Stichwort: Auswandern

Delia Kübeck: Alltag in Schweden

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Foto: amazon.de

Alltag in Schweden, egal ob als Auswanderer, als Rentner, als Arbeitnehmer oder sogar mit ganzer Familie sollte gut geplant und vorbereitet sein. Es gibt vieles zu berücksichtigen, zu überdenken und vorzubereiten. Aber wo fängt man da am besten an….? Hier gibt es  ein sehr schönes Buch von Delia Kübeck „Alltag in Schweden“, Auswandern, Leben und Arbeiten. Die Autorin Delia Kübeck wurde 1959 geboren und lebt seit 1998 in Schweden. Sie berät seit 2004 Einwanderer und Hauskäufer in Schweden und vermittelt auch für schwedische Firmen Personal.

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Jobbcoach

Ich scheine so ziemlich der einzige Mensch zu sein, der positive Erfahrungen mit der Arbetsförmedling, der schwedischen Version des Arbeitsamts, gemacht hat. Der Grund lautet- niedrige Erwartungen. Eigentlich erwartete ich gar nichts von denen. Was ich bekam?

  • drei Monate Arbeitslosengeld mit dem Formular E303
  • eine Mitarbeiterin empfahl mir die Suchseite Workey.se
  • ich durfte einmal dort auf Toilette gehen
  • ich bekam für drei Monate einen Jobcoach an die Seite gestellt.

Während ich das Geld gut gebrauchen konnte, und Workey oft und gern nutze, am meisten profitierte ich von dem Jobcoach.

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Jobsuche in Schweden (4. Vorstellungsgespräch)

Das Vorstellungsgespräch beginnt nicht, wenn du dem Interviewpartner gegenüber sitzt. Es beginnt auch nicht, wenn du die Firma betrittst und dich an der Rezeption mit klammen Händen in das Gästebuch einträgt. Es beginnt in dem Moment, in dem du dein Handy abnimmst.

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Jobsuche in Schweden (3. Bewerbungen schreiben)

Die deutsche Version von „Amazon“ gibt für das Suchwort „Bewerbung“ im Bereich Bücher 5.292 Treffer aus – die sich alle mehr oder weniger widersprechen. Warum so viele Ratgeber? Ich hab dazu zwei Theorien. 1.: Als Deutsche wollen wir immer alles ganz richtig machen. Also brauchen wir jemanden, der uns sagt, was richtig ist. 2.:Wer kauft 5.292 Ratgeber, wenn in allen dasselbe steht?

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Jobsuche in Schweden (2: Jobsuche gesucht)

Der graue Arbeitsmarkt sei der Wichtigste, hatte man mir im Arbeitsamt gesagt. Na, das passt ja, dachte ich mir auf dem Weg nach Hause. Ich starrte durch die schmutzigen Busfenster auf die kahlen Bäume, zwischen denen düstere Felsen aus schmutzigem Schnee ragten. Grauer Arbeitsmarkt, das klingt nach Nebel, nach Moorlandschaft, nichts ist, wie es scheint. Und wenn man nicht aufpasst, versinkt man.

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Deutsch an schwedischen Schulen: der Muttersprachunterricht

Viele Familien kennen das. Die Entscheidung ist gefallen, dass man nach Schweden zieht, eine Arbeit wartet vielleicht schon, ein Wohnort ist gefunden und eine Schule für die Kinder gibt es ebenfalls. In der Anfangszeit richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit darauf, wie die Kleinen denn die neue Sprache lernen, in der Schule mitkommen und Kontakt zu Schweden im selben Alter knüpfen. Schnell zeigt sich, die neue Sprache wird von den Jüngsten der Familie schneller gelernt als von den Großen. Ein neues Problem taucht auf. Wie soll garantiert werden, dass der Nachwuchs die deutsche Sprache genauso lesen und schreiben lernt wie die Schwedische.

Die Lösung: Muttersprachunterricht, was auf Schwedisch modersmålundervisning bzw. Hemspråk heißt. In Schweden hat jedes Kind mit einer anderen Muttersprache als Schwedisch ein Anrecht darauf, in seiner Muttersprache unterrichtet zu werden. Voraussetzung ist, dass das Kind diese bereits in Grundzügen beherrscht und zu Hause aktiv spricht. Dieser Unterricht ist freiwillig. Die Eltern müssen selber die Initiative ergreifen und den Muttersprachunterricht beantragen. Meistens findet dieser dann außerhalb der normalen Unterrichtszeit statt, in Ausnahmefällen und in der Förskolan auch während der regulären Unterrichtszeit. In der Förskolan müssen es dann auch mindestens zwei Kinder mit der selben Muttersprache sein, um einen Antrag bewilligt zu bekommen.

Selbstverständlich kann dieser Unterricht nicht die gesamte Schullaufbahn auf Deutsch ersetzen. Dennoch lernen die Kinder dort ihre Muttersprache zu schreiben und zu lesen. Darüber hinaus stellt der Muttersprachunterricht kulturelle und gesellschaftliche Themen aus und über das Herkunftsland der Kinder in das Zentrum. Als identitätsstiftend wird der Hemspråkunterricht dementsprechend auch im schwedischen Lehr- und Kursplan bezeichnet. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass ein weiteres wichtiges Feld im Muttersprachunterricht der Vergleich zwischen der deutschen und schwedischen Sprache, der Grammatik,  Traditionen, Geschichte und Bräuche ist.

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Jobsuche in Schweden (1. die Gesamtsituation)

Bewerben ist toll. Selten bekommt man so die Möglichkeit, seine Fähigkeiten und Kenntnisse zu präsentieren. Eine Jobsuche eröffnet neue Möglichkeiten, und das befriedigende Kennenlernen der beiden gleichberechtigten Parteien, dem potentiellen Arbeitgeber und dem potentiellen Arbeitnehmer, endet mit einem von beiden Seiten gefassten Entschluss, die berufliche Zukunft gegebenenfalls zu vereinen.
Sowas liest man in diversen Ratgebern, und wer das glaubt, glaubt auch, dass der Mond ein Kanelbulle ist, der jeden Monat von einem Troll namens Milleclas verspeist wird.

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Auswandern nach Schweden

Für viele ist Schweden ein beliebtes Land zum Auswandern, unter anderem auch, weil Schweden ein besseres soziales System als Deutschland hat. Man sollte sich aber vor Auge halten, dass es nicht reicht, nur deshalb nach Schweden auszuwandern, wenn man hin und wieder bei Ikea einkauft, gerne Knäckebrot isst und Bücher von Astrid Lindgren liest. Auswandern nach Schweden stellt in jedem Fall immer eine große Herausforderung dar.

Die schwedische Sprache ist nicht so einfach zu erlernen, wie sich das vielleicht viele vorstellen, die nach Schweden auswandern wollen. Auch eine Wohnung oder ein Haus zu finden, kann schwierig werden. Wer nach Schweden auswandern will, der sollte sich genau und sehr ausführlich über das Land, seine Menschen und die Lebensumstände dort erkundigen.

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Dschungel schwedisches Gesundheitssystem Teil 2: Bis die Sjuksköterska kommt

quakt, watschelt- Ente (Foto: Tina)

Neulich kam mir ein privater, aber deshalb nicht weniger interessanter Gedanke: wenn man schreibt, verändert sich der Blickwinkel auf unangenehme Erlebnisse auf seltsame Weise. Egal, was einem Blödes passiert, man kann darüber schreiben. Man kann sogar sagen, je schlimmer das Erlebnis, desto besser die Geschichte. Wer denkt das wäre zynisch, ein Beispiel: Junge und Mädchen begegnen sich, niemand hat was dagegen, die beiden heiraten, leben glücklich, sterben…. Langweilig! Last uns Romeo und Julia lesen!

Vor einigen Wochen erwachte ich mit Bauchschmerzen. Ich starrte an die Decke, und dachte: „Mein Bauch tut weh. Ich sollte mal was über das schwedische Krankensystem schreiben. Ist bestimmt interessant. Aber ziemlich umfangreich. Ich könnte eine Serie daraus machen.“ Da meldete sich mein Magen mit einem besonders heftigen Krampf und der dringenden Nachricht „Ähm, kannst du dich vielleicht erst mal um mich kümmern?!?“

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