Komvux – Wenn Erwachsene die Schulbank drücken

komvux
Eine Bekannte, ausgebildete Grafik-Designerin, kam mit 30 Jahren auf die Idee, Zahnmedizin zu studieren. Um zum Studium zugelassen zu werden, fehlten ihr jedoch die entsprechenden Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern. Da sie als Jugendliche eher künstlerisch interessiert war, hatte sie sich trotz Potenzial da nicht besonders angestrengt. In vielen Ländern hätte mit dem eher mittelmäßigen Abitur kein Weg zum Traumberuf geführt. Nicht so in Schweden. Hier gibt es Komvux.

Komvux steht für kommunal vuxenutbildning, also kommunale Erwachsenenbildung. Komvux-Kurse werden von jeder Gemeinde angeboten, der Inhalt der Kurse entspricht den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen. Das Besondere an Komvux ist, dass man hier nicht den kompletten Schulabschluss nachmachen muss, sondern sich für einzelne Fächer anmelden kann. Wer in Mathe durchgefallen ist, hat hier die Möglichkeit, die entsprechenden Mathekurse zu belegen und so seinen Abschluss zu „vervollständigen“.

Die Kurse sind kostenlos, nur das Unterrichtsmaterial muss von den Teilnehmern bezahlt werden. Regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt. Bis vor einigen Jahren war es sogar möglich, nicht nur Kurse, in denen man durchgefallen war, zu wiederholen, sondern auch in bestandenen Fächern Kurse zu belegen, seine Noten und damit seinen Schnitt zu verbessern. Diese Möglichkeit gibt es nun in vielen Gemeinden nicht mehr. Nach wie vor ist es jedoch möglich, sich auf eigene Faust vorzubereiten, gegen eine geringe Gebühr an den schriftlichen und mündlichen Prüfungen teilzunehmen und so die Noten und den Durchschnitt zu verbessern.

Als Ausländer kann man unter bestimmten Voraussetzungen an den Kursen teilnehmen und durch das Bestehen der Prüfung die in einigen Berufen geforderten Sprachkenntnisse auf Abiturniveau nachweisen.

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung bestand meine Bekannte die Prüfungen in den naturwissenschaftlichen Fächern, erhielt einen Studienplatz in Zahnmedizin und ist inzwischen fast mit ihrem Studium fertig.

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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