Stichwort: Botanischer Garten

Ein Letzter seiner Art – in Göteborg

Blüht jetzt wieder! Der Toromiro-Baum. Foto: wikimedia.commons, Penarc, CC BY-SA 3.0

Die schwedische Schwäche für botanische Exoten konnten wir bereits bei der Vorstellung Carl von Linnés erahnen. Heute geht es um einen „Letzten seiner Art“ – und der lebt im Botanischen Garten von Göteborg. Die Rede ist vom Toromiro-Baum von den Osterinseln. Fernab der Heimat ist ein Exemplar aus jenen Samen gewachsen, die der norwegische Abenteuerer Thor Heyerdahl eingesammelt hat. Damals, in den 60er Jahren – während einer Expedition zu den entlegenen Pazifik-Inseln. Ein weiteres Exemplar von Toromiro wurde im englischen Kew, und dort genau in den „Royal botanic gardens“, großgezogen.

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Carl von Linné – „Mister Flowerpower“

Carl von Linné um 1739.

Was den Franzosen ein Jean-Jacques Rousseau oder ein Denis Diderot, ist den Schweden „ihr“ Carl von Linné. Die Zeit der Aufklärung hat eben auch im Norden besondere Entdeckungen und moderne Sichtweisen mit sich gebracht. Linné war Naturforscher und Professor der Universität Uppsala, und er baute im frühen 18. Jahrhundert fleißig mit am Fundament der modernen Naturwissenschaften. Somit ragte der Adelsmann aus Småland weit heraus aus einer Gesellschaft, die vieles noch als „gottgegeben“ ansah.

Carl von Linné war zum Beispiel der Erste, der Pflanzen und Tiere systemisch in Kategorien einteilte. Seine „binominale Nomenklatur“ aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt in weiten Teilen bis heute für lateinische, wissenschaftliche Namen. Wenn man also von der „Anemone nemorosa“ spricht, meint man damit die Pflanzenart der Buschwindröschen aus der Gattung der Anemonen.

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