Literatur

TV-Tipp: Mensch ohne Hund von Håkan Nesser

erschienen im btb-Verlag

Ich habe noch nie eine Verfilmung eines Håkan-Nesser-Buches gesehen und ich würde lügen, wenn ich sage, ich wäre ein Nesser-Fan. Aber „Mensch ohne Hund“ habe ich mir damals kurz nach Erscheinen tatsächlich gekauft – und habe mir danach geschworen, dass es nicht mein letzter Roman von ihm bleiben wird. Da dies der erste Band mit dem neuen Ermittler Inspektor Gunnar Barbarotti war, hatte ich überhaupt keine Probleme, mich einzufinden. Er hat nach all den „Van Veeteren-Roman“ praktisch wieder bei null angefangen. 

Zum Inhalt: Zwei Runde Geburtstage sind Grund genug, um eine Familie wieder zusammenzuführen. Und was für eine Familie das ist! Da haben wir den Vater, das Alphatier der Familie, unter den besonders die Mutter, seine Ehefrau leidet. Sie plant heimlich einen Mord.

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Für alle, die Stieg Larsson lieben

Foto: Mogens Engelund

Stieg Larsson hat nicht nur eine top Story geschrieben, er hat uns darin auch mit seinen Beschreibungen rund um die schwedische Alltagswelt eingelullt. Wir haben mit den Protagonisten Kaffee getrunken (zu jeder Zeit!), waren mit ihnen bei IKEA, haben uns Käsebrote gemacht oder sind mit ihnen raus aufs Land gefahren.

Ich persönlich fand diese Atmosphäre einzigartig.
Gute Krimis gibt es wie Sand am Meer. Aber Krimis, die ein ganzes Lebensgefühl vermitteln, die so „echt“ sind, dass sie sogar dazu animieren, sich während des Lesens selbst Kaffee und Brote zu holen, das habe ich nie woanders gefunden. Bis vor kurzem…

Nur durch Zufall habe ich ein Buch der schwedischen Autorin Liza Marklund in die Hand genommen und mich direkt fest gelesen.
Wie Stieg Larsson ist auch sie Journalistin, die sich an Krimis versucht hat. Sie hat lange als Reporterin, Nachrichtenchefin und Chefredakteurin für Zeitungen und Fernsehsender gearbeitet. Aber dann spürte sie den Drang, mehr zu schreiben; echte Geschichten in Romanen festzuhalten.

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Die Wahrheit über IKEA Teil II

Yero / Wikimedia Commons

Hier kommen Sie zum ersten Teil des Artikels

IKEA soll keinesfalls ein toleranter Arbeitgeber sein. Ethnische Minderheiten bekommen maximal in der Küche eine Chance. Wer wirklich hoch hinaus will, muss zwei Eigenschaften erfüllen: Er muss männlich und schwedisch sein. Wenn er dann auch noch aus Kamprads Heimatdorf Älmhult stammt, dann kann er es bis an die Spitze schaffen.
Denn der IKEA-Chef soll paranoid sein. Er misstraut alles und jedem, lässt seine Mitarbeiter sogar mit Stasi-Methoden bespitzeln.

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Die Wahrheit über IKEA Teil I

im August 2010 im Campus-Verlag erschienen

Wie in diesem Artikel beschrieben, hat sich das Ansehen von Ingvar Kamprad in den letzten Jahren gewandelt. Vom liebevollen alten Herren, der es mit seiner Bescheidenheit zum Ruhm schaffte, wurde er zum Ex-Nazi mit Alkoholproblem.

Als wäre das nicht schon genug, schrieb nun auch noch ein ehemaliger IKEA-Mitarbeiter ein Enthüllungsbuch mit dem Titel „Die Wahrheit über IKEA„. Letztes Jahr ist es in Schweden erschienen, seit August ist es auch auf Deutsch erhältlich. Und darin geht es nicht nur um kritische Stimmen, wie sie jedes erfolgreiche Unternehmen ertragen muss, es deckt auch angebliche kriminelle Aktivitäten auf.

Und der Autor, Johan Stenebo, muss es wissen. 20 Jahre war er beim Möbelhaus als Top-Manager beschäftigt und hat es zeitweise sogar geschafft, sich als Kamprads persönlicher Assistent hochzuarbeiten. Warum er das Unternehmen am Ende verlassen hat, erfährt man nicht im Detail, sondern nur so viel, dass es Streit gegeben hat und er Kamprads Söhne für absolut ungeeignet hielt.

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Im Namen der Gleichheit? Maria Svelands Bitterfotze

erschienen im KiWi-Verlag

Was da im letzten Jahr vom KiWi-Verlag veröffentlicht wurde, schickte ein Raunen durch die Buchhandlungen der Nation. Handelte es sich dabei um einen Charlotte-Roche-Verschnitt und zwar um einen noch vulgäreren? Die Sorge stellte sich schnell als unbegründet heraus. Denn „Bitterfotze“, der Debütroman der schwedischen Journalistin Maria Sveland, ist abgesehen vom Titel kein Skandal in der Bücherwelt, sondern vielmehr ein pseudofeministischer Abriss.

»Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt.«

… titelt die schwedische Espressen.
Eine Behauptung, die nicht nur sehr mutig ist, sondern natürlich auch neugierig auf das Buch macht.
Darin geht es um die junge Mutter Sara, bei der man eigentlich den Eindruck hat, dass es sich nicht um eine Romanfigur handelt, sondern um Maria Sveland selbst. Denn viel Handlung gibt es in diesem Buch nicht. Es besteht vielmehr aus dem Schimpftiraden auf die böse Männerwelt, entwickelt mit der Zeit jedoch tiefenpsychologische Züge und bietet am Ende die versöhnliche Einsicht.

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Inger Nilsson: Warum Pippi Langstrumpf ihr so viel Pech bescherte

Quelle: Wikimedia Commons

Was macht Inger Nilsson, die damalige Pippi Langstrumpf Darstellerin, eigentlich heute?
Hat sie in Schweden eine große Karriere als Schauspielerin gestartet oder ruht sie sich noch heute auf den Lorbeeren von damals aus?

Beides ist falsch. Nach den Filmen, die sie im Alter von 9-11 Jahren drehte, wurde es still um das Mädchen mit dem frechen Lächeln. Sie machte ihren Schulabschluss und begann dann eine Ausbildung als Sekretärin.
Ihren frühen Ruhm und den Spaß am Filme drehen hat sie jedoch nie vergessen, weshalb sie kurz darauf wieder zurück zur Schauspielerei kehrte. Leider konnte sie sich jedoch nicht als ernst zunehmende Künstlerin positionieren. Die Rolle als Kinderstar hat ihr Gesicht so berühmt gemacht, dass sie für alle nur immer die Pippi blieb – also spielte sie jahrelang auf den Theaterbühnen rund um Stockholm. Ein brotloser Job, bei dem es häufig Phasen von Arbeitslosigkeit gab. Um über die Runden zu kommen, musste Inger dann eine Stelle als Sekretärin in einer Stockholmer Privatklinik annehmen.

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Mit dem Pippilotta-Prinzip das Leben umkrempeln

Ab 8,95 Euro erhältlich im Goldmann- oder Campus-Verlag

Mach Dir die Welt, wie sie Dir gefällt – also in etwa so, wie Schwedens Exportstar Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf es vorgemacht hat. Was braucht man dazu? Eine große Portion Lebensfreude, den Mut, anders zu denken und auch mal frech zu sein, Kreativität, Freiheit, Unabhängigkeit und ganz viel Fantasie.
Aber wie genau setzt man das auch in seinem Alltag um? Wie schafft man es, sich von seinen negativen Gedanken und Ängsten zu befreien, um das Leben genauso unverkrampft anzugehen, wie Pippi?

Das haben die Autorinnen Christine Weiner und Carola Kupfer in ihrem Buch „Das Pippilotta-Prinzip“ festgehalten. Schritt für Schritt führen sie uns in die Welt von Astrid Lindgrens Kunstfigur und zeigen uns Möglichkeiten auf, wie wir gleichzeitig zurück in unsere alten Kindheitsträume schlüpfen können. Wer ist Pippi? Was hat uns so an ihr fasziniert? Warum ist die Faszination mit den Jahren in Vergessenheit geraten?
Amüsante Anekdoten und konkrete Anleitungen verführen dazu, sich einmal wieder ausgiebig Zeit für sich selbst zu nehmen und tief in sich zu gehen. Schluss mit dem gestressten und angepassten Leben! Jetzt ist es an der Zeit, den Alltag wieder genauso farbenfroh zu gestalten, wie die Villa Kunterbunt.

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