Holmön – Schwedens sonnigste Insel

Holmön Vegetation

Vegetation am Ufer von Holmön. Foto: Mikael Lindmark /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 2.5)

Gotland oder Öland. Falsch. Holmön heißt Schwedens sonnigste Insel. Doch nicht nur für seinen Sonnenreichtum ist das Eiland bekannt: Holmön ist Tor und Zentrum der Holmöarna, einer abwechslungs- und artenreichen Inselwelt im Bottnischen Meerbusen. Zur Natur kommt Kultur. So findet alljährlich das Visfestival auf Holmön statt. In diesem Jahr feiert das renommierte Song Festival seinen 20. Geburtstag – mit einem Sonderkonzert in der Kulturhauptstadt Umeå.

Holmön und Umeå trennen rund 30 km. Eine 45-minütige Seereise von Norrfjärden, nördlich der Kulturhauptstadt 2014, bis Byviken. Dem Fähr- und Jachthafen auf Holmön. Ausgangspunkt für Erkundungen der Inselwelt Holmöarna vor der Küste von Västerbotten.

Naturschutzgebiet Holmöarna

Über eine Länge von 26 km erstrecken sich die Holmöarna. Von Trappudden im Norden von Holmön über Ängesön, Grossgrunden bis Holmögadd im Süden. Auf Holmögadd wurde nicht nur das erste Leuchtfeuer dieser Seeregion eingerichtet. Noch heute wird vom Leuchtturm aus der Seewetterbericht gesendet. Und es ist die Wetterstation auf dieser südlichsten Insel der Holmöarna auf die sich „Schwedens sonnigste Insel“ beruft. In den vergangenen 150 Jahren wurde eine ungewöhnlich hohe Zahl von Sonnenstunden gemessen.

Von Holmögadd scheint Finnland zum Greifen nah. Der Archipel liegt an der schmalsten Stelle des Bottnischen Meerbusens, dem Kvarken – zwischen schwedischem und finnischem Festland liegen gerade mal 80 km. Eine Region in der Ostsee, die ihr Antlitz – wie die Höga kusten – durch die postglaziale Landhebung stetig verändert.

Die Landhebung ist es auch, die den Inseln der Holmöarna ganz unterschiedliche Charaktere gibt – Fichten- und Laubwald, Moore, Geröllfelder, Steppenheiden, Landzungen und Buchten, Seen und Meer. Lebensraum und Zuggebiet für Vögel. Seit 1980 ein geschütztes Gebiet. Nahezu die komplette Schärenwelt der Holmöarna ist Naturschutzgebiet.

Holmön ist die Hauptinsel der Holmöarna

Berguddens_fyrplats

An der Westküste von Holmön: Berguddens fyrplats. Foto: Jopparn /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Ein Teil der Vogelwelt aus über 280 Arten lässt sich von Bergudden, einem Fels mit Leuchtturm im Westen von Holmön beobachten. Nördlich des Kaps liegt mit Kammen das größte Geröllfeld der Insel. Geröllfelder zeigen sich auch ganz im Norden der Insel. Dazu die Klippen von Trappudden. Die Ebenen dominieren Fichten, dazwischen Seen, die einmal Ostsee waren. Aber auch dem Moor abgewonnenes Kulturland zeichnet die Insel aus.

Zum Teil werden die landwirtschaftlichen Flächen von den Bewohnern der Insel heute noch genutzt. Derzeit leben etwa 75 Menschen auf Holmön. Viele von ihnen auf einem der etwa 20 Gehöfte von Holmö. Das Dorf mit Kirche, Schule, Lebensmittelladen und Bibliotheksservice und Feuerwache ist das Zentrum der Inselgruppe. Es zieht sich in lockerer Bebauung entlang des Wegs von der Bucht von Byviken, an der  Hafen, Badestelle, Restaurant und Touristeninformation liegen, gen Süden nach Angesön.

Holmön ist die erschlossenste Insel der Holmöarna, zwar nicht die größte, aber doch die Hauptinsel.

Im Sommer steigt die Bevölkerungszahl gut auf das zehnfache. Besucher können die Insel am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Oder mit dem Kajak von See aus. Eine weitere Möglichkeit des Perspektivwechsels ist die Fahrt mit der Kopie einer Schaluppe nach Stora Fjäderägg.

Die kleine Insel nordöstlich von Holmön birgt die Vogelwarte, einen weiteren Leuchtturm, der von Gefahren für die Schifffahrt zeugt, und eine Jugendherberge im Leuchtturmwärterhaus.

Wie gefährlich die See rund um die Holmöarna sein kann und welche Rolle die Schaluppe, Boote und Schiffe allgemein für das Leben auf dem Archipel spielen erzählt das Bootsmuseum auf Holmön. Es ist gleich beim Hafen von Byviken.

Visfestival auf Holmön

Vom Leben auf Holmön können auch Lieder, vor allem Balladen berichten, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden. Die lange Tradition der Volksmusik ist der Boden und findet Fortführung im Holmön Visfestival. Seit der Premiere 1994 hat sich das Sängerfest zu einem festen Bestandteil im Inselsommer und kulturellen Leben der Region entwickelt. Es gilt als eines der vielseitigsten und bedeutendsten Festivals seiner Art in Skandinavien.

Anlässlich des Jubiläums im Kulturhauptstadtjahr 2014 macht das Visfestival für ein Sonderkonzert einen Ausflug ins Zentrum von Umeå. Die 20. Auflage der Musikveranstaltung findet wie gewohnt am letzten Juliwochenende auf Holmön statt.

Alles weitere zu Schwedens sonnigster Insel unter www.visitholmon.se und www.visitumea.se.

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