Runer Jonsson – Autor der Wickie-Kinderbuchserie

Vicke Viking - Romanreihe von Runer Jonsson über die Wikingerzeit. Foto: litteretro.se

Vicke Viking - Romanreihe von Runer Jonsson über die Wikingerzeit. Foto: litteretro.se

Mit dem pfiffigen Wikingerjungen „Wickie“ schuf Autor Runer Jonsson nicht nur in Schweden eine der beliebtesten Kinderfiguren. Den meisten heute vermutlich aus der japanischen Zeichentrickserie bekannt, war die Veröffentlichung von „Vicke Viking“ 1963 Jonssons Debut in der Kinderliteratur. Ansonsten arbeitete der aus Småland stammende Jonsson nämlich als Journalist.

Geboren wurde Runer Jonsson 1916. Bereits als Jugendlicher machte er erste Erfahrungen mit dem Schreiben: „Kalmar Läns Tidning“ und „Nybro Tidning“ veröffentlichten seine lokalen Sportberichte, aber auch Gedichte und Kurzgeschichten. Mit einem beherzten Sinn für die Interessen und lokalen Fragen seiner Stadt verantwortete er bereits mit 19 Jahren als alleiniger Redakteur die „Nybro Tidning“, eine der kleinsten schwedischen Lokalzeitungen überhaupt. Gleichzeitig wurde Jonsson in seiner Heimat zum Meinungsbildner des internationalen Weltgeschehens: Der spanische Bürgerkrieg, der Winterkrieg Finnlands gegen Russland und schließlich der Nationalsozialismus fanden ihren Weg in die journalistische Arbeit Jonssons. Seine demokratische Perspektive, die insbesondere die Entwicklungen in Deutschland scharf verurteilte, wandelte sich in den 70er Jahren zu einer links-progressiven Sichtweise: Mit seinen Texten richtete er sich u.a. gegen den Kolonialismus, Nuklearwaffen und die moderne Konsumgesellschaft. Die Auflagenhöhe stieg in dieser Zeit von 3000 auf 3800 Exemplare.

Parallel zu seinem Broterwerb schrieb Jonsson über 50 Bücher und gab in Eigenregie weitere Zeitschriften heraus. Mit den Geschichten über die Wikinger von Flake und den Jungen Wickie, der zwar nicht mit heldenhaftem Mut, wohl aber mit schlauen Einfällen durchs Leben kommt, gelang ihm schließlich der literarische Durchbruch. Der erste Roman der insgesamt 7-teiligen Buchreihe erschien 1963, nur zwei Jahre später zeichnete man den schwedischen Autor mit dem deutschen Jugendliteraturpreis aus. „Vicke Viking“, wie das Kinderbuch im Original heißt, wurde dann auch zur literarischen Vorlage für die Mitte der 70er in Japan produzierte Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“, die vor allem in Schweden, Deutschland, Japan und der Schweiz populär wurde. Das tat dem Kinderbuch jedoch keinen Abbruch: Die Wickie-Romane sind mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt worden. Weniger bekannt dagegen ist Jonssons Erzählung „„Ulme från Öland“ über einen Jungen in der Bronzezeit.

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