Stichwort: Fjäll

Der Polarfuchs lockt ins schwedische Fjäll

Graues Sommerkleid, weiß im Winter: Der Polarfuchs, - "fjällräven" auf schwedisch

Graues Sommerkleid, weiß im Winter: Der Polarfuchs, – „fjällräven“ auf schwedisch. Foto: Staffan Widstrand.

Fjällräven ist nicht nur eine angesagte Outdoor-Marke für Jacken und Pullover. „Fjällräven“ ist der schwedische Name für den seltenen und scheuen Polarfuchs, der zum Symbol eines empfindlichen Ökosystems geworden ist. Der „fjällräv“, in der direkten Übersetzung eigentlich „Bergfuchs“, hat rund um den Nordpol seine Heimat.

Während er in Kanada und in der russischen Tundra noch zahlreich vorhanden ist, bekommt man ihn in Skandinavien eher selten zu sehen. Auf einem schmalen Streifen von der Kola-Halbinsel bis nach Fjordnorwegen hält sich der Polarfuchs in der Berglandschaft versteckt, – immer nah an seinem Lieblingsfutter, den Berglemmingen. Die kleinen Nager bestimmen über Wohl und Wehe des Polarfuchses, denn wenn sie zahlreich sind, lebt auch ihr Jäger im Überfluss. In Schweden sprechen Naturschützer daher von „guten und schlechten Lemming-Jahren“.

Weiterlesen

Jämtland – Die Republik im Königreich

Wildes Jämtland: Im Vålådalens Naturreservat, Kulturland der Samen. Foto: Ökologix /commons.wikimedia.org

Wildes Jämtland: Im Vålådalens Naturreservat, Kulturland der Samen. Foto: Ökologix /commons.wikimedia.org

 

Schweden ist Königreich. Ganz Schweden? Wer nach Jämtland einreisen möchte, sollte besser den Pass bereithalten und mit „Wegezöllen“ rechnen. Kommunalpolitiker sind selbst vor „Entführungen“ nicht gefeit. In der nordschwedischen Provinz herrschen eigene Regeln, republikanische Umtriebe. Jedoch gibt die „Befreiungsbewegung“ Entwarnung: „Es gibt keinen Grund zur Sorge.“

Weiterlesen

Skigebiete in Schweden: Björkliden

Unterwegs in der Winterlandschaft von Björkliden. Foto: oskarlin (Oskar Karlin) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Unterwegs in der Winterlandschaft von Björkliden. Foto: oskarlin (Oskar Karlin) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Es sind nur ein paar Kilometer, die Björkliden vom nördlichsten Skigebiet Schwedens trennen. Dafür haben Einwohner und Gäste des kleinen Ortes Schwedens nördlichsten Golfplatz vor der Tür – inmitten „Europas letzter Wildnis“ – und die Gewissheit in einem der nördlichsten Skigebiete weltweit zu sein. Björkliden liegt, der Polarkreis ist längst überschritten, im Nordwesten des Landes in majestätischer Landschaft.

Weiterlesen

Skigebiete in Schweden: Branäs

Über den Köpfen: die Gondelbahn von Branäs. Foto: ANDRUN1 /commons.wikimedia.org/

Über den Köpfen: die Gondelbahn von Branäs. Foto: ANDRUN1 /commons.wikimedia.org/

 

„Die meisten schwedischen Skigebiete, die besonders auf Kinder ausgerichtet sind, liegen im Fjäll“ heißt es auf Homepage von VisitSweden. So auch Branäs – 2012 zum sechsten Mal in Folge zum kinderfreundlichsten Skigebiet Schwedens gekrönt.

Branäs ist eines der jüngsten Wintersportgebiete in Schweden. Erst 1988 wurde der Skiort aus der „Retorte“ eröffnet. Was weder abwertend noch ein Nachteil für Winterurlauber ist.  Großzügig geplant ist Branäs eines der modernsten Skigebiete im Land und bietet beste Bedingungen auf den regelmäßig weiter ausgebauten Pisten, nicht zuletzt dank der Schneekanonen an allen Strecken. Auch die Anlagen um die Abfahrten herum wurden und werden stetig ausgebaut, insbesondere um den Bedürfnissen von Familien nachzukommen. Abgesehen von den natürlichen Gegebenheiten ist die sechsmalige Wahl zum kinderfreundlichsten Skigebiet Schwedens kein Zufall.

Weiterlesen

Der Kungsleden – der königliche Wanderweg (Teil 2)

Zunächst etwas zur Geschichte des Kungsleden:
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecke zwischen Kiruna und Narvik geplant wurde, sah der STF, die Schwedische Touristenvereinigung, die Gelegenheit, das lappländische Fjäll für Besucher zugänglicher zu machen. Zunächst plante man die Strecke von Abisko am Torneträsk zum Kebnekaise und weiter nach Nikkaluokta. Auch über die Weiterführung der Strecke bis Kvikkjokk hatte man sich schon Gedanken gemacht.
In den zwanziger Jahren wurde der Pfad dann allmählich mit zunächst einfachen Hütten ausgestattet. In der Anfangszeit konnten sich nur reiche Leute leisten, diese Gegend zu besuchen, nur sie konnten die recht teure Bahnreise nach Lappland bezahlen.
Die Strecke von Abisko bis Vakkotavare legte man 1926-1927 an.
1928 sprach der schwedischen Tourismusverein zum ersten Mal offiziell vom Kungsleden.
In den dreißiger Jahren entstanden dann die großen Fjällstationen wie Abisko, Kepnekaise, Kvikkjokk und Grövelsjön. Auch begann man Zweizimmerhütten entlang des Kungsleden zu bauen, die aber heute nicht mehr existieren. Irgendwann waren die Besucherzahlen derart angestiegen, dass man weit mehr Übernachtungsplätze benötigte. Es entstanden die heutigen „Stugor“.
Im Jahre 1950 endete der Kungsleden in Ammarnäs, 1975 wurde er bis Hemavan verlängert.

Weiterlesen

Laponia – „Nimm deine Spuren wieder mit nach Hause“

„Du musst hier gewesen und doch nicht hiergewesen sein, nimm deine Spuren wieder mit nach Hause.“, sagt Per-Anders Vannar, ein Rentierzüchter, über seine Heimat Laponia. Laponia – das ist einzigartige Natur und Kulturlandschaft in Nordschweden, Lappland. Seit 1996 ist Laponia Welterbe, des Nordens einziges Natur- und Kulturerbe zugleich.

Weiterlesen

Hemavan und Tärnaby – Heimat von Legenden

Bild: wikimedia.commons

„Endstation Wildnis“ könnte auf dem Ortsschild von Hemavan stehen, das auf dem Weg nach Norwegen und Mo i Rana direkt ins schwedische Gebirge führt. Auf dem 65. nördlichen Breitengrad schlängelt sich die Straße E 12 durch das Tal des Umeåälven in den letzten Ort vor der Grenze. Ein Ausgangspunkt für Streifzüge in das Naturreservat „Vindelfjällen“ – für Wanderer oder Wintersportler. Doch Letztere finden in Hemavan auch einen quirligen Ski-Circus mit Pisten und Partyleben.

Weiterlesen
© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved