Suovas im Fladenbrot – ein schwedisches/lappländisches Gericht

Suovasgericht mit Preiselbeeren. Foto: Heide

Suovasgericht mit Preiselbeeren. Foto: Heide

Suovas findet man nicht so häufig auf den Speisekarten der Restaurants in Schweden, doch handelt es sich um ein typisches Gericht aus dem hohen Norden, aus Lappland. Und zwar in der Art, wie die Samen früher und auch heute noch das Rentierfleisch zubereiten.

Suovas klingt so etwa wie das deutsche Wort „sowas“. Irgendwie klingt es etwas fremd für die schwedische Sprache und es ist ja auch kein schwedisches Wort, sondern genaugenommen ein Begriff aus dem Samischen. Übersetzt bedeutet es „gesalzenes und geräuchertes Rentierfleisch“.

Rentierfleisch gehört zu den traditionelle Nahrungsmitteln der Sami. Früher folgten sie ihren Herden im Winter in die Wälder und im Frühjahr und Sommer in die höher gelegenen Regionen. Ihre Nahrungsmittel mussten für längere Zeit haltbar gemacht werden, wenn sie mit ihren Herden unterwegs waren. So entstand Suovas. Das Fleisch wurde gesalzen und anschließend mehrere Stunden über dem Feuer geräuchert. Das so vorbereitete Fleisch wurde dann in dünne Scheiben geschnittenes und gegrillt oder auch roh gegessen. Auf ihren Wanderungen hatten die Sami stets eine Ration Brot und Suovas dabei. Es war und ist auch heute noch das ideale Essen für das Leben im Freien.

Somit ist Suovas auch für Camper und Rucksacktouristen ganz interessant. Heute wird es in den Supermärkten auch tiefgekühlt angeboten. So lässt es sich ganz schnell und einfach zubereiten. Man brät es in der Pfanne, zusammen mit einer kleingeschnittenen Zwiebel an, bis es knusprig ist. Dabei sollte man die Fleischscheibchen mit zwei Gabeln immer etwas auseinanderziehen.

Anschließend mischt man das Fleisch nach Belieben mit kleingeschnittenem Gemüse wie Gurken und Tomaten, oder auch mit Pilzen und Preiselbeeren, und füllt das Fleisch in Fladenbrot oder Brottaschen. Anschließend kommt noch etwas beliebige Grillsauce oder Dressing darüber und dann genießt man das Essen aus der Hand.

Als Beilagen passt auch Kartoffelpüree oder das traditionelle Pytt i Panna. Und auch wenn ich anfangs erwähnte, dass es in Restaurants gewöhnlich nicht auf der Speisekarte steht, so findet man in Lappland doch hin und wieder auch in Restaurants Suovasgerichte in ideenreichen Varianten angeboten, so z.B. auf einem Bett aus Berglinsen.

 

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  1. Burkhard Rook sagt:

    Da wir in Lappland wohnen, gehört es zu unseren Lieblingsessen. Haben immer einen Vorrat in der Truhe. Auf dem Wintermarkt in Jokkmokk gab es das frisch aus der Muurikka. Schmeckt ausgezeichnet

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Herr Nilsson godis in Berlin – ein Stückchen Schweden

Schweden hat viele besondere Leckereien zu bieten: Kanelbullar, Köttbullar und vieles mehr… Aber besonders sind auch die schwedischen Süßigkeiten – godis! Ich persönlich kaufe mir immer einen kleinen Vorrat, wenn ich in Schweden bin. Nur leider hält dieser Vorrat nie sehr lange und der nächste Schweden-Urlaub steht noch lange nicht bevor. Die Lösung: Herr Nilsson godis in Berlin Friedrichshain.

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