Stichwort: Christentum

Kloster Nydala – Das „Neue Tal“

Klosterkirche Nydala

Die Überreste der Klosterkirche Nydala. Im Hintergrund die erhaltene „Bauernkirche“. Foto: Bengt A Lundberg /https://commons.wikimedia.org/ Quelle: http://kmb.raa.se/cocoon/bild/show-image.html?id=16001000001938

Ein paar Kilometer nordöstlich von Värnamo liegt Nydala. Eine kleine Gemeinde am Nordufer des Sees Rusken. Lange Zeit ein fast vergessener Ort und doch verbindet sich mit dem Namen eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Smålands: das Zisterzienserkloster Nydala.

Es ist eine von Schwedens ältesten Klosteranlagen. Von den Gründern Sancta Maria de Nova Valle oder Nova Vallis – „Neues Tal“ – genannt, im Schwedischen schließlich Nydala, wurde die Abtei im ehemals småländischen Niemandsland, weitab jeglicher Besiedlung, begründet. Zwar sind nur noch Bruchteile des einst blühenden Klosters erhalten, dennoch ist Nydala einzigartig.

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Valborg och Första Maj (Teil 1)

Foto: marbie.se

Jedes Jahr am 30. April wird in Schweden nicht nur der Geburtstag des schwedischen Königs gefeiert, sondern auch „Valborgsmässoafton“ kurz Valborg (zu deutsch: Walpurgis). Im restlichen Europa grünt und blüht es um diese Jahreszeit meistens schon kräftig. In Schweden hingegen beginnt der Frühling erst ein bischen später. Oftmals liegt im April auch noch Schnee, besonders in Nordschweden.

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Kloster Alvastra

Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Der Glanz von Alvastra lässt sich nur noch erahnen. Von dem einst mächtigen Kloster am Ostufer des Vättern sind lediglich Ruinen erhalten und das Wissen um die frühere Bedeutung. Fast 400 Jahre blühte eines der ersten Klöster des Landes und beeinflusste die Kultur des mittelalterlichen Schwedens.

In der historischen Provinz Östergötland, im Westen der Gemeinde Ödeshög, rund 25 Kilometer südlich von Vadstena sind die Überreste vom Kloster Alvastra zu finden. Es war die erste Gründung des Zisterzienserordens in Schweden und neben Nydala in Småland eine der ersten Klostergründungen überhaupt – in dem bislang wenig christianisiertem Land.

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Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 2) – Das Christentum setzt sich durch

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Nach den ersten fehlgeschlagenen Christianisierungsversuchen durch Ansgar im 9. Jahrhundert sollte es noch rund 150 Jahre dauern, bis die Missionsarbeit im Reich der Svear und Götar Früchte trug. Zur Jahrtausendwende findet in Schweden auch eine Wendung zur christlichen Lehre hin statt. Vertrieben sind die alten Götter noch nicht.

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Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 1) – Erste Missionierungen

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im neunten Jahrhundert setzt die Christianisierung Schwedens ein – ein Jahrhunderte währender Kampf um den „rechten“ Glauben: Während die Wikinger mit ihren Raub- und Handelszügen über Europa kamen, machte sich Ansgar, Erzbischof von Hamburg, auf den Nordleuten das Evangelium zu verkünden – erfolglos. Zwar ließ sich Olof Skötkonnung um das Jahr 1000 als erster schwedischer König christlich taufen, doch hielt sich die alte Götterlehre noch bis ins 13. Jahrhundert.

Schweden war eines der letzten Gebiete in Europa, in dem sich das Christentum durchsetzen konnte. Dennoch kann das heutige Schweden den ältesten Dom Skandinaviens vorweisen – in Lund. Was allerdings daran liegt, dass Skåne, wie auch Blekinge, Halland und Bohuslän in jener Zeit dänisch waren und die Christianisierung früher einsetzte und etwas anders verlief als in den Herrschaftsgebieten der Svear, Götar und Guten (Gotland) – die letzte zu missionierende germanische Bevölkerung.

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