Lappland

Lappland – Schwedens Norden

Ganz im Norden von Schweden am Polarkreis liegt Lappland, das Land der Samen. Die Samen sind ein eigenständiges Volk, die in früheren Zeiten mit ihren riesigen Rentierherden durch Lappland gezogen sind. Durch ihre Musik, ihre eigene Sprache und vor allem auch durch ihre farbenprächtigen Kostüme halten sie bis heute an ihren Traditionen fest. Wer einmal dieses weite und einsame Land besucht hat, der wird von seiner einzigartigen Schönheit fasziniert sein. Im Sommer geht in Lappland die Sonne nicht mehr unter und es ist auch um Mitternacht noch taghell. Im Winter geht die Sonne nicht mehr auf und die Menschen müssen für lange Wochen mit der Dunkelheit leben. In Lappland steht übrigens das einzige Eishotel in Schweden, in dem man nur warm eingepackt schlafen kann.

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Ein Hotel aus Eis und Schnee

Die einen schütteln den Kopf bei dem Gedanken, hier übernachten zu müssen, und erklären dich ganz einfach für verrückt. Die anderen finden es spannend, interessant und ein spezielles Erlebnis, mal dort hin zu reisen.

Das Eishotel im schwedischen Jukkasjärvi, bei Kiruna in Lappland, ca. 200 km nördlich des Polarkreises, ist schon eine besondere Sache.

Ein Hotel, das jedes Jahr neu entsteht. Jedes Jahr im Herbst wird es aus ca. 4000 Tonnen Eis und ca. 30.000 Tonnen Schnee erneut aufgebaut, und im Frühjahr schmilzt es dahin. Einen kleinen Eindruck vom Eishotel kann man jedoch auch im Sommer bekommen. In einer Eishalle, dem Icehotel Art Center,  werden Inventar und Teile des Eishotels ausgestellt, wie z.B. die Eisbar, ein paar Eissessel oder die wunderschönen Kronleuchter aus Eis. Übrigens gibt es auch eine Eisbar in Stockholm, im Nordic Sea Hotel, aus dem gleichen Eis aus Jukkasjärvi wie das Eishotel. Hier kann man sich mal an das Erlebnis herantasten.

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Gestatten: Aurora, Aurora borealis

Foto: Tierras Polares

Nordlicht, Polarlicht, Aurora borealis – das Lichterphänomen, das die frostkalte Nacht jenseits des Polarkreises erhellt und für dessen Anblick jährlich Scharen von Touristen lange Anreisewege und Temperaturen jenseits der minus 20 in Kauf nehmen, hat viele Namen. Dabei ist es, ehrlich gesagt, kaum mehr als ein kosmisches Emissionsprodukt. Verursacher ist die Sonne, die elektrisch geladene Teilchen ins Alle schleudert: Sonnenwind. Krumm, wie das elektromagnetische Feld ist, das die Erde umgibt, werden die Teilchen abgelenkt, rutschen gleichsam horizontal an ihm entlang in Richtung der Pole, wo es dann steil nach unten und – schwupp! – rein in die Atmosphäre geht. Dort kollidieren sie mit ansässigen Luftmolekülen, die verständlicherweise verstimmt reagieren und vor lauter Ärger anfangen zu leuchten. Et voilá: Aurora borealis, respektive Aurora australis, denn das stille Himmelsfeuerwerk gibt es auch im Süden zu bestaunen, zumindest theoretisch, in der Praxis steht die Logistik im Weg. Der weltweit südlichste Festlandspunkt ist das argentinische Ushuaia und das liegt, projizierte man es an die Nordhalbkugel, in ungefähr derselben Höhe wie Belfast in Irland. Vom Land aus ist das Südlicht also nur schwer zu sehen, man muss sich aufs Schiff begeben. Wozu aber, wenn man es im Norden so einfach haben kann?

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Minus 40 – Ein Selbstversuch

Der Thermometerteil über der 0 dient der Zierde

Ich kann mich eine meine ersten minus 25 Grad erinnern. Es war im November letzten Jahres in Solberget, in der Nähe von Nattavaara auf halben Weg zwischen Gällivare und Jokkmokk, ca. 100 km nördlich des Polarkreises. Wie jeden Morgen galt mein erster Blick dem elektronischen Thermometer in der Küche: plus zehn drinnen, 30 Grad weniger draußen. „Wow!“, dachte ich, voller Angst, ob man diese Temperaturen überleben konnte, aber auch mit dem prickelnden Gefühl von Abenteuer und, ja: Stolz. Ich war die Erste! Niemand aus meinem Freundeskreis hatte je solche Temperaturen er- geschweige denn überlebt.

Mittlerweile entlockt mir minus 25 nicht einmal mehr ein müdes Lächeln. Längst hat das Thermometer vor meiner Haustür jenen Rubikon über- bzw. unterschritten, seit drei Tagen rangiert es auf dem untersten überhaupt möglichen Skalenpunkt: minus 40.

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Lapplandwinter – Eine Ode ans Licht

Morgenstimmung in Övertorneå; Foto: Henrik Jonsson

Morgenstimmung in Övertorneå; Foto: Henrik Jonsson

„Im Winter nach Lappland? Bist du verrückt?!?“ – die einstimmige Reaktion meiner Freunde, als ich verkündete, für unbekannte Zeit in den Norden Schwedens zu gehen. Die meisten Mitteleuropäer können die Bedenken meiner Freunde sicher nachvollziehen. Die Gegend oberhalb des Polarkreises versinkt im Winter in eine sechs Monate dauernde Düsternis, welche die dort lebenden Menschen nur mit beachtlichen Mengen Alkohol ertragen können. Das ist bekannt. Oder? Nun, ich bin seit November letzten Jahres hier und wenn es eins am lappländischen Winter gibt, das ich zu lieben gelernt habe, dann: das Licht.

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