Hjorth und Rosenfeldt – zwei Drehbuchautoren auf Erfolgskurs

Hjorth und Rosenfeldt (Quelle: aftonbladet.se)

Hjorth und Rosenfeldt
(Quelle: aftonbladet.se)

Hans Rosenfeldt und Michael Hjorth, eigentlich zwei Drehbuchautoren aus Schweden, haben die Figur des Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann geschaffen – wer von dem Schriftstellerduo noch nichts gehört hat, sollte dies schnell ändern.

Beginnen wir mit Michael Hjorth, in Schweden war er schon sehr erfolgreich als Regisseur und Drehbuchautor. Nicht nur mit Hans Rosenfeldt arbeitet er zusammen, auch als Filmproduzent ist er im Kollektiv tätig und hat zusammen mit zwei Freunden die Agentur „Tre Vänner“ gegründet. Dass er bei seiner Arbeit auch auf Hans Rosenfeldt traf, ist für alle Fans von schwedischen Kriminalromanen ein Gewinn.

Rosenfeldt begann seine Karriere als Schauspieler und Moderator, er ist sowohl in der Radio-, also auch TV-Branche tätig und mittlerweile auch als Programmleiter. Als Drehbuchautor hat er bereits verschiedene schwedische Serien erschaffen, so auch die auch in Deutschland ausgestrahlte Krimiserie „Bron“ („Die Brücke“). Außerdem war er verantwortlich für den letzte Wallander-Fall, der mit dem Schauspieler Rolf Lassgård abgedreht wurde. Zum Glück, kann man da nur sagen – denn durch diesen entstand die Figur des Sebastian Bergmann.

Die Rechte des Wallanderstoffs wurden an eine neue Produktionsfirma vergeben, die den Kommissar mit einem neuen Schauspieler besetzen wollte. Hjorth und Rosenfeldt waren allerdings von Lassgård als Schauspieler begeistert und wollten für ihn eine neue Figur, eine neue Serie schaffen. So begannen sie ein Drehbuch nach dem anderen über den unfreundlichen, unsozialen, arroganten Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann zu schreiben. In Zusammenarbeit mit Lassgård selbst entstand eine Figur, die dem Leser mehr als unsympathisch erscheint, den man regelrecht verachtet.

Als die Drehbücher fertig waren, zeigten die schwedischen TV-Produktionsfirmen vorerst kein Interesse an der Verfilmung der Serie. Aus diesem Grund wurde aus dem Drehbuchautoren-Duo ein Schriftsteller-Duo und sie schrieben ihre Drehbücher um in Kriminalromane, die jetzt sicher nicht nur mein Buchregal füllen. 2010 begann die Reihe mit „Det Fördolda“ (Der Mann, der kann Mörder war), darauf folgte 2011 „Lärjungen“ (Die Frauen, die er kannte) und 2012 „Fjällgraven“ (Die Toten, die niemand vermisst). Erst Ende letzten Jahres kam dann das vierte Buch auf den Markt „Den stumma flickan“ (Das Mädchen, das verstummte).

Jeder der schwedische Krimis liebt, sollte sich an diese Bücher begeben – ich habe sie regelrecht verschlungen. Hjorth und Rosenfeldt schaffen es durch immer wieder wechselnde Perspektiven den Leser mitzunehmen in die Mordfälle, ihn aber gleichzeitig bis zum Schluss auf die Folter zu spannen. Ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf das nächste Buch!

Übrigens wurde die Serie mit Sebastian Bergmann in Schweden nun doch gedreht, wobei ich froh bin, dass Hjorth & Rosenfeldt sich als Schriftsteller-Duo gefunden haben!

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Schweden - ein Paradies für Landschaftsfotografen

Annette Weber

 

Im Norden Europas verändert sich das Spektrum der Sonnenstrahlen, bedingt durch den veränderten Lichteinfall. Das blaue Spektrum nimmt zu. Dieser veränderte Lichteinfall führt dazu, dass die Schatten länger werden und sich die Konturen der Motive dunkler und deutlicher abzeichnen. Eine perfekte Session für einen Landschaftsfotografen, denn die Landschaftsfotografie lebt vom Licht.  Da es in der Natur nicht künstlich erzeugt werden kann, muss man genau dieses Licht effektvoll einsetzen, das die Natur gerade bietet. Die Aufgabe des Fotografen besteht darin, den richtigen Moment zu erkennen,  in dem das Licht die Besonderheit der Landschaft hervorhebt.  Dann muss man nur noch abdrücken und das perfekte Landschaftsfoto ist im Kasten.

In Schweden treffen zwei gute Voraussetzungen für tolle Fotos aufeinander: Der Lichteinfall und das Landschaftsmotiv.

Schweden hat großartige, karge Landschaften, felsige Küsten, lange Sandstände, dunkle Wälder, tiefe Seen und weite weiße Schneelandschaften. Nicht immer scheint die Sonne, aber nach einem Regenschauer sind die Farben satter, und der Wolkenhimmel bietet oft interessante Konturen.

Großartige Motive entstehen auch durch Wasserspiegelungen. Das veränderte Farbspektrum des Lichteinfalls sorgt dafür, dass die kristallklaren Seen die Motive besonders scharf und deutlich reflektieren. Auf die Weise ist es möglich, Fotomotive zu finden,  die sich fast eins zu eins in einem See spiegeln. Fantastische Motive werden einem auf diese Art und Weise geboten.

Auch das Wetter bietet einem Naturfotografen unglaublich viele Möglichkeiten.  Unbelebte Gegenstände  bieten ganz neue Motive, die unter den Auswirkungen des Wetters in einer anderen Dramatik auf den Betrachter wirken. So kann man  eine Küstenlandschaft regenverhangen grau in grau in diffusem Licht wiedergeben,  es kann aber auch ein minimaler Nebelschleier die Szene in eine mystische Landschaft verwandeln.  Auch bizarre Wolkenbilder über einem Landschaftsmotiv sind ein Hingucker. Um die Faszination zu erhöhen, sollte man den Horizont niedrig wählen.

So passt in Schweden alles zusammen, was das Herz eines begeisterten Landschaftsfotografen höher schlagen lässt: ein abwechslungsreiches Farbenspiel durch den Wetterwechsel, ein besonderes Farbspektrum durch die nördliche Lage, eine fantastische und bizarre Landschaft und tolle Reflektionen durch die zahlreichen Gewässer.

 

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