Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid

AF_Backman_Fredrik__0127_Druck.jpg.40981556[1]Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ ist der zweite Bestseller des schwedischen Schriftstellers Fredrik Backman. Ursprünglich wollte der 1981 geborene Autor Religionswissenschaften studieren, nach dem abgebrochenen Studium machte er verschiedene Jobs, unter anderem Gabelstapelfahrer oder auch Restaurantaushilfskraft, bis ihn die Stockholmer Zeitung „Moore Magazine“ anstellte. Dort blieb er aber nicht lange angestellt und wurde freischaffend. In Schweden wurde er nun als Blogger für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften bekannt. Als er 2012 den Roman:“ En man som heter Ove“, übersetzt „Ein Mann namens Ove“ veröffentlichte und 2013 sogar zum erfolgreichsten schwedischen Autor gekürt wurde, erreichte er Landesgrenzen überschreitend Berühmtheit. Seit sein Roman 2014 auf der ganzen Welt und in 24 Sprachen veröffentlicht wurde, kennt man ihn auch bei uns zu Lande. Auch in Deutschland stand das Buch ganz oben auf den Bestsellerlisten. Backman lebt mit seiner Frau und 2 Kindern in Solna und auch mit seinem dritten Buch: “Britt-Marie war hier“ hat er den ersten Platz der Bestsellerlisten in Schweden schon erreicht und das Buch über Ove wurde verfilmt und startet dieses Frühjahr in den Kinos.

In Deutschland erschien „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ 2015 beim FISCHER Krüger Verlag. Die Originalausgabe“ Min mormor hälsar och säger förlat“, erschien 2013 im Verlag Forum, Stockholm.

„Alle Siebenjährigen haben Superhelden verdient und wer das anders sieht, ist ein bisschen blöd im Kopf“, sagt Oma.

Das Buch erzählt die Geschichte von Elsa und ihrer schrulligen Oma, die aber schon ziemlich am Anfang des Buches das Zeitliche segnet. Genau da geht die Geschichte aber erst richtig los. Die Siebenjährige muss oder darf sich auf eine Suche begeben, die ihr Leben zu einem richtigen Abenteuer macht. Der Roman führt den Leser in die Welt der Fantasie und lässt einen tief darin versinken.

Elsa ist 7 und Oma ist 77, das Alter spielt aber keine Rolle, wenn man beste Freunde ist. Oma ist einfach spitze, sie schläft mit Elsa im Kleiderschrank, unternimmt verbotene Ausflüge mit ihr, lehrt sie eine Geheimsprache und das Wichtigste, sie entführt Elsa im Land fast noch wach in das Märchenreich Miamas, wo auch Mädchen mit dem Schwert kämpfen dürfen und wohin sie sich jederzeit zurückziehen kann, wenn es mal wieder Ärger gibt. Und den gibt es öfters. Sei es mit Mama mit dem Halben im Bauch, oder in der Schule.

Elsa ist anders als die meisten Kinder. Sie ist schlauer, wissbegieriger, aufmüpfiger und was sie nicht weiß, schaut sie bei Wikipedia nach. Und wenn man so ist, lernt man, dass Wegrennen manchmal das Einzige ist, was noch hilft.

Auf jemanden kann sich Elsa aber immer verlassen, auf Ihre Oma, die immer zur Stelle ist, wenn sie sie braucht. Nicht wie Mama, die immer am Arbeiten ist oder Papa, der eine neue Familie hat.

Plötzlich aber ist alles anders. Oma lässt sie alleine auf dieser Welt und mit den Sätzen: „Versprich mir, dass du mich noch lieb hast wenn du erfährst, wer ich gewesen bin. Und versprich mir, auf das Schloss aufzupassen“, schickt sie diese auf die größte Suche Ihres Lebens in die wirkliche Welt. Im Auftrag von Oma verteilt sie Briefe begleitet mit dem Satz, der Oma sehr wichtig war. Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid. Elsa sieht, das nichts so ist wie es scheint und dass es für alles einen Grund und eine Geschichte dazu gibt. Sie lernt ihre Helden aus Miamas kennen und erlebt mit ihnen, was es heißt, anders zu sein und wie schön es sein kann nicht allein zu sein.backman[1]

Das Buch ist unglaublich rührend, einfühlsam, lustig und einfach herzerwärmend geschrieben. Durch die vielen überraschenden Wendungen ist es stets spannend und reißt einen mit. Ob himmelhochjauchzend oder todtraurig, beim Lesen durchlebt man sämtliche Gefühle die man fühlen kann. Es entführt einem in fremde Welten und lässt die Wirklichkeit mit der Fantasie verschmelzen. Die verschiedenen, ausgefallenen Charaktere der Personen lassen einem die Geschehnisse miterleben, als wäre man einer von ihnen. Man schlüpft direkt in die Figur Elsa herein und fühlt sich manchmal selber wie eine Siebenjährige auf der Suche nach den Antworten auf die vielen Fragen des Lebens.

Es ist ein Buch das zum Nachdenken anregt und das keine leichte Lektüre so für zwischendurch ist. Man sollte es mit viel Aufmerksamkeit lesen, um die Zusammenhänge nicht erst am Schluss selbst erklärend zu begreifen.

Für mich ist es eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Es ließ mich eintauchen in das Reich der Fantasie, ließ mich nachdenken über das Hier und Jetzt, bestärkte mich im Glauben das nicht alles so ist wie man glaubt und bestätigte mir, dass man nicht mit dem Strom schwimmen muss und ruhig etwas anders sein kann. Denn wenn viele anders sind ist anders sein doch gar nichts so schlecht. Und wie schon der kleine Prinz wusste: “ Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Ein wirklich tolles Buch das Euch wunderbare Lesemomente bescheren wird und Euch mitnimmt, auf eine Reise in die Wirklichkeit.

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Fredrik Backman: „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“

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