Malmö Opera – Ein Meisterwerk

Malmö Opera

Malmö Opera mit dem Tragos-Brunnen von Nils Sjögren. Foto: Seier+Seier/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY 2.0)

Malmö Opera, die Oper von Malmö, bietet ein breit gefächertes Programm. Ob klassische Oper, Operette, Kammerkonzerte, Musical, Tanz oder zeitgenössisches Musiktheater. Fast täglich wird eine Veranstaltung geboten. Doch auch ohne Aufführung lohnt ein Besuch des Opernhauses von Malmö. Es gilt als Meisterwerk funktionalistischer Architektur und wartet mit einem der größten Konzertsäle Nordeuropas auf.

Die Malmö Opera nahm und nimmt eine hervorgehobene Stellung ein. Sowohl im Kulturbetrieb wie auch in der Architektur der Öresundmetropole.

Vom Stadttheater zur Malmö Opera

In zentraler Lage erschaffen, wurde das Bauwerk als Stadttheater Malmö eingeweiht. Sprechtheater, Oper, Operette, Ballett und Symphonieorchester waren unter einem Dach. In den frühen 1990er Jahren setzten Umstrukturierungsmaßnahmen ein. Es wurden eigene Gesellschaften für die verschiedenen Sparten gegründet. Beispielsweise wurden Sprechtheater und Ballett ausgelagert. Der Bereich Oper und Musiktheater firmierte zeitweilig unter Malmö Opera och Musikteater. Die heutige Malmö Opera.

Ob als Stadttheater oder Malmö Opera. Es sind Namen wie Ingmar Bergman, Max von Sydow, Bibi Andersson oder Birgit Nilson sind mit dem Haus ebenso verbunden wie Björn Ulvaeus und Benny Andersson, deren Musical Kristina från Duvemåla 1995 im Opernhaus von Malmö uraufgeführt wurde.

Nicht weniger klangvoll sind die Namen der Architekten und der an der Gestaltung beteiligten Künstler.

Theaterbau in Kriegsjahren

Fast drei Jahrzehnte nachdem die Frage eines Theaterneubaus aufgeworfen wurde, nahmen 1931 die Planungen ernste Züge an. In zwei Architekturwettbewerben setzten sich Sigurd Lewerentz, David Helldén und Erik Lallerstedt durch. Man ging Kompromisse ein und einigte sich zur Zusammenarbeit.

Als der endgültige Entwurf vorlag, brach der Zweite Weltkrieg aus. Der Bau wurde zunächst gestoppt. Zwei Jahre später, im März 1941, erfolgte dennoch der erste Spatenstich. Der Bau der heutigen Malmö Opera war eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Trotz der kriegsbedingten Probleme und Verzögerungen fand am 23. September 1944 die Einweihung des neuen Stadttheaters von Malmö statt.

Funktional und offen

Das Gesamtgebäude mit seinen klaren Formen vereint verschiedene kleinere Baukörper, die ihrem Zweck entsprechend aufgeteilt sind. Für Offenheit stehen die großen Fenster der Eingangsfassade und das imposante Foyer. Weitläufig, berühmt für seine Marmortreppe, geschmückt mit Kunstwerken von Carl Milles und Isaac Grünewald.

Volkstheater Malmö Opera

Für Offenheit beziehungsweise für die Idee ein Volkstheater, ein Haus, in dem sich jeder Willkommen fühlt zu sein, steht auch das Herzstück des Opernhauses. Der Opernsaal in Form eines geschlossenen Amphitheaters verzichtet auf die typischen Logen. Vielmehr sollten möglichst viele gleichwertige Plätze geschaffen werden. Mit möglichst gleichwertige Sicht auf die Bühne – für bis zu 1.511 Zuschauer.

Die Bühne wurde mit unter Zurateziehung des legendären Theaterregisseurs Max Reinhardt entworfen. Reinhardt empfahl eine Drehbühne. Mit ihren 600 m² Bühnenfläche eine der größten Europas.

Musiktheater der Zukunft

Seit 1994 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Zuletzt vor rund zehn Jahren auf Vordermann gebracht, vor allem in technischer Hinsicht bietet Malmö Opera heute ein Repertoire von klassischen Opern, Musicals, Themenkonzerten, Galaabenden, Gastspielen und klassischem Ballett zu Neuproduktionen schwedischer Opern und Musicals sowie modernem Tanztheater.

Es ist eines der Ziele mit Musiktheater in seiner ganzen Bandbreite und hoher Qualität ein breites Publikum zu erreichen und Musiktheater weiter zu entwickeln. So sollen sich Sänger, Dirigenten, Regisseure und Bühnenbildner entfalten können.

Für das Musiktheater der Zukunft hat Malmö Opera zudem ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche – Werke für sie und Werke mit ihnen.

 

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Schweden - ein Paradies für Landschaftsfotografen

Annette Weber

 

Im Norden Europas verändert sich das Spektrum der Sonnenstrahlen, bedingt durch den veränderten Lichteinfall. Das blaue Spektrum nimmt zu. Dieser veränderte Lichteinfall führt dazu, dass die Schatten länger werden und sich die Konturen der Motive dunkler und deutlicher abzeichnen. Eine perfekte Session für einen Landschaftsfotografen, denn die Landschaftsfotografie lebt vom Licht.  Da es in der Natur nicht künstlich erzeugt werden kann, muss man genau dieses Licht effektvoll einsetzen, das die Natur gerade bietet. Die Aufgabe des Fotografen besteht darin, den richtigen Moment zu erkennen,  in dem das Licht die Besonderheit der Landschaft hervorhebt.  Dann muss man nur noch abdrücken und das perfekte Landschaftsfoto ist im Kasten.

In Schweden treffen zwei gute Voraussetzungen für tolle Fotos aufeinander: Der Lichteinfall und das Landschaftsmotiv.

Schweden hat großartige, karge Landschaften, felsige Küsten, lange Sandstände, dunkle Wälder, tiefe Seen und weite weiße Schneelandschaften. Nicht immer scheint die Sonne, aber nach einem Regenschauer sind die Farben satter, und der Wolkenhimmel bietet oft interessante Konturen.

Großartige Motive entstehen auch durch Wasserspiegelungen. Das veränderte Farbspektrum des Lichteinfalls sorgt dafür, dass die kristallklaren Seen die Motive besonders scharf und deutlich reflektieren. Auf die Weise ist es möglich, Fotomotive zu finden,  die sich fast eins zu eins in einem See spiegeln. Fantastische Motive werden einem auf diese Art und Weise geboten.

Auch das Wetter bietet einem Naturfotografen unglaublich viele Möglichkeiten.  Unbelebte Gegenstände  bieten ganz neue Motive, die unter den Auswirkungen des Wetters in einer anderen Dramatik auf den Betrachter wirken. So kann man  eine Küstenlandschaft regenverhangen grau in grau in diffusem Licht wiedergeben,  es kann aber auch ein minimaler Nebelschleier die Szene in eine mystische Landschaft verwandeln.  Auch bizarre Wolkenbilder über einem Landschaftsmotiv sind ein Hingucker. Um die Faszination zu erhöhen, sollte man den Horizont niedrig wählen.

So passt in Schweden alles zusammen, was das Herz eines begeisterten Landschaftsfotografen höher schlagen lässt: ein abwechslungsreiches Farbenspiel durch den Wetterwechsel, ein besonderes Farbspektrum durch die nördliche Lage, eine fantastische und bizarre Landschaft und tolle Reflektionen durch die zahlreichen Gewässer.

 

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