Schweden-Blog

Lagom – und die Leichtigkeit des Seins

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Jedes Land hat den einen oder anderen Begriff, den man nicht so ohne weiteres in fremde Sprachen übersetzen kann. Und ich glaube, genau diese Wörter sind es, die eine Nation und ihren Lebensstil, vielleicht auch ihr Lebensgefühl, am besten beschreiben können.
Bei uns Deutschen ist es zum Beispiel das Wort Fernweh. Ja, es lässt sich irgendwie übersetzen und erklären, aber es verliert dabei etwas von seiner Eigenheit. Auf Englisch sagt man zum Beispiel „travel bug“ oder „wanderlust“. Das bedeutet aber nichts weiter, als Reisefieber oder eben die Lust zu Reisen, während Fernweh mit Sehnsucht und auch mit etwas Schmerz verbunden ist. Unser Wort ist viel tiefer und viel poetischer.

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Wir mögen Schweden – aber mögen die Schweden uns?

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Ich habe viele schwedische Freunde und ich bin mir natürlich auch sicher, dass ich gemocht werde. Weil ich bin wie ich bin. Aber ich musste trotzdem immer wieder erfahren, dass man meiner Nationalität gegenüber skeptisch ist.
Das ist das „Große-Nachbar“- oder „Mächtigere Nation“-Syndrom habe ich immer gedacht. Ähnlich geht es vielen von uns ja mit der Übermacht und Allgegenwärtigkeit der Amerikaner. Aber ich habe mich getäuscht. Deutschland scheint für die Schweden tatsächlich eine total unbeliebtes Land mit unbeliebten Einheimischen sein.
Ohne rassistisch oder gemein klingen zu wollen, könnte man das wohl mit einer Mischung aus Türken und Polen beschreiben. Unsere Landsleute sind genauso „gut“ angesehen, wie die Türken bei uns, und unser schönes Deutschland ist für sie als Urlaubsregion etwa so interessant, wie Polen für die meisten Deutschen.

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Dirk Nowitzki liebt eine Schwedin

Foto: Mwinog2777 / Wikimedia Commons

Letztes Jahr hat der beliebte deutsche Basketballspieler ein ganz schönes Drama durchmachen müssen. Er war glücklich mit seiner damaligen Freundin Cristal Taylor liiert. Die beiden hatten sich zur Weihnachtszeit verlobt und Kinder geplant. Doch dann kam die traurige Wahrheit ans Licht: Die Amerikanerin war eine Betrügerin. Sie hatte mehrere Männer übers Ohr gehauen und bereits eine Bewährungsstrafe erhalten – gegen deren Auflagen sie zudem verstieß.
Nowitzki informierte die Polizei, die sich dann mit dem FBI zusammentat und die Frau in seiner Villa festnahm. Eine Aktion, die der internationalen Presse natürlich nicht verwehrt blieb.

Von nun an würde er besser aufpassen und es würde schwieriger für eine Frau werden, sein Herz zu erobern, sagte er damals.
Traurig. Denn eigentlich wünschte er sich doch nichts mehr, als eine Familie inklusive „ein paar kleiner Dirks“, wie er gegenüber stern.de berichtete.

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Die Wahrheit über IKEA Teil II

Yero / Wikimedia Commons

Hier kommen Sie zum ersten Teil des Artikels

IKEA soll keinesfalls ein toleranter Arbeitgeber sein. Ethnische Minderheiten bekommen maximal in der Küche eine Chance. Wer wirklich hoch hinaus will, muss zwei Eigenschaften erfüllen: Er muss männlich und schwedisch sein. Wenn er dann auch noch aus Kamprads Heimatdorf Älmhult stammt, dann kann er es bis an die Spitze schaffen.
Denn der IKEA-Chef soll paranoid sein. Er misstraut alles und jedem, lässt seine Mitarbeiter sogar mit Stasi-Methoden bespitzeln.

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Die Wahrheit über IKEA Teil I

im August 2010 im Campus-Verlag erschienen

Wie in diesem Artikel beschrieben, hat sich das Ansehen von Ingvar Kamprad in den letzten Jahren gewandelt. Vom liebevollen alten Herren, der es mit seiner Bescheidenheit zum Ruhm schaffte, wurde er zum Ex-Nazi mit Alkoholproblem.

Als wäre das nicht schon genug, schrieb nun auch noch ein ehemaliger IKEA-Mitarbeiter ein Enthüllungsbuch mit dem Titel „Die Wahrheit über IKEA„. Letztes Jahr ist es in Schweden erschienen, seit August ist es auch auf Deutsch erhältlich. Und darin geht es nicht nur um kritische Stimmen, wie sie jedes erfolgreiche Unternehmen ertragen muss, es deckt auch angebliche kriminelle Aktivitäten auf.

Und der Autor, Johan Stenebo, muss es wissen. 20 Jahre war er beim Möbelhaus als Top-Manager beschäftigt und hat es zeitweise sogar geschafft, sich als Kamprads persönlicher Assistent hochzuarbeiten. Warum er das Unternehmen am Ende verlassen hat, erfährt man nicht im Detail, sondern nur so viel, dass es Streit gegeben hat und er Kamprads Söhne für absolut ungeeignet hielt.

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Wenn Pfiffi mit nach Schweden will

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Schweden ist mit seiner unberührten Natur, den Wiesen, Wäldern und Feldwegen auch für Hunde ein Paradies. Und die Schweden selbst sind auch ein äußerst hundefreundliches Volk. Es ist also grundsätzlich eine sehr gute Idee, gemeinsam mit Pfiffi den Urlaub zu verbringen.

Allerdings darf man seinen Vierbeiner nicht so einfach mit auf die Fähre nehmen. Nach Öffnung der EU-Grenzen muss man zwar keine Einfuhrerlaubnis beim schwedischen Zentralamt mehr beantragen, es gibt jedoch gesamteuropäische Einfuhrbestimmungen.

Seit 2004 muss man für jeden Hund einen europäischen Heimtierpass besitzen und ihn darüber hinaus mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip eindeutig identifizierbar machen. Zudem muss für jedes Tier eine Tollwut-Impfung nachgewiesen werden. Speziell für Schweden gilt auch noch die Pflicht, den Hund frühestens 10 Tage vor der Einreise gegen Bandwürmer und Zecken behandeln zu lassen und dafür einen Nachweis mit sich zu führen.
Das alles funktioniert relativ unkompliziert beim Tierarzt. Dieser kann nicht nur impfen und markieren, sondern auch alle notwendigen Papiere ausstellen.

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Ein König geht an Land

Helsingborg, die Pforte Schwedens zum Kontinent

Im Helsingborger Hafen wird am 20. Oktober einmal nicht der reguläre Fährverkehr die Hauptrolle spielen. Vielmehr feiert man einen großen Tag für die schwedische Monarchie: Denn in Helsingborg, der Pforte zum europäischen Kontinent, betrat vor 200 Jahren Jean-Baptiste Bernadotte erstmals schwedischen Boden. Der Franzose begründete nach 1810 das bis heute regierende Königsgeschlecht. Somit wird das Bernadotte-Jubiläum auch ganz gebührend mit gekrönten Häuptern begangen: König Carl XVI Gustav, Königin Silvia, Kronprinzessin Victoria, Prinz Daniel och Prinz Carl Philip werden bei der festlichen Zeremonie am Helsingörkajen anwesend sein. Auch Dänemarks Monarchin Margrethe II. hat sich angekündigt. Ein Volksfest am Sundstorget mit Musik und Schauspiel folgt dem offiziellen Teil am Hafen.

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Herzhaft auf schwedische Art: Lachsmuffins

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Wer gern backt und gleichzeitig herzhafte Speisen liebt, für den haben wir heute ein ideales Rezept: Schwedische Lachsmuffins!

Eigentlich kennt man die kleinen amerikanischen Küchlein mit Schokosplittern oder süßem Zuckerguss – die Schweden zeigen, dass man aber auch mit Salz und Pfeffer eine tolle Sache daraus machen kann. Was einst als kleiner Kaffeesnack gedacht war, kann so sogar in eine komplette Hauptmahlzeit verwandelt werden.

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Ingvar Kamprad: Er ist ein Trinker und war ein Nazi

© Hasse Karlsson / Wikimedia Commons

Ingvar Kamprad, Gründer und Urvater von IKEA zählt heute zu einen der reichsten Menschen der Welt. Nach Berechnungen der schwedischen Wirtschaftszeitung „Veckans Affärer“ soll er 2005 sogar Bill Gates und Co. hinter sich gelassen haben und überhaupt der Reichste gewesen sein.
Trotzdem gibt der 84 Jahre alte Schwede sich bescheiden. Er lebt zurückgezogen in der Schweiz und fährt am liebsten mit dem Bus, um von A nach B zu kommen.
In Sachen Sparsamkeit und Bescheidenheit wollte er seinen Angestellten immer ein Vorbild sein, war es doch unter anderem diese Tugend, die ihm zum Erfolg verholfen hat.
Gleichzeitig bewies er aber auch seine unglaubliche Großzügigkeit anderen gegenüber. Am 9.Oktober 1996 wurden 84,85 Millionen Euro, der gesamte Tagesumsatz weltweit, an alle IKEA-Mitarbeitern aufgeteilt. Kamprads Art, Danke zu sagen.

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