung der Anemonen.

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