Fjällräven, die schwedische Outdoor-Marke mit dem Polarfuchs

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Der vom Aussterben bedrohte Polarfuchs ist das Logo der Marke Fjällräven

Die schwedische Outdoor- Marke Fjällräven steht für funktionelle, nachhaltige und langlebige Produkte, die möglichst umweltfreundlich und schonend hergestellt werden. Natürlich wird in der Firma darauf geachtet, dass bei der Produktion der Energieverbrauch möglichst klein gehalten wird und so wenig Wasser und Chemikalien wie möglich verwendet werden. Auch Recycling ist ein grosses Thema und für einige Produkte werden sogenannte Abfallprodukte wiederverwertet. Bei der Daunenproduktion hält sich Fjällräven an die strengsten Richtlinien und Fair Trade, Umwelt und Tierschutz werden im Unternehmen sehr gross geschrieben.

Der Name der beliebten Marke sagt schon, für welches Tier das Herz des Gründers vor allem geschlagen hat. Das schwedische Wort Fjällräven heisst auf Deutsch Polarfuchs. Wer aber kein schwedisch versteht, kann dies auch im Logo sehen. Dieses wunderschöne Tier, ein Ureinwohner Skandinaviens, ist in Schweden und Finnland leider vom Aussterben bedroht. Obwohl der Polarfuchs unter Artenschutz steht, hat sich der Bestand, der durch die frühere Bejagung stark gemindert wurde, bis jetzt nicht erholt. Dies vor allem wegen des Klimawandels und der Population der Rotfüchse, die den Polarfuchs langsam aus seinem Umfeld vertreibt und ihm die Nahrung streitig macht. Seit 1990 arbeitet Fjällräven an verschiedenen Polarfuchs-Projekten mit.

Fjällräven steht für Freiheit, Natur und Abenteuer. Wenn immer mehr Menschen die Schönheit der Natur erleben können und zu schätzen wissen, kommt das Umweltbewusstsein automatisch. Denn was uns gefällt und gut tut schützen wir automatisch. Das ist das Ziel von Fjällräven.

Geschichte:

Die Outdoor- Marke gibt es seit 50 Jahren. Natürlich wurde als erstes Produkt ein Rucksack entwickelt. Als der 14 jährige Åke Nordin im Jahre 1950 auf eine Wanderung gehen wollte‚ ärgerte er sich schon bei der Vorbereitung darüber, keinen leicht zu tragenden, bequemen Rucksack zu besitzen. Kurzerhand entschloss er sich, ein Rucksackmodell zu entwickeln, dass nicht den zu dieser Zeit gängigen Modellen entsprach. Im Keller seines Elternhauses in Örnsköldsvik wurde so der Grundstein der schwedischen Marke gelegt. Als verschiedene Samis aus der Gegend auf den Rucksack aufmerksam wurden, baten sie den Jungen, auch für sie solche Rucksäcke herzustellen. Waren sie doch oft monatelang unterwegs und mussten schwer tragen. So verkaufte der Junge seine ersten Outdoor-Produkte und tüftelte immer wieder an Neuen herum.

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Kanken, einer der berühmtesten Rucksäcke

10 Jahre später wurde Fjällräven offiziell als Marke eingetragen. Weiterhin wurden die Stoffe für die Rücksäcke, die Metallrahmen und mit der Zeit auch Zelte im Keller des Elternhauses hergestellt. Nach einer Fallschirmjägerausbildung bei der Wehrmacht, bei der nicht gerade gute Ausrüstungen zur Verfügung standen, wurde Åke klar, wie wichtig funktionale und strapazierfähige Materialien waren und dass es in diesem Bereich noch viel zu tun und zu entwickeln gab.

In den Sechziger Jahren fand bei den Schweden ein Umdenken bezüglich Outdoor-Aktivitäten statt. Mit viel Werbung wurden die Menschen raus in die Natur gelockt. Und so wurde aus der kleinen Firma im Keller eine richtige Fabrik. Zu dieser Zeit entstand auch das berühmteste Stück von Fjällräven, der Rucksack Kanken, der ursprünglich als Schulrucksack gedacht war. Dies nachdem alarmierende Berichte über Rückenschäden bei Schülern durch das Tragen der einseitigen Schultaschen veröffentlicht wurden. Und so wurde ein Rucksack entwickelt, der genau dem entgegenwirkte. Bis heute ist er eines der beliebtesten Produkte und wird immer wieder neu erfunden.

In der Achziger Jahren ging die Firma an die Börse und vernachlässigte den Kern ihres Ursprungs, in dem sie mehrere Modeartikel herstellte, die eigentlich gar nicht in ihr Konzept passten. Nach einer Umstrukturierung in den Neunzigern fand das Unternehmen aber wieder auf den gewohnten Kurs zurück und legte wieder grossen Wert auf die ursprünglichen Ideen. In dieser Zeit wurde an der Kungsgatan in Stockholm auch der erste Flagship-Store eröffnet. Ob in Hong-Kong, New York oder Kopenhagen, heute sind diese Brand Centers überall auf der Welt verstreut.

Auch das Thema Winter-Outdoor-Sport wurde nach einer Begegnung von Åke mit dem bekannten schwedischen Hundesschlittenführer Kenth Fjellborg zum grossen Thema bei Fjällräven. Und so wurde das Hundeschlittenrennen Fjällräven Polar ins Leben gerufen. Das Rennen sollte aber nicht für Experten, sondern für alle Interessierten sein, die nicht professionell in diesem Bereich tätig waren. 1997 fand das erste Rennen statt. Seitdem findet das Rennen jedes Jahr statt. Für viele Teilnehmer ist es das Abenteuer ihres Lebens und Fjällräven kann optimal ihre Produkte direkt am und im Geschehen testen. Die Route des Trails ist mittlerweile ca. 300 km lang.

Neben vielen neuen Produkten entstand in den 2000er-Jahren auch das Fjällräven Classic. Ein Trekking Wettbewerb, der von Nikkaluokte 110 km bis in den Abisko Nationalpark führt. Der Clou an dieser Tour war und ist, dass man nur im Freien oder im selbst mitgetragenen Zelt übernachten darf und auch sonst alles mitnehmen muss. Die am Wege stehenden Hütten dürfen nicht benutzt werden. Weder zum Kochen noch zum Schlafen oder auch nur zum Ausruhen. Auch mit diesem Projekt hat Fjällräven wieder unzählige Möglichkeiten, Produkte zu testen und mit den gemachten Erfahrungen individuell verbessern zu können.

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Raus in die Natur

Heute:

Der Weg von Fjällräven geht immer stetig bergauf. Die Nachfrage nach Outdoor-Produkten steigt stetig und immer mehr Menschen zieht es raus in die Natur. Laufend werden neue Produkte und Materialien entwickelt, deren Ursprungsgedanken in der Natur liegen. Dass die Produkte funktional und bequem sind, ist das Wichtigste im Outdoor-Bereich. Nicht selten ist es aber so, dass das ursprüngliche Produkt besser als das neu entwickelte ist. Und so gibt es viele Klassiker, die seit Jahren im Sortiment sind und gar nicht verbessert werden können.

Der Fjällräven-Kunde soll die Natur geniessen können, ohne sich über die Ausrüstung Gedanken machen zu müssen. Egal was für Bedingungen gerade herrschen.

So freuen wir uns darauf, immer wieder neue Produkte der schwedischen Outdoor Marke zu entdecken, uns aber auch weiterhin in bewährten Klassikern wohlfühlen zu können.

Viel Spass in der Natur und tragt Sorge zu ihr.

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  1. Raveling sagt:

    Ich war 2013 auf der Classic. Ein Erlebnis, was ich nie vergessen werde.

  2. Christian sagt:

    Danke für den Beitrag. Fand ich sehr interessant. 🙂

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