Historisches

25 Jahre Mord an Olof Palme: Teil III – Schwedens ewiges Trauma

Olof Palme im Jahr 1968. Foto: Sten-Åke Stenberg

Im Oktober 1988 sollte wieder Bewegung in die Fahndung kommen, als sich ein neuer Hauptverdächtiger herausschälte: Christer Pettersson. Der Kleinkriminelle passte nicht nur äußerlich zu der Beschreibung des Täters, er wies auch einen auffälligen Gang auf. Vor allem aber wurde er von Lisbet Palme identifiziert.

Pettersson wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Nur um in zweiter Instanz wieder frei gesprochen zu werden. Lisbet Palme hatte einen Tipp bekommen, wen sie zu identifizieren hatte. Außerdem fehlte die Mordwaffe und nicht zuletzt ein einleuchtendes Motiv.

Nur eine weitere Ermittlungspanne?

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25 Jahre Mord an Olof Palme: Teil II – Die Suche nach dem Täter

Das Aftonblad am 1. März 1986. Foto: Henrik Brameus

Am 1. März 1986 um 0:06 Uhr wird Olof Palme im Sabbatsbergs Krankenhaus für tot erklärt. Währenddessen lässt die Polizei wertvolle Zeit ungenutzt verstreichen. So dauert es über zwei Stunden, bis das Areal endlich abgesperrt wird, um Spuren zu sichern. Die Kugeln werden dabei nicht gefunden. Erst einige Tage später werden sie zufällig von Passanten entdeckt – jedoch an einer Stelle, die äußerst unwahrscheinlich für den Flugverlauf ist. Wurden sie dort platziert? Die Blei-Isotopenuntersuchung ergibt, dass es tatsächlich die Kugeln sind, die auf Palme abgeschossen wurden. Doch wie konnte man diese bei der Tatortuntersuchung übersehen?

Es sind nicht nur Pannen und Schlampereien, die die Aufklärungsarbeit immer wieder verzögern. Noch schwerwiegender sind die Fehler, die auf höchster Ebene in der Ermittlungsleitung begangen werden: Scheinbar bewusste Fehlentscheidungen, gezielte Desinformation, Kompetenzgerangel und krampfhaftes Festhalten an längst überholten Theorien. Ein Mann spielte dabei eine entscheidende Rolle: Hans Holmér.

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25 Jahre Mord an Olof Palme: Teil I – Protokoll der Tat

Es ist eines der großen ungeklärten Rätsel unserer Zeit. Nun jährt sich das Attentat auf Olof Palme zum 25. Mal.

Olof Palme war von 1969–1976 und 1982–1986 schwedischer Ministerpräsident. Foto: wikipedia-user oiving

Die zwei Schüsse, die am Abend des 28. Februar auf dem Sveavägen in Stockholm fielen, markieren eine Zeitenwende in der neueren schwedischen Geschichte. Denn getroffen wurde damals nicht nur der amtierende Ministerpräsident, sondern auch die schwedische Seele. Bis heute hat sich Schweden nicht von diesem Trauma befreit. Wie auch, wenn weiterhin die zentrale Frage offen bleibt: Wer war der Mörder?

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Haga – Göteborgs erste Vorstadt

Historisches aus Göteborg. Bild: Katja Singer

In Göteborg braucht man nicht bei Adam und Eva anzufangen – die eigentliche Stadthistorie ist kurz: Erst im Jahre 1621 von Gustav II. Adolf gegründet, ist die Kernstadt Göteborgs sprichwörtlich Neuland. Sinn und Zweck der Stadtgründung war vor allem die Verteidigung – gegen die damaligen „Großmächte“ – Dänemark und Norwegen. Da diese sich vehement und ständig gerade um dieses Stück von Schweden zankten, war es nie wirklich als ständiger Wohnsitz attraktiv. Und nur deshalb baute man Göteborg wie ein Bollwerk auf – mit ausgezackten Wallgräben, hohen Mauern und einer aufstrebenden Bebauung im Kern. Die Festungsstadt Gustaf Adolfs gab der Bevölkerung leidlich Schutz vor den immer wiederkehrenden, ermüdenden und blutigen Angriffen. Erst nach dem Frieden von Roskilde 1653 fand die neue Stadt ein wenig mehr Ruhe, um sich weiter zu entwickeln. Mit Hilfe holländischer Baumeister, die sich aufs Trockenlegen verstanden und die zudem hübsche Fassaden schufen.

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Carl von Linné – „Mister Flowerpower“

Carl von Linné um 1739.

Was den Franzosen ein Jean-Jacques Rousseau oder ein Denis Diderot, ist den Schweden „ihr“ Carl von Linné. Die Zeit der Aufklärung hat eben auch im Norden besondere Entdeckungen und moderne Sichtweisen mit sich gebracht. Linné war Naturforscher und Professor der Universität Uppsala, und er baute im frühen 18. Jahrhundert fleißig mit am Fundament der modernen Naturwissenschaften. Somit ragte der Adelsmann aus Småland weit heraus aus einer Gesellschaft, die vieles noch als „gottgegeben“ ansah.

Carl von Linné war zum Beispiel der Erste, der Pflanzen und Tiere systemisch in Kategorien einteilte. Seine „binominale Nomenklatur“ aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt in weiten Teilen bis heute für lateinische, wissenschaftliche Namen. Wenn man also von der „Anemone nemorosa“ spricht, meint man damit die Pflanzenart der Buschwindröschen aus der Gattung der Anemonen.

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Lichtgestalt Lucia

Lucia erwärmt die Herzen. Bild: wikimedia.commons, Claudia Gründer, CC-BY-SA 3.0

In Schweden gibt es keinen Nikolaus. Der 6. Dezember ist also ein Tag wie jeder andere. Dafür aber warten alle Kinder und Erwachsenen sehnlich auf Lucia. Das wichtigste Fest in der schwedischen Vorweihnachtszeit findet immer am 13. Dezember statt – und vornehmlich am frühen Morgen.  Dann erscheint Lucia in der Dunkelheit des Winters mit einer Krone aus Licht und schenkt den Menschen – statt Süßigkeiten – Hoffnung und Zuversicht. Nicht umsonst kommt der Name Lucia vom lateinischen „lux“: Licht.

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Nobel-Bankett: Tradition und feierliche Rituale

Schauplatz des Nobel-Banketts im Stockholmer Stadshus. Bild: wikimedia.commons, Fabian Seitz, CC-BY-SA-3.0

Der glanzvolle Abschluss der jährlichen Nobelpreis-Verleihungen ist der „Nobelkväll“ in Stockholm, das sprichwörtlich „noble“ Diner mit den Preisträgern und der königlichen Familie. Das rauschende Fest findet immer am 10. Dezember statt – und wird zumindest teilweise live im schwedischen Fernsehen übertragen. Ein Fest auch für die Regenbogen-Presse, die in den kommenden Tagen ausführlich berichten wird. Und schon heute morgen am Frühstückstisch erfahren die Schweden aus Zeitung oder Radio, wer neben wem an der Tafel gesessen hat und welche Dame mit ihrer Robe modische Trends gesetzt hat.

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Im Wald, da lebt der Skvader…!

So leibhaftig wie der Yeti: der schwedische Skvader

Von wegen Elch…! In einigen Teilen Schwedens regiert der „Skvader“ die Wälder. Das inoffizielle Wappentier der Provinz Medelpad hat sein Hauptverbreitungsgebiet in der geografischen Mitte Schwedens. Rund um Sundsvall am bottnischen Meerbusen, dem Eintrittstor zu den waldreichen Gebieten des unteren Norrlands, kennt jeder das geheimnisvolle Tier. Es tritt auf in Erzählungen, auf Straßenschildern und Firmenlogos. Auf die Frage, ob der Skvader schon einmal gesehen wurde, lächeln die Sundsvaller nur wissend. Der ungewöhnliche Waldbewohner ist so leibhaftig wie Nessi in Schottland, der Yeti im Himalaya oder der Wolpertinger in den Alpen.

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Vinga – die Pyramide vor Göteborg

Wahrzeichen zur See. Bild: wikimedia.commons, Tor Svensson, CC-BY-SA 3.0

Wer den Schärgarten an Schwedens Westküste liebt, der weiß, dass auch kleine Inseln sehr viel zu erzählen haben. Eines dieser beredsamen Eilande ist Vinga – der westlichste Fleck des Göteborger Stadtgebiets, rund zehn Seemeilen vom Zentrum entfernt. Mit seinem Leuchtturm und der pyramidenförmigen Seemarke ist Vinga weit sichtbares Signal für Seereisende – zugleich Abschied und Willkommen, das erste und letzte Wahrzeichen von Göteborg.

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