Skanskaskrapan – Lilla Bommen oder der Lippenstift von Göteborg

Die Bark "Viking" vor dem Skanskaskrapan. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Bark "Viking" vor dem Skanskaskrapan. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Weithin sichtbar ragt der markante rot-weiße Bau in den Himmel von Göteborg, der Skanskaskrapan. Oder der Läppstiftet, zu Deutsch „Der Lippenstift“, wie der Volksmund den Wolkenkratzer taufte. Weniger einfallsreich zeigte sich die offizielle Seite, die das Bauwerk Lilla Bommen nennt, nach dem Hafenviertel am Göta älv. Wie er auch bezeichnet wird, längst ist der Skanskaskrapan ein Wahrzeichen Göteborgs – mit Panoramablick über die Stadt.

Der 86 Meter hohe Skanskaskrapan ist nach Lisebergstornet und Gasometer das dritthöchste Bauwerk der westschwedischen Metropole. Die 31.625 m² des aus dem Hochhaus und einem niedrigeren Anbau bestehenden Bauwerks nehmen in erster Linie Büroräume verschiedener Unternehmen ein. Wo keine Schreibtische füllen Geschäfte und Anderes die Fläche. Ganz im Sinne der Gemeinde Göteborg bietet der Wolkenkratzer Raum für Ansiedlung und Beschäftigung.

Von Ralph Erskine erdacht, von Skanska erbaut

Vor dem Hintergrund neue Anreize zur (Weiter-)Entwicklung der Stadt und Region und Arbeitsplätze zu schaffen, entstand der Gedanke zu dem Bauwerk. 1982 startete das Projekt.

Den Entwurf zu dem neuen Gebäude lieferte der britisch-schwedische Architekt Ralph Erskine. Der 2005 verstorbene Architekt, Hochschullehrer und Ehrendoktor der Universität Lund schuf neben dem Skanskaskrapen unter anderem die Universitätsbibliothek Stockholm und den Stadtteil „Der Barbier“ in Sandviken.

Lilla Bommen mit Skanskaskrapan nachts. Foto: Mikael Miettinen /flickr.com (CC BY 2.0)

Lilla Bommen mit Skanskaskrapan nachts. Foto: Mikael Miettinen /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Ausführung des Baus übernahm Skanska AB. Womit sich die Bezeichnung „Skanska-Wolkenkratzer“ erklärt. 1986 erfolgte im Hafengebiet Lilla Bommen (auf Deutsch „Kleiner Schlagbaum“ nördlich der Göteborger Altstadt der erste Spatenstich. Zunächst mussten aufgrund der Bodenverhältnisse bis zu 90 Meter lange Pfähle ins Erdreich gerammt werden, um das Fundament zu stabilisieren. Stück für Stück wuchs das Gebäude in die Höhe, bis es schließlich 1989 eingeweiht werden konnte.

Von Lippenstift bis Lego-Haus

Im Umgang mit dem rot-weißen Neubau zeigten sich die Göteborger recht kreativ, gaben dem Skanskaskrapan den Spitznamen Läppstiftet. Wegen der Form. Es gibt aber auch andere Bezeichnungen wie Vattenståndet, Wasser- oder Pegelstand, weil das Haus an der Wasserlinie liegt. Oder Legohuset, das Lego-Haus. Mancher erkennt in dem Wolkenkratzer auch die Form eines Phallus. Kein Wunder, dass da der offizielle Name Lilla Bommen untergeht.

Göteborg von oben – GötheborgsUtkiken

An der Spitze des Wolkenkratzers befindet sich GötheborgsUtkiken – Café und Aussichtspunkt mit Panoramablick. Von hier schweift der Blick über den Hafen, auf die Viermastbark „Viking“ am Kai, auf die imposante 1994 eingeweihte Oper, weitet sich die Aussicht über die Dächer Göteborgs.

Um die Aussicht vom Skanskaskrapan zu genießen sind 40 Kronen zu berappen, mit dem Göteborg-Pass ist der Eintritt frei. Weitere Informationen gibt es in der Touristeninformation.

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  1. Herbert Kårlin sagt:

    Hej,

    der „Läppstiftet“ heisst in Göteborg nicht „Lilla Bommen“, denn Lilla Bommen bezeichnet die alte Zollstelle, die sich zwischen dem heutigen Gasthafen Liseberg und dem früheren Kanal, der über die heutige Södra Hamngatan zum Gustav Adolf Torg führte. Man kann daher nicht einmal sagen, dass das Gebäude direkt an Lilla Bommen liegt, da Lilla Bommen heute den Platz zwischen Älvrummet und Opera bezeichnet.

    Viele Grüsse

    Herbert

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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