Stichwort: fika

Gepflogenheiten in Schweden

Foto: Martina R.

Wer versucht, das Naturell der SchwedInnen zu beschreiben, läuft oft Gefahr, in Verallgemeinerungen und Stereotypen zu versinken. Dies ist ein Ansatz, die wichtigsten Gewohnheiten der schwedischen MitbürgerInnen darzustellen ohne dabei in Klischees abzudriften.

Begrüßung

Die SchwedInnen sprechen sich mit Du und dem Vornamen an und verwenden nur selten Titeln. Selbst bei ÄrztInnen oder bei Ämtern stellen sich die Meisten mit dem Vornamen vor. Der Chef oder die Chefin wird genauso geduzt wie der Kollege oder die Kollegin. Zur Begrüßung wird das informelle „Hej“ verwendet.

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Am 4. Oktober ist Kanelbulle-Tag

 

Kanelbulle. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Ranveig

Kanelbulle. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Ranveig

Fika und Kanelbulle. Diese Kombination hat Tradition in Schweden. Zu ihrer Fikapause – oder Kaffeepause – essen die Schweden am liebsten ihre Kanelbullar – die leckeren Hefeteigschnecken mit viel Zimt und häufig auch viel Zucker. Die Kanelbulle ist sicher das beliebteste Gebäck der Schweden.

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Fika- mehr als nur Kaffee trinken

Quelle: eigene Kanelbulle

Ska vi fika? Ich erspare uns allen jetzt einfach den Schenkelklopfer, den jeder Schwedenfreund hundertfach gehört hat, und geh mal den Kaffee kochen. „Fika“, so liest man allethalben, heißt nicht mehr als „Kaffee trinken“. Das stimmt so nicht ganz. Natürlich könnte man es mit „Kaffee trinken“ übersetzen. Aber das wäre so, als würde man die japanische Teezeremonie mit „schnell nen Teechen kippen“ oder die indianische Friedenspfeife mit „eine Rauchen gehen“ übersetzen. Fika ist viel mehr als nur das Einfüllen einer dunklen Flüssigkeit in den Schlund. Soziales Happening, Rahmen für fast alle Arten von Gesprächen- was dem Engländer sein Fünfuhrtee, ist dem Schweden die Fika. Bei der Fika werden Verträge abgeschlossen, Freundschaften gebildet oder Scheidungen ausgehandelt.

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Schwedische Kaffee-(Un-)Kultur

Foto: Wikipedia Commons

Klassifizierte man Länder nach ihrer Kaffeekultur, Schweden nähme einen der untersten Plätze ein. Schon wenige Kilometer außerhalb der (beiden) großen Städten erntet man bei Bestellung eines „Cappuccino“ oder gar „Latte Macchiatos“ befremdliche Blicke und wird gebeten, Schwedisch oder zumindest Englisch zu sprechen. Oder das Lokal zu verlassen.

Schwedischer Kaffee-, nun –genuß wäre ein unangebrachter Euphemismus, also lieber –konsum bedeutet eine unfreiwillige Zeitreise rückwärts, an den mit Blümchendecke und Sonntagsgeschirr gedeckten, verwandtenumrundeten Tisch bei Omma und: Brühkaffee.

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