Stichwort: Archipel

Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken.

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Grinda – eine kleine Insel im Stockholmer Schärengarten

 

Baden in Kvällviken, Foto: Martina Rossbacher

Baden in Kvällviken, Foto: Martina R.

Der Stockholmer Schärengarten bietet einiges an fantastischen Ausflugszielen und dazu gehört bestimmt auch die 172 Hektar kleine Insel Grinda – in den inneren Schären, südlich von Ljusterö gelegen. Schon alleine die Anfahrt im Boot durch die Inselwelt beeindruckt durch die abwechslungsreiche Landschaft und das Blau des Meeres.

Grinda wurde vermutlich schon seit dem Mittelalter bewohnt. Im 15. Jahrhundert gab es einen eingetragenen Steuerzahler auf der Insel. Anfang des 17. Jahrhunderts befand sich die Insel in Besitz von Archipel-Landwirten, während sich bis zu Beginn des 18. Jahrhundert das Eigentum mehrmals änderte und es schließlich wieder an die Bauern aus dem Archipel überging. 1906 kam es in den Besitz des Bezirksrichters Henrik Santesson – auch erster Direktor der Nobel-Stiftung. Santesson kaufte die gesamte Insel, um eine  Sommerresidenz für ihn und seine Familie zu bauen – eine schöne, gelbe Jugendstil-Villa aus Stein, die von Ernst Stenhammar entworfen und zwei Jahre später fertiggestellt wurde. Das heutige Grinda Wärdshus – eines der größten Gebäude aus Stein am Archipel – diente im Laufe der Jahre sowohl als Gästehaus als auch als Sommer-Camp und bietet heute ein Restaurant, Konferenzeinrichtungen sowie Unterkunft.

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Djurö – Nationalpark im Vänern

Stimmungsvoller Vänern. Foto: Micael Carlsson /flickr.com (CC BY 2.0)

Stimmungsvoller Vänern. Foto: Micael Carlsson /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Man wähnt sich nicht mitten in Schweden, steuert man den Nationalpark Djurö an. Dabei scheint der Archipel im Vänern recht zentral gelegen. Wenigstens auf der Landkarte. Doch die Inselgruppe ist eine der isoliertesten ganz Schwedens. Schon das Ansteuern hat etwas von einer Entdeckerreise.

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