Stichwort: Hanse

Schwedens Geschichte: Aufstieg der Vasa-Dynastie – Äußerer Frieden

Gustav I. und Vasa Kristian III. in Brömsebro

Treffen Gustavs I. Vasa und des dänische Königs Kristian III. in Brömsebro 1541. Bild: Reproduktion eines verschollenen Gemäldes aus einer fünfteiligen Serie, welche die „Triumphe Gustavs I. Vasa“ zeigt. Die Gemälde entstanden während dessen Herrschaft. /commons.wikimedia.org/

 

Äußerer Frieden war – neben der inneren Befriedung – eine der drängenden Aufgaben nach dem Ausscheiden Schwedens aus der Kalmarer Union und der Thronbesteigung Gustav Vasas. Um das schwedische Königtum und den Staat zu stärken, musste vor allem  Revancheansprüchen Dänemarks entgegengetreten werden. Auf längere Sicht konnte nur ein Ausgleich mit dem benachbarten Königreich die schwedischen Grenzen – und die Vasa-Dynastie – sichern.

Weiterlesen

Schwedens Geschichte: Aufstieg der Vasa-Dynastie – Reformation in Schweden

Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm

Eine der bedeutenden Figuren der Reformatoren in Schweden: Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm. Foto: Karnosin /commons.wikimedia.org/wiki/File:Storkyrkan2.jpg (CC BY-SA 3.0)

 

Die Wahl Gustav Vasas zum König bedeutete das endgültige Ausscheiden aus der Kalmarer Union und die Unabhängigkeit Schwedens, doch nicht das Ende dänischer Begehrlichkeiten. Zudem sah sich der neue Throninhaber einer inneren Opposition sowie einem Schuldenberg gegenüber. Ein Mittel zur Sicherung und zum Ausbau seiner Position – der Position des schwedischen Königtums – fand Gustav I. Vasa in der Reformation in Schweden.

„Reformationsreichstag“ von Västeras 1527 „verstaatlicht“ die Kirche

Möglicherweise fasste Gustav Vasa die Reformation der schwedischen Kirche schon vor seiner Thronbesteigung ins Auge. Zumindest machte er sich früh ans Werk die Lehre Martin Luthers in Schweden durchzusetzen – zum Vorteil eines starken Staates und seiner eigenen Position.

Weiterlesen

Schwedens Geschichte: Vom Wanderhandel zum städtischen Handel – Stadtgründungen im Mittelalter

Eine der ältesten Städte Schwedens: Skara. Das Modell im Västergötlands Museum zeigt die Stadt im 13. Jhd. Foto: Dagjoh /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Eine der ältesten Städte Schwedens: Skara. Das Modell im Västergötlands Museum zeigt die Stadt im 13. Jhd. Foto: Dagjoh /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

 

Das Mittelalter in Schweden war die Zeit der Christianisierung, der Entstehung des Schwedischen Reiches und eine Zeit der Stadtgründungen. Die Städte waren religiöse und politische Machtzentren, vor allem waren sie Orte des Handels.

Die Kontrolle über den Handel zu erlangen, Wohlstand und Macht der Krone durch den Handel zu steigern und zu festigen war wesentlich für Stadtgründungen im mittelalterlichen Schweden. So entstanden ab dem 12. Jahrhundert mehr und mehr reine Handelsstädte.

Weiterlesen

Schwedens Geschichte: Bergleute und Stadtbürgertum – Die Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter (Teil 4)

Im mittelschwedischen Bergbaurevier Bergslagen: Flatenbergs hytta bei Smedjebacken im südlichen Dalarna. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Im mittelschwedischen Bergbaurevier Bergslagen: Flatenbergs hytta bei Smedjebacken im südlichen Dalarna. Foto: Holger Ellgaard /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

 

Bauern, Adel, Geistlichkeit – daneben bildeten sich im mittelalterlichen Schweden mit Bergleuten und Stadtbürgertum weitere Rechts- bzw. Statusgruppen heraus.

Bergbau breitete sich seit dem 12. Jahrhundert aus

Die Basis der Bevölkerungsdifferenzierung im Mittelalter lag in der Landwirtschaft. Daneben kam dem Bergbau eine wachsende Bedeutung zu. Synonym für den Bergbau in Schweden ist Falun in Dalarna. Hier ist seit dem 13. Jahrhundert Kupferbergbau bekannt. Schon im 12. Jahrhundert wurde auf Utö im Stockholmer Schärengarten Eisen gefördert. In der Folge breitete sich der Bergbau in Mittelschweden aus – heute ist Bergslagen mit seinen historischen Bergbau- und Industriestätten Urlaubsziel.

Weiterlesen

Skånes vergessene Hansestädte Skanör und Falsterbo

Skanörs mächtige Kirche erinnert an Zeiten, als die dänischen Herrscher auf der Halbinsel Falsterbo regelmäßig Hof hielten

Skanörs mächtige Kirche erinnert an Zeiten, als die dänischen Herrscher auf der Halbinsel Falsterbo regelmäßig Hof hielten

Die beschaulichen Orte Skanör und Falsterbo auf der Halbinsel Falsterbo im äußersten Südwesten Skånes waren im späten Mittelalter in ganz Europa bekannt. Die damals dänischen Städte waren zwischen dem 13. und frühen 16. Jahrhundert das Zentrum des nordeuropäischen Heringshandels und Mitglieder der mächtigen Hanse. Es müssen riesige Heringsschwärme gewesen sein, die an der in die Ostsee hineinragenden Halbinsel vorbeischwammen. Noch heute sind auf den Wappen der später zu einer Stadt zusammengelegten Orte Heringe abgebildet.

Weiterlesen

„Ich, Birger Jarl!“

Ein persönliches Treffen nach 800 Jahren - mit Birger Jarl

In einer archaischen Zeit, die von kleinlichen Machtfehden zwischen Königsgeschlecht und anderen „Großmännern“ geprägt war, trat Birger Jarl auf den Plan der Geschichte. Als er wieder abgeht, hinterlässt er ein katholisches Königreich von großer Bedeutung für das mittelalterliche Europa. Und noch im Jahr 2010 erinnert man sich an den Mann, der vor 800 Jahren in Bjälbo, Östergötland, geboren wurde: Birger Magnusson – der letzte Jarl Schwedens und Begründer Stockholms. In einer Ausstellung im Stockholmer Medeltidsmuseum kann man ihm sogar ins Angesicht schauen. Birger Jarl wurde nämlich nach neuesten kriminaltechnsichen Methoden rekonstruiert, sein Schädel vermessen, seine strengen Züge modelliert. Noch bis 10. Januar 2011 läuft die Sonderausstellung über den für Schwedens Geschichte so wichtigen Staatsmann. Ihr Titel: „Jag, Birger Jarl“.

Weiterlesen
© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved