Musik

Musik in Schweden

ABBA – diese vier Buchstaben sind das Synonym für Musik aus Schweden. Seit Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid 1974 mit „Waterloo“ den europäischen Song Contest gewonnen haben, steht die Gruppe wie keine andere für Musik aus Schweden. Neben „Ace of Base“ sind ABBA die populärsten Musiker des Landes, die überall auf der Welt die Hitparaden gestürmt haben. Musiker wie Magnus Bäcklund oder die Sängerin Anna Bergendahl kennt in Europa so gut wie niemand, aber in Schweden genießen sie ein großes Ansehen. Schweden hat eine Menge Komponisten, deren Musik aber selten über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden ist. Zu den bekannten klassischen Komponisten in Schweden gehören unter anderem John Fernström und Oskar Lindberg, deren Musik noch heute gerne gespielt wird.

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Schweden und der Eurovision Song Contest

Alljährlich im Mai ist es soweit… Der Eurovision Song Contest (ESC), der früher auch Grand Prix genannt wurde, bietet vielfältigen Nationen, die einen Sänger/in oder eine Gruppe der übrigen Welt vorstellen möchten, die Möglichkeit zur Teilnahme am internationalen, musikalischen Wettstreit von Komponisten/Songschreibern… –

Bei der Punktvergabe dürfen neben den teilnehmenden Ländern auch Vertreter anderer Länder teilnehmen. Die Punktvergabe erfolgt über Televoting. Gewonnen hat am Ende der/die Künstler/in, die, wie sollte es anders sein, die meisten Punkte erreicht hat. Die Trophäe wird an den Komponisten des Liedes weitergereicht, der Künstler an sich geht leer aus… – ihm bleibt lediglich ein ab jetzt erhöhter Bekanntheitswert und eine ausbaufähige Karriere.

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„Bäst i Väst“: Rock und Riffs in Göteborg

Die Band Graveyard spielt bei "Metaltown" und als Vorgruppe zu "Iron Maiden". Bild: http://www.myspace.com/graveyardsongs

Göteborg rockt! Und das ist in diesem Sommer wörtlich zu nehmen. Nicht umsonst nennen schwedische Hardrock-Fans die Stadt gerne „Metaltown“ – nach dem gleichnamigen Festival (17./ 18. Juni) im Hafen. Doch in 2011 kommen noch weitere musikalische Schwergewichte an Schwedens Westküste, die die Herzen aller Metall-Fans höher schlagen lassen.

Da gibt sich etwa Iron Maiden die Ehre (1. Juli). Die Rock-Legenden von den britischen Inseln kehren nach Göteborg zurück – und spielen hier bereits zum dritten Mal. Zuletzt füllten sie 2008 das Ullevi-Stadion mit 60.132 Fans – die zu Klassikern wie „Fear of the dark“ oder „Children of the damned“ den Chor bildeten. Da kriegt selbst der hartgesottenste Rocker Gänsehaut!

Unter freiem Himmel spielen auch die „Big four“: Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax (3. Juli). Das Kombi-Konzert findet nur zwei Tage später statt, ebenfalls im Ullevi-Stadion, – und kaum einer fragt sich, wie der Stadion-Rasen das wohl verträgt.

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Roxette: Comeback mit Charme

Endlich wieder live: Roxette. Bild: jemimus

Es war ein Comeback wie aus dem Lehrbuch: Als Roxette Anfang des Jahres ihr neues Album „Charme School“ veröffentlichten, glaubten sie wahrscheinlich selbst am allerwenigsten daran, dass sie noch mal an ihre alten Charts-Erfolge anknüpfen könnten. Was vielleicht auch gar nicht ihr Ziel war. Denn den allergrößten Erfolg hatten sie bereits erreicht, indem sie dieses Album aufgenommen hatten und sich dann auf Welttournee begaben.

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Triakel – schwarz-süße Balladen aus Jämtland

Photo: Karin Alfredsson

Triakel, ein schwedisches Trio aus Jämtland ist zur Zeit auf Deutschlandtournee. Die Gruppe, Emma Härdelin (Geige und Gesang), Kjell-Erik Eriksson (Geige) und Janne Strömstedt (Harmonium) haben sich dem traditionellen Liedgut ihrer nordschwedischen Heimat Jämtland verschrieben, das sie mit großem Einfühlungsvermögen und Freude einem begeisterten Publikum in Bad Honnef präsentierten.

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Große Oper auf Drottningholm

Schloß Drottningholm, Bild: Alexis Daflos/ Kungl. Hovstaterna

Willkommen im 18. Jahrhundert und im „Versailles des Nordens“! Welche Kulisse könnte für klassische Opernaufführungen angemessener sein als das königliche Schloß „Drottningholm“ vor den Toren Stockholms? Mit „Don Giovanni“ in der zweiten Saison und jetzt zusätzlich „Cosi Fan Tutte“ zeigt „Drottningholms slottsteater“ diesen Sommer über Mozarts Meisterwerke. Der Ticketverkauf beginnt am 25. März.

Die "Porzellanküche" in Drottningholm, Bild: Åke E:son Lindman

Das Anwesen Drottningholm ist nicht nur zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden, sondern steht auch auf der Liste des New-York-Times-Bestsellers „1.000 places to see before you die“. Ein Stockholm-Aufenthalt ohne Ausflug zum Wohnsitz der königlichen Familie ist somit eigentlich Sünde. Zumal die alten Gemäuer ihren Reiz auch dadurch erhalten, dass König Carl Gustav und Königin Silvia aus den Fenstern des südlichen Flügels geradezu auf die Touristen schauen können. Und vielleicht lässt sich auch umgekehrt ein Blick erhaschen…

Das Barockschloss ist also für die Allgemeinheit geöffnet, selbst dann, wenn die Royals daheim sind. Im Sommer finden regelmäßig Führungen inner- und außerhalb des Schlosses statt; im Park kann man picknicken und die verschiedenen Pflanzenausstellungen bewundern. Im Dezember macht regelmäßig der Weihnachtsmarkt auf Drottningholm von sich reden.

Musikfreunde kommen nach Drottningholm wegen der aufthentischen Opernsinszenierungen im „slottsteater“. Mit dem Theater-Bus von Stockholm ist man in weniger als einer halben Stunde dort – und gleichzeitig zurück im 18. Jahrhundert. Holzbühne und Gestühl sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Authentische Kulissen, alle Aufbauten und die Bühnentechnik stammen noch aus der Zeit, als Königin Lovisa Ulrike ihrem Hofstaat hier musikalische Zerstreuung gönnte.

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Das täglich Abend-Brot fürs Fernsehvolk

Frustriert mit dem deutschen TV-Programm? Dann ist für Sie das Schweden-Fernsehen auch kein Trost. Zwar haben Krimi-Fans im staatlichen SVT und den unzähligen privaten und Pay-TV-Sendern öfter die Chance, einen Wallander oder Irene Huss zu sehen. Im Original. Aber dafür muss man auch überproportional viele amerikanische Comedy-Formate und schlecht übersetzte B-Movies hinnehmen. Ansonsten sind vor allem Doku-Soaps und Reportage-Serien das täglich „Abend-Brot“ für das Fernseh-Volk in Schweden. Und mehr denn je im Trend…

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Süße Weihnachtsstunden mit Carola

Schlagersängerin Carola - Wikimedia Commons

Weihnachten ist friedlich, kuschelig und besinnlich. Aber Weihnachten ist auch vor allem eines: Musik. Und weil wir alle so freudig und fröhlich sind, verzeihen wir da schon mal den einen oder anderen Ton, den wir sonst niemals ertragen könnten. Soll heißen: Vier Wochen im Jahr darf es gern auch mal kitschig (Mariah Carrey) oder ungeheuer nervig („Last Christmas“) werden.

Für den Schwedenfan haben wir in dieser Kategorie einen ganz besonderen Musiktipp. Gut, die alten Hasen werden (müssen!) sie wahrscheinlich kennen, aber wir wollen ihr heute trotzdem einen kleinen Artikel widmen: Carola.

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Indiepop-Band Junip – Debutalbum nach 10 Jahren

Foto: Jon Bergmann

Nur wenige hatten noch an dieses Album geglaubt. Nicht einmal die Musiker selbst waren sich sicher, ob es jemals erscheinen würde. Doch nun ist „Fields“ endlich auf dem Markt, das Debutalbum der schwedischen Band Junip.

Selten gab es wohl eine Band, die einen derart langen Anlauf für ihr Erstlingswerk genommen hat. Schließlich wurde Junip bereits im letzten Jahrhundert, genauer 1999, gegründet. Mit dabei Tobias Winterkorn (Keyboards), Elias Araya (Schlagzeug) und José González (Gesang und Gitarre) – eben jener José González, der 2005 mit „Heartbeats“ einen veritablen Hit landete. Der Song dürfte vielen noch aus einem Werbespot für Sony in guter Erinnerung sein.

Nicht zuletzt dem Solo-Erfolg von González mit seinen beiden Alben „Veneer“ (2003) und „In our nature“ (2007) ist es zuzuschreiben, dass die Arbeit an einem Junip-Album immer wieder verschoben wurde. Und zu einer Geschichte ohne Ende zu werden drohte.

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