Orte mit acht Jahreszeiten
19. März 2011 von Katja Singer
Abgelegt unter Land und Leute, Schweden entdecken
Wenn die umgebende Natur die einzige große Sehenswürdigkeit ist, wie fasst man das in Worte? Der kleine Ort Fjällnäs im Funäsdalen hat seine Besonderheit mit den “acht Jahreszeiten” beschrieben. Die Fjäll-Landschaft im Härjedalen an der Grenze zu Norwegen ist über’s Jahr so vielfältig und abwechslungsreich, dass der Unterschied “Sommer – Winter” einfach nicht ausreicht. Zumindest touristisch gesehen.
Äquinox
17. März 2011 von Tina
Abgelegt unter Land und Leute, Schweden allgemein
Die Tage in Stockholm werden mit großen Schritten länger. Wenn ich morgens auf die Arbeit fahre, ist es hell, die Spatzen schreien in den Bäumen, und in dem Schnee zeigen sich immer größere Bodenflecken. Passend zur Jahreszeit heute mal ein bisschen Bildung. Wie wir alle in der Schule gelernt haben, entstehen die Jahreszeiten durch die scheinbare Wanderung der Sonne zwischen dem südlichen und nördlichen Wendekreis. Steht die Sonne auf der Südhalbkugel mittags im Zenit (= genau senkrecht) haben wir Winterhalbjahr, kommt sie zu uns auf die Nordhalbkugel, Sommerhalbjahr. Am 20. März überquert die Sonne den Äquator, und das heißt, Frühlingsanfang.
Der deutsche Name dieses Tages lautet „Tagundnachtgleiche“. Er weist genauer auf die Besonderheit dieses Tages hin als der lateinische „Äquinox (aequus=gleich, nox=nacht): überall auf der Erde, außer an den Polen, geht am 20. März die Sonne exakt im Osten auf, und versinkt nach einem genau 12 Stunden langen Tag wieder exakt im Westen.
Jetzt mal abgesehen von dem beeindruckenden Himmelsschauspiel werdet Ihr euch vielleicht fragen: ja…und? Warum steht sowas in einem Schwedenforum? Nun, in den letzten Momenten habt ihr vielleicht mal an uns Auswanderschweden gedacht, an die langen extrem dunklen Nächte und die lichtschwachen kurzen Tage. Am 20. März ist unser Tag genau so lang wie eurer (12 Stunden) und ab dem 21. bis zur zweiten Tagundnachtgleiche am 22. September, sind die Tage in Schweden länger als in Deutschland … Ätsch!




