Literatur

„Kallocain“ – Die schwarze Utopie der schwedischen Autorin Karin Boye

"Kallocain. Roman från 2000-talet" erschien 1940 auf Schwedisch, 1947 erstmals in deutscher Übersetzung. (Foto: privat)

Am Ende sind auch die Gedanken nicht mehr frei: Der Staat wittert die Gefahr im Privatesten, das er mit Hilfe der Wissenschaften kontrollierbar und als Gedankenverbrechen justiziabel macht. Dass der Ausforschung des Delinquenten eine zu begründende Denunziation vorangehen soll, dient als bürokratische Hürde nur der Eindämmung des Bevölkerungsrückgangs durch die Zahl zu erwartender Todesstrafen: Der Verdacht wird zur Norm, der Verrat zur Pflicht. – Acht Jahre nach Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ (1932) und acht Jahre vor George Orwells „1984“ (1948) hat die schwedische Autorin Karin Boye (1900–1941) in dem utopischen Roman „Kallocain“ ihr Szenario totaler Vergesellschaftung entworfen – wohl auch mit besorgtem Blick auf Verhältnisse in Schweden während des 2. Weltkriegs.

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Snille och smak – die Schwedische Akademie

Die meisten verbinden mit der Schwedischen Akademie (Svenska Akademien) sicherlich jene Institution, die über die Vergabe des Literaturnobelpreises bestimmt. Die Aufgaben sind jedoch durchaus vielfältiger und beinhalten die Förderung der schwedischen Sprache und Literatur. Dazu gibt es verschiedene Arbeitsgruppen und Projekte innerhalb der Akademie.

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24./25. März: „Skandinavia“-Messe in Essen

Auf dem Weltkulturerbe der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen / Ruhrgebiet findet am 24. und 25. März die Nordeuropa-Messe „Skandinavia“ statt. Das Partnerland der diesjährigen „Skandinavia“ ist Schweden. Auf der Messe rund um die nordische Lebensart präsentieren über 60 Aussteller Reisen, Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Nordeuropa.

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Seit 6. Februar: Astrid-Lindgren-Ausstellung in Hamburg

Seit dem 6. Februar wird im Hamburger Schulmuseum die Ausstellung „Die Lebenswelt von Astrid Lindgren“ anlässlich des zehnten Todestag der schwedischen Autorin gezeigt. Diese Sammlung zeigt das Gesamtwerk der Autorin mit ihren Geschichten und Figuren in zahlreichen Exponaten und persönlichen Gegenständen.

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Abends aufbleiben für „Verdict Revised“

Montagabend ist mein Krimiabend. Nach „Inspector Barnaby“ muss ich mich noch mühsam um eine weitere Serienfolge wachhalten, denn um 23:25 Uhr schließlich läuft „Verdict Revised.“ „Die folgende Sendung ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet“ reißt mich die Stimme der Sprecherin aus meinem Dämmerschlaf. Na endlich.

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Buchrezension zu: „Désirée“ von Annemarie Selinko

Anfang des 19. Jahrhunderts steckt die schwedische Monarchie in einer Krise. Es gibt keinen Thronfolger und der amtierende König greift zu einer ungewöhnlichen Methode: Er adoptiert den französischen General Bernadotte. Dieser bringt idealerweise bereits eine Ehefrau und einen gesunden Jungen mit in die königliche Familie.

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Buchrezension zu: Zwei Damen auf Männerfang

Alma und Margit sind beste Freundinnen. Die beiden Nachbarinnen besuchen sich gegenseitig jeden Tag mindestens einmal, entweder um zum zweiten Frühstück in Margits Küche gemeinsam ihre Knäckebrote zu schmieren, oder um nach dem Abendessen in Alma´s Wohnzimmer vor dem Fernseher saure Drops zu lutschen und Let´s dance zu schauen. Die beiden hochbetagten Seniorinnen genießen ihr kleines und überschaubares Leben. Das ändert sich, als der Gemeinderat beschließt, ihre Häuser und Gärten zwangszuenteignen, um auf diesen Grundstücken eine Zufahrtsstraße zu einer geplanten Feriensiedlung zu bauen.

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Håkan Nesser stellt sein Werk „Die Perspektive des Gärtners vor“

Håkan Nesser zählt neben Henning Mankell zu den beliebtesten und erfolgreichsten schwedischen Bestsellerautoren. Im Frühjahr 2011 kam er nach München in den Gasteig zu einer Autorenlesung. Ich nehme an dem Abend teil, bin frühzeitig da und schaffe es mir den vordersten Sitzreihen einen Platz zu erobern. Der Raum, die sogenannte „Blackbox“ ist wie eine Art kleinerer Bühnenraum mit aufsteigenden Sitzreihen an drei Seiten aber komplett ohne Fenster. Da der Zuschauerraum bis auf den letzten Platz belegt ist, wird es mitunter ganz schön stickig. Zeitweilig wird mir deshalb ein bisschen schwindelig. Auf der kleinen Bühne, die mit Scheinwerfern bestrahlt ist und in der ersten Reihe sitzen die Moderatoren und Veranstalter des Abends und besprechen sich kurz noch. Einer von ihnen, ein großer, schlanker Mann in einem dunklen Rollkragenpulli, das ist Håkan Nesser.

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Erinnerungen an Astrid Lindgren in Stockholm

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 in Vimmerby geboren. Sie starb am 28. Januar 2002 in ihrer Wohnung, in Stockholm, Dalagatan 46. Seit ihrem 23. Lebensjahr lebte sie in Stockholm. Viele Geschichten, die sie geschrieben hat, spielen sich in der schwedischen Hauptstadt ab. Außerdem gibt es in Stockholm einige Gedenkstätten.

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