Schweden entdecken

Kronhuset – das älteste Haus Göteborgs

 

Groß, mächtig, zweckmäßig: Das älteste Gebäude Göteborgs. Foto: Katja Singer

 

Nur einen Steinwurf vom zentralen Gustav-Adolf-Platz entfernt, liegt in Göteborg das Kronhus-Viertel. Hier steht das älteste Haus einer noch relativ jungen Stadt – schließlich ist Göteborg erst 1621 gegründet worden. Und weil die Stadt zu jenen Zeiten vornehmlich der Verteidigung diente, ist es sicher kein Zufall, dass das älteste erhaltene Gebäude militärischer Natur ist: Das Kronhus war einst Zeughaus der Artillerie und stand auf königlichem Grund und Boden.

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Auf Zeitreise mit Göteborgs Flaggschiff

Stolzes Schiff: Der Ostindienfahrer "Götheborg" hat wieder angelegt. Foto: Katja Singer

Mit einem Salut aus der dicken Kanone wurde die Sommersaison für den Ostindienfahrer „Götheborg“ eröffnet. Ab heute gilt jeden Tag Schlag elf „Ohren zuhalten“ am Göteborger Stenpiren, denn zum authentischen Auftritt des berühmten Segelschiffs gehören nun einmal Kanonenschüsse. Für die kommenden acht Wochen bereichert die „Götheborg“ das Hafengeschehen in der schönen Stadt an der Westküste. Auf Betreiben der „Svenska Ostindiska Companiet“ (SOIC) entstand wiederum ein zeitgemäßes, spannendes Ausstellungs- und Erlebnis-Areal.

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Øresundsbron – Schwedens Bindung an Europa

Wo in Vorzeiten die ersten Menschen über eine Landbrücke gen Norden wanderten, erhebt sich heute eines der eindrucksvollsten technischen Bauwerke Europas über dem Meer – die Öresundbrücke. Seit der Fertigstellung im Jahr 2000 bildet die Brücke zusammen mit der Insel Pebbarholm und dem Drogdentunnel die erste feste Verbindung zwischen Dänemark und Schweden, Schwedens Bindung an den Kontinent.

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Bitte weitersagen: Märchen und Musik in Ljungby

Gerade in Deutschland kennen Viele es vom „Hörensagen“. Einige haben es sogar schon mit eigenen Augen gesehen: Das Märchenmuseum im „Sagenland“ von Ljungby, Alvesta und Älmhult. Denn im Herzen von Småland, wo alte Volkserzählungen noch lebendig sind, haben sich einst berühmte Erzähler niedergelassen und die mündliche Tradition sorgfältig niedergeschrieben. Und bis heute gibt es zahlreiche Märchenfreunde, die diese Geschichten weitererzählen.

Nun macht das „Sagobygden“ sogar international von sich reden – durch das Erzählerfestival in Ljungby. Vergangenes Wochenende versammelten sich wieder rund 50 Mitwirkende, die ihre Gäste erzählend oder musikalisch in die Vergangenheit entführten. Bereits seit über 20 Jahren beweist das „Berättarfestival“ mit seinem Programm: Viele der alten Weisen und Weisheiten sind bis heute hochaktuell.

Kindererzählung

Märchen, von Mund zu Ohr weiter erzählt. Foto: Sagomuseet Ljungby

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Laponia – „Nimm deine Spuren wieder mit nach Hause“

„Du musst hier gewesen und doch nicht hiergewesen sein, nimm deine Spuren wieder mit nach Hause.“, sagt Per-Anders Vannar, ein Rentierzüchter, über seine Heimat Laponia. Laponia – das ist einzigartige Natur und Kulturlandschaft in Nordschweden, Lappland. Seit 1996 ist Laponia Welterbe, des Nordens einziges Natur- und Kulturerbe zugleich.

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Tag der 10.000 Ritter auf Glimmingehus – Mittelalterfestspiele in Österlen

Sechsundzwanzig Meter vom Grund bis zur höchsten Gabelspitze, bis zu zweieinhalb Meter dicke Mauern, tödliche Fallen und zahlreiche Geister- sowie Riesengeschichten – all dies beinhaltet ein Ausflug zur mittelalterlichen Burg Glimmingehus in der Nähe von Simrishamn in Österlen. Neben regelmäßigen Führungen durch die Burg auf Schwedisch und Englisch, teils sogar auf Deutsch, bieten die Veranstalter ein reiches Programm im Sommerhalbjahr an. Museumspädagogen, Historiker und Archäologen laden ein, das Mittelalter mit allen Sinnen zu entdecken.

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Norrbotten – Sonnenbad und Nordlicht

Im hohen Norden Schwedens, zwischen Västerbotten im Süden und Finnland im Norden, den Weiten Lapplands im Westen und dem Bottnischen Meerbusen im Osten, liegt Norrbotten. Eine Region, die sich vom Westen zur Küste neigt, mit einem bis zu 40 Kilometer breiten Schärengürtel. Eine Region, in der die Temperaturen im Sommer weit über dreißig Grad liegen können, im Winter örtlich bis auf 40 Grad unter Null sinken. Eine Region, die im Sommer zu den sonnenreichsten Orten Schwedens zählt, durch die aber auch der Polarkreis verläuft – Sonnenbad und Nordlicht.

Aurora Borealis. Foto: gudi&cris / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Aurora Borealis. Foto: gudi&cris / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

 

Norrbotten und Norrbottens län: Wenn heute von Norrbotten die Rede ist, geht es meist um Norbottens län. Die nördlichste Provinz Schwedens macht rund ein Viertel der Fläche Schwedens aus und umfasst einen Teil Schwedisch Lapplands und die historische Provinz Norrbotten. Wobei „historisch“ zu relativieren ist. Norrbotten gehörte einst zum alten Västerbotten und wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts landskap, wie die historischen Provinzen im schwedischen bezeichnet werden.

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Kleinod in der Ostsee – Nationalpark Gotska Sandön

Nach rund drei Stunden erreicht das Schiff, von Fårö kommend, den kleinen Flecken in der Ostsee. Der erste Kontakt mit dem Eiland ist Sand: Es gibt hier keinen Hafen und so landen die Besucher direkt am Strand – dem Strand von Gotska Sandön. Fast ist es wie die Entdeckung einer neuen Welt. Eine abgelegene, karge Welt, von der es heißt, sie sei „seltsam schön“.

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

 

Gotska Sandön liegt zwar nur knapp 40 Kilometer nördlich von Fårö und 85 Kilometer vom schwedischen Festland entfernt, gilt aber als isolierteste Insel der Ostsee. Diese abgeschiedene Welt birgt einen einzigartigen Naturraum. Erkannt wurde das schon 1909 und Teile der 37 Quadratkilometer großen Insel zum Nationalpark erklärt. Mit den Erweiterungen 1963 und 1988 wuchs der Nationalpark Gotska Sandön auf rund 4.500 Hektar, davon sind 842 Hektar Wasserfläche.

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Das Fest der Krebse – Kräftskiva –

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, geht es großen und kleinen Schalentieren, den Krebsen, buchstäblich an den Kragen… Im August wird im Land der Mittsommernacht, in Schweden, „Kräftskiva“, gefeiert!

Traditionell werden Gärten, Terrassen oder Balkone mit zahlreichen bunten Lampions geschmückt, die letzten warmen Abende werden, um sich vom Sommer zu verabschieden,  im Freien genossen. Kräftskiva, ist ein sehr privates, familiäres Fest. Wer aber von einem Schweden dazu eingeladen wird ist ein gern gesehener Gast. Mit kleinen Papphütchen auf dem Kopf, einem Lätzchen um den Hals, geht es in feucht-fröhlicher Stimmung an das eigenhändige Abpulen der Schalentiere. Nach jeder Krebsrunde wird ein Liedchen angestimmt, denn der klare Schnaps (Nubben) genannt, lässt auch die eher zurückhaltenden Schweden, lockerer werden… – denn schließlich gehört zu jedem Krebs ein Schnäpschen!

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