Mälaren – drittgrößter See Schwedens

Mälaren Bild aus Wikipedia. Fotograf unbekannt

Mälaren
Bild aus Wikipedia. Fotograf unbekannt

Der in Mittelschweden gelegene See Mälaren, zu Deutsch auch Mälarsee, ist nach dem Vänern und Vättern der drittgrößte See Schwedens und ein beliebtes Erholungsgebiet für Schweden und Schwedenreisende.

 

Der See erstreckt sich östlich von Stockholm und ist umgeben von den Provinzen Västmanland, Uppland und Södermanland. Viele Schweden besitzen hier am Ufer des Mälaren ein Wochenendhaus. Neben den Schären gilt die Region als Naherholungsgebiet für die Bewohner der größeren und kleineren Städte rund um den See.

Am Mälaren liegen Städte wie Stockholm, Södertälje, Enköping oder Västerås, aber auch berühmte Sehenswürdigkeiten wie Schloss Gripsholm in Mariefred oder Schloss Drottningsholm. Aber es gibt hier auch noch viele unbewohnte Gebiete für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Viele Buchten, Inseln und Halbinseln verleihen der Region ihre Schönheit. Die größten Inseln im See heißen Selaön und Svartsjöland

 

Die Bezeichnung Mälaren leitet sich aus dem Wort mælir aus der altnordischen Sprache ab, und bedeutet übersetzt „grober Kies“.

Der Mälarsee hat eine Fläche von 1072 km² und damit nur ein Fünftel der Fläche des Vänern, trotzdem ist aber die Länge der Küstenlinie bei beiden annähernd gleich, da der Mälaren ziemlich verzweigt ist und viele Buchten aufweist. Von Ost nach West erstreckt er sich über ca. 120 km. Mehrere Wasserwerke rund um den See versorgen die Bewohner der Region mit Wasser. Über den Södertälje-Kanal und mehrere Schleusen ist er mit der Ostsee verbunden. Während der Wikingerzeit soll eine direkte Verbindung mit der Ostsee bestanden haben, d.h. der Mälaren war eine Bucht der Ostsee. Im 10. Jahrhundert erfolgte eine Landhebung und der Mälarsee wurde von der Ostsee getrennt.

 

Im Mälarsee kommen 33 verschiedene Fischarten vor. Somit ist er der artenreichste See Schwedens was Fische angeht. Aber auch viele Vogelarten sind hier beheimatet, wie z.B. die Fluss-Seeschwalbe, die Silbermöwe, die Lachmöwe, die Sturmmöwe, die Stockente, die Reiherente, die Kanadagans, die Schellente, der Flussuferläufer, die Heringsmöwe. Auch den Fischadler bekommt man hier häufig zu sehen.

Ebenso haben sich Biber in der Region angesiedelt, hier vor allem auf der Insel Kärsön.

 

Flusskrebse waren im See reichlich vorhanden, bis 1907 die Flusskrebspest ausbrach. Der Mälaren war von dieser Krankheit am stärksten betroffen. Wahrscheinlich wurde die Krankheit durch Bote eingeschleppt, die die Krebse auf dem See abtransportierten. So wurde der Flusskrebsbestand im Mälarsee in kurzer Zeit ausgerottet. Man hat daraufhin Signalkrebse eingeführt und im Mälarsee ausgesetzt, um so den Bestand an Krebsen für das traditionelle Krebsessen im Sommer zu sichern.

 

Der Mälaren mit seinen Inseln und Strandgebieten unterliegt in Schweden dem Riksintresse (Reichsinteresse). Dazu gehören in Schweden Gebiete, welchen man eine staatliche Bedeutung zugewiesen hat. Viele Naturschutzgebiete zählen hier dazu oder einfach auch natürliche Umgebungen. Das bedeutet, es gibt Einschränkungen was Baumaßnahmen am Mälaren betrifft. Die Natur- und Kulturlandschaft um den See soll weitgehend erhalten bleiben.

 

Die Schifffahrt auf dem Mälarsee war schon immer von Bedeutung, Schon in der Wikingerzeit wurden bedeutende Handelsplätze rund um den See gegründet, wie z.B. Helgö und Birkö. Im Mittelalter war Stockholm der wichtigste Handelsplatz des Mälaren und ganz Schwedens. Befördert wurden vor allem Kupfer und Eisenerz, aber auch Pelz und Fisch. Mit dem Beginn der industriellen Revolution wurde 1818 zum ersten Mal ein dampfbetriebenes Boot eingesetzt. Ab 1821 gab es dann einen regelmäßigen Dampfbootverkehr zwischen Stockholm und den Städten rund um den Mälaren. Heute sind auch viele Sightseeing-Boote für Besucher und Touristen unterwegs. So verkehrt z.B. ein Schiff zwischen Stockholm und Mariefred, wo sich Schloss Gripsholm befindet, oder vom Stockholm Stadshus zum Schloss Drottningholm.

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