Schweden-Blog

Die Zornsamlingar – die Kunstsammlungen von Anders Zorn

Anders Zorn 1908. Bild aus Wikipedia

Anders Zorn 1908. Bild aus Wikipedia

Anders Zorn war ein berühmter, schwedischer Maler, Grafiker und Bildhauer aus der schwedischen Kleinstadt Mora am Siljansee. Hier hat man ihm ein Andenken gesetzt. Seine Sammlungen und Kunstobjekte, Alltagsgegenstände und Häuser, die Zornsamlingar, sind hier der Allgemeinheit zugänglich.

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Hammarkullekarnevalen – Göteborg kunterbunt

Hammarkullekarnevalen

Tänzerin beim Hammaerkullekarnevalen, 2010. Foto: Dank Durbic /flickr.com (CC BY 2.0)

Der Hammarkullekarnevalen begann als ein Stadtteilprojekt unter vielen. Eines, das verfing und sich als feste Größe in Göteborg etablierte. Heute ist der Hammarkullekarnevalen die größte Karnevalsveranstaltung in Schweden. Und eines der buntesten Volksfeste des Landes.

Drei Tage lang herrscht ein bemerkenswert buntes Treiben in Hammarkullen. Traditionell am letzten Maiwochenende findet der Hammarkullekarnevalen statt. Steigen die Gerüche von gegrillten Maiskolben, Falafeln oder Churros und anderen Leckerbissen aus den verschiedenen Ecken der Welt empor. Erklingen die Rhythmen von Samba und Salsa, werden Tänze, die dem Amerika vor Kolumbus entspringen ebenso dargeboten wie kurdische Volkstänze. Eine Parade voll farbenfroher Kostüme erhellt das mitunter sehr triste Grau im Nordosten von Göteborg.

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Räuberwald mit Schärengarten

„Junker Jäger“-Stein im Räuberwald Tiveden. Bild: Zejo, wikimedia.commons

Es gibt sie noch, die Orte, die der Mensch der Natur einfach überlassen hat. Zwischen den großen schwedischen Seen Vänern und Vättern liegt so ein Naturreich – der heutige Nationalpark Tiveden. Schon in alten Zeiten wuchs hier ein Wald, in dem nur wilde Tiere und die sprichwörtlichen Räuber lebten. Tiveden, oder auch „Trolltiven“ genannt, war damals „Grenzwald“ und bildete die natürliche Barriere zwischen Götaland und Svealand. Ein unzugängliches Gebiet voller Gefahren. Und wer es dennoch durchqueren musste, war nicht zu beneiden…

Heute ist es umgekehrt: Wer Zeit hat, Tiveden zu erkunden, ist wirklich zu beneiden. Nach wie vor an vielen Stellen  im „Urzustand“, ist das Waldgebiet eines der Schönsten, das Schweden zu bieten hat. Durch den schroffen Untergrund mit bis zu 50 Meter tiefen Risstälern hat sich eine urtümliche Landschaft erhalten, auf der nicht einmal die Forstwirtschaft Fuß fassen konnte. Felsblöcke, Grotten, Gesteinsrücken und moosgefüllte Täler inspirierten vielmehr zu Märchen und Legenden. Noch in moderner Zeit galt der Wald als verwunschen.

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Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid

AF_Backman_Fredrik__0127_Druck.jpg.40981556[1]Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ ist der zweite Bestseller des schwedischen Schriftstellers Fredrik Backman. Ursprünglich wollte der 1981 geborene Autor Religionswissenschaften studieren, nach dem abgebrochenen Studium machte er verschiedene Jobs, unter anderem Gabelstapelfahrer oder auch Restaurantaushilfskraft, bis ihn die Stockholmer Zeitung „Moore Magazine“ anstellte. Dort blieb er aber nicht lange angestellt und wurde freischaffend. In Schweden wurde er nun als Blogger für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften bekannt. Als er 2012 den Roman:“ En man som heter Ove“, übersetzt „Ein Mann namens Ove“ veröffentlichte und 2013 sogar zum erfolgreichsten schwedischen Autor gekürt wurde, erreichte er Landesgrenzen überschreitend Berühmtheit. Seit sein Roman 2014 auf der ganzen Welt und in 24 Sprachen veröffentlicht wurde, kennt man ihn auch bei uns zu Lande. Auch in Deutschland stand das Buch ganz oben auf den Bestsellerlisten. Backman lebt mit seiner Frau und 2 Kindern in Solna und auch mit seinem dritten Buch: “Britt-Marie war hier“ hat er den ersten Platz der Bestsellerlisten in Schweden schon erreicht und das Buch über Ove wurde verfilmt und startet dieses Frühjahr in den Kinos.

In Deutschland erschien „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ 2015 beim FISCHER Krüger Verlag. Die Originalausgabe“ Min mormor hälsar och säger förlat“, erschien 2013 im Verlag Forum, Stockholm.

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Näraffär, der Supermarkt 2.0

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In dem kleinen Supermarkt Näraffär gibt es keine Angestellten (Foto: Näraffär).

In Viken hat Schwedens erster personalloser Supermarkt eröffnet. Das kleine Geschäft bietet alles Nötige für den Grundbedarf und hat rund um die Uhr geöffnet.

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Carl Larsson und sein Haus in der Sonne

Carl Larssons Tochter Brita, eines seiner bekanntesten Gemälde. Bild aus Wikipedia

Carl Larssons Tochter Brita, eines seiner bekanntesten Gemälde. Bild aus Wikipedia

Carl Larsson war einer der beliebtesten schwedischer Künstler. Bekannt sind seine Aquarelle, die ein idyllisches, schwedisches Familienleben darstellen. Im Zentrum seiner Kunst stand sein Haus in Sundborn, das Haus in der Sonne!

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Ales stenar – Schwedens beliebtester Steinkreis

Sonnenuntergang über Ales stenar. Foto: Hannes Hofer.

Sonnenuntergang über Ales stenar. Foto: Hannes Hofer.

Folgt man in Kåseberga, einem Fischerdörfchen in der Nähe von Ystad, dem kleinen Weg zwischen Schafsweiden hindurch den Hügel hinauf, so gelangt man zu einer der beliebtesten Attraktionen in Schweden – Ales stenar. Jährlich kommen etwa 700 000 Besucher zum Plateau bei Kåseberga, um das „Skåne-Wunder“ und Lieblingsplatz von Kurt Wallander zu betrachten. Seit ein paar Jahren zählt der Steinkreis neben Bauwerken wie dem Dom zu Lund oder der Öresundbrücke zum Bestandteil der sieben „Skåne-Wunder“.

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Die langen Kerle von Öland

Leuchtturm Långe Jan

Am südlichen Ende von Öland: Der Långe Jan. Foto: Kevin Cho/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 4.0)

Die langen Kerle von Öland sind Wächter und Orientierungspunkte. Manchmal schwankend, doch immer Achtung gebietend versehen sie ihren Dienst. Längst sind die langen Kerle Wahrzeichen der Sonneninsel in der Ostsee. Allen voran der Långe Erik und der Långe Jan.

Man muss einfach zu ihnen aufblicken. Majestätisch bauen sich die langen Kerle an den Küsten Ölands auf. Der Långe Erik (deutsch: Langer Erik) und der Långe Jan (deutsch: Langer Jan) sind im wahrsten Sinne des Wortes die herausragendsten Exemplare.

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Johansson, Martinsdotter oder Nathaliespappa ?

Wer in Schweden mit seinem Nachnamen unzufrieden ist, kann sich ganz einfach einen neuen erfinden.

Mehr als 240 000 Schweden heißen mit Nachnamen Andersson, fast genauso viele heißen Johansson. Ein knappes Drittel der Bevölkerung trägt einen „-son“-Namen, in jeder Schulklasse gibt es mehrere Kinder mit dem gleichen Nachnamen. Allein in Stockholm stehen über 400 Karl Andersson im Telefonbuch. Um Verwechslungen zu vermeiden, geben viele Schweden noch eine Berufsbezeichnung oder ein anderes Unterscheidungs- merkmal an. So ist in unserem Telefonbuch ein „hundägare“ (Hundebesitzer) verzeichnet. Die traditionellen son-Namen gelten vielen als langweilig und spießig.

Entsprechend groß ist das Bedürfnis vieler Schweden, ihren Namen zu ändern. Während man in Deutschland für eine Namensänderung einen triftigen Grund haben muss, ist dies in Schweden eine recht einfache Angelegenheit.

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