Schloss Drottningholm – Wohnsitz der königlichen Familie

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Auch wenn viele der Meinung sind, die schwedische Königsfamilie wohnt im Stockholmer Schloss – das ist nicht der Fall. Der private Wohnsitz der königlichen Familie ist Schloss Drottningholm.

 

Schloss Drottningholm befindet sich auf einer Insel im Mälaren, und zwar auf der Insel Lovön, also gar nicht so weit von der schwedischen Hauptstadt Stockholm entfernt. Wörtlich übersetzt bedeutet Drottningholm die Königinneninsel. Und hier auf der Königinneninsel hat die schwedische Königsfamilie 1981 ihren Hauptwohnsitz eingerichtet. Im Stockholmer Schloss residieren sie nur noch zu öffentlichen und repräsentativen Anlässen.

 

Vom äußeren Erscheinungsbild her ist Schloss Drottningholm deutlich ansprechender und eindrucksvoller als das Stockholmer Schloss. Es wird auch als das „schwedische Versailles“ bezeichnet und wurde als erstes Objekt in Schweden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Kein Wunder also, dass sich die königliche Familie hier wohler führt. Allerdings wohnen natürlich heute nur noch Karl Gustav XVI und Königin Silvia auf Schloss Drottningholm. Die Kronprinzessin Victoria lebt mit ihrer Familie in Schloss Haga. Madeleine hat ihren Wohnsitz mit ihrem Mann und den beiden Kindern von New York nach London verlegt und Carl Philip hat sich mit seiner Familie in der Villa Solbacken im Stockholmer Stadtteil Djurgården niedergelassen.

 

Schon Anfang des 16. Jahrhundert hatte Gustav Vasa auf diesem Gelände einen königlichen Garten anlegen lassen. Das Schloss wurde dann 1580 von Johann III von Schweden erbaut, der ihm den Namen Drottningholm – Königinneninsel gab. Er ließ es nämlich für seine Frau Katarina, der damaligen Königin von Schweden errichten. Danach wechselte es mehrfach den Besitzer und 1661 gelangte das Schloss in den Besitz von Hedwig Eleonore von Schleswig-Holstein, der Witwe von Karl X. Gustav von Schweden. Leider wurde es noch im selben Jahr von einem Feuer komplett zerstört.

 

Daraufhin wurde es im Barockstil neu aufgebaut mit einer großen Parkanlage, wobei ein Teil davon als Barockgarten im französischen Stil sowie ein anderer Teil eine englische Gartenanlage darstellt. Später kamen weitere Gebäudeteile hinzu, wie das chinesische Schlösschen und das Drottningholms Schlosstheater. 1744 wurde es der Prinzessin Luise Ulrike von Preußen zu ihrer Hochzeit mit dem schwedischen Thronfolger Adolf-Friedrich von Holstein-Gottorf geschenkt. Darauf folgten weitere Umbauten im Schloss im Stil des französischen Rokoko. Schließlich ging es dann 1777 in den Besitz des schwedischen Staats über, jedoch behielt die königliche Familie weiterhin das Wohnrecht.

 

Unter Gustav V erhielt das Schloss eine gründliche Renovierung. Die Arbeiten dauerten bis 1911, daraufhin zogen der König Gustav V und Königin Viktoria im Drottningholm ein.

Wie schon erwähnt, haben auch Karl Gustav XVI und Königin Silvia inzwischen hier ihren privaten Wohnsitz. Sie bewohnen den Südteil des Schlosses.

 

Schweden besitzt einige schöne Schlösser, doch kann man durchaus sagen, dass Schloss Drottningholm das am besten erhaltene Schloss Schwedens ist und eines der schönsten Beispiele für die Architektur des 17. Jahrhunderts. Viele tausend Besucher besichtigen jedes Jahr das prächtige Schloss mit seinen schönen Gärten, auch wenn ein Teil der Anlage nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben Schloss und Park lohnt auch die Besichtigung des chinesischen Schlösschens und des Schlosstheaters mit der noch im Original erhaltenen Bühnentechnik.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen: 4,00 von 5)
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

© 2002 - 2017 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved