Historisches

Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 2) – Das Christentum setzt sich durch

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)

Nach den ersten fehlgeschlagenen Christianisierungsversuchen durch Ansgar im 9. Jahrhundert sollte es noch rund 150 Jahre dauern, bis die Missionsarbeit im Reich der Svear und Götar Früchte trug. Zur Jahrtausendwende findet in Schweden auch eine Wendung zur christlichen Lehre hin statt. Vertrieben sind die alten Götter noch nicht.

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Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 1) – Erste Missionierungen

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im neunten Jahrhundert setzt die Christianisierung Schwedens ein – ein Jahrhunderte währender Kampf um den „rechten“ Glauben: Während die Wikinger mit ihren Raub- und Handelszügen über Europa kamen, machte sich Ansgar, Erzbischof von Hamburg, auf den Nordleuten das Evangelium zu verkünden – erfolglos. Zwar ließ sich Olof Skötkonnung um das Jahr 1000 als erster schwedischer König christlich taufen, doch hielt sich die alte Götterlehre noch bis ins 13. Jahrhundert.

Schweden war eines der letzten Gebiete in Europa, in dem sich das Christentum durchsetzen konnte. Dennoch kann das heutige Schweden den ältesten Dom Skandinaviens vorweisen – in Lund. Was allerdings daran liegt, dass Skåne, wie auch Blekinge, Halland und Bohuslän in jener Zeit dänisch waren und die Christianisierung früher einsetzte und etwas anders verlief als in den Herrschaftsgebieten der Svear, Götar und Guten (Gotland) – die letzte zu missionierende germanische Bevölkerung.

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Riksettan – Auf historischem Pfad

Entlang des Flusses Lagan zieht sich die Riksettan – Die erste des Reiches – durchs westliche Småland. Einst wichtige Handelsstraße Schwedens, als Riksväg 1 Straßenverbindung von Helsingborg nach Stockholm führt die alte Riksettan mit dem Hauch der Geschichte durch Natur- und Kulturlandschaft.

Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia

Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia

 

Schon vor 12.000 Jahren bahnten sich Jäger einen Pfad entlang des Lagan. Es waren die ersten Menschen, die es nach der Eiszeit in die Gegend verschlug. Später waren es Könige samt Gefolge, Soldaten, Kaufleute – eine einträgliche Straße für Wegelagerer.

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Oljeön – Die Ölinsel

Mit einer Personenfähre gelangen Besucher auf die Insel Barrön – Oljeön. Ölinsel taufte der Volksmund das Eiland im See Åmänningen, nachdem 1875 die Raffinerie Engelsberg den Betrieb aufnahm. Öl wird nicht mehr verarbeitet. Die Anlage ist heute ein Museum – und die älteste erhaltene Ölraffinerie der Welt.

Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

Nicht ohne Grund wurde Barrön, die Insel bei Ängelsberg in der Gemeinde Fagersta, als Standort für die Raffinerie gewählt:

Per August Ålund hatte so seine Erfahrungen mit Experimenten und dem Verarbeiten des schwarzen Goldes. Ende der 1860er Jahre baute Ǻlund am Snyten, der See liegt in unmittelbarer Nähe zu Ängelsberg, eine Ölfabrik. Ein Blitzeinschlag setzte dem ein Ende. Das Werk brannte, explodierte, Öl floss in den See. Schließlich, so wird erzählt, stand die ganze Bucht in Flammen.

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Die große Auswanderung

In der Mitte und gegen Ende des 19. Jahrhunderts und auch noch im 20. Jahrhundert verließen Millionen Schweden ihre Heimat, um in der Neuen Welt ein neues Leben zu beginnen. Etwa ein Viertel der damaligen Bevölkerung wanderte nach Amerika aus und ließ sich dort vor allem in den Bundesstaaten Minnesota und Wisconsin nieder, die vom Klima her ihrer Heimat am ähnlichsten waren. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man den ausgewanderten Schweden die Rückkehr in die Heimat schmackhaft zu machen und tatsächlich kehrten etwa ein Fünftel aller Auswanderer wieder zurück.

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Auf der Königslinie von Sassnitz nach Trelleborg

Die als „Königslinie“ bezeichnete Eisenbahnfährverbindung zwischen Sassnitz und Trelleborg blickt auf eine über 100-jährige Historie zurück. Benannt nach Wilhelm II., deutscher Kaiser und König von Preußen, und dem schwedischen König Gustav V. überstand die kürzeste direkte Fährverbindung zwischen Deutschland und Schweden wechselvolle Zeiten.

Die Fähre "Trelleborg" in Mukran. Foto: Parchimer /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Fähre "Trelleborg" in Mukran. Foto: Parchimer /flickr.com (CC BY 2.0)

Vier Stunden dauert die Überfahrt vom Sassnitzer Hafen Mukran nach Trelleborg, für viele Urlauber das Tor zu Schweden. Dabei sind die heutigen Fährschiffe der Scandlines auf der Linie kaum schneller als ihre Vorfahren. Schon vor gut 100 Jahren konnten die etwas mehr als einhundert Kilometer der Königslinie in vier Stunden und zehn Minuten bewältigt werden. Damals wie heute profitieren beide Seiten von der kurzen Verbindung. 2009 wurde dem 100. Jahrestag der Eröffnung der Eisenbahnfährlinie feierlich gedacht. So feierlich, wie die Königslinie einst eingeweiht wurde, in Anwesenheit der Monarchen von Schweden und Deutschland bzw. Preußen.

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Die schwedische Midsommarkultur

Flagge hissen am Midsommarafton

Am Midsommarafton wird die schwedische Flagge gehisst. Foto: Gustaf Engberg

Jedes Jahr am Midsommarafton, dem Freitag zwischen dem 20. und 26. Juni, hissen die Schweden ihre Flagge, um sich auf ihr zweitgrößtes Nationalfest einzustimmen: die Midsommarfeier. Mit Blumenmädchen, Ringeltänzen und Maistange, viel Schnaps, Matjessill und Erdbeertorte wird so der schwedische Sommer begrüßt. Doch welche Bräuche und Traditionen stehen eigentlich hinter dem urschwedischen Fest?

Gefeiert wird das Midsommarfest zu Ehren von Johannes dem Täufer, doch seine Ursprünge reichen weit zurück bis ins frühe Mittelalter und heidnische Kulturen. So sind der wiederkehrende schwedische Sommer mit seinen langen, hellen Nächten und seiner magisch explodierenden Natur das eigentliche Thema des Midsommarfestes.

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Schwedens Geschichte: Die Epoche der Wikinger (ca. 800 – 1060)

Der Überfall auf das Kloster und christliche Zentrum Lindisfarne am 8. Juni 793 gilt als Auftakt einer Epoche, die wie kaum eine andere mit Skandinavien assoziiert wird – die Wikingerzeit. Für mehr als zwei Jahrhunderte beeinflussten die Wikinger den Norden Europas und waren der „Schrecken“ des christlichen Abendlandes. Im heutigen Schweden finden sich noch heute zahlreiche Spuren der mythenumrankten Nordleute.

Runenstein im Historischen Museum Stockholm. Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Runenstein im Historischen Museum Stockholm. Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Die Betrachtung der Wikinger beruht auf Sagas, lateinischen, altslawistischen und arabischen Quellen sowie auf Runensteinen und weiteren archäologischen Funden. Doch vieles bleibt, wie allgemein in Hinsicht auf germanische Stämme im Ungewissen – Raum für Spekulationen. Selbst über den Begriff Wikinger bzw. viking herrscht noch Unklarheit. Dennoch oder gerade deshalb zählt die Ära der Wikinger zu den interessantesten in der Geschichte Skandinaviens.

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Désirée – erst Freundin von Napoleon, dann Königin von Schweden

Bernhardine Eugénie Désirée Clary wurde am 8. November 1777 in Marseille als jüngste Tochter eines Seidenhändlers geboren. Sie verlobte sich mit Napoléon, wurde dann aber später die Frau von Jean- Baptiste Bernadotte, dem späteren König Karl XIV. Johann von Schweden. Damit begann die Dynastie der Bernadotte.

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