Kloster Alvastra

Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Der Glanz von Alvastra lässt sich nur noch erahnen. Von dem einst mächtigen Kloster am Ostufer des Vättern sind lediglich Ruinen erhalten und das Wissen um die frühere Bedeutung. Fast 400 Jahre blühte eines der ersten Klöster des Landes und beeinflusste die Kultur des mittelalterlichen Schwedens.

In der historischen Provinz Östergötland, im Westen der Gemeinde Ödeshög, rund 25 Kilometer südlich von Vadstena sind die Überreste vom Kloster Alvastra zu finden. Es war die erste Gründung des Zisterzienserordens in Schweden und neben Nydala in Småland eine der ersten Klostergründungen überhaupt – in dem bislang wenig christianisiertem Land.

Von Clairvaux nach Östergötland

Im Jahr 1134 gründeten französische Mönche des Zisterzienserordens das Kloster Alvastra, als „Tochterunternehmen“ der Abtei von Clairvaux in Frankreich. Gesandt von Abt Bernhard, unter Vermittlung von Eskil, dem Erzbischof von Lund und mit Unterstützung von Ulfhild, der Gemahlin von König Sverker des Älteren ließen sich die Mönche am Vättern nieder. In ihrem Gepäck nicht nur der Glaube, sondern auch fortschrittliche Verwaltung, Technik und Architektur.

In den frühen Tagen bestand Alvastra aus Holz. Sobald Leben und Arbeiten geordnet waren, wurden die Holzgebäude von Kalkstein ersetzt – im gotischen Stil. Dabei folgte die Anlage von Alvastra im Grundriss, der Einfachheit und Rationalität der Gebäude dem Vorbild des Mutterklosters von Clairvaux.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Kloster zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum, zum größten kirchlichen Grundbesitzer des damaligen Schwedens und gründete seinerseits Tochterklöster – Varnhem, Julita und Gudsberga.

Birgitta in Alvastra

In der Klosteranlage Alvastra fanden die Könige der Sverker-Dynastie ihre letzte Ruhe: Sverker der Ältere, der 1156 in der Nähe ermordet wurde – nicht nur das Christentum auch die Monarchie war noch schwach zu jener Zeit, Sverker der Jüngere und Johan Sverkersson. Auch Ulf Gudmarsson erhielt in Alvastra die letzte Ehre. Gudmarsson war der Mann der  Birgitta Birgersdotter. Nach dem Tod ihres Gemahls 1344 ging die seit 1391 als Heilige verehrte Birgitta selbst in das Kloster. Hier soll sie die Visionen einer eigenen Klosterrichtlinie und Klostergründung empfangen haben. 1370 in Vadstena in die Tat umgesetzt.

Reformation und Niedergang

Fast vier Jahrhunderte war Alvastra geistiges, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Bis zur Reformation. In deren Folge wurde das Eigentum der Zisterziensergründung von der Krone eingezogen und das Kloster schließlich 1529 aufgelöst. Von der dänischen Streitmacht 1567 stark beschädigt, verkam die Abtei zum Steinbruch.

Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts erste archäologische Arbeiten stattfanden, kam es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu umfangreichen Ausgrabungen. Restauriert und geschützt sind die Überreste der ehrwürdigen Mauern von Kloster Alvastra heute ein Ziel des Klosterleden.

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