Stichwort: Göteborg

Schweden und der Eurovision Song Contest

Alljährlich im Mai ist es soweit… Der Eurovision Song Contest (ESC), der früher auch Grand Prix genannt wurde, bietet vielfältigen Nationen, die einen Sänger/in oder eine Gruppe der übrigen Welt vorstellen möchten, die Möglichkeit zur Teilnahme am internationalen, musikalischen Wettstreit von Komponisten/Songschreibern… –

Bei der Punktvergabe dürfen neben den teilnehmenden Ländern auch Vertreter anderer Länder teilnehmen. Die Punktvergabe erfolgt über Televoting. Gewonnen hat am Ende der/die Künstler/in, die, wie sollte es anders sein, die meisten Punkte erreicht hat. Die Trophäe wird an den Komponisten des Liedes weitergereicht, der Künstler an sich geht leer aus… – ihm bleibt lediglich ein ab jetzt erhöhter Bekanntheitswert und eine ausbaufähige Karriere.

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Auf Wachstumskurs: Übernachtungszahlen in Schweden weiter gestiegen

Die Zahl der Übernachtungen in Schweden stieg 2010 weiter an. Damit verbuchen Hotels, Campingplätze, Ferienhaussiedlungen, Jugendherbergen sowie Hostels das sechste Jahr in Folge ein Wachstum. Die Gesamtzahl der Gastübernachtungen belief sich, nach Nutek¹, dem schwedischen Zentralamt für wirtschaftliches und regionales Wachstum, auf 52,5 Millionen, eine Steigerung um 3,0 Prozent gegenüber 2009.

Panoramablick auf Stockholm © Horst Schröder / pixelio.de

Panoramablick auf Stockholm © Horst Schröder / pixelio.de

Die stärksten Zuwächse konnten demnach die Insel Gotland und die Bezirke Uppsala, Norbotten sowie Värmland verzeichnen. Die meisten Gastnächte zählte mit mehr als zehn Millionen – ein Plus von 6,8 Prozent – die Hauptstadt Stockholm und Umland, gefolgt von Västra Götalands län mit Göteborg. Womit sich der Trend des Großstadttourismus bestätigt. Dieser zeigte in den letzten Jahren das stärkste Wachstum.

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„Bäst i Väst“: Rock und Riffs in Göteborg

Die Band Graveyard spielt bei "Metaltown" und als Vorgruppe zu "Iron Maiden". Bild: http://www.myspace.com/graveyardsongs

Göteborg rockt! Und das ist in diesem Sommer wörtlich zu nehmen. Nicht umsonst nennen schwedische Hardrock-Fans die Stadt gerne „Metaltown“ – nach dem gleichnamigen Festival (17./ 18. Juni) im Hafen. Doch in 2011 kommen noch weitere musikalische Schwergewichte an Schwedens Westküste, die die Herzen aller Metall-Fans höher schlagen lassen.

Da gibt sich etwa Iron Maiden die Ehre (1. Juli). Die Rock-Legenden von den britischen Inseln kehren nach Göteborg zurück – und spielen hier bereits zum dritten Mal. Zuletzt füllten sie 2008 das Ullevi-Stadion mit 60.132 Fans – die zu Klassikern wie „Fear of the dark“ oder „Children of the damned“ den Chor bildeten. Da kriegt selbst der hartgesottenste Rocker Gänsehaut!

Unter freiem Himmel spielen auch die „Big four“: Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax (3. Juli). Das Kombi-Konzert findet nur zwei Tage später statt, ebenfalls im Ullevi-Stadion, – und kaum einer fragt sich, wie der Stadion-Rasen das wohl verträgt.

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Nostalgicum – Reise in die 50er und 60er

Seit fast zwei Jahren bereichert ein Museum der besonderen Art Göteborgs Kulturlandschaft. In der Altstadt der Westküstenmetropole lädt das kulturhistorische Museum Nostalgicum zur Zeitreise in die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein. Doch nicht nur thematisch nimmt das kleine Museum eine besondere Rolle ein.

Getragen von einem gemeinnützigen Verein erzählt das Nostalgicum in einer Dauerausstellung ein Stück schwedischer Alltagsgeschichte der 50er und 60er Jahre. Was aber keineswegs heißt, dass Nichtschweden der Generation 50 plus nicht auch einen Teil ihres Lebens wiederfinden. Petticoat, Lockenwickler, Elvis Presley und Joan Baez, das Design der Zeit sind in ganz Europa und darüber hinaus im Gedächtnis verankert. Für die Jüngeren bietet sich ein Einblick in die Kindheit, Jugend ihrer Eltern oder Großeltern. Zudem werden die großen Themen jener Epoche, Ost-West, Vietnam nicht ausgespart. Mit einem Spagat zwischen privat und der großen Welt, versucht die Ausstellung den Zeitgeist zu vermitteln. Immer unter Berücksichtigung schwedischer Eigenheiten.

Dabei baut das Nostalgicum auch auf kleinere, zusätzliche Ausstellungen. So gab es im vergangenen Jahr eine Ausstellung zur „schwedischen Sünde“, welche die Zeit von den zugeknöpften 50ern bis zur sexuellen „Befreiung“ der 60er Jahre dokumentierte.

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Ein Letzter seiner Art – in Göteborg

Blüht jetzt wieder! Der Toromiro-Baum. Foto: wikimedia.commons, Penarc, CC BY-SA 3.0

Die schwedische Schwäche für botanische Exoten konnten wir bereits bei der Vorstellung Carl von Linnés erahnen. Heute geht es um einen „Letzten seiner Art“ – und der lebt im Botanischen Garten von Göteborg. Die Rede ist vom Toromiro-Baum von den Osterinseln. Fernab der Heimat ist ein Exemplar aus jenen Samen gewachsen, die der norwegische Abenteuerer Thor Heyerdahl eingesammelt hat. Damals, in den 60er Jahren – während einer Expedition zu den entlegenen Pazifik-Inseln. Ein weiteres Exemplar von Toromiro wurde im englischen Kew, und dort genau in den „Royal botanic gardens“, großgezogen.

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Haga – Göteborgs erste Vorstadt

Historisches aus Göteborg. Bild: Katja Singer

In Göteborg braucht man nicht bei Adam und Eva anzufangen – die eigentliche Stadthistorie ist kurz: Erst im Jahre 1621 von Gustav II. Adolf gegründet, ist die Kernstadt Göteborgs sprichwörtlich Neuland. Sinn und Zweck der Stadtgründung war vor allem die Verteidigung – gegen die damaligen „Großmächte“ – Dänemark und Norwegen. Da diese sich vehement und ständig gerade um dieses Stück von Schweden zankten, war es nie wirklich als ständiger Wohnsitz attraktiv. Und nur deshalb baute man Göteborg wie ein Bollwerk auf – mit ausgezackten Wallgräben, hohen Mauern und einer aufstrebenden Bebauung im Kern. Die Festungsstadt Gustaf Adolfs gab der Bevölkerung leidlich Schutz vor den immer wiederkehrenden, ermüdenden und blutigen Angriffen. Erst nach dem Frieden von Roskilde 1653 fand die neue Stadt ein wenig mehr Ruhe, um sich weiter zu entwickeln. Mit Hilfe holländischer Baumeister, die sich aufs Trockenlegen verstanden und die zudem hübsche Fassaden schufen.

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„Julstaden Göteborg“

Von wegen dunkle Jahreszeit. Göteborg im Lichtermeer

In der dunklen Jahreszeit kann Göteborg touristisch mit dem Prädikat „Weihnachtsstadt“ auftrumphen. Die Kombination von attraktiven Shoppingangeboten und romantischer Feststimmung wird von einem geschickten Stadtmarketing seit 2004 unterstützt – und hat dem Göteborger Handel bisher alle Jahre wieder ein süsses Klingen in den Kassen beschert. Die Zeitung ‚Göteborg Posten‘ teilt mit, dass bereits ein Fünftel des Weihnachtsgeschäfts mit Touristen gemacht  wird. Im vergangenen Jahr kamen 900.000 in die „Julstad“ und kauften Geschenke für 800 Millionen Kronen.

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Ohne Superstars: Länderspiel Schweden – Deutschland

Bei der WM 2006 hieß der Sieger Deutschland. Photo: Wikipedia-user aenneken

Am Mittwoch treffen die Fußball-Nationalteams von Schweden und Deutschland in einem Freundschaftsspiel aufeinander. Das bedeutet haushoher Favorit gegen Fußballzwerg, Vierter der FIFA-Weltrangliste gegen die aktuelle Nr. 36, dreimaliger Welt- und Europameister gegen eine Mannschaft, deren größter Erfolg die WM-Finalteilnahme im eigenen Land war – vor mehr als 50 Jahren.

Die Rollen sind also klar verteilt – und doch sollten sich Joachim Löws Jungs warm anziehen, und das nicht nur, weil es in den hohen Norden geht. Die Länderspielbilanz der beiden Teams spricht nämlich eine ganz andere Sprache. Fast ausgeglichen ist diese Bilanz – von bisher 33 Begegnungen gewann die DFB-Auswahl 14, die Blaugelben gingen immerhin 12 Mal als Sieger vom Platz. Siebenmal hieß es am Ende der 90 Minuten Unentschieden. Schaut man sich die Bilanz der Spiele in Schweden an, sieht es geradezu düster für die Deutschen aus: Bei 16 Gastspielen hagelte es neun Niederlagen. Demgegenüber stehen vier Siege und drei Unentschieden.

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Vinga – die Pyramide vor Göteborg

Wahrzeichen zur See. Bild: wikimedia.commons, Tor Svensson, CC-BY-SA 3.0

Wer den Schärgarten an Schwedens Westküste liebt, der weiß, dass auch kleine Inseln sehr viel zu erzählen haben. Eines dieser beredsamen Eilande ist Vinga – der westlichste Fleck des Göteborger Stadtgebiets, rund zehn Seemeilen vom Zentrum entfernt. Mit seinem Leuchtturm und der pyramidenförmigen Seemarke ist Vinga weit sichtbares Signal für Seereisende – zugleich Abschied und Willkommen, das erste und letzte Wahrzeichen von Göteborg.

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