Göteborg zu Wasser: Der südliche Schärengarten

 

Reger Fährverkehr rund um Göteborg, Foto: Katja Singer

Für die Küstenbewohner im schären-zerklüfteten Bohuslän ist es ganz selbstverständlich, auch für alltägliche Reisewege und Transporte ein Boot oder Schiff zu besteigen. Während viele der bewohnten Inseln an Schwedens Westküste autofrei sind, müssen doch regelmäßig Waren und Güter vom Festland rübergebracht und verteilt werden. Und wie holt man wohl sonst den Hausmüll von Eilanden wie Styrsö oder Bränno ab?

Ein reger Fährbetrieb schafft Abhilfe. Im südlichen Schärgarten von Göteborg bringt der „Styrsöbolaget“ die Inselbewohner bei Wind und Wetter pünktlich zur Arbeit – oder Besucher ins sommerliche Schärgarten-Idyll. Das Fähr-Unternehmen versorgt Wirtshäuser und Geschäfte mit Lebensmitteln, bringt Baumaterial und Maschinen auf die Inseln und überführt mitunter die Verstorbenen zurück aufs Festland.

Für Ausflügler, die das Inselleben in Göteborgs südlichen Schärgarten erleben wollen, ist die Fährstation Saltholmen der ideale Ausgangspunkt. Dorthin kommt man mit der Straßenbahn oder Bus (Linie 11, Linie 9 nur im Sommer, Buss 114), oder man parkt das Auto auf einem der rundum gelegenenen Parkplätze. Die Skärgårds-Boote des „Styrsöbolagets“ fahren im Auftrag der örtlichen Nahverkehrsgesellschaft und somit im Tarifverbund. Ein Ticket, dass man schon in der Stadt gelöst hat, ist so also auch noch für die Weiterfahrt mit dem Fährschiff gültig.

Der Fahrplan für den südlichen Schärengarten ist jedoch – gelinde gesagt – unübersichtlich, und die Verkehrsgesellschaft sträubt sich irgendwie hartnäckig, ihre Info-Broschüren auch auf deutsch zu übersetzen. Doch so beginnen häufig Abenteuer, und immerhin geben die Schalter-Angestellten am Terminal Saltholmen gerne Auskunft über Strecken und Zeiten…

2010 verzeichente das Fähr-Unternehmen 1.910.000 Reisende auf den Linien im südlichen Schärgarten. Bei 4.500 Ganz-Jahres-Bewohnern und circa 13.500 Sommer-Residenten ist das südliche Archipel von Göteborg im Sommer oft überfüllt – und im Winter vergessen. Eine Karte zeigt die Lage der südlichen Schärgarteninseln: Asperö, Brännö, Köpstadsö, Styrsö, Donsö und Vrångö sind ständig bewohnt; Källö, Vargö, Sjumansholmen und Kårholmen werden als „Freizeitsinseln“ bezeichnet.

Schärengarten im Überblick, Quelle: Styrsöbolaget

Info auf: www.styrsobolaget.se
Und: Ein bereits erschienener Artikel hier im Schwedenblog widmet sich der „berühmten“ Skärgårdsinsel Brännö.

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  1. Herbert Kårlin sagt:

    Wer auf den Fähren nach den deutschen Broschüren fragt, falls sie gerade nicht im Ständer zu finden sind, bekommt sie gerne vom Bootsmann in die Hände gedrückt, denn die Styrsöbolaget hat selbstverständlich von Beginn an auch an deutsche Touristen gedacht.

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