Szene

Arriba Arriba Zeit für Siesta! auf Schwedisch – Festival in der Provinzstadt Hässleholm

Noch immer ist Hässleholm am ehesten bekannt als Verkehrsknotenpunkt der schwedische Bahn. Wer ist nicht schon mal in der nichts sagenden, mittelgroßen schwedischen Stadt Hässleholm umgestiegen und hat sich gefragt, was diese Stadt nur zu bieten hat, so dass sich doch so viele Menschen angesiedelt haben.

Was zwischen Donnerstag dem 2. und Samstag dem 4. Juni in dieser sonst so verschlafen wirkenden Stadt vor sich geht mag ein guter Grund dafür sein. Plötzlich ziehen mit Zelt und Kühltasche ausgestattet bis zu 10.000 musikhungrige Festivalbesucher in die Stadt ein und nehme diese im Namen von Indie Pop, Dance und Rock Musik in Beschlag. Wie jedes Jahr zu dieser Zeit hat die Stunde wieder Siesta! geschlagen.

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Die schwedische Szene

Schweden ist wie ein Land das langsam aber sicher aus einer Art Dornröschenschlaf erwacht, denn wenn es um die schwedische Musik- oder Modeszene geht, dann ist das Land so erfolgreich wie nie. Vor allem die junge schwedische Modeszene ist auf dem Vormarsch und das bedeutet nicht, dass H&M wieder überall in Europa neue Geschäfte eröffnet. Gina Tricot ist ein neues, frisches und unkonventionelles Label, das erst seit kurzer Zeit in Deutschland zu haben ist und immer mehr begeisterte Anhänger findet. Odd Molly und Ida Sjöstedt – das sind nur zwei Namen der jungen schwedischen Modemacher, die für Furore sorgen. Und auch die extrovertierte Mode von Filippa K und die Jeans von Acne haben längst ihren Siegeszug durch Europa angetreten.

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Schweden und der Eurovision Song Contest

Alljährlich im Mai ist es soweit… Der Eurovision Song Contest (ESC), der früher auch Grand Prix genannt wurde, bietet vielfältigen Nationen, die einen Sänger/in oder eine Gruppe der übrigen Welt vorstellen möchten, die Möglichkeit zur Teilnahme am internationalen, musikalischen Wettstreit von Komponisten/Songschreibern… –

Bei der Punktvergabe dürfen neben den teilnehmenden Ländern auch Vertreter anderer Länder teilnehmen. Die Punktvergabe erfolgt über Televoting. Gewonnen hat am Ende der/die Künstler/in, die, wie sollte es anders sein, die meisten Punkte erreicht hat. Die Trophäe wird an den Komponisten des Liedes weitergereicht, der Künstler an sich geht leer aus… – ihm bleibt lediglich ein ab jetzt erhöhter Bekanntheitswert und eine ausbaufähige Karriere.

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„Bäst i Väst“: Der Göteborger Sport-Sommer

Eröffnungsfeier zum Gothia Cup. Foto: © BildbyråŒn - COP 69 - Peter Magnusson

Endlich spielen sie wieder. Nach dem langen, strengen Winter ist die schwedische Fußball-Liga „Allsvenskan“ in vollem Gange. Die Saison läuft, anders als etwa in Deutschland, den ganzen Sommer über – genauer von 3.April  bis 23. Oktober 2011. Drei Göteborger Clubs sind mit dabei und kämpfen mit 13 weiteren Mannschaften um Tabellenpunkte und den begehrten Titel „schwedischer Meister“.

Das heißt für Göteborg: Der Sommer ist auch sportlich gesehen Hoch-Saison. Die Stadt ist mit einer Reihe von erstklassischen Sportanlagen dafür auch bestens ausgerüstet. Nur als Neuling verliert man manchmal den Überblick….

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„Bäst i Väst“: Rock und Riffs in Göteborg

Die Band Graveyard spielt bei "Metaltown" und als Vorgruppe zu "Iron Maiden". Bild: http://www.myspace.com/graveyardsongs

Göteborg rockt! Und das ist in diesem Sommer wörtlich zu nehmen. Nicht umsonst nennen schwedische Hardrock-Fans die Stadt gerne „Metaltown“ – nach dem gleichnamigen Festival (17./ 18. Juni) im Hafen. Doch in 2011 kommen noch weitere musikalische Schwergewichte an Schwedens Westküste, die die Herzen aller Metall-Fans höher schlagen lassen.

Da gibt sich etwa Iron Maiden die Ehre (1. Juli). Die Rock-Legenden von den britischen Inseln kehren nach Göteborg zurück – und spielen hier bereits zum dritten Mal. Zuletzt füllten sie 2008 das Ullevi-Stadion mit 60.132 Fans – die zu Klassikern wie „Fear of the dark“ oder „Children of the damned“ den Chor bildeten. Da kriegt selbst der hartgesottenste Rocker Gänsehaut!

Unter freiem Himmel spielen auch die „Big four“: Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax (3. Juli). Das Kombi-Konzert findet nur zwei Tage später statt, ebenfalls im Ullevi-Stadion, – und kaum einer fragt sich, wie der Stadion-Rasen das wohl verträgt.

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Skandinavisches Design – Wohnen zwischen IKEA und Snickarglädje

Skandinavisches Design (Quelle: Privat)

In Stockholm steht der größte IKEA weltweit. Trotzdem findet man Samstags kaum einen Parkplatz, und ich, der ich mit Ubahn und Bus gekommen bin, muss aufpassen, dass ich in dem Trubel nicht von einem Volvo über den Haufen gefahren werde (Tod durch Klischee). Was man im Ikea (und jedem anderen beliebigen Möbelhaus in Schweden) kaufen kann, gehört zur Stilrichtung des skandinavischen Design. Das zeichnet sich aus durch klare Linien, hohe Praxistauglichkeit, die Verwendung von intensiven Farben und auffälligen Mustern bei Textilien und Tapeten, die als Blickfang dienen (siehe Foto) sowie das Einsetzen von Licht, um den Raum zu akzentuieren. Die verwendeten Materialien sind entweder extrem modern, lackierte Flächen, Metall und Chrom, oder betont traditionell, unbehandeltes Holz, Rattan, Stoff. Besonders fällt das bei den Möbeln ins Auge: die sehen allesamt aus als hätte man sie direkt aus einer Filmkulisse geklaut, wahlweise aus einem fünfziger-Jahre Film mit Dean Martin, oder aus einem Heimatfilm.

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Loppis

Stockholm ist eine der größten Modezentren der Welt mit Boutiquen, Einkaufszentren und Shops an jeder Ecke. Und sie haben alle das Gleiche! Scheinbar gibt es irgendwo einen geheimen Modeguru, der ein halbes Jahr vorher Rundmails schreibt: „OK, ihr Lieben, die Kollektion für nächste Saison umfasst kurze enge Röcke und extrem tief geschnittene Jeans. P.S: die Modefarbe ist grau……“ In grau sehe ich aus wie Gevatter Tods kleine Schwester. Und in diesen extrem engen Röcken gleiche ich eher einem Nilpferd (da bin ich nicht alleine. Mit den Leuten, die morgens mit mir in der Ubahn sitzen, könnte man problemlos Disneys Fantasia aufführen).

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Winter in Stockholm (Teil 2/2)

Foto: Tina

Derzeit zeigt sich Stockholm von seiner, sagen wir es ganz deutlich, scheußlichsten Seite. Aber Kälte und Schnee eröffnen dem Städtereisenden Möglichkeiten, die er im Sommer nicht hätte: Wintersport. Kaum fallen die ersten Schneeflocken, rücken die Bediensteten Stockholms aus. Die eine Hälfte räumt die Straßen. Die Übrigen spuren Langlauf – Loipen und bereiten Eislaufbahnen vor.

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Gute Vorsätze? Weniger Snus…

Snus in Portionen. Bild: Tigerente, CC BY-SA 3.0

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze. Viele wollen ihre Laster und schlechten Gewohnheiten loswerden, und in Schweden gehört dazu: der Snus. Der Konsum von Snus ist eine ur-schwedische Eigenart – manche würden auch „Unart“ sagen. Dabei wird feuchter Tabak entweder lose oder in Portionen unter die Lippe auf das Zahnfleisch gelegt, wo er Nikotin an die Schleimhäute abgibt – mit allen bekannten Auswirkungen auf Blutdruck, Nervensystem und das allgemeine Befinden. Das „Snusen“ entstammt dem Schnupf- und Kautabaksgebrauch in früheren Jahrhunderten – und ist eine speziell schwedische Weiterentwicklung, die es im übrigen Europa so nicht gibt.

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