Schweden-Blog

Per Anders Fogelström – ein Schriftsteller und seine Stadt

Per Anders Fogelström – ein Schriftsteller und seine Stadt

Per Anders Fogelström war ein schwedischer Schriftsteller und Gesellschaftskritiker. Er wurde am 22. August 1917 in Stockholm geboren und starb am 23. Juni 1998. In vielen seiner Romane schildert er das Leben in Stockholm um die Jahrhundertwende, die Situation der Arbeiterklasse und die Verwandlung Stockholms von einer armen Kleinstadt in eine moderne Großstadt.

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Tag der 10.000 Ritter auf Glimmingehus – Mittelalterfestspiele in Österlen

Sechsundzwanzig Meter vom Grund bis zur höchsten Gabelspitze, bis zu zweieinhalb Meter dicke Mauern, tödliche Fallen und zahlreiche Geister- sowie Riesengeschichten – all dies beinhaltet ein Ausflug zur mittelalterlichen Burg Glimmingehus in der Nähe von Simrishamn in Österlen. Neben regelmäßigen Führungen durch die Burg auf Schwedisch und Englisch, teils sogar auf Deutsch, bieten die Veranstalter ein reiches Programm im Sommerhalbjahr an. Museumspädagogen, Historiker und Archäologen laden ein, das Mittelalter mit allen Sinnen zu entdecken.

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„Bluesmannens“ Musik für lange Strecken

"A long way from home..." Foto: Anders Johansson, Image Bank of Sweden

„Oh boy!“ Eine CD von Peps Persson ist für mich der Garant für gute Stimmung auf langen Fahrten – nicht nur durch Schweden! Die Mischung aus Reggae, Rhythm’n’Blues und Folk, meist versehen mit schwedischen Texten und vorgetragen in Peps‘ unverwechselbar breiten skånischen Akzent: Das ist so überraschend, mitunter lustig und abwechslungsreich, dass man die endlose Strecke glatt vergisst. Derart getragen von guter Musik wird die Autobahn dein Freund, und der Weg zum Ziel.

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Norrbotten – Sonnenbad und Nordlicht

Im hohen Norden Schwedens, zwischen Västerbotten im Süden und Finnland im Norden, den Weiten Lapplands im Westen und dem Bottnischen Meerbusen im Osten, liegt Norrbotten. Eine Region, die sich vom Westen zur Küste neigt, mit einem bis zu 40 Kilometer breiten Schärengürtel. Eine Region, in der die Temperaturen im Sommer weit über dreißig Grad liegen können, im Winter örtlich bis auf 40 Grad unter Null sinken. Eine Region, die im Sommer zu den sonnenreichsten Orten Schwedens zählt, durch die aber auch der Polarkreis verläuft – Sonnenbad und Nordlicht.

Aurora Borealis. Foto: gudi&cris / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Aurora Borealis. Foto: gudi&cris / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

 

Norrbotten und Norrbottens län: Wenn heute von Norrbotten die Rede ist, geht es meist um Norbottens län. Die nördlichste Provinz Schwedens macht rund ein Viertel der Fläche Schwedens aus und umfasst einen Teil Schwedisch Lapplands und die historische Provinz Norrbotten. Wobei „historisch“ zu relativieren ist. Norrbotten gehörte einst zum alten Västerbotten und wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts landskap, wie die historischen Provinzen im schwedischen bezeichnet werden.

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Jetzt wird Röde Orm ein Film

Franz G. Bengtsson veröffentlichte die zwei Abenteuerbücher Röde Orm(Rote Schlange)  in den Jahren 1941 und 1945. Die Bücher handelten von Wikingern, die im 10. Jahrhundert Plünderungen in Europa durchführten. Verfilmt wurde Röde Orm schon 1963 mit Richard Widmark und Sidney Poitier. Dieser Film hatte jedoch wenig Ähnlichkeit mit den Büchern. Hans Alfredson wollte viele Jahre nach der 1. Verfilmung eine Neuverfilmung durchführen. Er scheiterte jedoch an der Rechtevergabe, die die USA hatte. Jetzt hat Sony/Columbia die Rechte an die schwedische Firma Fladen Film abgegeben. Die Neuverfilmung ist 2013 geplant. Es sollen 2 Filme und eine Fernsehserie entstehen. Als Inspirationsquelle sollen die Filme „Braveheart“, „Gladiator“, „Flucht der Karibik“ und „Pulp Fiction“ dienen.Produzenten werden Patrik Rybom und Joakim Hansson sein. Es ist noch nicht sicher welche Schauspieler eingesetzt werden, wer der Regisseur ist, und das Manuskript ist auch noch nicht geschrieben. Die Schauspieler sollen im Alter von 30 bis 35 Jahre sein. Insgesamt sollen die Filme 200 bis 300 Millionen schwedische Kronen kosten.

 

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Kleinod in der Ostsee – Nationalpark Gotska Sandön

Nach rund drei Stunden erreicht das Schiff, von Fårö kommend, den kleinen Flecken in der Ostsee. Der erste Kontakt mit dem Eiland ist Sand: Es gibt hier keinen Hafen und so landen die Besucher direkt am Strand – dem Strand von Gotska Sandön. Fast ist es wie die Entdeckung einer neuen Welt. Eine abgelegene, karge Welt, von der es heißt, sie sei „seltsam schön“.

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

 

Gotska Sandön liegt zwar nur knapp 40 Kilometer nördlich von Fårö und 85 Kilometer vom schwedischen Festland entfernt, gilt aber als isolierteste Insel der Ostsee. Diese abgeschiedene Welt birgt einen einzigartigen Naturraum. Erkannt wurde das schon 1909 und Teile der 37 Quadratkilometer großen Insel zum Nationalpark erklärt. Mit den Erweiterungen 1963 und 1988 wuchs der Nationalpark Gotska Sandön auf rund 4.500 Hektar, davon sind 842 Hektar Wasserfläche.

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Das Fest der Krebse – Kräftskiva –

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, geht es großen und kleinen Schalentieren, den Krebsen, buchstäblich an den Kragen… Im August wird im Land der Mittsommernacht, in Schweden, „Kräftskiva“, gefeiert!

Traditionell werden Gärten, Terrassen oder Balkone mit zahlreichen bunten Lampions geschmückt, die letzten warmen Abende werden, um sich vom Sommer zu verabschieden,  im Freien genossen. Kräftskiva, ist ein sehr privates, familiäres Fest. Wer aber von einem Schweden dazu eingeladen wird ist ein gern gesehener Gast. Mit kleinen Papphütchen auf dem Kopf, einem Lätzchen um den Hals, geht es in feucht-fröhlicher Stimmung an das eigenhändige Abpulen der Schalentiere. Nach jeder Krebsrunde wird ein Liedchen angestimmt, denn der klare Schnaps (Nubben) genannt, lässt auch die eher zurückhaltenden Schweden, lockerer werden… – denn schließlich gehört zu jedem Krebs ein Schnäpschen!

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Drei Goldene Kronen auf blauem Feld

Stora riksvapnet und lilla riksvapnet: Neben Nationalhymne, gelb-blauer Flagge und den Drei Kronen zählen zwei Staatswappen zu den schwedischen Hoheitszeichen. 1908 befasste sich erstmals ein Gesetz mit der Definition und dem Schutz des schwedischen Staatswappens. Hier wurde auch die Unterscheidung zwischen kleinem und großem Staatswappen festgeschrieben. Ein Gesetz von 1982 bestätigt, dass Schweden zwei Wappen hat, eine große und eine kleine Ausführung. Ebenso sind Aussehen und Verwendung festgeschrieben.

Das kleine Staats- oder Reichswappen (lilla riksvapnet) zeigt einen blauen Schild mit drei gelben beziehungsweise goldenen offenen Kronen – die schwedischen Farben. Auf dem Schild sitzt eine königliche Krone. Diese steht für die Monarchie und den Staat gleichermaßen. Teilweise ist das Wappen von der Kette des Seraphinerordens umrahmt.

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Schloss Tullgarn

Tullgarns Slott Bild: wikipedia.org (CC BY 2.0)

In der Nähe von Trosa in Sörmland befindet sich das Tullgarn Schloss. Es zählt zu Schwedens populärsten königlichen Ausflugszielen. Knapp eine Stunde Autofahrt ist das Sommerschloss von Stockholm entfernt. Im neuklassizistischen Stil ist das königliche Schloss gebaut worden. Besonders wird das Schloss mit Gustaf V. und Victoria in Verbindung gebracht, die dort Ende des 19.  Jahrhundert, und Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Sommerresidenz hatten. Viele Zeitungen beschrieben Schloss Tullgarn von 1920-1940 als König Gustafs Schloss. Es ist jedoch erheblich älter. Schon im Mittelalter war es bekannt. Der 1. Schlossumbau wurde im 16. Jahrhundert durchgeführt. Dieses wurde durch den Graf Carl Sture gemacht. Das jetzige Schloss Tullgarn wurde in den 1720er Jahren gebaut und ist seit 1772 ein königliches Lustschloss gewesen. Gustaf V. übernahm 1881 Tullgarn und führte zusammen mit seiner Gemahlin Victoria große Veränderungen durch. Der Hauptbau wurde mehr wie eine moderne Sommerwohnung eingerichtet als ein königliches Lustschloss. in diesem wurde auch ein großer Frühstücksraum im Renaissance- Stil eingerichtet. Außerdem wurde in dieser Zeit ein Raucherraum eingerichtet.

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