Pataholm – Auf einen Kaffee ins 19. Jahrhundert

Pataholm

Pataholm: Wie im 19.Jahrhundert. Foto: Udo Schröter /https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 2.5)

Etwas abgelegen ist Pataholm einer jener verträumten Orte, die entdeckt werden wollen. Wer sich in das Küstenörtchen „verirrt“, dem weht nicht nur Seeluft um die Nase. Pataholm versprüht eine ordentliche Prise Nostalgie. Der Flecken hat sich das Antlitz des 19. Jahrhunderts bewahrt.

Fast scheint es, die Zeit sei stehen geblieben in Pataholm. Dem idyllischen Örtchen am Kalmarsund mit seinen gepflasterten Straßen und schmucken Holzhäusern. Von Wiesen, Feldern und Wald umgeben. Wobei die Stattlichkeit der Häuser doch überrascht.

So verschlafen, wie Pataholm sich, rund 30 km nördlich von Kalmar in der Gemeinde Mönsterås, heute zeigt, ging es hier nicht immer zu.

Pataholm ist Schwedens kleinste Marktstadt

Bereits im 16. Jahrhundert etablierte sich Pataholm als Handelsplatz. Ein Treiben, dem mit Verboten nicht beizukommen war, so dass die Oberen dem Marktplatz schließlich auch das Marktrecht verliehen. Pataholm wurde eine Minderstadt (köping), ein Ort mit eingeschränktem Stadtrecht.

Pataholm stieg zu bedeutendsten Handelsplatz an der Küste von Småland auf. Damit einher etablierten sich Handwerk und Werften. Mit dem Bau von Segelschiffen erlebte das Städtchen im 19. Jahrhundert seine Blütezeit, die sich im Ortsbild widerspiegelte.

Dank des Engagements und der liebevollen Pflege durch die Einwohner – heute sind es 20 – erscheint Pataholm, wie in den besten Zeiten. Nur nicht mehr so lebhaft – außer vielleicht zu Mittsommer.

Heimatmuseum und Selbstgebackenes

Zwei der stolzen Kaufmannshäuser – Hullgrenska gården und Harbergska gården – wurden in ein Heimatmuseum verwandelt. Neben der Einrichtung im Stil des 19. Jahrhunderts gibt es Landschaftsmalerei zu sehen. Unter anderem von Oscar Hullgren, von dem einige Werke auch im Nationalmuseum Stockholm sowie im Kunstmuseum von Göteborg ausgestellt werden.

Kunsthandwerker stellen Silberschmuck und Keramik aus. Schmuck bietet auch der Laden Fröken Caroline an, dazu Hüte und Leinenkleider im eigenen Design.

Seltenheitswert genießt die Breite der Ausstellung im Fotomuseum von Pataholm. So lässt sich die Entwicklung von Fotoapparaten und Zubehör vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre verfolgen. Genauso wird die Einrichtung eines frühen Fotostudios gezeigt.

Vervollkommnet wird das Flair der Vergangenheit mit dem Café Förlig Wind im Hullgrenska gården. Benannt nach einem der beiden letzten in Pataholm gebauten Frachtsegelschiffe lädt das Café während der Sommermonate zu Kaffee – aus fairem Handel – und zu Waffeln, Sandwiches und selbstgebackenem Kuchen ein.

 

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