Nationalpark Kosterhavet – Schwedens artenreichste Wasserwelt

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Insel Ursholmen mit Leuchtturm im Nationalpark Kosterhavet. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

Insel Ursholmen mit Leuchtturm im Nationalpark Kosterhavet. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Die Koster-Inseln sind Schwedens westlichste bewohnte Inselgruppe, mitten im artenreichsten Meeresgebiet des Landes – dem Nationalpark Kosterhavet. Es sind die mehr als 6.000 Arten unter der Meeresoberfläche, kaum weniger sind es auf den Inseln und Schären, die das Gebiet so einzigartig machen und Schwedens ersten Meeres-Nationalpark entstehen ließen.

Nationalpark Nr. 29

Hundert Jahre nachdem der schwedische Reichstag die ersten Nationalparks gründete – es waren gleich neun auf einen Streich – wurde am 9. September 2009 Kosterhavet eingeweiht. Kosterhavet ist der 29. und bislang jüngste Nationalpark – und der einzige maritime.

Seeanemone in 87 m Tiefe. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

Seeanemone in 87 m Tiefe. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Wasserwelt bzw. die Unterwasserwelt um die Koster-Inseln ist einzigartig in dem an Gewässern und Küsten reichen Königreich. Dabei spielt in dem Gebiet die Fischerei von jeher eine gewichtige Rolle und in der Saison zieht es Tausende Besucher an die Küste im nördlichen Bohuslän. Im Vorfeld der Einrichtung des Nationalparks Kosterhavet galt es, die ökologischen wie ökonomischen Interessen unter einen Hut zu bringen. Überzeugungsarbeit war angesagt. Hier und da auch Kompromissbereitschaft. Zwar unterliegt der Fischfang heute strengen Regeln, bietet aber nach wie vor ein gutes Auskommen. Dem Tourismus ist ein Nationalpark auch nicht abträglich, will man „nachhaltige“ Urlauber anziehen, die das Portemonnaie für „intakte“ Natur etwas weiter öffnen.

Zum größten Teil unter der Wasseroberfläche

Kosterhavet zählt mit einer Fläche von rund 400 Quadratkilometern zu den größten Nationalparks in Schweden. Lediglich Sarek, Stora Sjöfället und Padjelanta in Lappland sind größer. Allerdings zeigt sich der Wert Kosterhavets hauptsächlich unter Wasser. Etwa 97 Prozent des Schutzgebiets liegen unter der Meeresoberfläche. An der kleinen Landfläche haben die Inseln Nord- und Sydkoster sowie Saltö Anteil. Der Park erstreckt sich an der Küste von Strömstad und Tanum. Im Norden grenzt er an den norwegischen Meeres-Nationalpark Ytre Hvaler. Zusammen bilden die Nationalparks ein Meeresschutzgebiet von über 700 Quadratkilometern und unermesslichen Artenreichtum.

Die Vielfalt vor der schwedischen Westküste ist dem Koster-Väderöfjord, oder Kostergraben, zu verdanken. Diese parallel zur Küste verlaufende Wasserrinne mit ihren bis zu über 200 Meter Tiefe birgt nah am Festland ozeanischen Lebensraum. Zudem erhält der Kostergraben über die Norwegische Rinne Anschluss an den Atlantik.

Die Tiefenrinne mit ihrem vergleichsweise kalten (5-7 Grad Celsius) und salzhaltigen (ca. 35 %) Gewässern lässt sonst küstenferne Arten gedeihen. Der Fjord ist Laichgebiet und Kinderstube für Fische und Schalentiere. Schutz und Lebensraum bietet hier ein Kaltwasser-Korallenriff – Schwedens einziges. Von den etwa 6.000 Tier- und Pflanzenarten, die in dem Meeresgebiet Kosterhavet ihr auskommen finden, sind etwa 200 einzigartig in ganz Schweden.

Ziegen auf Nordkoster. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

Ziegen auf Nordkoster. Foto: Geological Survey of Sweden SGU /flickr.com (CC BY 2.0)

Über dem Meeresspiegel, auf den Wind und Wellen ausgesetzten Inseln und Schären ist die Tier- und Pflanzenwelt nicht minder vielfältig. Brutplätze und Heimat für teils seltene Seevögel. Von Süd-Koster aus lässt sich vielleicht Schwedens größte Seehundpopulation erspähen.

Einblicke in die Unterwasserwelt

Im Lovén Center auf der Insel Tjärno können Besucher erste Einblicke in die Unterwasserwelt gewinnen – hautnah im Streichelaquarium. Etwas tiefer sind Einblicke bei einem Ausflug auf der M/S Sara mit ihren Unterwasserkameras.

Mitten hinein in den Nationalpark Kosterhavet in die einzigartige Landschaft der Koster-Inseln geht es per Schiff von Strömstad aus. Der alte Badeort liegt cirka 170 km nördlich von Göteborg. Mit den Verhaltensregeln vertraut gemacht, kann die Welt von Kosterhavet per Kajak, zu Fuß oder radelnd, tauchend oder segelnd entdeckt werden. Oder so …

Ein Film über die Meeresschutzgebiete Kosterhavet und Ytre Havaler

Weitere Informationen und Auskünfte zum und um den Nationalpark Kosterhavet herum bieten unter anderem http://www.kosterhavet.sehttp://www.naturvardsverket.se und http://www.vastsverige.com.

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  1. Helga Wehberg sagt:

    Fantastisch, hatte bisher keine Ahnung,
    möchte aber meinem Sohn empfehlen, eine Exkursion mit seinen Geologiestudenten
    dorthin zu beantragen.

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Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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