Schweden allgemein

Wichtiges Detail im Stuga-Urlaub – die fritidstoalett

Komposttoilette (Wikipedia)

Komposttoilette (Wikipedia)

Schweden verbringen ihren Urlaub gerne in der Natur. Möglichst weit weg von Arbeit, Alltag, Autoverkehr und störenden Nachbarn. Der richtige Erholungseffekt stellt sich also erst ein, wenn man sich in eine Hütte begibt, die so richtig in der Wildnis liegt.

Fernab der Zivilisation bedeutet jedoch oft auch fernab von allen modernen Bequemlichkeiten wie Strom und fließendem Wasser. Was bei so manchem Touristen leichte Panikgefühle aufkommen lässt, verhilft Schweden erst zum richtigen Robinson-Feeling: Statt elektrischem Licht gibt es Kerzen oder eine alte fotogenlampa, gekocht wird auf dem Holzherd, Wasser pumpt man aus dem Brunnen. Um das Problem der fehlenden Abwasserleitungen zu lösen, hat man einen eigenen Industriezweig geschaffen: Die Herstellung von alternativen Toiletten.

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Mittsommer in Schweden

FotoDie Tage werden endlich wieder länger und man geniesst die Zeit draussen im Freien. Mittsommer steht vor der Tür. Mit Mittsommer bezeichnet man die Sommersonnenwende. Diese wird in mehreren Ländern auf ganz verschiedene Weise gefeiert. In Schweden geht das so!

Nach dem langen Winter, der meist kalt und eher grau verläuft, ist der Juni für die Schweden, aber auch allgemein die Skandinavier, der wichtigste Monat im Jahr, für manche sogar wichtiger als Weihnachten. An keinem anderen Tag als dem 21. Juni, geht die Sonne früher auf und später unter als an allen anderen.

Ganz im Norden verschwindet sie sogar gar nicht und man kann bereits die Mitternachtssonne bestaunen. Dies muss doch so richtig gefeiert werden.

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Studenten – der schwedische Schulabschluss

studentfest

Warten auf die frischgebackenen Schulabgänger. Foto: privat

Wer dieses Jahr Mitte Juni in einer kleineren oder größeren schwedischen Stadt unterwegs war, hat sie vielleicht miterlebt, die student-Feiern. Denn Jahr für Jahr im Juni, eine Woche vor midsommar, findet für viele junge Menschen das vielleicht wichtigste Ereignis ihres bisherigen Lebens statt. Sie werden entlassen – entlassen aus der Schule und hinein einen neuen Lebensabschnitt.

De tar studenten“ – wie es auf Schwedisch heißt, sie haben ihren Schulabschluss geschafft. Natürlich wird dieser wichtige Schritt von den jungen Leuten gebührend und leidenschaftlich gefeiert. Jede Schule hat sicherlich ihre eigenen Traditionen, vieles im Ablauf ist aber an allen „gymnasieskolor“ gleich.

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Myrorna & Co – Second Hand für einen guten Zweck

Eine schöne Lampe für 10 Kronen, Schlittschuhe für 30 oder eine originelle Handtasche für 60? Kein Problem, das alles findet man in den zahlreichen schwedischen Secondhandläden.

Schon lange vor der allgemeinen Retro- und Recycling-Welle war es in Schweden weit verbreitet, in diesen Läden einzukaufen. Wenn ich vor einigen Jahren deutschen Bekannten erzählte, wir hätten einen Teil unserer Möbel aus dem Secondhandladen, wurde ich manchmal fast schief angesehen: „Echt? Habt ihr das nötig?“ Doch darum geht es den meisten Schweden ja gar nicht.

Secondhand-Schaufenster i Malmö (Wikipedia)

Secondhand-Schaufenster i Malmö (Wikipedia)

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Die schwedische vägsamfällighet

Geschwindigkeitsbegrenzung, Bußgelder, vägsamfällighet, vägförening

Wer hier 70 fährt ist ganz schön mutig. Foto: privat

Schweden ist groß. Groß und lang. Und Schweden hat viele Tausend Kilometer kleine Straßen und Wege, die häufig (aber nicht immer) fast schon abseits jeder Zivilisation liegen. Gerade deswegen lieben wir Schweden ja so. Wer aber kümmert sich um die Instandhaltung all dieser småvägar und skogsvägar?

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Der Blåkullahopp – eine Ostertradition

Jedes Jahr an Ostern sind in Schweden die påskkärringar unterwegs. Eine påskkärring (sprich possk-chärring, aus påsk=Ostern und kärring= altes Weib) ist eine Osterhexe, die sich auf dem Weg nach Blåkulla befindet. Der Legende nach lud um diese Zeit der Teufel alle Hexen zu einem großen Fest nach Blåkulla ein. Ganz ähnlich also, wie in Deutschland in der Walpurgisnacht die Hexen auf dem Blocksberg feiern.

schwedische Osterhexen (Wikipedia)

schwedische Osterhexen
(Wikipedia)


Diese Hexen gehören hier in Schweden zu Ostern wie der Osterhase, die Eier und die Küken. Vielerorts verkleiden sich die Kinder am Gründonnerstag oder am Ostersamstag: Die Mädchen als påskkärring, mit Kopftuch, Schürze und Strickjacke, roten Backen und schwarzen Punkten im Gesicht, die Jungs als påskgubbe (Ostermännlein), mit Hut und aufgemaltem Schnurrbart. So gehen sie von Haus zu Haus, wünschen frohe Ostern und bekommen von den Leuten Süßigkeiten geschenkt.

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Tödliche Schüsse in Göteborg

Um 8 Uhr morgens klingelte bei uns das Telefon, und meine Freundin Tini aus Deutschland war dran. So früh lässt sie normalerweise nie von sich hören, aber ihre Stimme klang besorgt: „Ich wollte nur wissen, ob mit dir alles in Ordnung ist“, sagte sie. Und dann erfuhr ich erst durch sie, dass es in der Nacht eine wilde Schießerei in Göteborg gegben hatte. Mit Kalschnikows bewaffnete Männer hätten wahllos in eine vollbesetzte Kneipe geschossen, Toten und Verletzte wären zu beklagen.

Ein schneller Blick ins Internet gibt Gewissheit, und eine Art perfide Erleichterung, – hatte die blutige Tat doch „nur“ mit der schon bekannten Bandenkriminalität in Göteborgs Norden zu tun. Dort gebärdet sich eine Gruppe junger Männer in Mafia-Manier als Drogenbosse und Geldwäscher. Göteborg als Klein-Chicago… Schüsse zwischen den rivalisierenden Clans fielen bisher nur sporadisch, nachts, in dunklen Gassen. Aber diesmal sind wir alle zur Zielscheibe geworden.

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Pegida Schweden

Pegida Schweden - ein virtuelles Phänomen?

Pegida Schweden – ein virtuelles Phänomen?

Die islamfeindliche Pegida-Bewegung schwappt immer mehr über deutsche Grenzen hinaus – seit Dezember letzten Jahres existiert nun auch „Pegida Schweden“. Doch die beiden bisher stattgefundenen Demonstrationen scheiterten an der geringen Teilnehmerzahl.

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Raoul Wallenberg – Der Engel von Budapest

Raoul Wallenberg

Raoul Wallenberg – Engel von Budapest. Foto: Wikipedia

Im Frühjahr 1944 suchte das US-amerikanische War Refugee Board eine geeignete Person für die Rettung von Juden in Ungarn. Der zu diesem Zeitpunkt 32-jährige Raoul Wallenberg, der aus einer wohlhabenden schwedischen Bankiersfamilie stammte, schien genau der Richtige für diese Aufgabe und er sagte sofort zu. Die Rettungsaktion galt ca. 200.000 Juden, die in Budapest Zuflucht gesucht hatten. Wallenberg wurde zum Gesandtschaftssekretär ernannt und genoss auf diese Weise diplomatischen Schutz.

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