Stichwort: Carl von Linné

Stora Karlsö – Zur „Esche des Linné“

Tordalken auf Stora Karlsö

Bevölkern Stora Karlsö zu Tausenden: Tordalken, auch Pinguine des Nordens genannt. Foto: neekoh.fi/ flickr.com (CC BY 2.0)

Stora Karlsö begrüßt Besucher mit mächtigen, steilen Felswänden. Teils ragen sie bis zu 45 Meter aus dem Wasser. Entstanden aus Korallenriffen. Zu einer Zeit als Gotland noch am Äquator lag. 400 Millionen Jahre später ist diese zu Stein gewordene Unterwasserwelt ein „Naturkleinod des Nordens“.

Die Insel Stora Karlsö liegt etwa 6,5 Kilometer westlich von Gotland. Gerade zweieinhalb Quadratkilometer groß, zählt das aus zwei Korallenriffen des Urmeeres entstandene Kalksteingebilde zu den herausragenden Naturschutzgebieten Schwedens. Dass die Insel zu einem solchen wurde, ist einer Pionierleistung zu verdanken.

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Skigebiete in Schweden: Bjursås

Bjursas, Lisstjärnen

Auf dem Weg ins Skizentrum von Bjursås: Blick über den See Lisstjärnen. Foto: Chebab /en.wikipedia.org/

 

Bjursås gilt als schneesicher. Das erste Weiß ziert bereits die Hänge um den Ort in Dalarna. Jedoch entspringt dieses den Schneekanonen des Bjursås SkiCenters. Die Pisten wollen präpariert sein, wenn in zwei Wochen die Skisaison eröffnet wird – in Dalarnas Schweiz.

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Lindholmens slott

Lindholmens slott

Diese Schlossruine war einst das Zentrum der schmalen Meerenge zwischen Kålland und Kållandsö. Im Jahre 1514 wurde diese Einrichtung erbaut und zunächst „Lindholmz Spetal“ genannt.

Der Reichshofmeister Ture Jönsson übernahm das Herrenhaus 1516. Für drei Generationen blieb das Anwesen in den Händen der Familie. Nach dem Tod des Enkels von Ture Jönsson übernahm dessen Tochter Sigrid zusammen mit ihrem Ehemann Bengt Gabrielsson Oxenstierna das Herrenhaus, welches 1662 zum ersten Mal abbrannte. Oxenstierna baute das Herrenhaus wieder auf. Es entstanden vier prachtvolle Wohnflügel, die mit meterdicken Mauern befestigt waren.

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Carl von Linné

Carl von Linné (1707 – 1778)

So wie jedes Kind in Deutschland Goethe und Schiller namentlich kennt, ist in Schweden der Name Carl von Linné für jedermann ein Begriff. Man sagt, er gab den Pflanzen und Tieren seine Namen und genau genommen, ist das auch so, denn er katalogisierte in seinem System die meisten Tier- und Pflanzennamen in ein lateinisches Ordnungssystem, das erste (nach seinen Prinzipien) geordnete Pflanzenverzeichnis.

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Carl von Linné – „Mister Flowerpower“

Carl von Linné um 1739.

Was den Franzosen ein Jean-Jacques Rousseau oder ein Denis Diderot, ist den Schweden „ihr“ Carl von Linné. Die Zeit der Aufklärung hat eben auch im Norden besondere Entdeckungen und moderne Sichtweisen mit sich gebracht. Linné war Naturforscher und Professor der Universität Uppsala, und er baute im frühen 18. Jahrhundert fleißig mit am Fundament der modernen Naturwissenschaften. Somit ragte der Adelsmann aus Småland weit heraus aus einer Gesellschaft, die vieles noch als „gottgegeben“ ansah.

Carl von Linné war zum Beispiel der Erste, der Pflanzen und Tiere systemisch in Kategorien einteilte. Seine „binominale Nomenklatur“ aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt in weiten Teilen bis heute für lateinische, wissenschaftliche Namen. Wenn man also von der „Anemone nemorosa“ spricht, meint man damit die Pflanzenart der Buschwindröschen aus der Gattung der Anemonen.

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