Literatur

Maria Lang – Die schwedische Agatha Christie

Foto: www.norstedts.se

Beim Stichwort Schwedenkrimi fallen einem eine Menge Namen ein: Mankell, Nesser, Marklund, Edwardsson, Dahl, Persson, um nur einige zu nennen. Aber Maria Lang? Sie ist hierzulande eher unbekannt, obwohl sie als die schwedische Agatha Christie bezeichnet wird. Über vierzig Kriminalromane schrieb sie im Laufe ihres Lebens und gehört damit neben Stieg Trenter und  Maj Sjöwall und Per Wahlöö zu den Vorreitern der Mord-am-Fjord-Welle.

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Schwedischer Literaturpreis: Augustpris 2012

Die Preisträger: Göran Rosenberg, Ingrid Carlberg, Nina Ulmaja, Ulrika Nettelblad, Foto: Sören Andersson.

August Strindbergs Name stand Pate für den Preis, der gestern abend im Stockholmer Konzerthaus verliehen wurde. Seit 1989 ehrt die Schwedische Verlagsvereinigung jährlich die besten Neuerscheinungen auf dem schwedischen Buchmarkt Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: Belletristik, Sachbuch und Kinder- und Jugendliteratur.

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August Strindberg – Fröken Julie

Fröken Julie

Nun soll das Werk „Fröken Julie“ vorgestellt werden. Diese Tragödie wurde 1888 verfasst. Ein knappes Jahr später gab es die Uhraufführung in Kopenhagen. In der Rolle der Fräulein Julie schlüpfte Strindbergs Frau Siri von Essen. Es folgten weitere Aufführungen in Deutschland, Frankreich und 1906 dann auch in Schweden. Bis heute wurde dieses Stück einige Male verfilmt, so unter anderem 1999 von Mike Figgis.

Die Hauptpersonen dieser Tragödie sind die junge, hochadelige Fräulein Julie und ihren Diener Jean. Julie lebt von Gegensätzen. Sie genießt ihre hohe Position, dennoch will sie aber den gesellschaftlichen Pflichten nicht in allen Maßen nachkommen. Ihr ist langweilig und Julie will etwas Neues erleben. Weiterhin verabscheut sie die Männer, will aber auch ihrer Lust nachgeben. Jean, der dem niederen Adel entstammt, träumt von einem eigenen Hotel, Geld, Ruhm und Ansehen.

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Im Namen Alfred Nobels: Preisträger der Nobelpreise 2012 verkündet

Stifter des Nobelpreises Alfred Nobel (1833–1896) (Quelle: Wikipedia)

Mit dem Nobelpreis vergibt die Nobelakademie bzw. die Schwedische Reichsbank jährlich die höchste Auszeichnung in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Wirtschaft sowie für Friedensbemühungen. Schwedenstube stellt die diesjährigen Preisträger vor.

Der Nobelpreis für Physik geht an Serge Haroche aus Frankreich und David Wineland aus den USA „für bahnbrechende experimentelle Methoden, die das Messen und Manipulieren einzelner Quantensysteme ermöglichen“.

Der Nobelpreis für Chemie geht an die amerikanischen Forscher Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka „für ihre Studien an G-Protein gekoppelte Rezeptoren“.

Der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie geht an John B. Gurdon aus Großbritannien und Shinya Yamanaka aus Japan „für die Entdeckung, dass bereits ausdifferenzierte Zellen sich wieder zurück in wandlungsfähige Stammzellen umprogrammieren lassen“.

Der Literaturnobelpreis geht an den chinesischen Schriftsteller Mo Yan, „der mit halluzinatorischem Realismus Volksmärchen, Geschichte und Zeitgenössische Kunst verbindet”.

Der Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union „für mehr als sechs Jahrzehnte, in der sie zur Förderung des Friedens und der Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa beitrug“.

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedanken an Alfred Nobel geht zu gleichen Teilen an die beiden US-Ökonomen Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley „für die Theorie der stabilen Allokation und der Beschaffenheit von Märkten“.

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Kurt Tucholsky und das Schloss Gripsholm

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1931 wird Kurt Tucholsky von seinem Verleger angefleht, eine Liebesgeschichte zu schreiben. Er antwortete daraufhin ironisch „Eine Liebesgeschichte? Lieben Sie? Wer liebt denn heute noch?“

Dennoch verfasste er eine heiter-melancholische Sommergeschichte vor der Kulisse des Schlosses Gripsholm.

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Pär Lagerkvist – ein schwedischer Nobelpreisträger

Pär Lagerkvist Foto: nobelprize.org

1951 wird Lagerkvist der Literaturnobelpreis verliehen. Das Komitee ehrt damit seine außerordentlichen künstlerischen Fähigkeiten und seine Eigenständigkeit, mit denen er in seinen Werken die Antwort auf die ewigen Fragen des Menschen sucht.

Womit beschäftigte sich Lagerkvist nun eigentlich und was sind das für künstlerische Fähigkeiten?

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Bok och Bibliotek – die Göteborger Buchmesse

Fotograf: Adam Lundquist

Ende September zeigte sich Göteborg wieder von seiner literarischen Seite und war Treffpunkt für Literaturbegeisterte und die nordische Buchbranche. Vom 27. bis 30. September konnten die Besucher der größten Buchmesse im skandinavischen Raum auf rund 12.000 qm einen Überblick über aktuelle Neuerscheinungen bekommen.

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Johann August Strindberg

Johann August Strindberg wurde am 22. Januar 1849 in Stockholm als viertes Kind von Carl Oscar Strindberg und Ulrika Eleonora geboren. Seine Jugend gestaltete sich schwierig, besonders als seine Mutter 1862 verstarb und der Vater die 22-jährige Erzieherin der Kinder heiratete.

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Schwedische Skurrilität auf Finnisch – Mikael Niemi

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Aus Schweden kommen nicht nur hervorragende Kriminalromane, sondern auch einiges Skurriles. Eine Art Verschrobenheit oder auch nordische Melancholie. Mir begegnete sie schon öfters, aber zum ersten Mal im Film und auch Buch „Populärmusik aus Vittula“ des schwedischen Autors Mikael Niemi. Jener schrieb nach seinem Debüt einen weiteren Roman „Das Loch in der Schwarte“, sowie auch einen schon beinah typischen Kriminalroman mit dem rätselhaften Namen „Der Mann, der starb wie ein Lachs“.

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