Schweden allgemein

Drehorte von Ronja Räubertochter

Der schwedische Film Ronja Räubertochter entstand 1984, und ist nach dem Buch von Astrid Lindgren. Er wurde in verschiedenen Orten und Regionen in Schweden gedreht, von Skåne bis Jämtland. Eigentlich beabsichtigte Astrid Lindgren, dass der Film in Småland, wo sie ihre Kindheit verbrachte, spielte. Nachdem der Regisseur Tage Danielsson sich dort eine Woche umgeschaut hatte, beschlossen er, nach anderen Drehorten zu suchen.

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Jobsuche in Schweden (2: Jobsuche gesucht)

Der graue Arbeitsmarkt sei der Wichtigste, hatte man mir im Arbeitsamt gesagt. Na, das passt ja, dachte ich mir auf dem Weg nach Hause. Ich starrte durch die schmutzigen Busfenster auf die kahlen Bäume, zwischen denen düstere Felsen aus schmutzigem Schnee ragten. Grauer Arbeitsmarkt, das klingt nach Nebel, nach Moorlandschaft, nichts ist, wie es scheint. Und wenn man nicht aufpasst, versinkt man.

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Bergslagsleden – Der waldige Wanderpfad

Fast dreihundert Kilometer folgt der Bergslagsleden den orangefarbenen Markierungen von Kloten im Norden des Örebro län nach Stenkällegården im Tiveden. Unterteilt in 17 Etappen schlängelt sich der Wanderweg vorbei an Seen, durch Wälder und altes Bergbaurevier.

Unterwegs im Kilsbergen. Foto: KalasMannen /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Unterwegs im Kilsbergen. Foto: KalasMannen /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Der Bergslagsleden verläuft „wie eine Arterie“ durch den Örebro län von Nord nach Süd zumeist durch Waldgebiete, die mitunter recht wild anmuten – auf einem der längsten Wanderwege Schwedens.

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Deutsch an schwedischen Schulen: der Muttersprachunterricht

Viele Familien kennen das. Die Entscheidung ist gefallen, dass man nach Schweden zieht, eine Arbeit wartet vielleicht schon, ein Wohnort ist gefunden und eine Schule für die Kinder gibt es ebenfalls. In der Anfangszeit richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit darauf, wie die Kleinen denn die neue Sprache lernen, in der Schule mitkommen und Kontakt zu Schweden im selben Alter knüpfen. Schnell zeigt sich, die neue Sprache wird von den Jüngsten der Familie schneller gelernt als von den Großen. Ein neues Problem taucht auf. Wie soll garantiert werden, dass der Nachwuchs die deutsche Sprache genauso lesen und schreiben lernt wie die Schwedische.

Die Lösung: Muttersprachunterricht, was auf Schwedisch modersmålundervisning bzw. Hemspråk heißt. In Schweden hat jedes Kind mit einer anderen Muttersprache als Schwedisch ein Anrecht darauf, in seiner Muttersprache unterrichtet zu werden. Voraussetzung ist, dass das Kind diese bereits in Grundzügen beherrscht und zu Hause aktiv spricht. Dieser Unterricht ist freiwillig. Die Eltern müssen selber die Initiative ergreifen und den Muttersprachunterricht beantragen. Meistens findet dieser dann außerhalb der normalen Unterrichtszeit statt, in Ausnahmefällen und in der Förskolan auch während der regulären Unterrichtszeit. In der Förskolan müssen es dann auch mindestens zwei Kinder mit der selben Muttersprache sein, um einen Antrag bewilligt zu bekommen.

Selbstverständlich kann dieser Unterricht nicht die gesamte Schullaufbahn auf Deutsch ersetzen. Dennoch lernen die Kinder dort ihre Muttersprache zu schreiben und zu lesen. Darüber hinaus stellt der Muttersprachunterricht kulturelle und gesellschaftliche Themen aus und über das Herkunftsland der Kinder in das Zentrum. Als identitätsstiftend wird der Hemspråkunterricht dementsprechend auch im schwedischen Lehr- und Kursplan bezeichnet. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass ein weiteres wichtiges Feld im Muttersprachunterricht der Vergleich zwischen der deutschen und schwedischen Sprache, der Grammatik,  Traditionen, Geschichte und Bräuche ist.

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Bergslagen – Im Land des Eisens

Stillgelegte "Ljusnarsberg gruva" in Kopparberg. Foto: Arco Ardon /flickr.com (CC BY 2.0)

Stillgelegte "Ljusnarsberg gruva" in Kopparberg. Foto: Arco Ardon /flickr.com (CC BY 2.0)

Über Jahrhunderte hinweg war das mittelschwedische Bergslagen Zentrum des Erzbergbaus und Eisengewinnung – Grundlage für Schwedens Wohlstand und einstigen Aufstieg zur Großmacht. Wo zur Blütezeit in 400 Hochöfen die Feuer loderten, präsentiert sich heute Industriekultur und Natur: in der Urlaubsregion Bergslagen.

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Wie die Schweden ihre Feste und Feiertage begehen – Teil 2

Im ersten Teil meines Artikels über die Feste und Feierlichkeiten habe ich über das erste Halbjahr bis zur Midsommarfeier berichtet, dem wohl „schwedischsten“ Fest des ganzen Jahres.
Wie geht es nun weiter im zweiten Teil des Jahreskalenders?
Nach Midsommar beginnt erst mal der Sommer und alle Schweden halten sich gerne draußen in der Natur auf. Und mitten im Sommer feiert man dann als richtiges Sommerfest, das Krebsessen am zweiten Donnerstag im August, in Schweden bekannt als Kräftskiva.

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Markus Rosenberg

Markus Rosenberg ist am 27.September1982 in Malmö geboren. Als schwedischer Fußballspieler spielt er zur Zeit in Deutschland in der 1. Bundesliga für Werder Bremen spielt. Schon im Alter von 5 Jahren begann er bei dem Verein Malmö FF Fußball zu spielen. Dort bekam er den Spitznamen Sillen (der Hering), den er auch heute auch noch in Schweden hat.

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Wie die Schweden ihre Feste und Feiertage begehen – Teil 1

Die Schweden feiern gerne, fröhlich und ausgelassen oder auch mal besinnlich, mit viel Speis und Trank und gelegentlich auch mit viel Alkohol. Einige der Feiertage in Schweden, wie z.B. die Mittsommerfeier werden immer auf den darauffolgenden Samstag verlegt. Gehen wir nun die einzelnen Monate mit seinen Festen und Feierlichkeiten mal durch.

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„Wie viele Schrauben hat die Ölandbrücke?“

Die Ölandbrücke. Foto: ginandtonique /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Ölandbrücke. Foto: ginandtonique /flickr.com (CC BY 2.0)

Sie war einmal die längste Brücke Europas: die Ölandbrücke, schwedisch Ölandsbron. Fast vierzig Jahre später ist die Querung über den Kalmarsund, die Insel Öland mit dem schwedischen Festland verbindend, immerhin noch die längste Brücke des Königreichs – und ein „besonderes“ Kulturgut.

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