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	<title>Schweden-Blog</title>
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	<description>Der Blog der Schwedenstube , tägliche aktuelle Infos aus und über Schweden</description>
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		<title>24./25. März: „Skandinavia“-Messe in Essen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 09:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Frankenstein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Weltkulturerbe der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen / Ruhrgebiet findet am 24. und 25. März die Nordeuropa-Messe „Skandinavia“ statt. Das Partnerland der diesjährigen „Skandinavia“ ist Schweden. Auf der Messe rund um die nordische Lebensart präsentieren über 60 Aussteller Reisen, Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Nordeuropa. So kann man Elchwurst und norwegischen [...]]]></description>
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<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5457" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012-300x106.jpg" alt="" width="300" height="106" /></a>Auf dem Weltkulturerbe der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen / Ruhrgebiet findet am 24. und 25. März die Nordeuropa-Messe „Skandinavia“ statt. Das Partnerland der diesjährigen „Skandinavia“ ist Schweden. Auf der Messe rund um die nordische Lebensart präsentieren über 60 Aussteller Reisen, Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Nordeuropa. <span id="more-5455"></span></p>
<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012_b.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5459" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012_b-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>So kann man Elchwurst und norwegischen Käse probieren, neue und alte schwedische Autos bewundern, finnische Badezuber und Gartenlauben testen oder sich mit aktueller Musik aus Dänemark und Krimis aus Island eindecken. Auch auf dem Außengelände will der Veranstalter mit Baden unter freiem Himmel im holzbeheizten schwedischen Badezuber und uriges Grillen im riesigen Tipi Skandinavien sinnlich erlebbar machen. Dazu gibt es Skandinavien-Multivisionen über Kunst- und Fotoaustellungen bis zu Vorträgen über skandinavische Literatur und Kultur. Eigens für Kinder hat man auf der „Skandinavia“ einen „Elch-Club“ mit vielen elchigen Ideen eingerichtet. Hier kann man ausserdem die Gelegenheit zum echt skandinavischen Shopping bei den zahlreichen Ausstellern nordischer Produkte aus den Bereichen Mode, Kunst und Kunsthandwerk, Wohnen, Outdoorzubehör, Lebensmittel, Literatur und Musik nutzen.</p>
<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012_a.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5458" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/skandinavia-2012_a-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Veranstaltungsort:<br />
Zeche Zollverein, Hallen 2 (Kino), 5,12, und<br />
Choreographisches Zentrum PACT Zollverein<br />
Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen Katernberg<br />
24./25.3.2012, 10.00 – 18.00 Uhr</p>
<p>Eintritt:<br />
Tageskarte Erw. 10 Euro<br />
Kinder 5 Euro<br />
Familien 18 Euro</p>
<p>Infos:<br />
<a target="_blank" href="http://www.skandinavia.de"> www.skandinavia.de</a></p>
<p>Fotos: © Nordis</p>

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		<title>Seit 6. Februar: Astrid-Lindgren-Ausstellung in Hamburg</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/seit-6-februar-astrid-lindgren-ausstellung-in-hamburg/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 08:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Frankenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Lindgren]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 6. Februar wird im Hamburger Schulmuseum die Ausstellung &#8220;Die Lebenswelt von Astrid Lindgren&#8221; anlässlich des zehnten Todestag der schwedischen Autorin gezeigt. Diese Sammlung zeigt das Gesamtwerk der Autorin mit ihren Geschichten und Figuren in zahlreichen Exponaten und persönlichen Gegenständen. Der Pädagoge Matthias Blum ist Initiator der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Oetinger [...]]]></description>
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<p>Seit dem 6. Februar wird im Hamburger Schulmuseum die Ausstellung &#8220;Die Lebenswelt von Astrid Lindgren&#8221; anlässlich des zehnten Todestag der schwedischen Autorin gezeigt. Diese Sammlung zeigt das Gesamtwerk der Autorin mit ihren Geschichten und Figuren in zahlreichen Exponaten und persönlichen Gegenständen. <span id="more-5610"></span></p>
<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/astrid-lindgren-ausstellung-hamburg.jpg"><img src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/astrid-lindgren-ausstellung-hamburg-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" class="alignright size-medium wp-image-5609" /></a>Der Pädagoge Matthias Blum ist Initiator der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Oetinger Verlag und dem Schwedischen Honorarkonsulat gezeigt wird. Der Oldenburger, der die Autorin persönlich kannte, legte den Grundstein für die  Sammlung schon in den 90er Jahren. Während der Ausstellungszeit wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben. Geplant sind unter anderem ein Pippi-Langstrumpf Verkleidungs-Wettbewerb, ein Malwettbewerb, Lesungen mit Prominenten und Verlosungsaktionen. Ermöglicht wurde die Ausstellung durch Sponsoren wie SCA Tissue Europe, Vattenfall, TT-Line und Cision Germany.<br />
Ein Teil der Netto-Erlöse aus dem Kartenverkauf fließt an die Stiftung World Childhood Foundation, die vor zehn Jahren von Königin Silvia von Schweden gegründet wurde. </p>
<p>Ausstellungsdaten:<br />
6.2. bis 26.2.2012 (Verlängerung bis 17.3.2012 möglich),<br />
tägl. 10 &#8211; 18 Uhr,<br />
Kombi-Ticket  2,50 € bis 5,00 €<br />
Schulmuseum, Seilerstr. 42, 20359 Hamburg, </p>

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		<title>Vikingarännet – Auf Schlittschuhen von Uppsala nach Stockholm</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/vikingarannet-%e2%80%93-auf-schlittschuhen-von-uppsala-nach-stockholm/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 09:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Der Winter hat Europa fest im Griff. Die Veranstalter des Vikingarännet wird’s freuen. Sorgt die Kälte für stabiles Eis auf dem Mälaren, der Bedingung für eine der größten Wintersportveranstaltungen. Dieses Jahr fällt der Startschuss für das „Wikingerrennen“ auf Schlittschuhen von Uppsala nach Stockholm am 19.Februar. Das Vikingarännet ist das größte regelmäßige Schlittschuhrennen auf Natureis. [...]]]></description>
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<div id="attachment_5644" class="wp-caption alignleft" style="width: 268px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Vikingar%C3%A4nnet-2010.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5644    " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Vikingar%C3%A4nnet-2010.jpg" alt="Schlittschuhrennen auf dem Mälaren, Vikingarännet 2010. Foto: salgo1960 /flickr.com (CC BY-ND 2.0) " width="258" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Schlittschuhrennen auf dem Mälaren, Vikingarännet 2010. Foto: salgo1960 /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Winter hat Europa fest im Griff. Die Veranstalter des <em>Vikingarännet</em> wird’s freuen. Sorgt die Kälte für stabiles Eis auf dem Mälaren, der Bedingung für eine der größten Wintersportveranstaltungen. Dieses Jahr fällt der Startschuss für das „Wikingerrennen“ auf Schlittschuhen von Uppsala nach Stockholm am 19.Februar.</p>
<p>Das <em>Vikingarännet</em> ist das größte regelmäßige Schlittschuhrennen auf Natureis. Die Strecke folgt einer alten Wikingerroute, im Idealfall von Uppsala nach Stockholm. Ein Rennen über 80 Kilometer auf dem Eis des Mälar-Sees, vorbei an historischen Stätten wie Sigtuna, Schlössern und Herrenhäusern.<span id="more-5641"></span></p>
<h4>Vikingarännet seit 1999</h4>
<p>Der Kursverlauf ist wetterabhängig. Mindestens 15 Zentimeter dick muss das Eis sein, damit der Wettkampf auf Kufen durchgeführt werden kann. Mehrfach schon musste die Route wegen ungenügender Eisverhältnisse verkürzt werden oder die Veranstaltung abgesagt werden. In diesem Jahr stehen die Chancen gut, dass das Vikingarännet über die gesamte Distanz vom historischen Zentrum Schwedens in die Hauptstadt führt. Seit der Premiere gelang das bislang drei Mal – 2003, 2010 sogar bis ins Zentrum von Stockholm und 2011. 2012 wird der Zieleinlauf wahrscheinlich wieder im Nordwesten des schwedischen Zentrums, im Stadtteil Hässelby sein.</p>
<p>Ins Leben gerufen wurde das „Wikingerrennen“ 1999, nach dem Vorbild der Grachtenläufe in den „eislaufverrückten“ Niederlanden. An der Organisation sind Vereine, Verbände und Gemeinden beteiligt.</p>
<p>Eindrücke vom Rennen 2011:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/JZqJ05VNRtc?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Für dieses Jahr erwarten die Veranstalter mehr als 3.000 Teilnehmer. Hinzu kommen Hunderte helfende Hände und das Heer der Schaulustigen. Ähnlich wie der <a target="_blank" href="/vasaloppet-der-klassiker-auf-skiern/" target="_blank"><em>Vasaloppet</em></a> hat das Vikingarännet Volksfestcharakter.</p>
<h4>Verschiedene Wettkampfklassen</h4>
<p>Der „Wikingerwettlauf“ auf Schlittschuhen besteht aus verschiedenen Wettkampfklassen. Die Königsdisziplin ist das <em>Vikingarännet</em> über 80 Kilometer, welches abermals in mehrere Klassen aufgeteilt ist. Zum einen gehen Frauen und Männer mit Rennlizenz an den Start. Daneben gibt es die freien Läufe – Männlein und Weiblein, mit oder ohne Stöcke. So oder so, ausreichend Schlittschuherfahrung und Kondition sollten vorhanden sein.</p>
<p>Mit etwas weniger Ausdauer und Erfahrung lässt sich die <em>Viking Tour</em> bewältigen. Das sind „nur“ rund 50 Kilometer. Start auch hier Skarholmen im Süden Uppsalas. Das Ziel hingegen ist in Kungsängen.</p>
<p>Wieder über die Distanz von 80 Kilometern geht die „Wikingerstaffel“, aufgeteilt in 4 mal 20 km.</p>
<h4>Vikingarännet für Familien</h4>
<div id="attachment_5647" class="wp-caption alignright" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Skoklosters-slott.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5647 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Skoklosters-slott.jpg" alt="Kulisse des Vikingarännet: Skoklosters slott. Foto: salgo1960 /flickr.com (CC BY-ND 2.0) " width="368" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Kulisse des Vikingarännet: Skoklosters slott. Foto: salgo1960 /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>In gemächlicherem Tempo lässt sich das kurze <em>Vikingarännet</em> angehen. Je nach Eiszustand werden Start und Ziel (möglichst ebenfalls in Stockholm) sowie der Streckenverlauf festgelegt. Der Kurs ist zwischen 20 und 30 km lang. Besonders für Familien, die zusammenlaufen wollen, eignet sich diese Version. Egal ob als Familie oder Einzelstarter: Nach erfolgreichem Zieleinlauf gibt es eine Urkunde. In diesem Jahr kommt noch eine neue Alternative hinzu. Ebenfalls ein Angebot für Familien. Diese Variante startet wieder in Uppsala, endet jedoch nach rund 30 km in Schwedens ältester Stadt, in Sigtuna.</p>
<p>Insbesondere Kinder ist das <em>Lilla</em><strong> </strong><em>Vikingarännet</em> gedacht. Dieses Rennen von rund drei Kilometern wird an verschiedenen Orten durchgeführt.</p>
<h4>Tjejrännet – Das „Wikingerin-Rennen“</h4>
<p>Um mehr weibliche Teilnehmer anzulocken, gibt es 2012 erstmals das <em>Tjejrännet</em>. Das <em>Vikingarännet</em> nur für Frauen soll von Sigtuna über 40 bis 50 km nach Stockholm führen. Es kann in zwei Klassen – mit und ohne Stockunterstützung – übers Eis gelaufen werden. In Kungsängen beginnt die Kurvariante für „Wikingerinnen“. Nach etwa 20 km kommt der Zieleinlauf in der Hauptstadt.</p>
<p>Alles Weitere zum <em>Vikingarännet</em>, dem Wikinger-Schlittschuhwettbewerb, wie Antrittspreise, Startzeiten usw. gibt es unter <a target="_blank" href="http://www.vikingarannet.se/" target="_blank">www.vikingarannet.se</a> (auf Schwedisch und Englisch).</p>

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		</item>
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		<title>H&amp;M im ARD-Markencheck: Günstig, trendy, aber sicher nicht fair</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/hm-im-ard-markencheck-gunstig-trendy-aber-sicher-nicht-fair/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 22:17:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fairness]]></category>
		<category><![CDATA[H&M]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Redakteure haben in der Reihe „Markencheck“ verschiedene populäre Konsummarken unter die Lupe genommen. Das Jahr 2012 startete mit Lidl und McDonalds, als dritte Marke war die schwedische Modekette H&#38;M an der Reihe. „Mode und Qualität zum besten Preis“ – mit diesem Motto wurde der schwedische Konzern Hennes &#38; Mauritz zur zweitgrößten Bekleidungsmarke weltweit. 1947 [...]]]></description>
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<div id="attachment_5636" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/0E8V8373HM_72dpi.jpg"><img class="size-medium wp-image-5636  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/0E8V8373HM_72dpi-200x300.jpg" alt="Interior view of H&amp;M store in Stockholm, Sweden. " width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Konzept geht auf: H&amp;M hat weltweit viele Fans. (Photographer: Mattias Bardå, Copyright: Robert Lindholm )</p></div>
<p><strong>Die Redakteure haben in der Reihe „Markencheck“ verschiedene populäre Konsummarken unter die Lupe genommen. Das Jahr 2012 startete mit Lidl und McDonalds, als dritte Marke war die schwedische Modekette H&amp;M an der Reihe.</strong></p>
<p>„Mode und Qualität zum besten Preis“ – mit diesem Motto wurde der schwedische Konzern Hennes &amp; Mauritz zur zweitgrößten Bekleidungsmarke weltweit. 1947 mit dem ersten Geschäft in Schweden gegründet, setzte der Konzern 2011 rund 129 Milliarden SEK um. Deutschland ist mit einem Drittel des Gesamtumsatzes das Stärkste der insgesamt 43 Länder. Ob klassisches Business-Kostüm oder das Disco-Outfit – in fast jedem deutschen Kleiderschrank hängt Bekleidung von H&amp;M. Und das unabhängig von Alter, Geschlecht und Zahlungskräftigkeit seines Besitzers. Doch hält das Unternehmen, was seine Werbung verspricht? Die Tester haben bei Testkäufen den Kassenbon von H&amp;M mit denen von Esprit, C&amp;A und dem Textil-Discounters Kik verglichen, den Trendfaktor bewertet und die Textilien auf Schadstoffe und Haltbarkeit untersuchen lassen. Außerdem standen die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern auf den Prüfstand.<span id="more-5635"></span></p>
<p><strong>Testurteil „Preis“: niedrig</strong><br />
Um zu testen, wie preiswert die Sachen bei H&amp;M wirklich sind, durften vier Teenager shoppen gehen. Auf der Einkaufsliste stehen eine Jeans, ein T-Shirt und ein Pullover. Das Ergebnis: bei Kik sind die drei Teile für insgesamt 23,97 Euro zu haben, selbst beim Zweitplatzierten H&amp;M zahlt man noch 31,85 Euro dafür. C&amp;A folgt mit 34 Euro auf Platz drei, und bei Esprit sind sie mit 95 Euro mit Abstand am teuersten.</p>
<p><strong>Testurteil „Trendfaktor“: hoch</strong><br />
Trotz seinem Fokus auf Preisbewusstsein pflegt H&amp;M Wert ein gewisses Glamour-Image – und lässt sich das gerne was kosten. H&amp;M investiert viel Geld in edel anmutende Video- und Plakatkampagnen. Immerhin lacht den wartenden Passanten an der Bushaltestelle gerne mal Gisele Bündchen vom H&amp;M-Werbeplakat an, die zu den bestbezahlten Models weltweit gehört. Diesen Eindruck verstärkt das Unternehmen, indem es regelmäßig Top-Designer wie Karl Lagerfeld oder Donatella Versace gewinnt und mit Stars wie Madonna oder Kylie Minogue zusammenarbeitet.</p>
<p><strong>Testurteil „Fairness“: zweifelhaft</strong><br />
Wer so viel Geld in Werbung steckt und trotzdem Jeans für unter zehn Euro verkaufen kann, muss irgendwo sparen. Das geschieht – wie so meist – innerhalb der Produktion. Auch H&amp;M produziert in Billiglohnländern wie Bangladesch und gerät dafür nicht selten in die öffentliche Kritik. Die Tester haben sich vor Ort umgeschaut und Produktionsstätten besucht, die auch für H&amp;M fertigen. Dort finden sie Näherinnen, die 14 Stunden am Tag für umgerechnet 35 Euro im Monat arbeiten. Das liegt zwar über dem gesetzlichen Mindestlohn von 30 Euro, reicht aber dennoch gerade so für Essen und Miete. Davon Kindern noch eine Schulausbildung zu ermöglichen, ist nicht drin. H&amp;M hält sich nach eigenen Angaben an die gesetzlichen Vorgaben der Produktionsländer und versichert, die Lieferanten regelmäßig zu überprüfen. Trotzdem ist das Netz der Zulieferer so verwoben, das eine lückenlose Kontrolle fast unmöglich ist.</p>
<p><strong>Testurteil „Qualität“: ordentlich</strong><br />
Und wie sieht es mit der Qualität aus, wird daran auch gespart? Die H&amp;M-Tester schicken verschiedene Klamotten zum Deutschen Textilforschungszentrum Nordwest (DTNW) in Krefeld. Getestet wird zum Beispiel, wie schnell die Fasern beim Tragen kleine Knötchen bilden, umgangssprachlich „Peeling“ genannt. Etwa die Note 4 vergibt DTNW-Expertin Monika Frische den Artikeln in dieser Kategorie. Besser schneiden sie allerdings bei den beiden folgenden Tests ab. Weder färben die Farben beim Schwitzen ab, noch enthalten sie gesundheitsgefährdende Chemikalien wie Weichmacher. Die nachgewiesenen Werte für Blei und Nickel bewegen sich immerhin unterhalb der gesetzlich zugelassenen Grenzwerte.</p>

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		<item>
		<title>Schwedischer Wein: Ein Projekt mit Zukunft?</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/schwedischer-wein-ein-projekt-mit-zukunft/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 09:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholverkauf]]></category>
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		<category><![CDATA[Wein]]></category>
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		<category><![CDATA[Winzer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weinanbau ist in Schweden auf dem Vormarsch. Allein in Skåne gibt es bereits mehr als 40 Weinproduzenten, die ihre Rebstöcke auf einer Fläche von rund 25 Hektar gepflanzt haben. Rund 20 Hektar werden kommerziell bewirtschaftet. Ob sich der Weinanbau in Schweden allerdings etablieren kann, ist fraglich. Voraussetzung ist, dass Schwedens Winzer die Erlaubnis erhalten, [...]]]></description>
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<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Toscana-9-06-034.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5590" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Toscana-9-06-034-300x225.jpg" alt="Frostresistenz ist ein wichtiges Kriterium bei der Traubenauswahl in Schweden" width="300" height="225" /></a>Der Weinanbau ist in Schweden auf dem Vormarsch. Allein in Skåne gibt es bereits mehr als 40 Weinproduzenten, die ihre Rebstöcke auf einer Fläche von rund 25 Hektar gepflanzt haben. Rund 20 Hektar werden kommerziell bewirtschaftet. Ob sich der Weinanbau in Schweden allerdings etablieren kann, ist fraglich. Voraussetzung ist, dass Schwedens Winzer die Erlaubnis erhalten, ihren Wein direkt zu vermarkten. Doch darüber herrscht weder in Schwedens Regierung noch in der Opposition Einigkeit.<span id="more-5560"></span> Schwedens Wein-Anbauflächen werden erweitert, die Winzerseminare gut besucht. Die Winzer sind offenbar guter Hoffnung. Zwischen fünf und sieben Jahren Geduld sind erforderlich, bis junge Weinstöcke einen qualitativ anspruchsvollen Wein hervorbringen können. Die klimatischen Bedingungen haben sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Der größte kommerzielle Anbieter Schwedens, Horns Vingård, befindet sich auf Öland. Zum Vergleich: Deutschlands nördlichster kommerziell betriebener Weinberg  liegt in Werder bei Potsdam. Generell gilt, dass die kürzere Wachstumsperiode in Schweden durch die große Zahl an Sonnenstunden kompensiert wird.Wissenschaftlich begleitet wird der Weinanbau z. B. durch das Projekt “Vinlandet Sverige” an Lunds technischer Hochschule LTH.</p>
<p>Die Winzer experimentieren mit zahlreichen Rebsorten. Blaxta Vingård in Flen/Södermanland, der wohl bekannteste Winzerbetrieb Schwedens, macht gute Erfahrungen mit Chardonnay und Merlot, setzt aber hauptsächlich auf die winterfeste Sorte Vidal. Ausgesprochen beliebt sind in Schweden die recht jungen Züchtungen Solaris und Rondo, die ebenfalls aufgrund ihrer Winterfrostfestigkeit, aber auch wegen ihrer Pilzresistenz geschätzt werden.</p>
<p>Ein Wunsch eint die wohl meisten Winzer Schwedens: Sie möchten ihren Wein direkt verkaufen dürfen und ihre Kunden nicht mehr auf nahegelegene Systembolagets verweisen müssen. Für den Winzerverband Föreningen Svenska Vinodlare ist die Vermarktung (“gårdsförsäljning”) die Schlüsselfrage zur Entwicklung einer kommerziellen Weinkultur in Schweden. Für Weininteressierte ist der Verband die erste Anlaufstelle. Unter www.svenskavinodlare.se gelangt man schnell zu den Internetseiten der Mitgliedsbetriebe.</p>
<p>Zuletzt beschäftigte sich der Reichstag im November 2011 mit dem Thema. Schwedens Regierungsparteien sind sich uneinig: Die Centrumspartei, die den Landwirtschaftsminister stellt, ist dafür; die u. a. das Gesundheitsministerium leitenden Christdmokraten dagegen. Die Moderaten als stärkste Regierungspartei sprichen sich für die Genehmigung aus. Rechtlich umstritten ist, ob die teilweise Lockerung der strikten Alkoholpolitik zugunsten von Winzerbetrieben mit dem EU-Recht vereinbar ist. Unter den Oppositionsparteien setzen sich die Grünen für die Direktvermarktung unter der Bedingung ein, dass Systembolaget einbezogen wird. Sozialdemokraten und Linkspartei unterstützen die Lockerung des Verkaufsmonopols hingegen nicht. Bis zu einer Entscheidung dürften wohl noch Jahre vergehen.</p>

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		<title>Kiruna – eine Stadt, die demnächst umzieht</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/kiruna-%e2%80%93-eine-stadt-die-demnachst-umzieht/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 07:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eishotel]]></category>
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		<category><![CDATA[Polarlicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gemeinde Kiruna befindet sich in Lappland in der Provinz Norrbotten und erstreckt sich über eine Fläche von fast 20.000 km², ist damit die flächenmäßig größte Gemeinde Schwedens. Sie verläuft etwa 160 km entlang der norwegischen Grenze im Westen und bildet im Norden mit Finnland eine Grenze über 140 km. Hauptort der Gemeinde ist die [...]]]></description>
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<div class="wp-caption alignnone" style="width: 190px"><img title="Kiruna (Fotograf: Jens Tielemann)" src="http://www.schwedenstube.de/grafiken/ct_kiruna+jens+tielemann.jpg" alt="Kiruna" width="180" height="122" /><p class="wp-caption-text">Kiruna (Fotograf: Jens Tielemann)</p></div>
<p>Die Gemeinde Kiruna befindet sich in Lappland in der Provinz Norrbotten und erstreckt sich über eine Fläche von fast 20.000 km², ist damit die flächenmäßig größte Gemeinde Schwedens. Sie verläuft etwa 160 km entlang der norwegischen Grenze im Westen und bildet im Norden mit Finnland eine Grenze über 140 km. Hauptort der Gemeinde ist die gleichnamige Stadt Kiruna, gleichzeitig die nördlichste Stadt Schwedens. Zudem gilt Kiruna flächenmäßig als größte Stadt der Welt.<br />
<span id="more-5356"></span></p>
<p>Die Stadt Kiruna selbst ist eigentlich nicht besonders groß und auch nicht besonders spektakulär. Sie hat ca. 18.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 16 km². Aber die Stadt wird sich in den nächsten Jahren verändern, d.h. sie wird da wo sie ist nicht bleiben, sie wird umziehen und 5 km weiter östlich neu entstehen. Kiruna ist durch den Eisenerzbau entstanden und muss nun dem Eisenerzbau weichen.</p>
<p>Kiruna liegt nördlich des Polarkreises. Im Sommer und auch im Winter finden die Touristen den Weg nach Kiruna und die umliegende Natur. Im Sommer kann man wandern, jagen, fischen, Kanu fahren und im Winter kommt man zum Skifahren, Schneeschuhwandern oder um Husky- und Schneemobilfahrten zu unternehmen und mit etwas Glück das Polarlicht zu beobachten. Der berühmte Wanderweg Kungsleden und der Kebnekaise, der höchste Berg Schwedens, sind nicht weit entfernt. In Jukkasjärvi, ca. 20 km östlich von Kiruna, wird jedes Jahr das Eishotel aufgebaut. Sehenswert ist die Kirche von Kiruna, die 1912 von Gustaf Wickmann errichtet wurde und einem Lappenzelt nachempfunden ist. Sie wurde 2001 zum schönsten Gebäude Schwedens gewählt. Eine weitere Attraktion ist das Forschungszentrum und der Raketenstartplatz Esrange. Von hier sollen in absehbarer Zeit kommerzielle Flüge ins All starten.<br />
Kiruna liegt an der Europastrasse 10. Täglich fährt ein Nachtzug von Stockholm nach Kiruna und zurück. Und Kiruna verfügt außerdem über einen kleinen Flughafen, wo mehrmals täglich Flüge von SAS landen.</p>
<p>Aber die wichtigste Sehenswürdigkeit und überhaupt die wirtschaftliche Grundlage von Kiruna ist das Erzbergwerk. Aufgrund dieses Erzbergewerkes ist Kiruna überhaupt erst entstanden. Das Erz hat hier einen Eisenanteil von bis zu 80 %, der Grund warum sich er Abbau unter den schwierigen Bedingungen nördlich des Polarkreises lohnt.</p>
<p>Ursprünglich war das Gebiet um Kiruna von den Samen besiedelt, die bereits Erz in den Bergen von Kiirunavaara und Luossavaara gefunden hatten. Aber erst mit dem Bau der Erzbahn begann man das Erz kommerziell abzubauen. Rund um die Eisenbahnstation Luossavaare entstand die erste Siedlung. 1890 wurde das Bergbauunternehmen LKAB (Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag) gegründet, das den Eisenerzabbau vorantrieb, den Bau der Erzbahn von Gällivare/Malmberget bis nach Narvik an der norwegischen Küste beschleunigte und das Entstehen der Stadt Kiruna begründete. 1899 erreichte die Erzbahn die damalige Siedlung Luossavaare, die aus einfachen Holzgebäuden bestand und etwa 250 Einwohner beherbergte. Mit der Stadtplanung von Kiruna waren der Architekt Per Olof Hallmann und Gustaf Wickmann beauftragt. Diese Planung war am 27. April 1900 fertig gestellt und zu diesem Zeitpunkt erhielt die Gemeinde den Namen Kiruna. Es wurde genau festgelegt, wo welche Gebäude entstehen sollten. Eine unkontrollierte Siedlung wie in Gällivare und Malberget wollte man so vermeiden. Die Erzbahn wurde 1903 fertig gestellt, d.h. von da an verlief diese von Luleå über Gällivare, Kiruna bis nach Narvik. 1948 wurde Kiruna zur Stadt ernannt und 1963 das neue Rathaus eingeweiht. Die Grube Luossavaara hat man 1974 stillgelegt. Heute wird nur noch im Kirrunavaara Bergwerk abgebaut.</p>
<p>Besucher von Kiruna haben die Möglichkeit, das Bergwerk zu besichtigen. Mit Bussen wird bis 500 m unter die Erde in die Grube hineingefahren. Auf richtigen Straßen fährt man in die Tiefe. Es gibt hier mehr als 500 Kilometer unterirdische Straßen, also bedeutend mehr als an der Oberfläche.</p>
<p>Inzwischen wurde so viel Erz abgebaut, dass die Stadt Kiruna komplett unterhöhlt ist. So wurde bereits 2004 beschlossen, dass die Stadt aus Sicherheitsgründen und auch um weiterhin an das Erz heran zu kommen, verlegt werden muss. Pläne der neuen Stadt wurden 2007 veröffentlicht und so steht der Umbau nun bevor. Die ursprüngliche Planung war, die Stadt zu versetzen, d.h. man plante, sie Schritt für Schritt an das nordwestliche Ende der bestehenden Stadt anzubauen und damit die bestehende Infrastruktur zu erhalten. Aber im Juni 2010 hat man dann schließlich beschlossen, die komplette Stadt 5 km weiter östlich neu aufzubauen. Mit dem Neubau soll 2012 begonnen werden und man beabsichtigt dabei, die alten Holzgebäude sowie größere Gebäude möglichst im Originalzustand zu erhalten.</p>
<p>Kiruna ist ein Ort der Extreme, eiskalt im Winter mit wochenlanger Dunkelheit, kurze Sommerzeit, dafür aber mit hellen Nächten und manchmal leider mit vielen Mücken. Und extrem sind auch die Pläne für den Umbau der Stadt. Manche Reiseführer bezeichnen Kiruna als hässlichste Stadt Schwedens. Aber sie hat auch ihren Reiz, als Anziehungspunkt in den Weiten Lapplands. Und so formulieren es die Einheimischen und Liebhaber der Region: „Fifty million mosquitos can’t be wrong: Kiruna is best!“</p>

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		<title>Västra Götaland &#8211; als Schweden Schweden wurde</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Birger Jarl]]></category>
		<category><![CDATA[Emund der Alte]]></category>
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		<description><![CDATA[Das 11 .Jahrhundert war eine spannende und für uns geheimnissvolle Zeit. Da die Schreibkunst erst in den Anfängen war, sind leider kaum klare und sichere Aussagen aus dieser Zeit erhalten. Viele Rätsel sind noch ungelöst. Wie gesagt, eine spannende Zeit. Schweden war in mehrere Machtzentren unterteilt, z.B. Svealand und Götaland, mit Västra- und Östragötaland. Die [...]]]></description>
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<p>Das 11 .Jahrhundert war eine spannende und für uns geheimnissvolle Zeit. Da die Schreibkunst erst in den Anfängen war, sind leider kaum klare und sichere Aussagen aus dieser Zeit erhalten. Viele Rätsel sind noch ungelöst. Wie gesagt, eine spannende Zeit.</p>
<p><span id="more-5567"></span></p>
<p>Schweden war in mehrere Machtzentren unterteilt, z.B. Svealand und Götaland, mit Västra- und Östragötaland. Die erste bekannte schwedische Grenze wurde im 11. Jahhundert gezogen (Dänemark). König Emund der Alte (1050-60) zog diese Grenze.<br />
Nun begann das schwedische Königreich mit den ersten Königen. Das Kristentum war hier noch sehr jung, begann aber mehr und mehr an Bedeutung zu gewinnen. Nicht zuletzt durch die königlichen Vorbilder, die ihr Reich wie die Regenten auf dem Kontinent führten. Etwa hundert Jahre lang bekämpften sich zwei Geschlechter, aus Västragötaland und Östragötaland, um die schwedische Königskrone. Viele Schlachten, Machtkämpfe und Morde (auch innerhalb der beiden Familien) quälten das Land damals. In dieser (blutgetränkten) Zeit begann das schwedsche Reich Form anzunehmen und im Ausland als schwedisches Reich aufzutreten. Kirchen und Burgen wurden gebaut, Münzen wurden geprägt und Städte wuchsen.</p>
<p>Birger Jarl ist das erste Oberhaupt, der Schweden in einem staatsänlichen Charakter vereinigte. Unser Landesvater, der Stammvater des königlichen Geschlechts. Um 1252 gründete er die Stadt Stockholm. Sein eigentlicher Name war Birger Magnusson (geboren etwa 1210, gesorben 1266). &#8220;Jarl&#8221; war damals eine Art Fürstentitel in den nordischen Ländern. Er war der letzte Schwede, der den Titel &#8220;Jarl&#8221; trug. </p>

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		<title>Stuga, die schwedische Campinghütte als Alternative zum Zelt</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Frankenstein</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[übernachten]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Deutsche machen Jahr für Jahr Urlaub in Schweden. Während manche Urlauber es vorziehen, mit einem Wohnmobil oder angehängtem Wohnwagen die traumhaften Landschaften zu erleben, gibt es viele Campingfreunde, die nur mit Auto und Zelt unterwegs sind. Eine echte Alternative zum Zelt sind die „Stuga bzw. Stugor (Plural)“ genannten kleinen Hütten.
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<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/stugor-stehen-auf-vielen-campingplaezen-in-schwede.jpg"><img class="size-medium wp-image-5189 alignright" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/stugor-stehen-auf-vielen-campingplaezen-in-schwede-300x225.jpg" alt="(C) Thomas Frankenstein" width="300" height="225" /></a>Viele Deutsche machen Jahr für Jahr Urlaub in Schweden. Während manche Urlauber es vorziehen, mit einem Wohnmobil oder angehängtem Wohnwagen die traumhaften Landschaften zu erleben, gibt es viele Campingfreunde, die nur mit Auto und Zelt unterwegs sind. Eine echte Alternative zum Zelt sind die „Stuga bzw. Stugor (Plural)“ genannten kleinen Hütten.</p>
<p><span id="more-5184"></span>Die Massivholzhütten stehen auf vielen Campingplätzen, wirken optisch wie Gartenhäuschen hierzulande, doch in den Stugor steckt mehr als ein Lager für Campingmöbel und Gartengeräte.</p>
<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/campinghuetten-bieten-zumeist-zwei-etagenbetten-un.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5196" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/campinghuetten-bieten-zumeist-zwei-etagenbetten-un-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In den meisten Hütten stehen ein Hochbett oder mehrere Etagenbetten, es gibt einen Tisch mit Stühlen und eine kleine Küche mit Kühlschrank, Kaffeemaschine und Plattenkocher sowie entsprechendes Geschirr. Licht und Heizung haben die Campinghütten auch, fließendes Wasser oder ein WC aber meistens nicht.</p>
<p>Die Vorteile eine &#8220;Stuga&#8221; gegenüber einen Zelt liegen auf der Hand: Man muss kein Zelt aufbauen (und ggf. nass wieder abbauen), man schläft in einem Bett (Bettzeug ist vorhanden, man braucht nur Laken und Bezüge), hat Licht und Strom und die Kochnische reicht für ein paar Übernachtungen vollkommen aus. Und teuer sind die &#8220;Stugor&#8221; auch nicht, im Schnitt kostet ein Vierbetthütte 40,- Euro.</p>
<p>An vielen Straßen stehen Schilder mit &#8220;Stuga / Stugor&#8221; Hinweisen, wer nicht planlos übernachten will, dem sei ein Blick auf <a target="_blank" href="http://www.camping.se"> www.camping.se </a> empfohlen, dort gibt es eine Übersicht der schwedischen Campingplätze.</p>

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		<title>Rekordgewinn für Ikea-Konzern</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[Mikael Ohlsson]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieben weitere Häuser, 4.000 neue Arbeitsplätze und ein Plus von zehn Prozent. Ikea-Chef Mikael Ohlsson präsentierte den Geschäftsjahresabschluss 2011. Billy, Poäng und Co. haben weltweit Hochkonjunktur. Denn je unsicher die Zeiten, desto häufiger ziehen sich die Menschen in die eigenen vier Wände zurück und machen es sich dort gemütlich. „Cocooning“ nennen das die Trendforscher. Davon [...]]]></description>
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<p><strong>Sieben weitere Häuser, 4.000 neue Arbeitsplätze und ein Plus von zehn Prozent. Ikea-Chef Mikael Ohlsson präsentierte den Geschäftsjahresabschluss 2011.</strong></p>
<p>Billy, Poäng und Co. haben weltweit Hochkonjunktur. Denn je unsicher die Zeiten, desto häufiger ziehen sich die Menschen in die eigenen vier Wände zurück und machen es sich dort gemütlich. „Cocooning“ nennen das die Trendforscher. Davon hat der internationale Ikea-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr profitiert. „Formschöne und funktionsgerechte Einrichtungsgegenstände zu Preisen, die so günstig sind, dass möglichst viele Menschen sie sich leisten können“, erklärte Konzernschef Mikael Ohlsson Ende Januar die Ikea-Strategie. Die ging auch im Geschäftsjahr 2011 (Stichtag: 31. August) auf.<span id="more-5552"></span></p>
<p>Trotz wirtschaftlich schlechter Zeiten erzielte die internationale Ikea-Gruppe einen Rekordgewinn. Der Möbelriese verbuchte 2,97 Milliarden Euro Reingewinn, teilte das Unternehmen nun mit. Das entspricht einem Plus von mehr als 10 Prozent. Der Umsatz stieg dabei um 6,9 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro. Darüber hinaus eröffnete Ikea sieben weitere Einrichtungshäuser und stellte 4.000 neue Mitarbeiter ein. Damit waren es zum 31. August nun 287 Läden mit 131.000 Mitarbeitern in 26 Ländern. Außerdem investierte das Unternehmen weiterhin in erneuerbare Energiequellen. 60 Windkrafträder und Photovoltaikanlagen sorgen mittlerweile dafür, dass mehr als die Hälfte des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen stammt.</p>
<p>Mit rund 15 Prozent hat Deutschland im Geschäftsjahr 2011 den größten Anteil am gesamten Konzernumsatz, gefolgt von den USA (elf Prozent), Frankreich (zehn Prozent), Italien (sieben Prozent) und dem Heimatland Schweden mit sechs Prozent.</p>

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		<title>Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter &#8211; Die frühe Monarchie</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/schwedens-geschichte-entwicklung-des-schwedischen-reiches-im-mittelalter-die-fruhe-monarchie/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Birger Jarl]]></category>
		<category><![CDATA[Christianisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Vasa]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Königreich]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Monarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedisches Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Svea Rike]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Mit der Taufe Königs Olov Skötkonnung und der ersten „Einigung“ der Herrschaftsgebiete der Svear und Götar zum Svea Rike (um 1008) unter ihm bricht eine neue Zeit in Schwedens Geschichte an: das Mittelalter. Eine Epoche, die etwa 500 Jahre dauerte. Bis zur Wahl Gustav Vasas zum König 1523. 500 Jahre, in denen sich die [...]]]></description>
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<div id="attachment_5434" class="wp-caption alignleft" style="width: 237px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/540px-Husaby_kyrka_k%C3%A4llan.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5434 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/540px-Husaby_kyrka_k%C3%A4llan.jpg" alt="St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)" width="227" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit der Taufe Königs Olov Skötkonnung und der ersten „Einigung“ der Herrschaftsgebiete der Svear und Götar zum Svea Rike (um 1008) unter ihm bricht eine neue Zeit in Schwedens Geschichte an: das Mittelalter. Eine Epoche, die etwa 500 Jahre dauerte. Bis zur Wahl Gustav Vasas zum König 1523. 500 Jahre, in denen sich die Monarchie durchsetzt, das „Schwedische Reich“ Formen annimmt.<span id="more-5429"></span></p>
<h4>Zentralmacht und „Landschaften“</h4>
<p>Zunächst sah sich die monarchische Zentralmacht Partikularinteressen gegenüber. Der Führungs- und Einigungsanspruch der Könige gegenüber den bis zu 27 „<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landskap_%28Schweden%29#G.C3.B6taland" target="_blank">Landschaften</a>“ (<em>landskap</em>) mit eigenen politischen Führern, eigenen Rechten und eigener Rechtsprechung.</p>
<p>An diesem Dualismus änderte der Zusammenschluss der Gebiete der Svear und Götar nichts. Allein auf die beiden „Gründungsmitglieder“ des Schwedischen Reiches verteilten sich zur Mitte des 11.Jahrhunderts 17 verschiedene Landschaften. Zwar sammelten diese sich hin und wieder zu größeren Verbänden und einem gemeinsamen Herrscher, insbesondere für Kriege, beharrten aber vehement auf ihren eigenen Interessen, sobald sie eine Zentralmacht für überflüssig befanden.</p>
<p>Erschwerend auf die Ansprüche auf die territorialherrschaftliche Einigung unter einer monarchischen Zentralgewalt wirkte sich die Instabilität der Monarchie selbst aus. Thronfeden, Regierungskrisen, Rivalitäten innerhalb der Adelsgeschlechter, auch bedingt durch das Wahlkönigtum waren keine Seltenheit.</p>
<p>So wechselten sich zwischen 11. und 14. Jahrhundert fünf Dynastien auf dem Thron munter ab. Die Ersten, die sich als Könige von Schweden bezeichnen konnten, waren die Ynglingar (Ende 10.Jhd. bis 1060). Ihnen folgten die Stenkilar (ca.1060 bis 1130), die Sverker- und Erik-Dynastie (ca. 1130 bis 1250), die Folkungar und Bjälbo (1250 bis 1364/71) und die Mecklenburger (1364 bis 1389).</p>
<h4>Vier Grundlagen der frühen Monarchie</h4>
<p>Im Ringen mit den Partikularmächten gaben der schwachen Monarchie in ihrem frühen Stadium (von der Jahrtausendwende bis 1250) vier Stützen Halt: die Eriksgata, die Kirche, der Reichsadel und die Außenpolitik.</p>
<p>Auf der sogenannten <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eriksgata" target="_blank">Eriksgata</a> reiste der Monarch durch die verschiedenen Landschaften. Von den regionalen politischen Vertretungen, dem ting, ließ er sich und seine Herrschaft bestätigen über das Reich. Das Prinzip ähnelt den „Reisekönigen“ und den Pfalzen im Frankenreich und dem Deutschen Reich im Mittelalter.</p>
<div id="attachment_5439" class="wp-caption alignright" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Uppsala.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5439 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Uppsala.jpg" alt="Dom zu Uppsala (1289-1435 erbaut). Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0)" width="368" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Dom zu Uppsala (1289-1435 erbaut). Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Mit der im 9. Jahrhundert einsetzenden Christianisierung wächst über einen längeren Zeitraum eine weitere Stütze der Zentralmacht heran. Wobei Kirche und Königtum in ihrer Entwicklung wechselseitig aufeinander angewiesen. Die Etablierung der Kirche – und die damit verbundenen kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen &#8211; und der Erhalt eines eigenen Erzbistums (Uppsala 1164) waren in Schwedens Geschichte insofern bedeutsam, dass sich eine gesamtschwedische Institution herausbildete. Somit eine wichtige Grundlage für Reichseinheit und Monarchie.<br />
Als dritter Pfeiler der Monarchie und deren zentralen Herrschaftsanspruch entwickelte sich zwischen 1060 und 1250 aus der Landschaftsaristokratie der Reichsadel. Die schwedischen Könige setzten durch, dass die hövdingar (Häuptlinge) der Landschaften Boden erwarben – auch außerhalb ihrer angestammten Gebiete. In der Folge nimmt die Bindung der „Landesfürsten“ an ihre „Landschaft“ ab. Zugleich steigt die Abhängigkeit vom Monarchen, um die außerhalb der Stammlande liegenden Güter zu beschützen. Das Verhältnis der Interessen verschiebt sich zugunsten des Reiches.</p>
<p>In dem Streben nach Reichseinheit und zentraler Herrschaft kommt auch eine gesamtschwedische Außenpolitik auf. Die vierte Stütze der frühen Monarchie unterlag der Zuständigkeit von König und Reichsaristokratie. Wobei für die Zeit vor 1250 weniges bekannt ist. Überliefert – in einer Abschrift aus dem 13. Jahrhundert &#8211; ist das sogenannte Grenzdokument (gränsdragningsdokumentet) von 1101. Das Schriftstück belegt ein Treffen der Könige von Schweden, Dänemark und Norwegen in Kungahälla. Hierbei wurden die Grenzen zwischen den drei Königreichen erstmals schriftlich festgehalten.</p>
<p>Ins Reich der Spekulationen fallen dagegen Beziehungen zu anderen (Nachbar-)Mächten. Als wahrscheinlich gilt, dass die schwedischen Könige die Entwicklung der Hanse und ihre Beziehungen im Ostseeraum nicht einfach so hinnahmen. Auch dürfte die Kreuzzugpolitik der dänischen Herrscher, des Heiligen Römischen Reiches und der katholischen Kirche im Ostseeraum dazu geführt haben, dass Schweden seinerseits in den östlichen Ostseeraum vordrang und sich schließlich Finnland einverleibte, im Jahr 1323.</p>
<p>Bis dahin setzt sich die Monarchie durch. Eine zentrale Gestalt auf der nächsten Etappe in Schwedens Geschichte, der Festigung der Zentralgewalt (1250 bis 1319) ist Birger Jarl.</p>

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		<item>
		<title>Sony und Ericsson auf Selbstverwirklichungskurs</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/sony-und-ericsson-auf-selbstverwirklichungskurs/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ericsson]]></category>
		<category><![CDATA[Kazuo Hirai]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Ericsson]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Mobile Communications]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Xperia S]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Ewaldsson]]></category>

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		<description><![CDATA[Ericsson stellt sich neu auf. Nach der Trennung von der Handysparte konzentrieren sich die Schweden fortan wieder auf ihr altes Kerngeschäft, der Ausstattung von Mobiltelefonnetzen. Von Februar 2012 an wird Uwe Ewaldsson – derzeit noch als Leiter des Produktbereichs Radio im Geschäftsbereich Network tätig – als Chief Technology Officer von Stockholm aus den Schwerpunkt Funk- [...]]]></description>
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<p>Ericsson stellt sich neu auf. Nach der Trennung von der Handysparte konzentrieren sich die Schweden fortan wieder auf ihr altes Kerngeschäft, der Ausstattung von Mobiltelefonnetzen. Von Februar 2012 an wird Uwe Ewaldsson – derzeit noch als Leiter des Produktbereichs Radio im Geschäftsbereich Network tätig – als Chief Technology Officer von Stockholm aus den Schwerpunkt Funk- und IP-Technologie vorantreiben. Darüber hinaus wurde der seit 1990 für den Ericsson-Konzern tätige Ewaldsson zum Senior Vice President und zum Leiter der Stabsabteilung Technology &amp; Portfolio Management ernannt.</p>
<p><span id="more-5424"></span></p>
<p>Nach ziemlich genau zehn Jahren hatte sich Ericsson aus dem im Oktober 2001 gegründeten Joint-Venture mit dem japanischen Unterhaltungselektronik-Hersteller Sony zurückgezogen. 1,05 Milliarden Euro haben die Schweden für ihren 50-Prozent-Anteil vom ehemaligen Partner erhalten. Mit dieser Transaktion ging ein umfassender Austausch an Lizenz- und Patentrechten einher.</p>
<p>Zuletzt hatte das Gemeinschaftsunternehmen im hart umkämpften Handy- und Smartphone-Markt zu kämpfen und nach und nach Marktanteile verloren. Allein unter den deutschen Smartphones hatte Sony Ericsson den jüngsten Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen zufolge im Dezember 2011 einen Anteil von nur noch neun Prozent und lag damit auf Platz fünf hinter den Wettbewerbern Nokia (25 Prozent), Apple (23 Prozent), Samsung (15 Prozent) und HTC (14 Prozent). Das spiegelte sich in den letzten Unternehmenszahlen wider: Im vierten Quartal 2011 mussten die Geschäftspartner einen Verlust von 207 Millionen Euro hinnehmen, auf das Gesamtjahr 2011 ein Minus von 247 Millionen Euro.</p>
<p>Und wie geht es mit Sony weiter? Das japanische Unternehmen kann seine Mobiltelefon-Strategie nun alleine bestimmen und die Produkte zum Beispiel mit Tablets und Heimelektronik kombinieren. Auf der Messe Consumer Electronics Show im Januar 2012 stellte Kazuo Hirai, CEO und stellvertretender Präsident der Sony Corporation, den neuen Namen seiner Handy-Sparte vor: „Sony Mobile Communications“ ersetzt nun den Namen „Sony Ericsson“. Eben dort stellt Hirai auch das erste Produkt der neuen Firma vor: das Smartphone Sony Xperia S. Bei Amazon ist das gute Stück schon gelistet – mit dem 16. März als Auslieferungstermin.</p>

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		<title>Geschichte der schwedischen Steinmauern</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 09:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Bauern]]></category>
		<category><![CDATA[Einzäunung]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Steinmauern in Schweden, vor allem in Småland, sind etwas Besonderes. Und sie sind überall zu finden. Ein Spaziergang durch den Wald und plötzlich findet man Reste oder noch gut erhaltene mit Moos bewachsene Steinmauern – wunderschön!]]></description>
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<p>Die Steinmauern in Schweden, vor allem in Småland, sind etwas Besonderes. Und sie sind überall zu finden. Ein Spaziergang durch den Wald und plötzlich findet man Reste oder noch gut erhaltene mit Moos bewachsene Steinmauern – wunderschön! Es wurde ausgerechnet, dass in diesen Mauern 200 Millionen Kubikmeter Naturstein verarbeitet sind. Das reicht für den Bau von 75 Cheopspyramiden! Ein Kubikmeter Steinmauer wiegt etwa 2 to. </p>
<p><span id="more-5420"></span></p>
<p>Die schwedischen Steinmauern sehen nicht immer gleich aus. Es gibt verschiedene Bauweisen. Erst wurde ein Graben von mindestens einem Meter (frostfreie Tiefe) gegraben. Dann wurden entweder „Doppelmauern“ gebaut oder „Einreihige Mauern“. Die älteste Form ist die einreihige Mauerform. Hier werden dann in doppelten Reihen in den Graben Steine gelegt und dann kleinere Steine darauf gestapelt und so weiter. Diese Mauern sind nicht sehr stabil und werden bei Berührung von dem Vieh schnell umgerissen, welches aber gewollt ist. Denn das erschreckt die Tiere und sie halten danach entsprechenden Abstand von der Mauer-Einzäunung. Diese Art der Mauer ist schneller gebaut, muss allerdings viel öfter repariert und in Stand gehalten werden. Oft wurden diese Mauern auch als Grenzmarkierung gebaut. </p>
<p>Die häufigste Art ist die „Doppelmauer“. Diese Mauer wird, wie der Name es schon sagt, doppelt gelegt und in der Mitte mit kleineren Steinen aufgefüllt. Da die Mauern frostfrei in dem ca. ein Meter tiefen Graben begonnen wurden und oben schräg nach innen gestapelt wurden, waren sie sehr stabil. Es war wichtig die oberste Schicht, den Abschluss, so eben wie möglich zu legen. Es ist bewundernswert, wie viel Technik und Arbeit darin steckt.</p>
<p>Die verschiedenen Landstriche haben oft verschiedene Mauer-Bauweisen, wie z.B.Blekinge mit so genannten „Halbmauern“. Das sind niedrige Doppelmauern, mit traditionellen Holzzäunen darauf. </p>
<p>Der Bau war sehr schwere Arbeit und oft half die gesamte Familie, auch die Kinder. In vielen Teilen Schwedens war es üblich den Kindern zur Konfirmation zum Psalmbuch auch eine Hacke zu schenken, die beim Mauerbau gebraucht wurde. Die Mädchen bekamen oft eine leichtere rot bemalte Hacke. Die Frauen mussten nach ihrer Hochzeit nicht mehr ganz so hart beim Mauerbau mitarbeiten und zwei Wochen vor und nach der Geburt eines Kindes hatten sie „Mauerbau-Pause“.</p>
<p>Mit der Rationalisierung in den 50er Jahren wurden viele hundert Kilometer Steinmauer abgebaut. Heute sind sie geschützt und es wird wieder viel Wert darauf gelegt sie zu erhalten. Die Mauern dürfen nicht ergänzt oder umgebaut werden. Es ist verboten sie zu verändern. Abfall, Steine, Silagereste oder Erde dürfen nicht auf oder in direkter Nähe der Mauern entsorgt werden.</p>
<p>Nicht nur die eigentlichen Mauern sollen so geschützt werden, sondern auch die vielen Tiere und Pflanzen, die in den Mauern leben. Schlangen, Eidechsen, Insekten und und und. Viele Schlangen und Salamander nutzen den Schutz der Bauwerke für ihren Winterschlaf. Das warme Mikroklima bedingt auch bei vielen Pflanzen das frühere Frühlingsblühen. Hiervon profitieren die Insekten. Diese sind Futter für Vögel, Frösche und Fledermäuse. Viele Vogelarten leben in der Nähe oder direkt in den Steinmauern.</p>
<p>So hat das „steinreiche“ Schweden aus der Not, die Wiesen und Felder überhaupt nutzbar zu machen, mit viel Schweiß wunderbare sehenswürdige Monumente geschaffen. Keine Mauer ist gleich und alle Mauern scheinen kleine Geschichten zu erzählen. Wie sah dieser Wald z.B. vor langer Zeit aus, als hier eine Mauer entstand&#8230;</p>

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		<title>Das Dalahäst – Symbol für Dalarna</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/das-dalahast-%e2%80%93-symbol-fur-dalarna/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Avesta]]></category>
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		<category><![CDATA[Nusnäs]]></category>
		<category><![CDATA[Pepparkakor]]></category>
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		<category><![CDATA[Rättvik]]></category>
		<category><![CDATA[Siljansee. Kurbitsmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Småland]]></category>

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		<description><![CDATA[Denkt man an ein Souvenir aus Schweden ,so fällt einem sicher gleich das Dalahäst – das Dalapferdchen ein. Jeder, der mal in Schweden Urlaub gemacht hat, hat sicher mit dem Dalapferdchen Bekanntschaft gemacht und der ein oder andere Schwedenbesucher nimmt sich sicher auch eines als Andenken mit nach Hause. Es gibt sie ja in allen [...]]]></description>
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<div class="wp-caption alignnone" style="width: 150px"><img title="Dalahäst" src="http://www.schwedenstube.de/grafiken/ct_Dalapferd.jpg" alt="Dalahäst" width="140" height="140" /><p class="wp-caption-text">Dalahäst</p></div>
<p>Denkt man an ein Souvenir aus Schweden ,so fällt einem sicher gleich das Dalahäst – das Dalapferdchen ein. Jeder, der mal in Schweden Urlaub gemacht hat, hat sicher mit dem Dalapferdchen Bekanntschaft gemacht und der ein oder andere Schwedenbesucher nimmt sich sicher auch eines als Andenken mit nach Hause.<br />
<span id="more-5114"></span></p>
<p>Es gibt sie ja in allen Variationen, winzig kleine, bei denen man sich fragt, wie diese Minipferdchen eigentlich bemalt werden, bis zu richtig großen. Das kleinste soll eine Länge von 2,2 mm und eine Höhe von 3,4 mm haben, das größte Dalahäst ist etwa haushoch, aus Beton und steht bei einem Rastplatz an der Straße 70 in der Nähe von Avesta, also etwa dort, wo die Provinz Dalarna beginnt. Früher war die traditionelle Farbe ein schönes leuchtendes Rot, heute gibt es die Pferdchen in allen Farben: gelb, rosa, hellblau, dunkelblau, dunkelrot, weiß usw. Zu Weihnachten findet man auch sogenannte „Pepparkakshästar“ – Pferdchen, die in den Farben der Pepparkakor bemalt sind. Außerdem wird das beliebte Pferdchen als Dekoration auf allerlei Gegenständen verwendet – Servietten, Tischsets, Gläser, T-Shirts, Schürzen, Taschen, alles was man sich nur vorstellen kann. Auch werden heute, im gleichen Stil wie die Pferdchen, Schweine und Hähne hergestellt, oder auch einfach spaßeshalber sitzende Pferde.<br />
Inzwischen haben auch die Glasbläsereien in Småland schon begonnen, das Motiv des Dalahäst in ihre Glasprodukte einzuarbeiten.</p>
<p>Das traditionelle schwedische Symbol ist in ganz Schweden, von Nord nach Süd, bekannt und beliebt und ist eigentlich schon ein Symbol für Schweden geworden. Seine Heimat ist jedoch, wie der Name schon sagt, die Provinz Dalarna, eine Region, die noch sehr mit Traditionen verbunden ist und wo auch das Dalahäst traditionell eine große Rolle spielte und noch spielt.<br />
In früheren Zeiten arbeiteten die Menschen auf dem Feld, das Pferd war dabei ein großer Freund und Helfer. In den Wintermonaten, als die Arbeit draußen nachließ und man sich mehr im Haus aufhielt, saß man in den langen Winternächten am Kamin und schnitzte kleine Pferdchen aus Holz als Spielzeug für die Kinder. Daraus entstanden im Laufe der Zeit die beliebten Dalahäster, die dann nicht nur geschnitzt, sondern auch schön bunt bemalt wurden.</p>
<p>Heute werden die Dalapferdchen in den beiden Werkstätten Grannas A Olssons und Nils Olsson in dem kleinen Ort Nusnäs am Siljansee immer noch in Handarbeit produziert. Man kann die Werkstatt besuchen und zusehen, wie aus einem Stück Holz ein schönes bemaltes und lackiertes Holzpferdchen wird. Zuerst kommt man in den Bereich, wo die Pferdchen aus dem Holz ausgesägt werden und die grobe Grundstruktur bekommen. Anschließend kann man zusehen, wie daraus das Pferd in Rohform geschnitzt wird. Danach wird die rote Farbe (oder je nachdem auch eine andere Farbe) aufgetragen. Im Raum nebenan sitzen dann Frauen, die die Pferdchen schön bemalen, das typische Muster aufbringen. Man nennt diesen Stil Kurbitsmalerei. Nun folgt noch der Lack und anschließend können sie im angrenzenden Geschäft verkauft werden. Dort stehen dann auch noch allerhand weitere Gegenstände in Zusammenhang mit dem Dalahäst oder einfach sonstige Souvenirs aus Dalarna zum Verkauf.</p>
<p>Ein Besuch in diesen beiden Werkstätten lohnt sich, einerseits, um mal zuzusehen, wie die kleinen (und größeren) Pferdchen hergestellt werden und auch um in den beiden Geschäften zu stöbern. Das Angebot ist sehr umfangreich und hier findet man sicher etwas, was man mit nach Hause nehmen kann.</p>
<p>Ursprünglich hatte jedes Dorf in Dalarna, vor allem die Ortschaften um den Siljansee ihr eigenes Dalahäst. So waren z.B. das Rättvik-Pferd grau und das Leksand-Pferd gelb. Mitten im Ort Rättvik steht ein solches graues Rättvik-Pferd in einer etwas größeren Ausführung. Vor einigen Jahren wurde damit begonnen, auch diese, den einzelnen Dörfern zugeordneten Dalahäster wieder herzustellen und zu verkaufen. Gelegentlich hat man auch die Möglichkeit, wirklich alte, antike Pferdchen zu bestaunen, so z.B. in Museen und Ausstellungen. Auch in Nusnäs in den Dalahäst-Produktionsstätten hat man noch ein paar Exemplare aufbewahrt.</p>
<p>Aber vor allem die roten Pferdchen kennt jeder Schweden-Liebhaber. Es gibt wohl kein Symbol, das typischer für Schweden ist, als das Dalapferdchen.</p>

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		<title>Schwedische Modemarken und Onlineshops</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 19:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Schaut man sich die neueste Mode an, die in deutschen Modemagazinen präsentiert und beworben wird, so fallen dem aufmerksamen Leser immer öfter schwedische Marken als Hersteller auf. Das „Scandinavian Design“ bzw. „Swedish Design“ ist voll im Trend, und das gilt schon lange nicht mehr nur für Möbel und Einrichtungsgegenstände. Vorreiter war wohl H&#38;M, die schwedische [...]]]></description>
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<p>Schaut man sich die neueste Mode an, die in deutschen Modemagazinen präsentiert und beworben wird, so fallen dem aufmerksamen Leser immer öfter schwedische Marken als Hersteller auf. Das „Scandinavian Design“ bzw. „Swedish Design“ ist voll im Trend, und das gilt schon lange nicht mehr nur für Möbel und Einrichtungsgegenstände. Vorreiter war wohl H&amp;M, die schwedische Modemarke, die die allerneusten Trends zu erschwinglichen Preisen umsetzte und heute weltweit Läden besitzt.<span id="more-5339"></span></p>
<p>Die Liste der weiteren schwedischen Modelabel ist lang. Da gibt es „Tiger of Sweden“, die Marke, die ihre schwedische Herkunft selbstbewusst im Titel trägt. „Modekungen“ (Modekönig) trägt sogar einen schwedischsprachigen Namen. Dieses Label gibt es zwar zur Zeit nur in Schweden,  es besitzt aber einen Onlineshop mit umfassendem Angebot. &#8220;Acne&#8221; startete 1996 mit Designer-Jeans in charakteristischem Schnitt und Stickerei. Viele weibliche Hollywoodstars bekennen sich bereits als Fans. In Deutschland besitzt dieses Label unter anderem Shops in Berlin und Hamburg. &#8220;Tiger of Sweden&#8221;  ist der Klassiker unter  den schwedischen Modemarken. Bereits 1903 gegründet, stand es lange Zeit für klassische Herrenmode, bevor es in den neunzigern  auf junge Trenmode umsattelte.&#8221; Gina Tricot&#8221;, 1997 gegründet konzentrierte sich gleich auf Damenmode. &#8220;Kriss&#8221; fühlt sich seiner schwedischen Herkunft besonders verbunden, die Produktion findet  in Schweden statt und für das Design steht die heimische Natur als Vorbild.</p>
<p>Aufwind hat vielen schwedischen Modemarken sicher auch die zunehmende Verbreitung von Onlineshops gebracht. Sie geben vor allem den jüngeren Unternehmen die Möglichkeit, europaweit, ja sogar weltweit  ihre Ware zu vertreiben, solange sie noch keine Filialen in den entsprechenden Ländern haben. Einige von ihnen haben sogar gleich die Preise benutzerfreundlich in Euro und nicht mehr nur in schwedischen Kronen angegeben. Das lästige Umrechnen fällt somit schon mal weg. Was früher als Geheimtipp für Schwedenreisende begann, ist heute oftmals ein international agierendes Unternehmen. Nun kann sich die deutsche Kundin ihren heißgeliebten schwedischen Style ganz bequem per Packet nach Hause schicken lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Der Weg als Ziel: Mit der Fähre nach Schweden</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 07:12:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Singer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Fähre]]></category>
		<category><![CDATA[Fährüberfahrten]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweden-Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedenfähre]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogelfluglinie]]></category>

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		<description><![CDATA[In der altnordischen Sage ging es mit dem &#8220;Wellenross&#8221; über die &#8220;Walstraße&#8221;, wenn die Krieger und Eroberer in andere Teile der Welt ziehen wollten. Durch das Meer vom Kontinent getrennt, haben die Nordmänner ihre beschwerlichen und gefährlichen Schiffsreisen ziemlich poetisch beschrieben. Heute ist davon nicht mehr viel übrig &#8211; aber die Anstrengung einer Überfahrt zur [...]]]></description>
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<div id="attachment_5321" class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Faroe_stamp_407_helmsman.jpg"><img class="size-full wp-image-5321   " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Faroe_stamp_407_helmsman.jpg" alt="Wikinger Schiff" width="195" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Briefmarke der Färöer-Inseln zeigt einen Seemann der Wikingerzeit.</p></div>
<p>In der altnordischen Sage ging es mit dem &#8220;Wellenross&#8221; über die &#8220;Walstraße&#8221;, wenn die Krieger und Eroberer in andere Teile der Welt ziehen wollten. Durch das Meer vom Kontinent getrennt, haben die Nordmänner ihre beschwerlichen und gefährlichen Schiffsreisen ziemlich poetisch beschrieben. Heute ist davon nicht mehr viel übrig &#8211; aber die Anstrengung einer Überfahrt zur See müssen Schweden-Reisende noch heute auf sich nehmen. Und was wäre das moderne nordeuropäische Verkehrsnetz ohne einen regen Fährbetrieb!?</p>
<p>Für Schweden-Touristen ist die Fahrt übers Meer bereits ein Teil des Urlaubs. Und der Weg ist das Ziel: Man geht an Bord, genießt die Aussicht und die Annehmlichkeiten auf dem Schiff. Die Hafen-Aus- und Einfahrt können Passagiere lange genießen, denn das Tempo der Fähre ist hier sacht genug, um sich richtig &#8220;satt zu sehen&#8221;. Eine Fährüberfahrt ist also immer noch: Reisen mit Zeit und Muße.<span id="more-5320"></span></p>
<p>Trotzdem wollen Urlauber natürlich wissen, welche Fährverbindung die schnellste oder günstigste ist. Hier helfen Direktvergleiche zwischen den Anbietern &#8211; und natürlich die Schwedenstube! Im Portal <a target="_blank" href="http://www.schwedenstube.de" target="_blank">www.schwedenstube.de</a> unter &#8220;Fährticket-Buchung&#8221; haben wir eine Auswahl der wichtigsten Schiffsverbindungen von Deutschland nach Schweden: <a target="_blank" title="http://www.schwedenstube.de/faehren.php" href="http://www.schwedenstube.de/faehren.php" target="_blank">http://www.schwedenstube.de/faehren.php</a>.</p>
<div id="attachment_5324" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Skandi-Karte.jpg"><img class="size-medium wp-image-5324" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Skandi-Karte-300x249.jpg" alt="Fährverbindungen" width="300" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Häfen und Verbindungen für den Start in den Schweden-Urlaub.</p></div>
<p>Kiel, Puttgarden, Travemünde, Rostock oder Sassnitz bieten sich als Starthäfen für Schweden-Urlauber an. Ein Blick auf die Landkarte zeigt bereits die verschiedenen Strecken und Ziele. Je nach Vorliebe, Zeit und Geldbeutel kann man dann wählen: Sollte man der Vogelfluglinie folgen &#8211; und die Autofahrt mit zwei Fährstopps auflockern? Oder will man bei tuckernden Schiffsmotoren in einer Kabine einschlafen und morgens auf der anderen Seite der Ostsee aufwachen?</p>
<p>Da die Preise für Fährtickets je nach Saison und Auslastung variieren, verlinken wir in der Schwedenstube direkt auf die Homepages der Reedereien. Hier kann man sich bequem und unverbindlich durch die Suchfunktionen klicken und sich den individuellen Preis anzeigen lassen. Er hängt von der gewählten Strecke, der Personenzahl und der Reisezeit ab. Hier wird auch genau angezeigt, wie lange die Fähren unterwegs sind.</p>
<p>Wer mit Seekrankheit zu kämpfen hat, sollte die kurzen Strecken wählen. Auch wenn die Ostsee erfahrungsgemäß sehr ruhig ist, können die oft hoch aufragenden Fährschiffe auf langen Wellen &#8220;rollen&#8221; &#8211; für manche Reisende ist dies auf die Dauer unangenehm.</p>
<p>Wer weniger empfindlich ist, mag die Überfahrt als willkommene Auszeit ansehen und sich mal richtig amüsieren! Die meisten Fähren bieten ein Unterhaltungsprogramm, Bars, Buffets, Spiel- und Shoppingmöglichkeiten. Mehr und mehr Anbieter wollen sich hier als Mini-Kreuzfahrtschiffe etablieren und bieten daher auch Angebotspakete, bei denen die Schiffsreise &#8211; und nicht der Landgang &#8211; im Zentrum steht. Neueste Infos zu solchen Cruise-Paketen daher regelmäßig auch auf unserer <a target="_blank" title="http://www.facebook.com/Schwedenfaehren?sk=wall" href="http://www.facebook.com/Schwedenfaehren?sk=wall" target="_blank">Facebook-Seite</a>.</p>
<div id="attachment_5325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/6010898779_1d0a73333b_z.jpg"><img class="size-full wp-image-5325  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/6010898779_1d0a73333b_z.jpg" alt="Stena-Fähre" width="512" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">Die Einfahrt in den Göteborger Hafen ist ein echtes Erlebnis. Foto: Stena Line</p></div>

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		<title>Arctic Ballon Adventure – Heiße Luft in Gällivare</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/arctic-ballon-adventure-%e2%80%93-heise-luft-in-gallivare/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 03:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag in Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Arctic Balloon Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Ballonfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gällivare]]></category>
		<category><![CDATA[Heißluftballon]]></category>
		<category><![CDATA[Night Glow]]></category>
		<category><![CDATA[Polarkreis]]></category>
		<category><![CDATA[schwedisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedisch-Lappland]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Februar lädt das nordschwedische Gällivare zum „Arctic Balloon Adventure“. Ballonteams aus allen Ecken Europas kommen zusammen, um in eisigen Höhen ihre Wettbewerbe auszutragen – das winterliche Lappland unter sich, grandiose Aussicht rundum. Ein unvergessliches Erlebnis auch für den „normalen“ Besucher. Lappland unter Schnee und Eis, strahlend blauer Himmel, weite Sicht &#8211; das Ideal, welches [...]]]></description>
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<div id="attachment_5171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 584px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Winter-Lappland.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5171 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Winter-Lappland.jpg" alt="Winterliches Lappland. Foto: Nosleeper (Roberto Terracciano) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="574" height="114" /></a><p class="wp-caption-text">Winterliches Lappland. Foto: Nosleeper (Roberto Terracciano) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Im Februar lädt das nordschwedische Gällivare zum „Arctic Balloon Adventure“. Ballonteams aus allen Ecken Europas kommen zusammen, um in eisigen Höhen ihre Wettbewerbe auszutragen – das winterliche Lappland unter sich, grandiose Aussicht rundum. Ein unvergessliches Erlebnis auch für den „normalen“ Besucher.<span id="more-5168"></span></p>
<p>Lappland unter Schnee und Eis, strahlend blauer Himmel, weite Sicht &#8211; das Ideal, welches die Ballonfahrer auch dieses Jahr wieder erhoffen. 100 Kilometer nördlich des Polarkreises.</p>
<h4>Ballonfahren in Schwedens Norden</h4>
<p>Zum sechsten Mal findet das „Arctic Ballon Adventure“ statt. Gastierte das Spektakel die ersten Jahre im finnischen Levi, ist Gällivare nun zum zweiten Mal Austragungsort des „heiß-kalten“ Abenteuers. Kernveranstaltungszeitraum ist vom 7. bis 17. Februar. Dann tragen die Ballonteams ihre Wettbewerbe aus.</p>
<p>Unter dem Motto „Be part of the team“ können Besucher und Interessierte das Schauspiel vom 2. bis 20. Februar 2012 genießen und auch selbst den Korb besteigen, in den Himmel über Schwedisch-Lappland aufsteigen. Die Fahrt dauert zwischen ein und zwei Stunden. Still – hin und wieder vom Brenner unterbrochen – gleiten die Heißluftballons mit rund 50 km/h übers Land, in bis zu 800 Meter Höhe. Dabei heißt es warm anziehen. Hier oben betragen die Temperaturen -20 bis -35 Grad. Auch für erfahrene Ballonfahrer eine Herausforderung, eben ein Abenteuer. Beinahe wie vor hundert Jahren.</p>
<p>Eindrücke vom vergangenen Jahr:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/WrNwTRa5_IA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Im Ballon zum Nordpol</h4>
<p>Die Geburt des „Arctic Balloon Adventure“ geht auf Hendrik E. ten Cate (Easy Event GmbH) und Ton Kurvers (European Ballon Company) zurück. Inspirieren ließen sich die beiden Holländer jedoch von einem Schweden.</p>
<p>1897 machten sich der Ingenieur Salomon August Andrée und zwei Mitstreiter auf, zum damals noch unentdeckten Nordpol – in einem Wasserstoffballon. Eine Geschichte fast wie bei Jules Verne. Allerdings ohne glückliches Ende: Schon nach kurzer Zeit mussten die Abenteurer notlanden. Wahrscheinlich war die Ballonhülle beschädigt und das Gas entwich. Es folgte ein dreimonatiger Fußmarsch durch Eis und Schnee. Die Strapazen waren zu groß. Das Trio bezahlte seinen Wagemut mit dem Leben – kurz vorm Erreichen menschlicher Siedlungen.</p>
<p>Dank besserer Ausrüstung und Technik haben es die heutigen Ballonfahrer um einiges leichter. Für ungeplante Landungen halten sich Rettungsteams bereit. Dennoch kitzelt das „Arctic Balloon Adventure“ die Nerven.</p>
<h4>Night Glow – Heiße Farben mit Musik</h4>
<p>Nicht in eisiger Höhe, sondern am Boden, zu Füßen des Dundret bietet das „Night Glow“ ein sehenswertes Schauspiel aus Feuer, Farben und Musik. Wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist, werden die Brenner der Ballons gezündet, die Flammen tanzen im Rhythmus der zugehörigen Musik. Die Farbenpracht der Heißluftballons leuchtet ins nordschwedische Dunkel.</p>
<p>Das Wetter muss mitspielen, bei diesem Schauspiel, wie bei den Ballonfahrten selbst. Ansonsten lohnt sich auch eine Erkundung Gällivares, wo Inlandsbanan und Erzbahn aufeinandertreffen. Der Muddus Nationalpark fast vor der Haustür.</p>
<p>Wer sich in das „Arctic Balloon Adventure“ stürzen möchte, findet unter <a target="_blank" href="http://www.gellivarelapland.se/" target="_blank">www. gellivarelapland.se</a>, <a target="_blank" href="http://www.skytours-ballooning.de" target="_blank">www.skytours-ballooning.de</a> und <a target="_blank" href="http://www.hot-air-balloon-adventure.com/" target="_blank">www.hot-air-balloon-adventure.com</a> informieren.</p>
<p>Ein kleiner Tipp, der die Reisekasse schont: Es heißt Ballonfahren, nicht Ballonfliegen. Lass lieber andere die Runde Sekt ausgeben.</p>

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		<title>Systembolaget</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 12:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist heute kein Problem mehr, alkoholische Getränke mit in den Schwedenurlaub zu nehmen. Das Einfuhr-Gesetz wurde stark gelockert und es gibt einen „Gummiparagraphen“, der genug Alkohol für den persönlichen Bedarf erlaubt. Möchte man in Schweden seinen „Sprit“ kaufen, ist das allerdings auch kein Problem. Denn jeder, der über 20 Jahre alt ist, kann im Systembolaget Alkohol ab 3,5 % kaufen. ]]></description>
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<p>Systembolaget – warum?</p>
<p>Es ist heute kein Problem mehr, alkoholische Getränke mit in den Schwedenurlaub zu nehmen. Das Einfuhr-Gesetz wurde stark gelockert und es gibt einen „Gummiparagraphen“, der genug Alkohol für den persönlichen Bedarf erlaubt.</p>
<p>Möchte man in Schweden seinen „Sprit“ kaufen, ist das allerdings auch kein Problem. Denn jeder, der über 20 Jahre alt ist, kann im <strong>Systembolaget</strong> Alkohol ab 3,5 % kaufen. Es werden hier auch viele alkoholfreie Getränke angeboten, wie alkoholfreien Wein oder Sekt. Die Preise sind allerdings meist höher, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Zu empfehlen ist aber das Kaufen von Wein. Da das Monopol &#8220;Systembolaget&#8221; für ganz Schweden einkauft, ist es möglich, sehr gute Weine günstiger zu kaufen als in Deutschland. Die Weine werden nicht nur in Flaschen, sondern meistens in 3 l Kartons verkauft. Das sind keine billigen „Tetrapak-Weine“, wie viele denken, sondern sehr gute Tropfen, die in diesem Karton lange luftdicht verschlossen, auch angebrochen, halten.</p>
<p><span id="more-5162"></span></p>
<p>Warum Schweden diesen Weg des Alkoholvertriebes gewählt hat, hat eine lange Geschichte. Und es hängt natürlich eigentlich damit zusammen, dass man den Alkoholkonsum eingrenzen möchte. Wie weit das wirklich funktioniert, ist schwierig zu sagen. Aber es ist, vor allen Dingen unter den jungen Leuten, üblich, sich seinen Wochenend-Party-Drink selbst zu brauen und so sind viele, nicht ganz gesundheitlich unbedenkliche Getränke im Umlauf, die oft krank machen. Aber dieses Problem ist wohl kaum in den Griff zu bekommen&#8230;. Mit oder ohne Systembolaget.</p>
<p>Vor mehr als 200 Jahren entstand in Schweden das Problem, dass vor allen Dingen die arme Bevölkerungsschicht zu viel trank. Das war kein Wunder, denn noch Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Lohn teilweise in Branntwein ausgezahlt, um den Hunger zu stillen, der damals oft herrschte. Es wurde von der Regierung empfohlen, so und so viel Schnaps zu sich zu nehmen, um nicht zu hungern und nicht zu freieren. Sogar den Kindern wurde Alkohol gegeben. Das dieses aber keine so gute Lösung war, ist klar und es entstanden Organisationen gegen den Alkoholmissbrauch. Sehr strenge Abstinenzler-Orden wurden gegründet und auch organisierte Gruppen, die den Genuss von Alkohol zwar gestatteten, aber nur eingeschränkt. Ein weiteres Problem bestand darin, dass die Leute sich ihren Schnaps selbst brannten und große Mengen der Kartoffel- und Getreideernte zur Alkoholherstellung verbraucht wurde und nicht auf dem Teller landete. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es ca. 175.000 Destillen in Schweden. 1837 entstand die älteste Abstinenzler-Organisation („Svenska Nykterhetssällskapet“).</p>
<p>Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Schweden das weltweit erste Alkoholmonopol in Falun gegründet. Der Anfang des &#8220;Systembolagets&#8221;. 1860 wurde verboten, Alkohol an unter 18 Jährige zu verkaufen und das private Heimbrennen wurde ebenfalls verboten. Die Alkohol-Geschäfte verbreiteten sich über das gesamte Land und 1870 wurde beschlossen, das der Gewinn dieser Läden dem Staat gehört. Das war der Anfang.</p>
<p>Während des ersten Weltkrieges waren alkoholische Getränke stark rationiert. Ab 1917 hatten alle Erwachsenen ein „motbok“, indem der Kauf von Alkohol vermerkt wurde. Dieses Buch wurde ab 1914 eingeführt und später dann im gesamten Land Pflicht. Die Abstinenzler-Vereinigungen wuchsen und 1922 wurde eine Volksbefragung über das Alkoholverbot durchgeführt. Die Abstimmung ging sehr eng aus, es wurde dann aber sehr kanpp beschlossen, dass Wein, Schnaps und Bier weiter verkauft werden durfte, aber eingeschränkt. So hielten sich die „Motbok“-Bücher bis 1955 in Schweden.</p>
<p>Heute darf in den Systembolagen kein Alkohol an Personen, die bereits berauscht sind, verkauft werden. Der Verkauf ist stark reglementiert, so dürfen keine Mengenrabatte gegeben werden und die Bündelung in Kisten oder z.B. „Six-Packs“ ist verboten.</p>
<p>Eine Lockerung gibt es seit dem 5. Juni 2007, als der Europäische Gerichtshof entschied,</p>
<p>dass die schwedische Alkoholpolitik in Teilen gegen den Grundsatz des freien Warenverkehrs verstößt. Jetzt dürfen die Schweden auch Alkohol direkt aus dem EU-Ausland bestellen (per Versandhandel) und müssen es nicht über das Systembolaget ordern, wie vorher.</p>

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		<title>Königin Victoria von Schweden – eine aus Baden stammende schwedische Königin</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Adolf IV]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav V.]]></category>
		<category><![CDATA[König Oscar II]]></category>
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		<category><![CDATA[Schloss Soliden]]></category>
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		<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie die derzeitige Königin Silvia ist schon vor etwa 100 Jahren bereits eine Deutsche durch Heirat Königin von Schweden geworden. Es handelte sich dabei um die aus Baden stammende Victoria, die den schwedischen Kronprinzen Gustav heiratete und dadurch ins schwedische Königshaus einzog und Königin wurde. Die jetzige Kronprinzessin Victoria von Schweden ist übrigens nach ihr [...]]]></description>
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<p>Wie die derzeitige Königin Silvia ist schon vor etwa 100 Jahren bereits eine Deutsche durch Heirat Königin von Schweden geworden. Es handelte sich dabei um die aus Baden stammende Victoria, die den schwedischen Kronprinzen Gustav heiratete und dadurch ins schwedische Königshaus einzog und Königin wurde. Die jetzige Kronprinzessin Victoria von Schweden ist übrigens nach ihr benannt.<br />
<span id="more-5111"></span></p>
<p>Sophia Maria Viktoria von Baden kam am 7. August 1862 in Karlsruhe als zweites Kind von Großherzog Friedrich I von Baden und seiner Frau Luise, Tochter des späteren Kaisers Wilhelm I, zur Welt. Sie war somit die Cousine von Kaiser Wilhelm II. Mit ihren beiden Brüdern Friedrich und Ludwig wuchs sie im Karlsruher Schloss auf, die Sommermonate verbrachte man in der Sommerresidenz, Schloss Mainau. Viktoria sprach mehrere Sprachen, sie war eine gute Reiterin, sie malte und fotografierte gerne und spielte Klavier. 1881 heiratete sie den Kronprinzen Gustav von Schweden und Norwegen, der 1907 als Gustav V König von Schweden wurde. Vor dieser Heirat war sie in den russischen Großfürsten Nikolaj verliebt, der Zar lehnte jedoch diese Verbindung ab, da Viktoria und Nikolaj Cousin und Cousine waren. Ihre Mutter Louise befürwortete dagegen eine Heirat mit dem deutschen Kronprinzen Wilhelm, aber das wurde vom Reichkanzler Bismarck ebenfalls abgelehnt. Gustavs Vater, König Oscar II war daran interessiert, eine stärkere Bindung an Deutschland zu erzielen, somit hatte die Hochzeit zwischen Gustav und Victoria einen politischen Hintergrund. Die beiden trafen sich 1879 zum ersten Mal, aber von richtiger Liebe konnte keine Rede sein. Trotzdem wurde Viktoria Königin von Schweden und bis zur Auflösung der Union mit Norwegen auch Königin von Norwegen. Von nun an wurde ihr Name Victoria geschrieben. Die Hochzeit fand in Karlsruhe statt, anschließend reiste das Königspaar nach Stockholm, wo ihm ein großer Empfang bereitet wurde. Die Hochzeitsfeierlichkeiten zogen sich über mehrere Tage hin. Viktoria engagierte sich stark im Wohltätigkeitsbereich, es fiel ihr jedoch schwer, sich an die schwedischen Traditionen zu gewöhnen.<br />
Das Paar bekam 3 Kinder:<br />
Gustav Adolf IV, der später ebenfalls König von Schweden wurde, geboren 1882<br />
Wilhelm, Herzog von Södermalmland, geboren 1884<br />
Erik, Herzog von Westermanland, geboren 1889</p>
<p>Nach der schweren Geburt ihres dritten Sohnes und einer darauf folgenden Lungenentzündung reiste das Königspaar nach Ägypten, wo sich Viktoria erholen sollte. Als sie anschließend nach Schweden zurückkehrten, begann sie sich für Archäologie zu interessieren, ließ Ausgrabungen durchführen und begann ägyptische Altertümer zu sammeln, die sie später dem Ägyptologischen Institut der Universität Uppsala vermachte. 1895 erhielt diese Sammlung mit Erlaubnis des Königshauses den Namen „Victoria Museum für ägyptische Altertümer“. Auch heute ist diese Sammlung immer noch Teil des Museums Gustavianum der Universität Uppsala.</p>
<p>Im Sommer wohnte die Königsfamilie gewöhnlich auf Schloss Tullgarn, was jedoch für den schon angeschlagenen Gesundheitszustand von Viktoria nicht förderlich war. Das Schloss war alt und überall war es feucht, so dass eine neue Sommerresidenz notwendig wurde. Auf Veranlassung Königin Victorias wurde 1903-1906 Schloss Soliden auf der Insel Öland erbaut. Als Vorbild für Soliden galt die Villa San Michele auf Capri des Arztes und Schriftstellers Axel Munthe. Schloss Soliden ist ja auch heute immer noch die Sommerresidenz des schwedischen Königspaares und Kronprinzessin Victoria feiert hier jedes Jahr ihren Geburtstag.</p>
<p>Aber zurück zur früheren Victoria. Die Ehe von Victoria und Gustav war nicht besonders glücklich, zumal sich Gustav auch immer mehr zu seiner Bisexualität bekannte. 1890 lerne Victoria auf einer Reise nach Italien in Capri den schon erwähnten Arzt und Schriftsteller Axel Munthe kennen. Die beiden verstanden sich großartig, führten viele Gespräche und 1893 wurde Munthe ihr Leibarzt. Sie verbrachte viel Zeit in Rom und Munthe kümmerte sich um ihren Gesundheitszustand. Auf einer Reise nach Venedig kamen sich die beiden dann näher. Zeit ihres Lebens war Victoria mit Axel Munthe in Liebe und Freundschaft verbunden, wobei sie während des Ersten Weltkriegs für sieben Jahre getrennt waren und nur brieflich in Verbindung bleiben konnten.</p>
<p>Nach dem Tod des schwedisches Königs Oscar II im Jahre 1907 wurde Gustaf König und Victoria somit Königin von Schweden. Die nächste Zeit war geprägt von vielen Reisen und Staatsbesuchen. 1908 heiratete Gustafs und Victorias Sohn Wilhelm die russische Großfürstin Maria Pavlovna, die Ehe wurde jedoch 1913 bereits wieder geschieden. Nach der Scheidung kümmerte sich Victoria um ihren vierjährigen Enkel Lennart, der daraufhin im Stockholmer Schloss einzog. Das war jener Lennart Bernadotte, der später seinen Wohnsitz auf die Insel Mainau verlegte (aufgrund einer Heirat mit einer bürgerlichen) und die Insel Mainau zu dem machte, was sie heute ist.</p>
<p>Victorias jüngster Sohn Erik starb 1918 an einer Lungenentzündung.<br />
Zeitlebens litt Victorias an gesundheitlichen Problemen, vor allem ihre Atemwege waren seit der Lungenentzündung nach der Geburt ihres dritten Kindes stark angeschlagen. Das Klima in Schweden machte ihr zu schaffen und so verbrachte sie die Wintermonate in Italien, vor allem in Rom und später in Capri. Ab 1920 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand weiter, so dass sie schließlich ihren Wohnsitz ganz nach Rom verlegte. Nach Schweden kehrte sie nur noch selten zurück und am 4. April 1930 starb sie in ihrem Haus in Rom.</p>

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		<title>Das Zitat des Tages</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria]]></category>

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		<description><![CDATA[„Tyvärr-ingen klick!“ (Deutsche Übersetzung: Leider-kein Klick!“) Wer hat´s gesagt: Kronprinzessin Victoria am Tag der Bekanntgabe ihrer Verlobung auf die Frage von Journalisten, ob das zwischen ihr und Prinz Daniel Liebe auf den ersten Blick gewesen sei. Und warum: Der historische Hintergrund dieser Antwort bezog sich auf die Liebesgeschichte ihrer Eltern Königin Silvia und König Carl-Gustaf. [...]]]></description>
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<p><strong>„Tyvärr-ingen klick!“</strong><span id="more-5155"></span></p>
<p>(Deutsche Übersetzung: Leider-kein Klick!“)</p>
<p>Wer hat´s gesagt:</p>
<p>Kronprinzessin Victoria am Tag der Bekanntgabe ihrer Verlobung auf die Frage von Journalisten, ob das zwischen ihr und Prinz Daniel Liebe auf den ersten Blick gewesen sei.</p>
<p>Und warum:</p>
<p>Der historische Hintergrund dieser Antwort bezog sich auf die Liebesgeschichte ihrer Eltern Königin Silvia und König Carl-Gustaf. Die beiden hatten sich in den 70-iger Jahren bei den Olympischen Spielen in München kennengelernt. Silvia kam etwas verspätet zu einer sportlichen Veranstaltung und nahm nur ein paar Reihen vor Carl-Gustaf Platz. So geriet sie in sein Blickfeld. Der schwedische König nahm daraufhin sein Fernglas, um die attraktive, junge Frau genauer in Augenschein zu nehmen. Diese fühlte sich beobachtet und drehte sich um. Als sie ihm in die Augen sah, meinte Carl-Gustaf später, habe es „Klick“ gemacht.</p>
<p>Victoria dagegen traf Daniel in einem Fitnessstudio in Stockholm nachdem sie gerade von ihrem Auslandsjahr aus den USA zurückgekehrt war. Sie meinte später, ihre Beziehung hätte zunächst als Freundschaft angefangen und sich schließlich nach und nach zu mehr entwickelt.</p>

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		<title>Guter Start für Verblendungs-Remake</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Craig]]></category>
		<category><![CDATA[Mikael Nyqvist]]></category>
		<category><![CDATA[Noomi Rapace]]></category>
		<category><![CDATA[Rooney Mara]]></category>
		<category><![CDATA[Stieg Larssen]]></category>
		<category><![CDATA[Verblendung]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 273.000 Zuschauer lockte die US-Version des schwedischen Kult-Thrillers am Startwochenende in die Kinos. Damit steigt die Neuverfilmung nach Angaben von Media Control auf Platz zwei der offiziellen deutschen Kino-Charts ein. Damit muss sich die Stieg Larssen-Adaption trotzdem der französischen Komödie „Ziemlich beste Freunde“ geschlagen geben. Der Überraschungshit über die Freundschaft zwischen dem gelähmten Millionär [...]]]></description>
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<p><strong>Rund 273.000 Zuschauer lockte die US-Version des schwedischen Kult-Thrillers am Startwochenende in die Kinos. Damit steigt die Neuverfilmung nach Angaben von Media Control auf Platz zwei der offiziellen deutschen Kino-Charts ein.</strong></p>
<p>Damit muss sich die Stieg Larssen-Adaption trotzdem der französischen Komödie „Ziemlich beste Freunde“ geschlagen geben. Der Überraschungshit über die Freundschaft zwischen dem gelähmten Millionär Philippe und seinen Pfleger, dem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Driss, rührte mit 468.000 Besuchern immerhin fast doppelt so viele Zuschauer.</p>
<p>Ein bisschen Schadenfreude ist bei diesen Zahlen dann doch dabei. Eine Erstplatzierung mit Zuschaueransturm hätte man dem Ami-Abklatsch dann doch nicht gegönnt. Denn man ehrlich: Braucht die Kinowelt ein weiteres US-amerikanisches Remake eines skandinavischen Filmhits à la Nightwatch oder der Fernsehserie Kommissarin Lund? Schließlich lief im Herbst 2009 erst die schwedische Originalverfilmung von Regisseur Niels Arden Oplev in den deutschen Kinos.<span id="more-5141"></span></p>
<p>Die internationale Kinowelt vielleicht nicht, aber zumindest Amerika. Immerhin spielte Verblendung gemeinsam mit den beiden Teilen Verdammnis und Vergebung weltweit mehr als 100 Millionen Dollar ein. Einzig in den USA kamen nur knapp zehn Millionen Dollar zusammen, weil das dortige Publikum keine ausländischen Produktionen mit Untertiteln mag. Da die Romanvorlagen dennoch zu Bestsellern wurden, lag die Neuverfilmung nahe.</p>
<p>Inhaltlich hält sie sich eng an das schwedische Vorbild. Anstelle von Mikael Nyqvist und Noomi Rapace spielen eben Bond-Mime Daniel Craig und Rooney Mara die beiden Hauptrollen; Craig in der Rolle des Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist und Mara als Hackerin Lisbeth Salander. Zur Erinnerung: Blomkvist bekommt den Auftrag, die Nichte des Unternehmers Henrik Vanger (Christopher Plummer) zu suchen, von der seit mehr als 40 Jahren jede Spur fehlt. Dabei erhält er Unterstützung von Salander, die wegen ihrer gewaltreichen Vergangenheit unter Vormundschaft steht. Den beiden gelingt es, Harriets Verschwinden mit einer Frauenmordserie in Verbindung zu bringen und geraten dabei selbst in Gefahr…</p>
<p>Während Craig fast schon zu smart und durchtrainiert für seine Rolle als intellektueller Schreiberling wirkt, fehlt Rooney Mara das Kantige, das Harte, das das Leben aus der Figur der Lisbeth Salander gemacht hat. Auch wenn sie sich die Seele aus dem Leib spielt, wirkt sie wie ein pubertierendes Gothic-Girl auf Rachefeldzug. Immerhin glänzt das Remake durch ein höheres Budget. Technisch gut umgesetzt und inhaltlich ein spannender Psychothriller. Genau richtig für Popcorn-Kino, wenn es denn eben etwas Neues wäre.</p>

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		<title>Sigtuna – Die älteste Stadt Schwedens</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mälaren]]></category>
		<category><![CDATA[Mälarsee]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelschweden]]></category>
		<category><![CDATA[schwedisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sigtuna]]></category>

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		<description><![CDATA[Sigtuna ist ein beschauliches Städtchen am Ufer des Mälaren. Mit seinen Holzhäusern, Cafés, Geschäften und Geschäftchen, Kunstgalerien. In der Stadt und ihrer Umgebung finden sich viele Runensteine. Sigtuna ist reich an Geschichte. Seit mehr als Tausend Jahren leben hier Menschen – es ist die älteste noch bestehende Stadt Schwedens. Sigtuna, die idyllische Kleinstadt mit ihren [...]]]></description>
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<div id="attachment_5131" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Stora-Gatan.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5131  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Stora-Gatan.jpg" alt="Die Stora Gatan in Sigtuna. Foto: Carles Tomás Martí /flickr.com (CC BY 2.0)" width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Die Stora Gatan in Sigtuna. Foto: Carles Tomás Martí /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Sigtuna ist ein beschauliches Städtchen am Ufer des Mälaren. Mit seinen Holzhäusern, Cafés, Geschäften und Geschäftchen, Kunstgalerien. In der Stadt und ihrer Umgebung finden sich viele Runensteine. Sigtuna ist reich an Geschichte. Seit mehr als Tausend Jahren leben hier Menschen – es ist die älteste noch bestehende Stadt Schwedens.</p>
<p>Sigtuna, die idyllische Kleinstadt mit ihren knapp 8.500 Einwohnern, liegt am Sigtunafjärden, einem Seitenarm des Mälaren. Rund 50 Kilomter nordwestlich von Stockholm. Hinter oder besser unter der Beschaulichkeit kommt die lange Geschichte des Städtchens zum Vorschein.  Manches lässt sich bei Streifzügen durch den Ort und im Sigtuna-Museum entdecken.<span id="more-5129"></span></p>
<p><strong>Um 980 gegründet</strong></p>
<p>Die Historie der Stadt findet in dem Slogan „Sigtuna – Where Sweden begins“ Widerhall. Tatsächlich scheint von Sigtuna die „Vereinigung“ der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem Königreich Schweden ausgegangen zu sein. Der Ort war Zentrum der sich entwickelnden Zentralmacht. Für die einstige Bedeutung sprechen nicht nur archäologische Funde, sondern auch die mehrfache Erwähnung in den altwestnordischen Skaldengedichten.</p>
<p>Die Gründung der Stadt wird auf die Zeit um 980 datiert. Die Wikingerzeit ist im Ausklingen, das schwedische Mittelalter bricht an. Sigtuna entstand auf Betreiben des Svearkönigs Erik Segersälls, Erik VIII., der Siegesfrohe. Lange Zeit wurde ihm die Vereinigung des heutigen Mittelschwedens zugerechnet. Heute schreibt man dieses Verdienst seinem Sohn Olov Skötkonnung zu.</p>
<p><strong>Königliches, wirtschaftliches und religiöses Zentrum</strong></p>
<div id="attachment_5133" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/St.Olof_.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5133  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/St.Olof_.jpg" alt="Ruine der St. Olofs Kirche. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)" width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Ruine der St. Olofs Kirche. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Zur Gründung Sigtunas führten wahrscheinlich mehrere Faktoren. Zum einen war es wohl der politische Ehrgeiz Erik Segersälls sich eine Machtbasis zu schaffen, von wo aus er die Mälaren-Provinzen unter seiner Kontrolle hatte. Zudem übernahm Sigtuna die Rolle von Birka als Handelszentrum. In beiden Fällen spielte sicher auch die strategische Lage eine Rolle.</p>
<p>Für Sigtuna als Macht- und Handelszentrum als Basis des frühen Zentralismus spricht auch, dass unter den König Olof Skötkonnung und später seinem Sohn Anund Jakob die ersten schwedischen Münzen geschlagen wurden.</p>
<p>Ein weiterer Faktor der Sigtuna entstehen ließ, dürfte die Christianisierung gewesen sein. Auch wenn Erik Segersäll nur zeitweilig den neuen Glauben annahm, war die neu gegründete Stadt von Anbeginn eine christliche – ein Gegenpol zum (noch) „heidnischen“ Zentrum Gamla Uppsala.</p>
<p><strong>Stadt der Kirchen</strong></p>
<p>Wo sonst, als in dem Zentrum am Mälarsee sollte die erste Steinkirche der Region entstehen. Später – Sigtuna wurde 1060 Bischofssitz – entstand daraus die Domkirche. Daneben entstanden im frühen Mittelalter noch sechs oder sieben weitere Kirchen. Mitte des 13. Jahrhunderts kam ein Dominikanerkloster hinzu. Von der kirchlichen Pracht ist heute nur die Marienkirche erhalten. Von den anderen Gotteshäusern allenfalls (sehenswerte) Ruinen.</p>
<p><strong>Sigtuna heute</strong></p>
<div id="attachment_5135" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Rathaus-Sigtuna.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5135  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Rathaus-Sigtuna.jpg" alt="Das &quot;kleine Rathaus&quot; in Sigtuna. Foto: Nosleeper (Roberto Terracciano) /flickr.com (CC BY 2.0) " width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Das &quot;kleine Rathaus&quot; in Sigtuna. Foto: Nosleeper (Roberto Terracciano) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Bis ins ausgehende 13. Jahrhundert hielt Sigtuna seine herausragende Stellung. Trotz Zerstörung 1187 und Verlust des Bischofssitzes. Mit zunehmender Entwicklung von Uppsala und Stockholm sank die Bedeutung der Stadt. Die Reformation tat ihr Übriges. Die Stadt lag danieder. In der Literatur des 19.Jahrhunderts ist von einem gottvergessenen Ort mit romantischen, überwachsenen Ruinen die Rede.</p>
<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam das Leben zurück. Sigtuna erhielt mehrere Schulen und staatliche Ausbildungsstätten. Olof Palme (der Ministerpräsident) verbrachte einige Jahre seiner Schulzeit in dem Städtchen. Zudem entdeckten Touristen den geschichtsträchtigen Ort. Die Nähe zur schwedischen Hauptstadt, auch der Flughafen Stockholm-Arlanda trugen zur neuen Blüte bei.</p>
<p>Dabei hat Sigtuna mit Häusern und Häuschen aus Holz aus dem 18. und 19. Jahrhundert sein Idyll bewahrt. Beispielsweise in der Stora Malmgatan oder am Marktplatz das Rathaus, wohl das kleinste in ganz Schweden.</p>
<p>Wie zur Gründungszeit Sigtunas verläuft heute noch die Stora Gatan. Nur bis zu drei Meter höher. Darunter liegt die Geschichte der Stadt. Bei Ausgrabungen fanden Archäologen mehrere Straßen übereinander. Schließlich kam ein ganzes Viertel zum Vorschein, an dem sich ablesen lässt, dass das alte Sigtuna nach einem regelmäßigem Plan entstand. Die Stadtplanung ähnelt der von Trondheim und Oslo, aber auch York und Dublin.</p>
<p>Einen Überblick, was es zu erleben und entdecken gibt, wie und wo die Tage in Sigtuna, der ältesten Stadt Schwedens, verbringen, bietet <a target="_blank" href="http://www.sigtunaturism.se/" target="_blank">www.sigtunaturism.se</a>.</p>

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		<title>Knut beendet die Weihnachtszeit</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 07:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte mal einen Arbeitskollegen mit Namen Knut. Trotz seines Namens hatte er keinen Bezug zu Schweden und wusste auch nicht, was es mit diesem Namen in Schweden auf sich hat. Ich erzählte ihm von der Tradition, am 13. Januar, dem Knutdagen den Weihnachtsbaum abzuräumen und aus dem Fenster zu werfen. Daraufhin ging er am [...]]]></description>
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<p>Ich hatte mal einen Arbeitskollegen mit Namen Knut. Trotz seines Namens hatte er keinen Bezug zu Schweden und wusste auch nicht, was es mit diesem Namen in Schweden auf sich hat. Ich erzählte ihm von der Tradition, am 13. Januar, dem Knutdagen den Weihnachtsbaum abzuräumen und aus dem Fenster zu werfen. Daraufhin ging er am 13. Januar zu Ikea, stellte sich als Knut vor und bat darum, nicht gleich wieder „hinausgeworfen“ zu werden. Bei Ikea freute man sich über den Knut-Besuch und lud ihn zu einem Essen im Ikea-Restaurant ein.<br />
<span id="more-5109"></span></p>
<p>Was hat es denn nun dieser Knut mit Schweden und mit Weihnachten zu tun?<br />
Der Tjugondedag jul oder Tjugondag Knut, wie er auf Schwedisch heißt, gilt in den skandinavischen Ländern als der letzte Tag von Weihnachten, Tjugondedag deshalb, da es 20 Tage nach Weihnachten sind. In den christlichen Ländern dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage, also bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, in Schweden, Norwegen und Finnland dagegen erstreckt sich die Weihnachtszeit über 20 Tage, also bis zum 13. Januar, dem Knut-Tag.</p>
<p>Man erinnert sich an diesem Tag an Knut IV. dem Heiligen, König von Dänemark, der am 7. Januar 1131 von seinem Cousin Magnus Nilsson ermordet wurde. Später hat man ihn heiliggesprochen.<br />
Als Knut-Tag galt zunächst der 7. Januar, er wurde dann jedoch 1680 auf den 13. Januar verlegt. Knut soll es gewesen sein, der die Weihnachtszeit auf 20 Tage ausgedehnt hat. Daher ist dieser Tag nach ihm benannt. So genau weiß man es aber nicht, es gibt auch andere Quellen, die besagen, dass er an diesem Tag gestorben ist und dass man daher zu seinem Andenken diesen Tag so genannt hat.</p>
<p>An Knutdage wird traditionell der Weihnachtsbaum geplündert. Man sagt auch: „Tjugondedag Knut dansas Julen ut“. Man feiert das Ende der Weihnachtszeit. Kerzen und Schmuck werden vom Baum entfernt und die Kinder dürfen sich über die restlichen Süßigkeiten hermachen. So ist dieser Tag nochmal ein feierlicher Anlass. Anschließend wird der Weihnachtsbaum aus der Wohnung befördert.</p>
<p>In manchen Gegenden Schwedens, vor allem in Jämtland ist noch eine andere Tradition verbreitet. An diesem Tag verkleiden sich die Kinder als Knutgubbe, ziehen von Haus zu Haus und betteln um Süßigkeiten. Vielleicht weil ja nun keine mehr am Weihnachtsbaum hängen? Das Betteln um Süßigkeiten in Verkleidung ist ja in Schweden sehr beliebt und findet ja bekanntlich auch an Ostern und Halloween statt.</p>
<p>Auch in Deutschland wird der Knut-Tag inzwischen dank Ikea und deren Werbung immer bekannter. Wer kennt den Werbespot nicht, bei dem der Weihnachtsbaum aus dem Fenster geworfen wird, „um Platz zu schaffen für neue Möbel“?</p>

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		<title>Ein Wochenende in Karlskrona – im Jahr 1804</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
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		<description><![CDATA[„Es ist auffallend, wie viele hübsche Gesichter man in Karlskrona […] sieht. Die Stirn und Nase hat gewöhnlich viel Stärke und Präzision, die Augen sprechen Klarheit und Verstand, weniger Phantasie, der feine Mund deutet auf Kraft, nicht auf Fülle, der Wuchs ist leicht und kühn bei Männern und Weibern.“ – Mit dieser freundlichen Einschätzung beschloss [...]]]></description>
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<p>„Es ist auffallend, wie viele hübsche Gesichter man in Karlskrona […] sieht. Die Stirn und Nase hat gewöhnlich viel Stärke und Präzision, die Augen sprechen Klarheit und Verstand, weniger Phantasie, der feine Mund deutet auf Kraft, nicht auf Fülle, der Wuchs ist leicht und kühn bei Männern und Weibern.“ – Mit dieser freundlichen Einschätzung beschloss der von der Insel Rügen im damaligen Schwedisch-Pommern stammende Ernst Moritz Arndt (1769–1860) den Bericht über seinen Aufenthalt in Karlskrona, einer der letzten Stationen einer mehrmonatigen Reise. Im vierten Band des immer noch lesenswerten Berichts über die „Reise durch Schweden im Jahre 1804“ beschreibt Arndt unter dem Datum des 18./19. August – einem Wochenende – seine Zeit in Karlskrona.<span id="more-5073"></span></p>
<p>Arndt reiste – bei unsommerlich „rauhem Wind“ – durch „Blekinges liebliches Land“ aus Richtung Jämjö nach Karlskrona und kam dabei zunächst nach Lyckeby. Das schon 1449 urkundlich erwähnte ehemalige Lyckå war lange Zeit ein wichtiger Handelsplatz und nicht zuletzt durch die Festung Lyckå slott (erbaut ab 1545) bekannt. Vom Schloss fand schon Arndt „kaum die Trümmer“, wie er schreibt. Heute sind sie als vorbildlich restaurierte Ruine zu besichtigen, und auch die „große Mühle“ (Kronokvarnen) am „wilden Strom“ ist wohl nahezu unverändert erhalten. Den Weg von Lyckeby in die „amphitheatralische Stadt“ empfand Arndt dann als sehr angenehm („eine lustige Fahrt“), und vielleicht haben auch „ein hübsches Logis und ein gutes Frühstück“ den Eindruck bestärkt, in einer der „nettesten Städte in Schweden“ angekommen zu sein.</p>
<p>Karlskrona wurde 1680 gegründet, zur Großmachtzeit Schwedens und auf Befehl Karls XI., der auf der Insel Trossö einen eisfreien Flottenstützpunkt errichten wollte. Dafür zwang man kurzerhand die Einwohner des benachbarten Ronneby, das zudem sein Stadtrecht verlor, sich in Karlskrona anzusiedeln. Voraus ging dem die von Arndt berichtete Episode um den Fischer und Bauern Veit Andersson, dem große Teile Trossös gehörten und der sie „für keinen Preis verkaufen wollte“. Die Folge seiner Weigerung waren gewaltsame Vertreibung und anschließende Haft, „bis sich seine Hartnäckigkeit gelegt hatte“. Noch heute erinnert die, auch von Arndt genannte, (Östra) Vittusgatan an den renitenten Bauern.</p>
<div id="attachment_5081" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Kalmar-2009-Karlskrona-Marktplatz-11.jpg"><img class="size-medium wp-image-5081" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Kalmar-2009-Karlskrona-Marktplatz-11-300x229.jpg" alt="Karlskrona Marktpatz" width="300" height="229" /></a><p class="wp-caption-text">Der Stortorget in Karlskrona heute, mit der Friedrichskirche und dem Denkmal Karls XI. (Foto: Frank Sommerkamp)</p></div>
<p>Der riesige Stortorget erschien auch Arndt als „stattlich“ und „schönster Platz der Stadt“; der freilich seiner Meinung nach „noch schöner“ hätte sein können, „wenn man ihn nicht mit den Kirchen verbaut hätte“. Heute bilden die Friedrichskirche (1720–1758) und die seitlich stehende Dreifaltigkeitskirche (1697–1749) zusammen mit dem Rathaus einen zentralen Anziehungspunkt der Stadt, über den von hohem Sockel aus ein bronzener Karl XI. wacht – sofern er nicht gerade mit dem hölzernen Bettler Rosenbom von der Admiralitätskirche ‚Ulrica Pia’ die Stadt nach einem gewissen Nils Holgersson absucht, aber diese Geschichte gehört zu einer anderen, wunderbaren Reise durch Schweden…</p>
<p>Auch Arndt ging über den Admiralitätsmarkt in Richtung Werft, in die, wie er schreibt, „nur Eingeborene“ Einlass fanden. Im Hafen sei es „still und sicher wie in einer Kammer“, denn „der Lindholm […] und die alten Docks liegen wie eine Mauer davor“. Die ab 1716 von Christopher Polhem (1661–1751) errichteten Trockendocks galten den Zeitgenossen als technisches Wunder, arbeiteten sie doch zuerst mit einem auf Handbetrieb basierenden Paternostersystem zur Wasserableitung. Ebenso wie die alten Docks kann die 300 m lange Holzkonstruktion der Seilerbahn (bei Arndt: „Reiferbahn“) heute – im Rahmen geführter Touren – besichtigt werden. Auf dem östlich von Trossö gelegenen Stumholmen hat Arndt dann das berühmte Marinemuseum – natürlich nicht einmal ahnen können; den ungewöhnlichen Schaluppen- und Barkassenschuppen („das große sogenannte Slupskjul“) verzeichnet er aber getreulich. Auch auf die Kirchen der Stadt kommt er noch einmal zurück, und wegen des Sonntags besucht er sogar Gottesdienste, an denen er sich freilich weniger ergötzt als an den „Menschengesichtern und der hübschen Tracht der mittleren und niederen Stände“. Unmittelbar darauf folgt die eingangs zitierte Bemerkung über die hübschen Gesichter von Karlskrona.</p>
<p>Nicht alle Stationen von Arndts Schwedenreise sind anhand seines Berichts noch heute so wiedererkennbar wie Karlskrona, dessen Welterbestatus wohl auch Ergebnis solcher Beständigkeit ist. Für ein historisches oder kulturgeschichtliches Interesse an Schweden oder, allgemeiner, am Reisen zu früheren Zeiten, bleibt dieser klassische Reisebericht aber allemal eine Fundgrube.</p>

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		<title>&#8220;En röd stuga med vita knutar&#8221;: Ferienhausvermietung in Schweden</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/en-rod-stuga-med-vita-knutor-ferienhausvermietung-in-schweden/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 07:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Singer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt beginnt sie wieder &#8211; oder ist bereits im vollen Gange: die Reiseplanung für das neue Jahr 2012. Für Schwedenliebhaber steht die grobe Richtung natürlich schon fest; Die Frage ist nur noch, welche der zahlreichen Regionen des weitläufigen Landes man besuchen will. Beim Urlaubsdomizil ist das Ferienhaus oft die erste Wahl: Ein fester familienfreundlicher Standort [...]]]></description>
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<div id="attachment_5095" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/imagename28098A2-3-w_600_400-H60MM.jpg"><img class="size-medium wp-image-5095 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/imagename28098A2-3-w_600_400-H60MM-300x200.jpg" alt="rotes Häuschen mit weißen Kanten" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die klassisch &quot;falun-rot&quot; gestrichenen Häuser sind begehrte Feriendomizile. Foto: e-domizil.de</p></div>
<p>Jetzt beginnt sie wieder &#8211; oder ist bereits im vollen Gange: die Reiseplanung für das neue Jahr 2012. Für Schwedenliebhaber steht die grobe Richtung natürlich schon fest; Die Frage ist nur noch, welche der zahlreichen Regionen des weitläufigen Landes man besuchen will. Beim Urlaubsdomizil ist das Ferienhaus oft die erste Wahl: Ein fester familienfreundlicher Standort in ruhiger Lage, von dem aus man eine Gegend kennen lernen und erkunden kann. Nicht nur für Auswärtige ist es der Inbegriff des schwedischen Ferien-Idylls: &#8220;Ein rotes Häuschen mit weißen Kanten&#8221;.<span id="more-5094"></span></p>
<p>Kaum ein anderes Land wartet dabei mit so vielen frei stehenden, individuellen Urlaubsimmobilien auf. Das liegt daran, dass rund 20 Prozent der Schweden selbst ein Zweithaus besitzen. Im Sprachgebrauch der Schweden &#8220;stuga&#8221; oder &#8220;fritidshus&#8221; genannt, kann dies ein Sommerhaus oder eine abgelegene Ski-Hütte in der Bergregion sein. Tausende Häuser völlig unterschiedlicher Standards &#8211; von der besseren Gartenlaube bis zur voll erschlossenen Luxusvilla &#8211; stünden den größten Teil des Jahres leer, wenn sie nicht an Touristen vermietet würden.</p>
<div id="attachment_5096" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/imagename39330A10-2-w_600_400-H6DFL5.jpg"><img class="size-medium wp-image-5096 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/imagename39330A10-2-w_600_400-H6DFL5-300x200.jpg" alt="Ferienhaus in den Schären" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Ferienhäuser liegen an naturschönen Plätzen, zum Beispiel im schwedischen Schärengarten. Foto: e-domizil.de</p></div>
<p>Die Schwedenstube als zentrales Portal für Schwedenfreunde stellt seit ihrer Gründung die Verbindung zwischen Ferienhausbesitzern und Urlaubsmietern her. In unserer Rubrik <a title="Ferienhäuser" href="http://blog.schwedenstube.de/ferienhaeuser/" target="_blank">Ferienhäuser</a> bieten wir eine professionelle Plattform für die Vermittlungsdienste des Unternehmens &#8220;e-domizil&#8221;. Auf diese Weise können wir heute eine Datenbank von über 5.000 Ferienhäusern in Schweden bereitstellen!</p>
<p>Tatsächlich ist die Suche und Direktbuchung über&#8217;s Internet immer populärer geworden. Mit individuellen Suchkriterien und ausführlichen Beschreibungen zum Ferienobjekt können Interessierte in der Schwedenstube ganz leicht &#8220;ihr&#8221; Urlaubshaus finden. Ob man sein Haus nun nach Regionen, Lage oder Zimmergröße aussucht, ob man in der Volltextsuche die Worte &#8220;Birka&#8221; oder &#8220;behindertengerecht&#8221; eingibt&#8230; &#8211; in den allermeisten Fällen landet man mehrere Treffer!</p>
<div id="attachment_5097" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/c289735a63.jpg"><img class="size-medium wp-image-5097 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/c289735a63-300x225.jpg" alt="Haus im Wald, Schweden" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und auch wer die Einsamkeit sucht, wird garantiert fündig... Foto: e-domizil.de</p></div>
<p>Auch die Verfügbarkeit des Ferienhauses wird online und in Echtzeit angezeigt. So kann man entweder seine gewünschten Urlaubswochen bereits voreinstellen oder bei der willkürlichen Suche auf jeden einzelnen &#8220;Hauskalender&#8221; schauen. Grün heißt &#8220;frei&#8221;, rot &#8220;belegt&#8221;, und die Mindestmietzeit beträgt in der Regel eine Woche. Natürlich gibt es sofort auch Auskunft über Preise, sowie Bewertungen von vorigen Mietern.</p>
<p>Mit Kartenfunktion und zahlreichen Fotos zu jedem einzelnen Objekt nimmt das Urlaubsdomizil vor dem inneren Auge Gestalt an. Das Stöbern im umfangreichen Ferienhauskatalog der Schwedenstube ist auf jeden Fall bereits Teil des Schweden-Erlebnisses und, wenn man so will, ein Stück Urlaub vorab&#8230;</p>
<p>Die Ferienhaus-Datenbank der Schwedenstube ist nur einen Klick entfernt: <a href="http://blog.schwedenstube.de/ferienhaeuser/">http://blog.schwedenstube.de/ferienhaeuser/</a></p>

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		<title>Abends aufbleiben für &#8220;Verdict Revised&#8221;</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/abends-aufbleiben-fur-verdict-revised/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Mikael Persbrandt]]></category>
		<category><![CDATA[Verdict Revised]]></category>

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		<description><![CDATA[Montagabend ist mein Krimiabend. Nach „Inspector Barnaby“ muss ich mich noch mühsam um eine weitere Serienfolge wachhalten, denn um 23:25 Uhr schließlich läuft „Verdict Revised.“ „Die folgende Sendung ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet“ reißt mich die Stimme der Sprecherin aus meinem Dämmerschlaf. Na endlich. „Verdict Revised“ ist eine Besonderheit unter den Krimiserien. [...]]]></description>
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<p>Montagabend ist mein Krimiabend. Nach „Inspector Barnaby“ muss ich mich noch mühsam um eine weitere Serienfolge wachhalten, denn um 23:25 Uhr schließlich läuft „Verdict Revised.“ „Die folgende Sendung ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet“ reißt mich die Stimme der Sprecherin aus meinem Dämmerschlaf. Na endlich.<span id="more-5085"></span></p>
<p>„Verdict Revised“ ist eine Besonderheit unter den Krimiserien. Es ist nicht, wie üblich  die Kriminal-Polizei die kurz nach einer Straftat ermitteln. Hier steht die Arbeit von Juristen im Vordergrund. Der Plot in Kürze: Der erfolgreiche Anwalt Markus Haglund hat sich durch seine Alkoholsucht und sein persönliches Verhalten selbst ins berufliche Abseits katapultiert. Eine einflussreiche Kollegin gibt ihm noch eine Chance: Er erhält eine Stelle als Jura-Professor an der Universität Uppsala. Hier nehmen er und seine Studenten die Hilfegesuche von Mandanten an, die sich zu Unrecht verurteilt sehen. Er und sein vierköpfiges Team (die Männer Elal und Roger und die Frauen Anna und Fia) rollen den jeweiligen  Fall im Nachhinein noch einmal auf.  Die Geschichte setzt also da an,  wenn der vermeindliche Täter bereits hinter Gittern sitzt.</p>
<p>Die Hauptfiguren sind mir ans Herz gewachsen und mit einer Weile kennt der Zuschauer ihre Charakter-Eigenschaften. Roger ist der Kindskopf in der Serie. Er flackt sich bei der Hausdurchsuchung eines Verdächtigen erst mal vor den laufenden Fernseher: „Oh cool, guck mal, da läuft „Das kleine Gespenst Laban“, das habe ich als Kind immer so gerne gesehen.“ Auch für Süßes ist er immer zu haben. In den entscheidenden Momenten reagiert er jedoch  geistesgegenwärtig. Zum Beispiel als eine psychophatische Kidnapperin ihn erst scheinheilig gastfreundlich in ihre Wohnung lässt und  dann versucht, ihn in ihrer Küche mit vergiftetem Kaffee außer Gefecht zu setzen. Überhaupt: Jemandem einen tödlichen Tablettencocktail in seinen köstlich frisch aufgebrühten Kaffee zu panschen-in Schweden scheint das der perfekte Mord zu sein.</p>
<p>Die Hauptfigur Markus Haglund (gespielt von Mikael Persbrandt) ist wohl das, was man in der Literaturwissenschaft als Antihelden bezeichnen würde. Er  liegt im ständigen Clinch mit seinem Erzrivalen Thomas, ebenfalls Uniprofessor.  Klar, auf einer schwedischen Uni-Veranstaltung und dem anschließenden offiziellen Empfang mit den Worten: „Hallo Thomas, ich war grad´ auf Toilette und hab´ mir die Hände nicht gewaschen.“ und „Gibt´s hier Alkohol?“ aufzukreuzen, damit macht man sich nicht gerade Freunde. Für zusätzlichen Sprengstoff sorgt die Tatsache, dass die hübsche blonde Anna bei Thomas ihre Dissertation schreibt.<br />
Thomas, sein Gegenspieler, versucht denn auch nun alles, um den alkoholsüchtigen Markus auszuschalten. Er taucht unerwartet bei ihm zuhause auf und zwingt ihn, per Ermittlungsverfahren, eine Urinprobe abzugeben. Markus, mit allen Wassern gewaschener Jurist, verschwindet im Nebenraum, nur um dort der gutmütigen Fia den Plastikbecher hinzuhalten und sie mit einem Dackelblick zu fragen: „Duhu, Fia, kannst du mir einen Gefallen tun&#8230;?“ Wozu hat man Studenten.</p>
<p>Ich bin erst in der Mitte der Serie eingestiegen, als sie schon eine Weile lief, und es gibt einige Sachen, die ich einfach nicht verstehe: Läuft da jetzt was zwischen Fia und Roger, oder ist das einfach nur „gute Freundschaft unter Teamkollegen“? Und läuft da was zwischen Anna und Markus oder entscheidet sie sich doch für den smarten Elal? Warum ist der Originaltitel nicht auf schwedisch sondern englisch? Und warum ist die Serie in Schweden eigentlich bereits nach zwei Staffeln wieder abgesetzt worden?<br />
Aber es sind ja gerade diese Fragen, die eine Serie so vielschichtig und somit interessant zum Anschauen machen. Nur: Etwas früher am Abend könnte sie schon laufen. &#8220;Verdict Revised&#8221; läuft montagabends um 23:25 Uhr auf ZDF-neo.</p>

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		<title>Der Wintermarkt in Jokkmokk – der kälteste Markt der Welt</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/der-wintermarkt-in-jokkmokk-%e2%80%93-der-kalteste-markt-der-welt/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 13:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lappland]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlittenhunden]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr am ersten Februar-Wochenende strömen die Besucher nach Jokkmokk, einem kleinen Ort in Schweden nördlich des Polarkreises. Der Jokkmokk Wintermarkt findet statt. Das kulturelle Ereignis in Lappland! Der Markt von Jokkmokk ist weit über die Grenzen von Schweden hinaus bekannt und von überall aus Skandinavien reisen die Händler und Besucher an. Inzwischen gesellen sich [...]]]></description>
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<p>Jedes Jahr am ersten Februar-Wochenende strömen die Besucher nach Jokkmokk, einem kleinen Ort in Schweden nördlich des Polarkreises. Der Jokkmokk Wintermarkt findet statt. Das kulturelle Ereignis in Lappland! Der Markt von Jokkmokk ist weit über die Grenzen von Schweden hinaus bekannt und von überall aus Skandinavien reisen die Händler und Besucher an. Inzwischen gesellen sich auch einige Touristen aus anderen Ländern dazu.<br />
<span id="more-5025"></span></p>
<p>Kalt, aber schön! Richtige Winterstimmung! Wer Skandinavien liebt, sollte hier mal dabei sein.<br />
Der Wintermarkt in Jokkmokk hat Tradition und besteht schon seit über 400 Jahren. Eingeführt wurde er zu Zeiten von König Karl IX (1550-1611). Der erste Markt wurde bereits 1605 abgehalten, es handelt sich also um einen der ältesten Märkte überhaupt. Eigentlich war er ursprünglich der große Markt der Samen. Immer am ersten Donnerstag, Freitag und Samstag im Februar reisen sie aus ganz Skandinavien, also auch aus Norwegen, Finnland und sogar aus Russland an, um ihre Waren zu verkaufen. Dies ist sicher einer der interessantesten Märkte in Schweden.</p>
<p>Die Gegend am Luleälven war schon im 16. Jahrhundert ein Handelsplatz der Samen. 1602 ernannte König Karl einige Gegenden im Lappland zu Marktplätzen, darunter eben auch die Region des späteren<br />
Jokkmokk. Von da an siedelten sich hier Menschen an. Diese Märkte sollten einerseits den Handel vereinfachen, es war aber auch die Absicht des Königshauses ihre Macht auf die lappländische Urbevölkerung auszudehnen, Steuern einzutreiben und die Einheimischen zum christlichen Glauben zu bekehren. Man wollte die Bevölkerung im hohen Norden enger an das Reich anbinden und mehr Kontrolle haben.</p>
<p>Aber warum im Winter? Auch das hatte seine Gründe. Die Samen versammelten sich in ihren Winterquartieren in den umliegenden Wäldern. Zudem waren im Winter die Seen und Flüsse zugefroren, was die Anreise zum Wintermarkt in Jokkmokk ebenfalls einfacher machte.<br />
In der ersten Zeit dauerte der Markt zwei bis drei Wochen und begann auch schon im Januar. Erst später, als die Bedeutung des Marktes zurückging, wurde er auf 2 Tage gekürzt, im Jahre 1955 dann aber, auch aus touristischen Gründen, wieder um einen Tag verlängert.</p>
<p>Für die Samen war der Markt seit jeher auch ein soziales Ereignis. Der Winter neigte sich dem Ende zu, die Tage wurden wieder länger, auch wenn es immer noch sehr kalt war. Man traf wieder andere Menschen, konnte sich austauschen, zusammen feiern, den traditionellen Joik-Gesang anstimmen.</p>
<p>Auch heute noch gilt der Wintermarkt in Jokkmokk als wichtiger Event der Sami ganz Skandinaviens. Sie reisen von weit her an und tragen auf dem Markt ihre traditionellen Trachten. Es werden Rentierfelle, Kleider, Schmuck, Holzgegenstände und Lebensmittel aus dem hohen Norden wie Rentierfleich, Elchfleisch, Fischspezialitäten sowie auch allerlei Kunsthandwerk angeboten. Daneben finden auch heute noch während der Markttage Hochzeiten und Taufen der Sami statt. Aber heutzutage ist der Markt nicht mehr ein reiner Samenmarkt. Auch hier hat das moderne Leben Schwedens Einzug gehalten. Überall laden die Marktstände zum Verweilen ein, viele Straßen sind gesperrt, auch in Hallen und Schulen sowie in Lappenzelten werden die Waren angeboten.</p>
<p>Aber es geht nicht nur um das Verkaufen auf dem Wintermarkt in Jokkmokk. Auch die Kultur ist wichtig. So finden Konzerte samischer Musiker statt, Ausstellungen und Vorführungen und Naturerlebnisse. Auf dem Talvatis-See werden Rentierschlittenrennen geboten und die Besucher können selbst an Touren mit Schlittenhunden, Rentieren oder dem Schneemobil teilnehmen. Oder wie wäre es mit einer Elchsafari, Eisangeln oder einem Helikopterflug über die verschneite Landschaft? Hier hat sich gegenüber dem Markt vor 400 Jahren doch einiges geändert.</p>
<p>Was vielleicht den ein oder anderen abschreckt, sind die extremen Minusgrade. Jokkmokk liegt nördlich des Polarkreises. In diesen Regionen ist es im Februar wirklich sehr kalt, minus 25 Grad sind keine Seltenheit. Aber die Kälte gehört hier einfach dazu. Die Markverkäufer und auch Besucher sind entsprechend angezogen, mit warmer Fellkleidung und dicken Winterstiefeln. Außerdem gibt es überall Cafés und Restaurants, wo man sich zwischendurch aufwärmen kann.</p>
<p>Will man trotz der Kälte den Markt einmal miterleben, dann sollte man rechtzeitig planen und eine Unterkunft buchen. Zu den etwa 3000 Einwohnern von Jokkmokk gesellen sich dann etwa 40.000 Besucher hinzu. Kein Wunder dass da Jokkmokk und Umgebung komplett ausgebucht sind. Nicht nur die Hotels, Gästehäuser und Jugendherbergen dienen als Unterkunft, sondern auch Sporthallen und samische Zelte, Zugwaggons, alles was als provisorische Unterkunft dienen kann. Inzwischen haben sogar schon Reiseveranstalter in Deutschland einen Besuch des Wintermarktes in Jokkmokk in ihr Programm aufgenommen.</p>

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		<title>Trettondagen, 6. Januar</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[heiligen drei Könige]]></category>
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		<category><![CDATA[Trettonde dagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso ist der „13. Tag (= Trettonde dagen)“ nach Weihnachten in Schweden ein Feiertag?
Es ist der Tag, an dem die Familie das Ende von den Weihnachtsfeierlichkeiten „feiert“, es ist der Tag, an dem die Familie und Freunde noch Mal zusammen kommen. Aber warum?]]></description>
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<p>Wieso ist der „13. Tag (= Trettonde dagen)“ nach Weihnachten in Schweden ein Feiertag?<br />
Es ist der Tag, an dem die Familie das Ende von den Weihnachtsfeierlichkeiten „feiert“, es ist der Tag, an dem die Familie und Freunde noch Mal zusammen kommen. Aber warum?<br />
<span id="more-5065"></span><br />
Da war doch was mit den heiligen drei Königen am 6. Januar! Genau! Komplizierter ist es eigentlich nicht …. Oder doch? Warum wird es im protestantischen Schweden zelebriert, ist sogar ein Feiertag, an dem die Geschäfte geschlossen bleiben?<br />
Zuerst feierte man Jesus Geburt am 6. Januar. Aber im 4. Jahrhundert änderte man den Termin zum 25. Dezember. Der 6. Januar ist also eigentlich der 12. Tag nach Weihnachten und nicht der 13. In Deutschland wird er auch so genannt, dort ist man genauer als in Schweden! In Schweden wird Heiligabend aber bereits zum Weihnachtsfest gezählt, und somit ist es der 13. Tag. Am 6. Januar feierte man ab da an Jesus Taufe, es blieb also ein Feiertag. In der griechischen Kirche wird noch heute Jesus Taufe an diesem Tag gefeiert. Es hängt mit dem Besuch der heiligen drei Könige beim Jesuskind zusammen, eine Art Taufe.<br />
In Schweden feiert man also das Ende vom Fest, so wie in den meisten christlichen Ländern auch. Nicht ganz. Denn die Schweden verlängern das Weihnachtsfest und beenden es später und hier ist die „Hauptperson“ Knut. Alles sehr verworren, aber so ist es mit den meisten Schwedischen Festen. Wir haben immer viele Religionen bei den Feierlichkeiten zusammengewürfelt und am Ende weiß niemand mehr so recht, wie sie eigentlich entstanden sind&#8230;.<br />
„Knut“ hatte anfangs am 6. Januar Namenstag. Der Name wurde dann aber im 18. Jahrhundert auf den 13. Januar verschoben, da am 6. Januar die heiligen Könige ihren Namenstag (Kasper, Melker und Baltasar) bekamen (der einzige Tag, an dem drei Namen am gleichen Tag Namenstag feiern).  Also, wurde aus dem letzten Tag der Weihnachtsfeierlichkeiten der 20. Tag nach Weihnachten („Knut“). Wer jetzt den Überblick verliert hat mein Verständnis – es ist sehr verwirrend!</p>
<p>„Trettondedag jul“ ist der letzte große Festtag der christlichen Kirche. Den absoluten Schlussstrich unter dem Fest setzt dann der Knut-Tag, eine Woche später. Der 6. Januar ist der so genannte Epifania-Tag. Dieser Tag wurde im 4. Jahrhundert zum Festtag, man feiert Kristi Taufe. Danach setzt die Epifania-Zeit ein, je nachdem wann Ostern anfängt, höchstens sechs Sonntage bis zur Fastenzeit.</p>
<p>Also: an alle Schweden in Schweden: „einen schönen Feiertag heute!“</p>

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		<title>Anstrengendes Jahr 2011 für das schwedische Königshaus</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/anstrengendes-jahr-2011-fur-das-schwedische-konigshaus/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 08:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Königshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria]]></category>

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		<description><![CDATA[Besuche in Striplokalen, angebliche Techtelmechtel mit einem Popsternchen und Kontakte in das Rotlicht-Milieu - die jüngsten Schlagzeilen tun der Beliebtheit von König Carl Gustaf nicht gut. Einer Umfrage des schwedischen Marktforschungsinstitutes Novus Opinion zufolge haben knapp 35 Prozent der Befragten wenig oder sehr wenig Vertrauen in den König, weitere 35 Prozent praktisch gar keins. Rund ein Drittel wünschen sich sogar, dass der König zugunsten seiner erstgeborenen Tochter Victoria abdankt und ihr den Thron überlässt. Trotzdem wollen aber 58 Prozent der Befragten die Monarchie behalten.]]></description>
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<div id="attachment_5061" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/387913_277308878994698_133515803374007_866030_1845240551_n.jpg"><img class="size-medium wp-image-5061" style="margin: 2px" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/387913_277308878994698_133515803374007_866030_1845240551_n-300x198.jpg" alt="König Carl-Gustaf und Königin Silvia beim privaten Urlaub in Thailand" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">König Carl-Gustaf und Königin Silvia beim privaten Urlaub in Thailand (Quelle: www.facebook.com/Kungahuset)</p></div>
<p>Besuche in Striplokalen, angebliche Techtelmechtel mit einem Popsternchen und Kontakte in das Rotlicht-Milieu &#8211; die jüngsten Schlagzeilen tun der Beliebtheit von König Carl Gustaf nicht gut. Einer Umfrage des schwedischen Marktforschungsinstitutes Novus Opinion zufolge haben knapp 35 Prozent der Befragten wenig oder sehr wenig Vertrauen in den König, weitere 35 Prozent praktisch gar keins. Rund ein Drittel wünschen sich sogar, dass der König zugunsten seiner erstgeborenen Tochter Victoria abdankt und ihr den Thron überlässt. Trotzdem wollen aber 58 Prozent der Befragten die Monarchie behalten.</p>
<p><span id="more-5050"></span></p>
<p>Die Negativpresse ging an der gesamten Königsfamilie nicht spurlos vorüber. „Es war ein sehr anstrengendes Jahr“, zogen Königin Silvia und Kronprinzessin Viktoria vor dem Jahreswechsel Bilanz. Beide äußerten sich erstmals im schwedischen Fernsehsender Sveriges Television (SVT) zu den Vorwürfen. „Es ist eine Hetzkampagne der Medien, wenn ich ehrlich sein darf. Eigentlich will ich mich dazu nicht äußern“, so Viktoria in der Sendung „Das Jahr mit der königlichen Familie“, die am 29. Dezember ausgestrahlt wurde. Die 34-jährige Viktoria ergänzt: „Es tut sehr weh, wenn man mit ansehen muss, wie in einer solch brüsken Art mit den eigenen Eltern umgegangen wird.“</p>
<p>Nach all dem Ärger blickt die königliche Familie nun freudig in die Zukunft. Den Jahreswechsel haben König Carl-Gustaf und Königin Silvia in Thailand verbracht. Private Fotos, die das schwedische Königshaus auf dem offiziellen Facebook-Auftritt unter www.facebook.com/Kungahuset veröffentlicht hat, zeigen jedenfalls ein entspanntes Königspaar. Noch bis zum 8. Januar werden beide mit einer privaten Jacht von Insel zu Insel segeln. Außerdem soll im März das erste Kind von Viktoria und ihrem Mann Daniel zur Welt kommen. Dann brechen hoffentlich wieder glücklichere Zeiten für das schwedische Königshaus an.</p>

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		<title>Saab meldet Insolvenz an</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 19:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Insolvenz]]></category>
		<category><![CDATA[Saab]]></category>
		<category><![CDATA[Saab Automobile]]></category>
		<category><![CDATA[Trollhättan]]></category>
		<category><![CDATA[Vänersborg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schwedische Automarke Saab steht offenbar endgültig vor dem Aus. Im Dezember hat Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller beim Amtsgericht Vänersborg die Insolvenz für die Sparten Saab Automobile, Saab Automobile Tools und Saab Powertrain beantragt. Der Mutterkonzern Swedish Automobile N.V. rechnet mit einer schnellen Genehmigung des Antrags des Amtsgerichts Vänersborg]]></description>
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<p><strong>Die schwedische Automarke Saab steht offenbar endgültig vor dem Aus. Im Dezember hat Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller beim Amtsgericht Vänersborg die Insolvenz für die Sparten Saab Automobile, Saab Automobile Tools und Saab Powertrain beantragt. Der Mutterkonzern Swedish Automobile N.V. rechnet mit einer schnellen Genehmigung des Antrags des Amtsgerichts Vänersborg.</strong></p>
<p>Bereits seit März 2011 stehen im Stammwerk im westschwedischen Trollhättan die Produktionslinien still. Seit Ende November kann Saab den dortigen 3.500 Beschäftigten die fälligen Löhne und Gehälter nicht mehr zahlen. Hinzu kommen Milliarden-Schulden bei Zulieferern.</p>
<p><span id="more-5046"></span></p>
<p>Im Falle einer Insolvenz tritt in Schweden die staatliche Lohngarantie in Kraft. Nach Angaben der Europäischen Kommission kann der Angestellte einen staatlichen Ausgleich erhalten, wenn in der Insolvenzmasse dazu nicht genügend Vermögen vorhanden ist. Dann übernimmt der Staat vier Monatsgehälter pro Angestelltem bis zu einem maximalen Betrag von umgerechnet 18.000 Euro. Außerdem gilt der Kündigungsschutz. Wie Radio Schweden berichtet, ist der Arbeitsmarkt um Trollhättan schon jetzt überaus angespannt. Ein Niedergang Saabs könnte die dortige Arbeitslosenquote von 14 auf bis zu 20 Prozent anheben.</p>
<p>Anlass für den Insolvenzantrag ist der Rückzug des chinesischen Autokonzerns Youngman aus dem Geschäft, obwohl noch kurz zuvor Übernahmeverhandlungen in Stockholm geführt wurden. Grund dafür war, dass die ehemalige amerikanische Mutter General Motors (GM) ihre Zustimmung zur Nutzung diverser Produktionslizenzen verweigerte. Diese behielt auch nach dem Saab-Verkauf an das mittlerweile in Swan (Swedish Automobile N.V.) umbenannte Unternehmen Anfang 2010 Mitspracherecht bei wichtigen Patenten.</p>

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		<title>Hedared stavkyrka – Schwedens einzige Stabkirche</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/hedared-stavkyrka-%e2%80%93-schwedens-einzige-stabkirche/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 10:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Alingsås]]></category>
		<category><![CDATA[Borås]]></category>
		<category><![CDATA[Hedared]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Stabkirche]]></category>
		<category><![CDATA[stavkyrka]]></category>
		<category><![CDATA[Västergötland]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlicht, auf den ersten Blick unscheinbar ist die kleine Kapelle. Und doch etwas Besonderes. Die Hedared stavkyrka ist Schwedens einzige noch erhaltene Stabkirche. Zudem ist es die einzige erhaltene Kirche ihrer Art am ursprünglichen Standort außerhalb Norwegens. Stabkirche – da taucht das Bild von prachtvollen, mit reichlich Schnitzkunst verzierten Holzbauten auf. Wie man es aus [...]]]></description>
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<div id="attachment_5040" class="wp-caption alignleft" style="width: 306px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/StabkircheHedared-01.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5040  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/StabkircheHedared-01.jpg" alt="Hedared stavkyrka. Foto: Jürgen Howaldt /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 2.0) " width="296" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Hedared stavkyrka. Foto: Jürgen Howaldt /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Schlicht, auf den ersten Blick unscheinbar ist die kleine Kapelle. Und doch etwas Besonderes. Die Hedared stavkyrka ist Schwedens einzige noch erhaltene Stabkirche. Zudem ist es die einzige erhaltene Kirche ihrer Art am ursprünglichen Standort außerhalb Norwegens.</p>
<p>Stabkirche – da taucht das Bild von prachtvollen, mit reichlich Schnitzkunst verzierten Holzbauten auf. Wie man es aus den Reisekatalogen kennt. In Nachbauten hat es die alte nordgermanische Holzbauart auch nach Deutschland, selbst bis nach Übersee geschafft. Originale Stabkirchen hingegen sind nur in Norwegen zu bewundern – bis auf die Ausnahme in Hedared. Einem kleinen Dorf in Västergötland.<span id="more-5036"></span></p>
<p><strong>Stabkirche um 1500 erbaut</strong></p>
<p>Von Borås, der Textil- und Skulpturenstadt, sind es rund 16 Kilometer Richtung Nordwesten bis Hedared mit seiner Stabkirche. Der Ort liegt an der Straße 180 Richtung <a target="_blank" href="/in-einem-anderen-licht-lights-in-alingsas/" target="_blank">Alingsås</a>.</p>
<p>Die Hedared stavkyrka entspricht nicht unbedingt dem Katalogbild. Mit einer Grundfläche von gerademal 35 m² gehört der einschiffige Kirchenbau zu den einfachsten seiner Art. In früheren Zeiten ging man davon aus, dass die Kirche irgendwann zwischen 1100 und 1300 entstand, wie die meisten Stabkirchen. Ältere Bauteile sowie Taufbecken und Heiligenfiguren lassen bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche, wahrscheinlich ähnlich der erhaltenen, vermuten.</p>
<p>Mittels neuer Forschungsmethoden, in diesem Fall eine jahresringchronologische Untersuchung, wurde das Entstehungsdatum der Stabkirche jedoch auf die Zeit um 1500 korrigiert.</p>
<p>In den frühen Tagen bestand die Kirche lediglich aus Eichenholzwänden, Dach und festgestampftem Erdboden. Erst im Laufe der Zeit kamen Holzboden, Kirchenbänke, Kanzel, Empore und Fenster hinzu.</p>
<p><strong>Hedareder retten ihre Kirche</strong></p>
<div id="attachment_5042" class="wp-caption alignright" style="width: 346px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-StabkircheHedared-04.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5042 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-StabkircheHedared-04.jpg" alt="Innenansicht Schwedens einziger Stabkirche mit geöffnetem Altarbild. Foto: Jürgen Howaldt /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 2.0)" width="336" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Innenansicht Schwedens einziger Stabkirche mit geöffnetem Altarbild. Foto: Jürgen Howaldt /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Dass es in Schweden überhaupt noch eine Stabkirche gibt, ist den Bewohnern von Hedared zu verdanken. 1830 wurde der Gemeinde per königlichem Brief mittgeteilt, dass sie ihre damals baufällige Kapelle nicht weiter erhalten sollten – nicht weiter erhalten durften. Stattdessen sollten sie beim Kirchenbau im nahen Sandhult mithelfen und diese nutzen. Was die Hedareder auch taten. Nur widersetzten sie sich gleichermaßen dem Erlass und hielten ihre stavkyrka so weit möglich instand.</p>
<p>Für die äußerliche Wiederherstellung der Kirche 1901 lieferten die Dorfbewohner Holz und leisteten Frondienste. Die Innensanierung, ebenfalls von den Hedaredern vorangetrieben, erfolgte 1934-35, ermöglicht durch Spenden. Dabei war der hohe kulturgeschichtliche Wert des Gotteshauses den damaligen Einwohnern vielleicht gar nicht bewusst.</p>
<p>Eine weitere aufwendige Sanierung erfolgte in den Jahren 1995 bis 1997. Schwedens einzige Stabkirche bekam ihr Aussehen von Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts zurück.</p>
<p>Innen zeigen sich bewundernswerte Malereien. Darunter die Krönung der Jungfrau Maria. Das Altarbild stammt womöglich aus dem 14. Jahrhundert, wurde bei Umbauten verdeckt und erst bei der Restaurierung in den 1930ern wiederentdeckt. Ebenso sehenswert sind die anderen <a target="_blank" href="http://www.svenskakyrkan.se/default.aspx?id=762855" target="_blank">Gemälde und das Inventar</a>. Wie eine Madonnenstatue, die auf die Zeit zwischen 13. und 14. Jahrhundert datiert wird.</p>
<p>Die äußerliche Schlichtheit der Kirche sollte nicht von der Entrichtung des Obolus abhalten, den Besucher bezahlen. Das Eintrittsgeld trägt zum Erhalt der Hedared stavkyrka, Schwedens einziger Stabkirche bei.</p>

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		<title>Anja Pärson – ein schwedischer Superstar</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/anja-parson-%e2%80%93-ein-schwedischer-superstar/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 09:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Åre]]></category>
		<category><![CDATA[Ingemar Stenmark]]></category>
		<category><![CDATA[Samen]]></category>
		<category><![CDATA[Tärnaby]]></category>
		<category><![CDATA[Umea]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt sie nicht? Anja Pärson, die schwedische Skiläuferin. Seit vielen Jahren auf der Piste, immer mal wieder hat sie ihren Rücktritt angekündigt, aber sie kann es nicht lassen, immer wieder hört man von ihren Siegen. Und dabei hat man immer wieder das Bild vor Augen, wenn sie sich nach einem Sieg auf den Boden [...]]]></description>
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<p>Wer kennt sie nicht? Anja Pärson, die schwedische Skiläuferin. Seit vielen Jahren auf der Piste, immer mal wieder hat sie ihren Rücktritt angekündigt, aber sie kann es nicht lassen, immer wieder hört man von ihren Siegen. Und dabei hat man immer wieder das Bild vor Augen, wenn sie sich nach einem Sieg auf den Boden wirft und mit ausgestreckten Armen und Beinen vor Freude auf dem Boden entlang rutscht.<br />
<span id="more-4973"></span></p>
<p>Anja Sofia Tess Pärson wurde am 25. April 1981 in Umeå geboren. Sie gehört zum Volk der Samen. Aufgewachsen ist sie im Ort Tärnaby, dem Geburtsort von Ingemar Stenmark, ebenfalls einem berühmten und erfolgreichen Skirennläufer Schwedens und einem großen Vorbild von Anja Pärson.<br />
Bereits mit 3 Jahren stand sie auf den Skiern und gewann schon bald die ersten Rennen gegen mehrere Jahre ältere Konkurrentinnen. Von Anfang an wurde sie von ihrem Vater Anders trainiert, der sie zu ihrem großen Erfolg geführt hat und auch heute noch zu ihrem Trainerstab gehört.</p>
<p>Bereits 1996 wurde sie als Juniorin in den schwedischen Nationalkader aufgenommen.1998 nahm sie zum ersten Mal an einem Weltcuprennen teil, das war ein Tag vor ihrem 17. Geburtstag. Damals landete sie auf Platz 25. Sie arbeitet sich dann aber nach vorne und bereits bei ihrem 5. Weltcuprennen in Mammoth Lakes erzielte sie ihren ersten Sieg. An Olympischen Spielen nahm sie erstmals 2002 in Salt Lake City teil und erreicht im Riesenslalom den zweiten sowie im Slalom den dritten Platz.</p>
<p>Slalom und Riesenslalom waren die Disziplinen, auf die sie sich zu Anfang konzentrierte, aber das war nicht alles, was Anja vorweisen wollte. 2002/03 nahm sie zum ersten Mal an einem Super G-Wettbewerb teil und ab dem darauffolgenden Jahr wurde sie dann auch zur Abfahrtsläuferin. Aufgrund ihrer Kraft und auch ihre Körpermasse konnte sie sich auch in diesen Disziplinen durchsetzen und ist somit ein wahres Allroundtalent.</p>
<p>Ihre erfolgreichste Weltcupsaison verzeichnete sie 2003/2004. Damals gewann sie sechs Slaloms und fünf Riesenslaloms und dabei gelang es ihr sogar 4 Slaloms und Riesenslaloms in Folge zu gewinnen. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin war sie eine der großen Favoritinnen. Sie wurde dritte in der Abfahrt und in der Kombination und Olympiasiegerin im Slalom. Darauf wurde sie in Schweden mit der Svenska-Dagbladet-Goldmedaille geehrt. Diese Medaille bekam sie später noch einmal, nachdem sie bei der Weltmeisterschaft in Åre Goldmedaillen in der Abfahrt, dem Super-G und der Kombination sowie die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb erzielen konnte. Somit gehört sie neben Björn Borg und Ingemar Stenmark zu den einzigen Personen, die das erreicht hatten.</p>
<p>Es folgten auch Zeiten, in denen Anja nicht mehr so erfolgreich war und allmählich, nach so vielen Jahren ließ die Motivation auch etwas nach. Schließlich erklärte sie, sie wolle nach den Olympischen Spielen 2010 ihre Karriere beenden. Aber zunächst fuhr sie nach Whistler zu eben ihren letzen Olympischen Spielen. Wer erinnert sich noch an diesen dramatischen Sturz? Es sah einfach entsetzlich aus. Die Piste war hart für das Rennen präpariert und viele Skiläuferinnen schieden aus dem Rennen aus. Auch für Anja Pärson nahm der Lauf kein gutes Ende. Sie flog über 60 m durch die Luft und prallte hart auf die Piste. Man rechnete mit schwersten Verletzungen und einem Ende der olympischen Spiele für Anja Pärson. Aber nein, am nächsten Tag stand sie wieder auf der Piste und – man glaubt es kaum – sie gewann sogar die Bronzemedaille in der Superkombination. Sie setzte nicht nur ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen fort, sondern auch ihre Sportkarriere. Der geplante Rücktritt war vergessen.</p>
<p>Ganz konnte sie seither nicht an ihre früheren Erfolge anknüpfen, aber doch erreichte sie wieder einige vordere Plätze im Weltcup und bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch.</p>
<p>Anja Pärson hat in all den Jahren ihre Größe unter Beweis gestellt. Bei Olympischen Spielen gewann Sie zwischen 2002 und 2006 sechs Medaillen. Sie hat 7 Weltmeistertitel erlangt, zweimal gewann sie die Gesamtwertung des Alpinen Skiweltcups. In allen 5 Disziplinen (Abfahrt, Slalom, Super-G, Riesenslalom, Kombination) hat sie Weltcuprennen gewonnen und ist bisher die einzige Skiläuferin überhaupt, der das gelungen ist. Auch ist sie die einzige Frau, die in jeder Einzeldisziplin mindestens drei Weltcuprennen gewonnen hat. Zusammen mit der Kroatin Janica Kostelic gehört sie somit zu den erfolgreichsten Allrounderinnen aller Zeiten. Zusammen habe die beiden von den Olympischen Spielen 2002 bis zu den Weltmeisterschaften in Åre 2007 17 von insgesamt 25 Goldmedaillen gewonnen. Anja gehört somit zu den ganz großen im Skisport und zu den erfolgreichsten Sportlern Schwedens. Und dabei ist sie immer sympathisch geblieben. Heute lebt sie nicht mehr in Schweden, sondern ist nach Monaco umgesiedelt. In ihrem Heimatort Tärnaby hält man sie aber immer noch hoch in Ehren. Überall wird man daran erinnert, dass hier ihre Heimat ist. Auch hat man eine Piste nach ihr benannt, die „Anja-Backe“. Darüber hinaus ist den berühmten Skifahrern (wozu eben auch Ingemar Stenmark und auch Stig Strand gehören) in Tärnaby ein Museum gewidmet.</p>
<p>Anja Pärson ist auch in der neuen Wintersaison wieder gestartet und man darf gespannt sein, ob sie wieder für Überraschungen sorgen wird und somit wieder einen Grund hat, auf dem Bauch über die Piste zu rutschen.</p>

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		<title>Carl von Linné</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 13:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So wie jedes Kind in Deutschland Goethe und Schiller namentlich kennt, ist in Schweden der Name Carl von Linné für jedermann ein Begriff. Man sagt, er gab den Pflanzen und Tieren seine Namen und genau genommen, ist das auch so, denn er katalogisierte in seinem System die meisten Tier- und Pflanzennamen in ein lateinisches Ordnungssystem, das erste (nach seinen Prinzipien) geordnete Pflanzenverzeichnis.]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline"><strong>Carl von Linné (1707 &#8211; 1778)</strong></span></p>
<p>So wie jedes Kind in Deutschland Goethe und Schiller namentlich kennt, ist in Schweden der Name <strong>Carl von Linné</strong> für jedermann ein Begriff. Man sagt, er gab den Pflanzen und Tieren seine Namen und genau genommen, ist das auch so, denn er katalogisierte in seinem System die meisten Tier- und Pflanzennamen in ein lateinisches Ordnungssystem, das erste (nach seinen Prinzipien) geordnete Pflanzenverzeichnis.<br />
<span id="more-5020"></span></p>
<p>Wie gesagt, wir Schweden sind stolz darauf, dass ein Landsmann „Namensgeber“ der Pflanzen und Tiere war. So habe ich es als Kind schon gelernt und sehr oft haben wir seine Geburtsstätte i<strong></strong>n <strong>Råshult (</strong>im Süden Schwedens in der Nähe von Växjö) besucht. Dort ist ein wunderschöner Linné-Garten angelegt und man kann die nachgebaute und wieder instandgesetzte Landschaft des 18.Jahrhunderts, in dem 42 ha großen Naturreservat, bewundern. Viele Besucher geniessen im Sommer dieses Ausflugsziel. Um etwas über Linné zu lernen, Kräutergärten zu besuchen, Wanderungen mit oder ohne Guide zu unternehmen oder einfach nur ein Picknick in einer wunderbaren Landschaft zu geniesen. Für die Kinder werden Kutschfahrten angeboten und sehr oft werden dort Vorträge gehalten, von Kräuterhexen oder Botanikern.</p>
<p>Aber zurück zu Carl:</p>
<p>Die Liebe zur Natur wurde ihm in die Wiege gelegt. Sein Vater war Geistlicher und sehr naturverbunden. Viele Gespräche mit dem Vater und die Pflege des häuslichen Gartens prägten das innige Verhältniss von Vater und Sohn.</p>
<p>Carl sollte eigentlich wie sein Vater Pfarrer werden, aber dieses genügte dem Jungen nicht und letztendlich studierte er Medizin und wurde Arzt. Seine Liebe zur Botanik blieb aber sehr groß und er unternahm etliche Reisen innerhalb Schwedens, aber auch in Europa, um die Tier- und Pflanzenwelt zu erforschen.</p>
<p>Ende 1756 wurde Carl Linnaeus vom Schwedischen König Adolf Friedrich geadelt und nahm den Namen Carl von Linné an.</p>
<p>Er schuf das Verzeichnis „Species Plantarum“ (für Pflanzen, 1753) und „Systema Naturae“ (für Pflanzen, Tiere und Mineralien, 1758/1759 und 1766–1768). Die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Nomenklatur. Gemeinsam mit dem Namen der Gattung diente es als Abkürzung des eigentlichen Artnamens, der aus einer langen beschreibenden Wortgruppe (Phrase) bestand. Das Ergebnis der Einführung zweiteiliger Namen ist die konsequente Trennung der Beschreibung einer Art von ihrer Benennung. Durch diese Trennung konnten neu entdeckte Pflanzenarten unproblematisch in seine Systematik aufgenommen werden. Linnés Systematik umfasste die drei Naturreiche Mineralien (einschließlich der Fossilien), Pflanzen und Tiere.</p>
<p>Linné schrieb in seiner <em>Philosophia Botanica</em>: „Alle dunklen Ähnlichkeiten sind nur zur Schande der Kunst eingeführt worden“. Linné ging von der Konstanz der Arten aus: „Es gibt so viele Arten, als Gott am Anfang als verschiedene Gestalten geschaffen hat.“Er unterteilte die Arten bewusst anhand künstlich ausgewählter Merkmale wie Anzahl, Form, Größenverhältnis und Lage in Klassen und Ordnungen, um ein einfach zu handhabendes und leicht erlernbares System für die Einordnung der Arten zu schaffen. Linné war bestrebt, ein „natürliches System“ zu schaffen.</p>
<p>Die von Linné schon 1729 als Student verwendete Analogie von Pflanzen und Tieren hinsichtlich ihrer Sexualität provozierte etliche seiner Zeitgenossen zur Kritik. Johann Georg Siegesbeck schrieb 1737:</p>
<p>&#8221; (wenn) acht, neun, zehn, zwölf oder gar zwanzig und mehr Männer in demselben Bett mit einer Frau gefunden werden (oder wenn) dort, wo die Betten der wirklichen Verheirateten einen Kreis bilden, auch die Betten der Dirnen einen Kreis beschliessen, so dass die von verheirateten Männern begattet werden (&#8230;) Wer möchte glauben, dass von Gott solche verabscheuungswürdige Unzucht im Reiche der Pflanzen eingerichtet worden ist? Wer könnte solch unkeusches System der akademischen Jugend darlegen, ohne Anstoß zu erregen?&#8221;<br />
Carl von Linné lernte 1729 Peter Artedi kennen. Sie waren Freunde, wetteiferten aber ständig miteinander. Artedis Hauptinteresse galt der Chemie, aber auch der Botanik und Zoologie. Sie beschlossen, ihre Forschungen ihrer Interessen entsprechend aufzuteilen. So übernahm Artedi die Amphibien, Reptilien und Fische. Linné die Vögel und Insekten, sowie die gesamte Botanik (außer den Doldenblütlern). Gemeinsam bearbeiteten sie die Säugetiere und das Naturreich der Mineralogie.</p>
<p>Linné ordnete die Pflanzen nach seinem eigenen aus 24 Klassen-System.</p>
<p>Im Frühjahrssemester 1733 hielt Linné private Kurse in Dokimastik und schrieb eine kurze Abhandlung über das für ihn neue Thema. Er katalogisierte seine Vogel- und Insektensammlung und arbeitete an zahlreichen Manuskripten.</p>
<p>Am 10. Januar 1778 verstarb Carl von Linné an einem Geschwür an der Harnblase. Sein Grab ist im Dom zu Uppsala.</p>

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		<title>Der Kungsleden – der königliche Wanderweg (Teil 2)</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/der-kungsleden-%e2%80%93-der-konigliche-wanderweg-teil-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 06:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Kungsleden erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer durch die schwedische Natur von Nord nach Süd mit einer Unterbrechung dazwischen. Es handelt sich um einen beliebten Wanderweg, der sowohl für Anfänger als auch für anspruchsvolle Wanderer geeignet ist.]]></description>
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<p>Zunächst etwas zur Geschichte des Kungsleden:<br />
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecke zwischen Kiruna und Narvik geplant wurde, sah der STF, die Schwedische Touristenvereinigung, die Gelegenheit, das lappländische Fjäll für Besucher zugänglicher zu machen. Zunächst plante man die Strecke von Abisko am Torneträsk zum Kebnekaise und weiter nach Nikkaluokta. Auch über die Weiterführung der Strecke bis Kvikkjokk hatte man sich schon Gedanken gemacht.<br />
In den zwanziger Jahren wurde der Pfad dann allmählich mit zunächst einfachen Hütten ausgestattet. In der Anfangszeit konnten sich nur reiche Leute leisten, diese Gegend zu besuchen, nur sie konnten die recht teure Bahnreise nach Lappland bezahlen.<br />
Die Strecke von Abisko bis Vakkotavare legte man 1926-1927 an.<br />
1928 sprach der schwedischen Tourismusverein zum ersten Mal offiziell vom Kungsleden.<br />
In den dreißiger Jahren entstanden dann die großen Fjällstationen wie Abisko, Kepnekaise, Kvikkjokk und Grövelsjön. Auch begann man Zweizimmerhütten entlang des Kungsleden zu bauen, die aber heute nicht mehr existieren. Irgendwann waren die Besucherzahlen derart angestiegen, dass man weit mehr Übernachtungsplätze benötigte. Es entstanden die heutigen „Stugor“.<br />
Im Jahre 1950 endete der Kungsleden in Ammarnäs, 1975 wurde er bis Hemavan verlängert.</p>
<p><span id="more-4905"></span></p>
<p>Während 1935 noch etwa ca. 200 Wanderer pro Jahr auf der Strecke zwischen Abisko und Kvikkjokk unterwegs waren, so sind es inzwischen nahezu 30.000. Das bringt natürlich auch Probleme mit sich. Die Hütten sind oft überfüllt, Abfall wird zum Teil gedankenlos weggeworfen. Um die Natur zu schützen, mussten strengere Naturschutzregeln erlassen werden. Auf jeden Fall sollte jeder Wanderer das „Allemansrätten“, das schwedische Jedermannsrecht mit dessen Pflichten kennen.</p>
<p>Auf einer Wanderung über den Kungsleden gibt es viel zu sehen, die Naturerlebnisse sind einfach großartig. Während einer Woche auf dem Kungsleden, fern von aller Zivilisation lernt man richtig abzuschalten und einfach nur die Natur zu genießen. Allerhand Tieren kann man hier begegnen: Schneehühner, Birkhühner, Auerhähne, Polarfüchse, Vielfraße, wenn man Glück hat vielleicht auch mal einen Luchs oder einen Wolf, und vor allem wird man gerade im nördlichen Teil auch immer wieder auf Rentiere treffen, da die Samen hier ihre Rentierwirtschaft betreiben. Die Rentiere sind aber keineswegs wild, sondern gehören den hier lebenden Samen. Man sollte sich den Rentieren nicht allzu sehr nähern, denn sonst werden sie aufgescheucht und die Samen müssen sie in mühseliger Arbeit wieder zusammentreiben.</p>
<p>Richtig lästig können die Mücken werden, die vor allem in den Sumpfgebieten eine Plage sind. Wenn man „Glück“ hat und es windet oder regnet, bleibt man verschont, bei schönem Wetter sollte man jedoch auf jeden Fall auf Mückenschutzmitte zurückgreifen.</p>
<p>Wettermäßig sollte man auf dem nördlichen Teil des Kungsleden auf alles vorbereitet sein, es kann wunderschönes, warmes Wetter herrschen, so dass man in T-Shirt und Shorts unterwegs sein kann, es kann aber auch regnen und stürmen und auch Schneefall lässt sich nicht ausschließen.<br />
Die Fjällvegetation ist durch das strenge Klima geprägt, so wachsen hier vor allem Farne, Moose und Flechten, dazu Rentiermoos und zahlreiche Pilz- und Beerenarten, wie Preiselbeeren, Blaubeeren und die nur im Norden vorkommenden Moltebeeren.</p>
<p>Und hier nun noch eine Auflistung der einzelnen Etappen, zunächst der südliche Kungsleden, beginnend in Sälen, mit Endstation Storlien, wobei auf den einzelnen Etappen auch immer wieder Übernachtungs-und Rasthütten am Weg liegen, die allerdings auf manchen Etappen nur sehr spärlich vorhanden sind. Für genauere Informationen empfiehlt sich ein Wanderführer über den Kungsleden, wie z.B. das Buch aus der Serie Outdoor, Der Weg ist das Ziel, Schweden: Kungsleden, von Michael Hennemann, herausgegeben vom Conrad Stein Verlag. Oder auch das Handbuch vom STF über den Kungsleden. Aus diesen Unterlagen erfährt man auch, wie man zu den einzelnen Ausgangspunkten gelangt.</p>
<p>Abschnitt Sälen &#8211; Grövelsjön<br />
Sälenfjällen &#8211; Görälvsstugan 29 km<br />
Görälvsstugan – Gördalen 59 km<br />
Gördalen – Flötningen 47 km<br />
Flötningen – Grövelsjön 37 km</p>
<p>Abschnitt Grövelsjön &#8211; Fjällnäs<br />
Grövelsjön – Rogenstugan 38 km<br />
Rogenstugan – Fjällnäs 42 km</p>
<p>Abschnitt Fjällnäs – Storlien<br />
Fjällnäs- Helags 44 km<br />
Helags – Storlien 58 km</p>
<p>Und nun zum nördlicher Teil, hier mit der Einteilung von Nord nach Süd, da dieser meistens von Norden her begangen wird.</p>
<p>Abschnitt Abisko über Saltoluokta bis Kvikkjokk<br />
Abisko – Abiskojaure, 15 km<br />
Abiskojaure &#8211; Alesjaure, 20 km<br />
Alesjaure – Tjäkta, 13 km<br />
Tjäkta – Sälka, 12 km<br />
Sälka &#8211; Singi 12 km<br />
Von hier kann man die Alternative zum Kebnekaise (14 km) und weiter nach Nikkaluokta (19 km) wählen<br />
Singi – Kaitumjaure, 13 km<br />
Kaitumjaure – Teusajaure, 9 km<br />
Bei Teusajaure 1 km Überquerung eines Sees<br />
Teusajaure &#8211; Vakkotavare (Stora Sjöfallet), 15 km<br />
Hier fährt man mit dem Bus von Vakkotavare nach Kebnats (auf diesem Abschnitt ist der Kungsleden unterbrochen). Von Kebnats überquert man den See nach Saltoluokta.<br />
Die nächste Etappe des Kungsleden verläuft streckenweise am Rande des Sarek<br />
Saltoluokta – Sitojaure, 19 km<br />
Sitojaure – Aktse, 10 km<br />
Aktse – Pårte, 22 km<br />
Pårte – Kvikkjokk, 17 km</p>
<p>Abschnitt Kvikkjokk – Jäkkvik – Hemavan<br />
Kvikkjokk – Jäkkvik 96 km<br />
Hütten entlang der Strecke: Tsielekjåkka, Västerfjäll, Vuonatjviken<br />
Jäkkvik – Ammarnäs 83 km<br />
Hütten entlang der Strecke: Adolfsström, Snjuötje<br />
Ammarnäs – Aigert, 8 km<br />
Aigert – Serve, 19 km<br />
Serve – Tärnasjö, 14 km<br />
Tärnasjö – Syter, 14 km<br />
Syter – Viterskalet, 12 km<br />
Viterskalet – Hemavan, 11 km</p>
<p>Der Kungsleden ist wohl der bekannteste Wanderweg Schwedens und für Leute, die die schwedische Natur lieben ein lohnenswertes Erlebnis. Er ist auch für Anfänger geeignet, wichtig ist jedoch, dass man sich vorher informiert und die Strecke plant. Dann kann man nur schönes Wetter, wenig Mücken und viel Spaß wünschen.</p>

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		<title>Skigebiete in Schweden: Åre</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 12:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Åre hat Klang weit über die Landesgrenzen hinaus. Das liegt weniger an der Sehenswürdigkeit des mittelschwedischen Ortes am Fuße des Åreskutan. Es ist das Skigebiet, das Åre zu Rang und Namen verholfen hat – bei Spitzensportlern wie Winterurlaubern. Das bekannteste ist auch eines der ältesten Skigebiete in Schweden und eines der größten in Skandinavien. Åre [...]]]></description>
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<div id="attachment_5008" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85reskutan.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5008  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85reskutan.jpg" alt="Wolkenmeer über Åre. Blicj vom Åreskutan. Foto: andersc77 (Anders Carlsson) /flickr.com (CC BY 2.0) l" width="294" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Wolkenmeer über Åre. Blicj vom Åreskutan. Foto: andersc77 (Anders Carlsson) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Åre hat Klang weit über die Landesgrenzen hinaus. Das liegt weniger an der Sehenswürdigkeit des mittelschwedischen Ortes am Fuße des <em>Åreskutan</em>. Es ist das Skigebiet, das Åre zu Rang und Namen verholfen hat – bei Spitzensportlern wie Winterurlaubern. Das bekannteste ist auch eines der ältesten Skigebiete in Schweden und eines der größten in Skandinavien.</p>
<p>Åre liegt, rund 350 Kilometer südlich vom Polarkreis, im Westen der historischen Provinz Jämtland, auf der E14 keine 100 Kilometer nordwestlich von Östersund. Vom internationalen Flughafen Östersund ist es ein Leichtes per Bus oder Bahn in das traditionsreiche Skigebiet, wo „<a target="_blank" href="/are-ski-und-rodel-traumhaft-gut/" target="_blank">Ski und Rodel (traumhaft) gut</a>“ sind, zu kommen.<span id="more-5005"></span></p>
<h4>Åre – Urlaubsort mit Tradition</h4>
<p>Wo schon im 12. Jahrhundert Pilger auf ihrem Weg ins heutige Trondheim zum Grab des Heiligen Olav Rast machten – am <em>St. Olavsleden</em> liegt die <em>gamla kyrkan </em>von Åre – begann zum Ende des 19. Jahrhunderts die touristische Erschließung. Zunächst als Luftkurort, Jagd- und Angelrevier, wovon hier und da noch heute Jagdhütten zeugen.</p>
<p>Nach ersten Hotels und Skiverein wird 1910 die <em>Bergbana</em> eingeweiht. Die Standseilbahn ist nach wie vor im Dienst und neben der alten Kirche eine weitere Sehenswürdigkeit in Åre. Mit einer Länge von 790 Metern führt die Seilbahn auf 1.274 Meter. Ein paar Schritte bergauf und der Gipfel des 1.420 Meter hohen Berges <em>Åreskutan</em> ist erreicht.</p>
<div id="attachment_5010" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85re-Kirche.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5010 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85re-Kirche.jpg" alt="Åre gamla kyrka. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)" width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Åre gamla kyrka. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>War erst der Sommertourismus Standbein von Åre, nimmt in den folgenden Jahrzehnten der Wintersport immer mehr Raum ein. In den 1970er Jahren wurden ebenso viele Winter- wie Sommergäste gezählt. Mittlerweile kommen auf gerade mal gut 1.200 Einwohner 26.000 Gästebetten.</p>
<p>Im vergangenen Jahr feierte Åre 100 Jahre Wintersport.</p>
<h4>Ski fahren wie die Weltmeister</h4>
<p>1919 fand der erste Abfahrtswettbewerb in dem sich entwickelndem Skigebiet statt. Die hervorragenden Verhältnisse zogen und ziehen den internationalen Spitzensport an. 1954 fanden die Alpinen Skiweltmeisterschaften in Åre statt. Ein weiteres Mal 2007 – dank Anja Pärson mit Happy End für das Königreich. Regelmäßig gastiert der Ski-Weltcup-Zirkus in dem kleinen Ort mit großem Namen.</p>
<h4>SkiStar Åre</h4>
<p>Nicht nur die Profis kommen auf ihre Kosten. Anfänger, Fortgeschrittene und vor allem Familien gleichermaßen. Das Skiressort bietet auf seinen 103 Pisten, erreichbar über 40 Lifte, jegliche Schwierigkeitsgrade von Grün bis Schwarz. Betreiber ist, wie unter anderem in Sälen, die SkiStar-Gruppe.</p>
<p>Das Skigebiet Åre gliedert sich in vier Bereiche: der Ort selbst, Duved, Tegefjäll und Åre Björnen – das „Kinderparadies“. Etwas abseits des Trubels liegt hier das Augenmerk auf Skipisten für Anfänger und Kinder. Es gibt Lifte eigens für die Jüngsten.</p>
<div id="attachment_5012" class="wp-caption alignleft" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85reskutan-Sonnenuntergang.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5012 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/%C3%85reskutan-Sonnenuntergang.jpg" alt="Sonnenuntergang am Åreskutan. Foto: andersc77 (Anders Carlsson) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="368" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang am Åreskutan. Foto: andersc77 (Anders Carlsson) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Ein umfangreiches System leichter und mittelschwerer Pisten bieten Duved und Tegefjäll, Naturgenuss inklusive. Der Ort Åre versprüht dank seines Hausberges alpine Atmosphäre mit anspruchsvollen Abfahrten. Außerdem sind hier Halfpipe und Freestyle-Park zu finden. Für Langläufer wird ein mehrere Hundert Kilometer umfassendes Loipennetz gespurt.</p>
<h4>Åre ohne Skier</h4>
<p>Neben Pistengaudi und Langlauf finden Urlauber auch ohne Skier attraktive Angebote. Natürlich ein entsprechendes Après Ski-Programm. Etwas geruhsamer geht es Hundeschlittentouren zu, noch ruhiger beim Eisangeln. Begegnungen mit Schneehühnern, Rentieren oder gar einem Elch sind nicht ausgeschlossen.</p>
<p>Einen Abstecher wert ist die stillgelegte Kupfergrube <em>Fröå Gruva</em>. Oder <em>Tännforsens</em>: ein gewaltiges Naturschauspiel, 60 Meter breit und 38 Meter hoch – Schwedens mächtigster Wasserfall.</p>
<p>Falls nach ausgiebigem Austoben auf den Pisten des Skigebietes Åre Puste und Muse für weitere Ausflüge fehlen, einfach im Sommer wiederkommen, um die Umgebung in Wanderschuhen oder vom Fahrradsattel aus zu erkunden. Der Trubel ist auch weniger.</p>

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		<title>Schwedische Weihnacht</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/schwedische-weihnacht/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 11:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch in Schweden ist Weihnachten ein wichtiges Fest im jährlichen Kalender und wird auch in Schweden nicht so ganz anders gefeiert wie in Deutschland. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber viele Dinge sind auch unterschiedlich. Was ist nun typisch für das schwedische Weihnachtsfest? Auch in Schweden kennt man Weihnachtsbäume, Adventskalender, den Weihnachtsmann, Weihnachtsgeschenke, den Brauch Weihnachtskarten [...]]]></description>
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<p>Auch in Schweden ist Weihnachten ein wichtiges Fest im jährlichen Kalender und wird auch in Schweden nicht so ganz anders gefeiert wie in Deutschland. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber viele Dinge sind auch unterschiedlich. Was ist nun typisch für das schwedische Weihnachtsfest?<br />
<span id="more-4980"></span></p>
<p>Auch in Schweden kennt man Weihnachtsbäume, Adventskalender, den Weihnachtsmann, Weihnachtsgeschenke, den Brauch Weihnachtskarten zu verschicken, Lebkuchen zu backen, alle die Dinge, die man auch bei uns in Deutschland mit Weihnachten verbindet.<br />
Schon einige Wochen vor Weihnachten beginnt auch in Schweden die Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Während der Adventszeit werden die Häuser und Wohnungen sowohl außen wie auch innen liebevoll weihnachtlich mit vielen Lichtern geschmückt. Vor allem Lichter und Kerzen sind in Schweden wichtig. Da es hier im Winter schon früh dunkel wird, es in Lappland während einiger Wochen überhaupt nicht richtig hell wird, versucht man mit Kerzen und Lichtern etwas Wärme und Helligkeit in die dunkle und kalte Jahreszeit zu bringen. Man hat den Eindruck, in Schweden ist die Weihnachtszeit irgendwie noch gemütlicher und festlicher wie in anderen Ländern, weniger Kitsch, weniger übertriebene Dekorationen. Überall in den Fenstern leuchten die pyramidenförmigen „Ljusstake“, die Kerzenständer mit den 7 elektrischen Kerzen. Typische Dekorationen sind Jultomte (Weihnachtsmänner), Nisse (Wichtel, die Helfer vom Weihnachtsmann), der Julbock (Weihnachtsbock) in allen Größen, Weihnachtssterne, überhaupt viele Handarbeiten.</p>
<p>Die Schweden genießen ihre „Jultid“. Sie bummeln über die gemütlichen Weihnachtsmärkte, trinken Glögg und essen Pepparkakor dazu, und erfreuen sich am Julbord, dem Weihnachtsbuffet, das in den Restaurants in der Vorweihnachtszeit und natürlich auch an Weihnachten angeboten wird. Hier fließt häufig auch der Alkohol in Strömen, nach jedem Gang „braucht“ man einen „Snaps“. Zu Hause werden die Weihnachtsplätzchen gebacken, vor allem natürlich die Pepparkakor, man putzt und dekoriert und bereitet alles für das große Fest vor.</p>
<p>In der schwedischen Weihnacht vermischen sich heidnische, christliche, nordische und germanische Bräuche. Die heutigen Traditionen stammen hauptsächlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das Wort Jul kommt aus dem Germanischen, es handelte sich ursprünglich um ein heidnisches Fest in der Winterzeit. Mit der Einführung des Christentums brachte man den Begriff auch in Verbindung mit der Geburt Christi und dem religiösen Weihnachtsfest.</p>
<p>Ein Highlight in der Adventszeit ist zunächst einmal der 13. Dezember, an diesem Tag, dem Gedenktag der heiligen Lucia, findet in Schweden das Luciafest statt, eigentlich auch kein kirchliches Fest. Meistens verkörpert das älteste Mädchen der Familie die Lucia. Sie bringt am Morgen auf einem Tablett die Lussekatter, das Safrangebäck, das man in Schweden in der Weihnachtszeit und vor allem an Lucia isst. Aber auch in der Öffentlichkeit werden die Luciafeierlichkeiten abgehalten, in Kindergärten und Schulen, am Arbeitsplatz oder einfach in öffentlichen Gebäuden. Ein weißgekleidetes Mädchen mit einem Kranz aus Kerzen auf dem Kopf führt den Luciazug an, dahinter folgen Mädchen mit Kerzen in der Hand (tärnor) und Sternenknaben (sjörngossar), manchmal auch noch Pfefferkuchenknaben (pepparkaksgubbar) und Wichte (tomtar).</p>
<p>Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt auch in Schweden am 24. Dezember, dem Julafton (Heiligabend) und die offizielle Weihnachtszeit dauert bis zum 13. Januar, dem Tjugondag Knut. Man sagt „Tjugonde dag dansas Julen ut“. An Knutdagen verabschiedet man die Weihnachtszeit. Nach der christlichen Vorstellung findet die Weihnachtszeit jedoch am Dreikönigstag ihren Abschluss.</p>
<p>Der Weihnachtsbaum, der übrigens im 18. Jahrhundert von Deutschland nach Schweden kam, wird in dem meisten Haushalten am Tag vor Heiligabend geschmückt. Traditionell sind die schwedischen „Weihnachtsfarben“ immer noch rot und grün und so wird man in Schweden immer noch viele Dekorationen an Weihnachten in eben diesen Farben vorfinden.<br />
Viele kochen den traditionellen Julskinka schon am 23. Dezember und essen ihn kalt über die kommenden Tage verteilt.</p>
<p>Und wie verläuft nun in Schweden Heiligabend?<br />
Schon seit 1960 wird jedes Jahr am 24. Dezember im schwedischen Fernsehen um 15.00 Uhr „Kalle Anka“ übertragen, zu Deutsch „Donald Duck“. Und so sitzen die Schweden, Jung und Alt, an Heiligabend erst einmal vor dem Fernseher, denn Kalle Anke gehört zur schwedischen Weihnacht einfach dazu. Anschließend werden dann die Geschenke verteilt, die dann häufig schon unter dem Weihnachtsbaum liegen. Auch in Schweden bringt heute der Weihnachtsmann die Geschenke, auch wenn das früher mal die Aufgabe des Julbock war.</p>
<p>Die Weihnachtsgeschenke heißen in Schweden übrigens „Julklappar“. Woher kommt dieser etwas merkwürdige Name? In früheren Zeiten hörte man am Morgen des Heiligabends häufig ein Klopfen an der Tür oder am Fenster und kurz darauf wurde ein Geschenk zur Tür oder zum Fenster herein geworfen. Daher rührt der Name Jul-klappa (klappa heißt klopfen). Heute läuft das nun etwas anders ab. Entweder bringt der Weihnachtsmann die Geschenke persönlich vorbei (wobei der Vater oder häufig ein Nachbar die Rolle des verkleideten Weihnachtsmanns übernimmt) oder man verteilt sich gegenseitig Geschenke.</p>
<p>Anschließend geht man dann zum Schlemmen über. Zu Heiligabend gehören Julskinka, Lachs in verschiedenen Variatonen, Lutfisk (in Lauge eingelegter Dorsch), Köttbullar (Fleischbällchen), Julkorv (eine Wurst mit weihnachtlichen Gewürzen), eingelegter Hering, Prinskorv und vieles mehr. Oft bereitet man sich auch zu Hause ein schönes Julbord (Weihnachtsbuffet) vor. Dazu trinkt man Julmust oder Julöl (leichtes Bier), aber Wein und Hochprozentiges gehören natürlich auch dazu. Und zum Nachtisch darf natürlich das Risgrynsgröt nicht fehlen, ein Milchreisgericht. Auch diese Nachspeise hat in Schweden eine Geschichte. Der Sage nach hat man früher ein Schälchen mit Milchreis für die Nisse (die Wichtel) in den Stall gestellt, um sie gut zu stimmen. Hat man das nicht gemacht, waren Sie verärgert und man musste im kommenden Jahr im Unheil rechnen. Glück bringt es dagegen demjenigen, der die im Milchreis versteckte Mandel bekommt.</p>
<p>Findet Heiligabend gewöhnlich im Familienkreis statt, so feiert man dann die Weihnachtstage mit Verwandten und Freunden, die man zu sich einlädt oder zu denen man selbst eingeladen wird.</p>
<p>Familienfeiern, Essen und Trinken, gemütliches Beisammensein, Geschenke verteilen, all das ist nicht anders als bei uns in Deutschland, aber vielleicht geht es in Schweden doch noch etwas entspannter und friedlicher zu. Vielleicht hängt es auch mit der weißen Weihnacht zusammen, die doch in Schweden noch häufiger anzutreffen ist. Verschneite Winterlandschaften, viele Lichter, Glögg und Pepparkakor, so stellt man sich die schwedische Weihnacht vor.</p>

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		<title>Julklapp &#8211; was ist das eigentlich?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Julbock]]></category>
		<category><![CDATA[Julklapp]]></category>
		<category><![CDATA[Jultomte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt nicht das nette „Julklapp“- Spiel in der Vorweihnachtszeit? Es gibt unzählige Varianten. In den Schulen, Vereinen, Firmen und innerhalb der Familie ist es eine praktische Variante kleine Geschenke zu Weihnachten zu überreichen. Aber vielen ist es inzwischen auch schon ein Gräuel, „wieder Julklapp, wieder Schrott-Julklapp&#8230;“, nicht schon wieder&#8230;. Aber woher stammt „Julklapp“ eigentlich? [...]]]></description>
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<p>Wer kennt nicht das nette „Julklapp“- Spiel in der Vorweihnachtszeit? Es gibt unzählige Varianten. In den Schulen, Vereinen, Firmen und innerhalb der Familie ist es eine praktische Variante kleine Geschenke zu Weihnachten zu überreichen. Aber vielen ist es inzwischen auch schon ein Gräuel, „wieder Julklapp, wieder Schrott-Julklapp&#8230;“, nicht schon wieder&#8230;.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Aber woher stammt „Julklapp“ eigentlich?</span></p>
<p>In Schweden nennt man das Weihnachtsgeschenk allgemein <strong>Julklapp</strong>. Der Begriff „Klapp“ kommt von „Klopfen“ und stammt auch der Zeit, als es Brauch war ein Geschenk vor die Tür zu legen, laut zu klopfen und dann weg zu rennen, so dass man nicht erkannt wurde. Also unserem jetzt in Deutschland so oft zelebriertem „Julklapp“- Geschenkspiel ähnlich, da der Geber ein Rätsel bleibt.</p>
<p><span id="more-5000"></span></p>
<p>Ab dem 18. Jahrhundert wurde es in Schweden aber immer häufiger üblich, ein in buntes Papier eingeschlagenes Paket an Weihnachten zu übergeben, so wie wir es heute auch kennen. Der Begriff wurde übernommen und blieb „Julklapp“ oder einfach nur „Klapp“. Es wurde auch Tradition einen Reim auf das Geschenk zu machen, so das der Beschenkte raten musste, was sich darin befand. Dieser Brauch ist auch heute noch üblich. Der Brauch stammt ursprünglich aus dem antiken Rom.</p>
<p>Das Geschenk wurde später vom „Julbock“ überbracht. Er war der Begleiter von St. Nikolaus. Durch die Reformation in Schweden verschwand hier aber der Nikolaus, der Julbock blieb. Ab dem 19. Jahrhundert wurde es Tradition zu Weihnachten „Glögg“ (Glühwein mit Kräuter, Rosinen und Nüssen) zu trinken, „Pepparkakor“ (Kekse) zu essen und die Farbe rot dominierte während des Festes. Zu dieser Zeit gab es dann vermehrt Weihnachtskarten (von Jenny Nyström) mit einem Weihnachtsmann („Jultomte“) als Motiv und die Sitte sich Grüße in Form von Karten zu zusenden wurde geboren. Der Weihnachtsmann, Jultomte, übernahm dann immer mehr die Rolle des Geschenkbringers am heiligen Abend. Und übernahm so die Rolle von Julbock, Haustomte und St. Nikolaus hiermit in einer Person.</p>
<p>Und so wird auch heute noch gefeiert. Erst trifft sich die Familie und Freunde mittags zum „Dopp i grytan“, eine kleine Zwischenmahlzeit. Man tunkt Brot in den Sud des Weihnachtsbratens. Um 15.00 Uhr ist in Schweden dann Fernsehzeit, denn dann gibt es eine Stunde lang eine Weihnachtssendung von Walt Disney, die jedes Jahr (seit Jahrzehnten!) wiederholt wird und der Hausfrau Zeit gibt, das Essen vorzubereiten. Nach dem (oft sehr lange dauerndem) Essen mit vielen Gängen, kommt dann endlich der Weihnachtsmann mit seinen „Julklappar“!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Ein schönes Weihnachtsfest, God Jul och ett gott nytt <span style="font-family: Times New Roman,serif">å</span><span style="font-family: Times New Roman,serif">r till er alla!</span></strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Madeleine hat die Haare schön</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/madeleine-hat-die-haare-schon/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 12:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Madeleine]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Nanu, was ist denn mit Prinzessin Madeleine  passiert? Die Nummer drei der schwedischen Thronfolge ist seit einiger Zeit auf diversen Medienfotos mit brünetten Haaren zu sehen. Sieht super aus! Doch was mag die Schwedin dazu bewogen haben, ihre engelsblonden Locken gegen eine kastanienfarbene Haarpracht einzutauschen? &#160; Psychologen und Friseure würden nun wohl gleichermaßen das [...]]]></description>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Nanu, was ist denn mit Prinzessin Madeleine  passiert? Die Nummer drei der schwedischen Thronfolge ist seit einiger Zeit auf diversen Medienfotos mit brünetten Haaren zu sehen. Sieht super aus! Doch was mag die Schwedin dazu bewogen haben, ihre engelsblonden Locken gegen eine kastanienfarbene Haarpracht einzutauschen?<span id="more-4994"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Psychologen und Friseure würden nun wohl gleichermaßen das bestätigen, was wir als Frauen eigentlich auch immer schon gewusst haben: Eine Frau sucht immer dann den Friseur ihres Vertrauens auf, wenn sich etwas Einschneidendes in ihrem Leben ereignet hat. Das kann sowohl ein äußerer Anlass sein, als auch eine persönliche Weiterentwicklung, die sich erst mal nur im Inneren vollzogen hat. Mit der Änderung seines Äußeren will man diesen Wandel nun auch nach außen an seine Umwelt hin signalisieren und sein äußeres Erscheinungsbild dem neuen  inneren Lebensgefühl anpassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oft ist der Wechsel von Blond zu Brünett auch ein Imagewandel, Stars wie Annett Lousian oder Yvonne Catterfeld haben ihn vollzogen, um als Künstler reifer und erwachsener zu wirken. Auch die Adelige scheint seit neuestem viel mehr sie selbst zu sein. Die Zeit, die sie alleine in den USA verbringt, weit weg vom Hofprotokoll, scheint ihr gut zu tun. Was auch immer die Schwedin dazu bewogen haben mag, ihre Haarfarbe zu ändern: Sie liegt damit nicht nur wie immer voll im Trend, sondern hat auch eines unter Beweis gestellt: Madeleine hat ihren eigenen Kopf&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Risgrynsgröt – der beliebte schwedische Reisbrei</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/risgrynsgrot-%e2%80%93-der-beliebte-schwedische-reisbrei/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 12:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Ackerbeere]]></category>
		<category><![CDATA[Gotland]]></category>
		<category><![CDATA[Mandelgåva]]></category>
		<category><![CDATA[Skane]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Risgrynsgröt ist in Schweden Bestandteil des typischen Weihnachtsessens. Aber inzwischen ist dieses Milchreisgericht so beliebt, dass es gerne auch zu anderen Jahreszeiten gegessen wird. Was ist nun genau ein Risgrynsgröt, woher stammt dieses Gericht und wie wird es zubereitet? Einer Sage nach war es früher üblich, an Heiligabend den Wichteln ein Schüsselchen Milchreis in [...]]]></description>
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<p>Das Risgrynsgröt ist in Schweden Bestandteil des typischen Weihnachtsessens. Aber inzwischen ist<br />
dieses Milchreisgericht so beliebt, dass es gerne auch zu anderen Jahreszeiten gegessen wird.<br />
Was ist nun genau ein Risgrynsgröt, woher stammt dieses Gericht und wie wird es zubereitet?<br />
<span id="more-4977"></span></p>
<p>Einer Sage nach war es früher üblich, an Heiligabend den Wichteln ein Schüsselchen Milchreis in den Stall zu stellen, um sie auf diese Art bei guter Laune zu halten. Daher nennt man das Risgrynsgröt auch Tomtegröt oder Nissegröt. Vergaß man das Schälchen, so waren die Wichtel verärgert und man musste das Jahr über mit Unglück rechnen.</p>
<p>Risgrynsgröt wird aus Rundkornreis, Milch, Wasser, Zucker, Zimt und einer Prise Salz hergestellt. Man isst es warm oder kalt. In den meisten Familien kommt es an Heiligabend auf den Tisch. Häufig wird noch eine Mandel in das Gericht eingerührt und der, der sie findet, soll im nächsten Jahr Glück haben. Manchmal heißt es auch, der Finder der Mandel wird im kommenden Jahr heiraten. In Teilen Schwedens, genau genommen in Skåne, aber auch in Dänemark, Norwegen und Island ist die Mandel aber noch mit einer weiteren Tradition verbunden. Wer die Mandel bekommt, der bekommt außerdem ein Geschenk überreicht, eine „Mandelgåva“. Das kann eine Süßigkeit (z.B. ein Marzipanschwein) oder auch ein Spielzeug sein. Zeitweise war es auch üblich, statt einer richtigen Mandel, eine kleine Puppe aus Porzellan in den Milchreis einzuarbeiten, die den gleichen Zweck wie die Mandel hatte.</p>
<p>Bleibt vom Risgrynsgröt etwas übrig, so kann er gut aufbewahrt und am nächsten Tag gegessen werden, oder man verarbeitet ihn weiter, indem man ein Ei, Rosinen, Sahne oder auch Saft hinein rührt und ein neues Dessert daraus zaubert. In Gotland z.B. wird er gerne zu Saffranspannkakor weiterverarbeitet, eine Art Pfannkuchen, zu denen man in Gotland die Ackerbeere (Kroatzbeere) isst.</p>
<p>Die Rezepte für das Risgrynsgröt variieren je nach Geschmack. Manchmal ist es ein richtiger Brei, manchmal gleicht es in einer etwas festeren Form eher einem Auflauf oder einem Pudding. Ich stelle hier nun ein Rezept vor, das ich persönlich sehr lecker finde und das man auch gut aufbewahren kann. Sollte es am nächsten Tag zu fest sein, so rührt man einfach nochmal Milch oder Sahne hinein.</p>
<p>160 g Rundkornreis<br />
0,75 l Milch<br />
1 Vanilleschote<br />
1 Preise Salz<br />
1 Päckchen Vanillezucker<br />
Gehackte Mandeln nach Belieben<br />
Rosinen nach Belieben<br />
1 Becher Schlagsahne oder weniger<br />
Zucker nach Belieben</p>
<p>Rote Sauce dazu:<br />
2 dl Kirschsirup<br />
3 dl Wasser<br />
1 EL Speisestärke</p>
<p>Milch, Vanilleschote, Salz und Reis zu einem Reisbrei kochen. Mandeln und Rosinen zugeben. Schlagsahne, Zucker und Vanillezucker steifschlagen und unter den abgekühlten Reisbrei heben. Mit kalter roter Sauce servieren.<br />
Rote Sauce: Kirschsirup und Wasser erhitzen, die in Wasser aufgelöste Stärke zugeben und aufkochen.</p>

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		<title>Kloster Alvastra</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/kloster-alvastra/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 14:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Alvastra]]></category>
		<category><![CDATA[Birgitta Birgersdotter]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Clairvaux]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
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		<category><![CDATA[Östergötland]]></category>
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		<category><![CDATA[Zisterzienser]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Glanz von Alvastra lässt sich nur noch erahnen. Von dem einst mächtigen Kloster am Ostufer des Vättern sind lediglich Ruinen erhalten und das Wissen um die frühere Bedeutung. Fast 400 Jahre blühte eines der ersten Klöster des Landes und beeinflusste die Kultur des mittelalterlichen Schwedens. In der historischen Provinz Östergötland, im Westen der Gemeinde [...]]]></description>
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<div id="attachment_4989" class="wp-caption alignleft" style="width: 354px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Alvastra.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4989  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Alvastra.jpg" alt="Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0) " width="344" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Klosterruine Alvastra. Foto: Numerius (Anders) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>Der Glanz von Alvastra lässt sich nur noch erahnen. Von dem einst mächtigen Kloster am Ostufer des Vättern sind lediglich Ruinen erhalten und das Wissen um die frühere Bedeutung. Fast 400 Jahre blühte eines der ersten Klöster des Landes und beeinflusste die Kultur des mittelalterlichen Schwedens.</p>
<p>In der historischen Provinz Östergötland, im Westen der Gemeinde Ödeshög, rund 25 Kilometer südlich von Vadstena sind die Überreste vom Kloster Alvastra zu finden. Es war die erste Gründung des Zisterzienserordens in Schweden und neben <em>Nydala</em> in Småland eine der ersten Klostergründungen überhaupt &#8211; in dem bislang wenig christianisiertem Land.<span id="more-4986"></span></p>
<h4>Von Clairvaux nach Östergötland</h4>
<p>Im Jahr 1134 gründeten französische Mönche des Zisterzienserordens das Kloster Alvastra, als „Tochterunternehmen“ der Abtei von Clairvaux in Frankreich. Gesandt von Abt Bernhard, unter Vermittlung von Eskil, dem Erzbischof von Lund und mit Unterstützung von Ulfhild, der Gemahlin von König Sverker des Älteren ließen sich die Mönche am Vättern nieder. In ihrem Gepäck nicht nur der Glaube, sondern auch fortschrittliche Verwaltung, Technik und Architektur.</p>
<p>In den frühen Tagen bestand Alvastra aus Holz. Sobald Leben und Arbeiten geordnet waren, wurden die Holzgebäude von Kalkstein ersetzt – im gotischen Stil. Dabei folgte die Anlage von Alvastra im Grundriss, der Einfachheit und Rationalität der Gebäude dem <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Clairvaux" target="_blank">Vorbild des Mutterklosters</a> von Clairvaux.</p>
<p>Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Kloster zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum, zum größten kirchlichen Grundbesitzer des damaligen Schwedens und gründete seinerseits Tochterklöster – Varnhem, Julita und Gudsberga.</p>
<h4>Birgitta in Alvastra</h4>
<p>In der Klosteranlage Alvastra fanden die Könige der Sverker-Dynastie ihre letzte Ruhe: Sverker der Ältere, der 1156 in der Nähe ermordet wurde – nicht nur das Christentum auch die Monarchie war noch schwach zu jener Zeit, Sverker der Jüngere und Johan Sverkersson. Auch Ulf Gudmarsson erhielt in Alvastra die letzte Ehre. Gudmarsson war der Mann der  Birgitta Birgersdotter. Nach dem Tod ihres Gemahls 1344 ging die seit 1391 als Heilige verehrte Birgitta selbst in das Kloster. Hier soll sie die Visionen einer eigenen Klosterrichtlinie und Klostergründung empfangen haben. 1370 in Vadstena in die Tat umgesetzt.</p>
<h4>Reformation und Niedergang</h4>
<p>Fast vier Jahrhunderte war Alvastra geistiges, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Bis zur Reformation. In deren Folge wurde das Eigentum der Zisterziensergründung von der Krone eingezogen und das Kloster schließlich 1529 aufgelöst. Von der dänischen Streitmacht 1567 stark beschädigt, verkam die Abtei zum Steinbruch.</p>
<p>Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts erste archäologische Arbeiten stattfanden, kam es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu umfangreichen Ausgrabungen. Restauriert und geschützt sind die Überreste der ehrwürdigen Mauern von Kloster Alvastra heute ein Ziel des <em>Klosterleden</em>.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Der Kungsleden – der königliche Wanderweg (Teil 1)</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/der-kungsleden-%e2%80%93-der-konigliche-wanderweg-teil-1/</link>
		<comments>http://blog.schwedenstube.de/der-kungsleden-%e2%80%93-der-konigliche-wanderweg-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 11:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Västerbotten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kungsleden, oder der Königspfad, wie er auf Deutsch genannt wird, erstreckt sich von Lappland bis Mittelschweden, genau genommen von Abisko bis nach Sälen in Dalarna. Wandern in der schwedischen Natur! Vor allem der nördliche Teil ist bei Wanderern sehr beliebt und entsprechend frequentiert. Die Strecke ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die man als Tagesetappen [...]]]></description>
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<p>Der Kungsleden, oder der Königspfad, wie er auf Deutsch genannt wird, erstreckt sich von Lappland bis Mittelschweden, genau genommen von Abisko bis nach Sälen in Dalarna. Wandern in der schwedischen Natur! Vor allem der nördliche Teil ist bei Wanderern sehr beliebt und entsprechend frequentiert. Die Strecke ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die man als Tagesetappen erwandern kann. Übernachtet wird in den Fjällstugor (Hütten) des STF (Svenska Touristföreningen, der schwedische Wanderverein) oder in den Fjällstationen.<br />
<span id="more-4862"></span></p>
<p>Genau genommen besteht der Kungsleden aus zwei Abschnitten, einem nördlichen und einem südlichen. Der nördliche erstreckt sich über eine Strecke von ca. 425 km von Abisko bis Hemavan und ist der beliebtere Teil, der südliche verläuft über 350 km von Storlien in Jämtland bis Sälen in Dalarna und ist viel weniger frequentiert, auch ist diese Strecke deutlich weniger mit Hütten ausgestattet als der nördliche Abschnitt. Bis jetzt gibt es noch keine Verbindungen zwischen den beiden Abschnitten des Kungsleden.</p>
<p>Der nördliche Kungsleden lässt sich bequem in Tageswanderungen einteilen und ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Wanderer empfehlenswert. In geeigneten Abständen befinden sich die Unterkünfte entlang des Kungsleden. Das können unbewirtschaftete Hütten sein, wobei in der Sommersaison normalerweise ein Hüttenwirt anwesend ist, oder Fjällstationen, also eine Art Gebirgshotel. In den Fjällstation gibt es sowohl Einzel-und Doppelzimmer als auch Massenlager. Die Hütten sind meistens einfach und für Selbstversorger vorgesehen, es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser. Sie bieten jedoch Koch- und Schlafmöglichkeiten, und es gibt darunter auch ganz komfortable Hütten, wie die bei Alesjaure. Hier kann man sich sogar nach der Wanderung in einer Sauna entspannen und in dem kleinen Café frisch gebackene Waffeln genießen. Meistens schläft man in Mehrbettzimmern, die Betten sind mit Matratzen, Kissen und Decken ausgestattet, Laken oder Schlafsack sollte man mitbringen. In vielen Hütten wird Proviant verkauft, also das notwendigste, was man unterwegs braucht, so dass man nicht alles für die ganze Tour mittragen muss.</p>
<p>Geöffnet sind die Hütten während der Wintersaison von Ende Februar bis Ende April/Anfang Mai und in der Sommersaison von Ende Juni bis Mitte/Ende September. Aber auch außerhalb dieser Zeit steht jeweils ein Schutzraum zur Verfügung. Seit 1994 ist es erlaubt, Hunde und Katzen auf den Kungsleden mitzunehmen, die auch in den meisten Hütten übernachten dürfen.</p>
<p>Der Weg ist gut markiert und im Allgemeinen einfach zu begehen. Die Sommermarkierung besteht aus roten Ringen um Baumstämme oder aus rot markierten Steinen. Die Winterstrecke weicht manchmal etwas von der Sommerstrecke ab, hier orientiert man sich an roten Kreuzen, die oben an roten Stangen befestigt sind. Im Winter verläuft der Weg häufig über zugefrorene Seen und Sümpfe. In dieser Jahreszeit kann es natürlich sehr kalt sein, aber man kommt doch gut voran, da die Hindernisse, mit denen man im Sommer rechnen muss, im Winter nicht existieren. Auch im Sommer ist der Weg im Allgemeinen gut zu begehen, die einzigen Erschwernisse oder Hindernisse zeigen sich in Form von Wasser. So kann es vorkommen, dass man einen Bach überqueren muss und es ist keine Brücke (mehr) vorhanden. Dann heißt es, durch das Wasser waten oder, soweit vorhanden, über Steine irgendwie über den Bach gelangen. Auch wird der Kungsleden gelegentlich durch einen Fluss oder einen See unterbrochen. Hier stehen dann Boote zur Verfügung, mit denen man entweder selbst über den Fluss rudert oder man lässt sich, wenn vorhanden vom Bootservice über den See bringen, den die einheimischen Samen hier zu manchen Zeiten anbieten. Muss man selbst rudern, dann funktioniert das nach dem 3-Boot Prinzip. Das heißt, wenn man Glück hat, stehen zwei Boote am Ufer und man kann einfach mit einem der beiden Boote über den See rudern. Findet man jedoch nur ein 1 Boot am Ufer vor, dann bedeutet das dreimal rudern. Auf der anderen Seite des Sees befinden sich in diesem Moment zwei Boote. Also rudert man mit diesem hier vorhandenen Boot über den See, bindet dann eines der Boote auf der anderen Seite am eigenen Boot fest und rudert wieder zurück, wo man hergekommen ist. Ein Boot lässt man nun zurück und fährt mit dem zweiten Boot anschließend ein drittes Mal über den See. Es sollte also immer mindestens 1 Boot auf einer Seeseite zur Verfügung stehen. Hält man sich nicht an diese Regel, so handelt man sehr unkollegial und die nachkommenden Wanderer haben ein echtes Problem.</p>
<p>Am meisten begangen wird die Strecke zwischen Abisko und Kvikkjokk bzw. Abisko und Kebnekaise bis Nikkaluokta, Strecken, die je nachdem in etwa ein bis zwei Wochen zu bewältigen sind. Hier verläuft der Weg oberhalb der Baumgrenze. Von Abisko bis Abiskojaure bewegt man sich größtenteils über ein Sumpfgebiet und läuft zu Anfang oft über Holzplanken, um die empfindliche Flora nicht zu zerstören. Die zweite Etappe bis zur Alesjaurestuga verläuft dann am See Alesjaure entlang und von Alesjaure geht es anschließend über den Tjäkta-Pass, wo die Gegend rauer wird und man eine große Strecke über Geröllhalden zurücklegen muss. Anschließend folgen kleinere Etappen bis zu den Hütten Sälka und weiter bis Singi. Hier muss man sich nun entscheiden, ob man zum Kebnekaise, dem höchsten Berg Lapplands weiterläuft (ob man ihn nun besteigen möchte oder nicht) und in der Kebnekaise Fjällstation die nächste Übernachtung plant, mit der anschließenden Etappe bis Nikkaluokta (von hier kann man dann den Bus nach Kiruna nehmen) oder ob man die Strecke fortsetzt bis Saltoluokta, wobei man dann unterwegs bei Teusajaure einen See überqueren muss, oder eventuell bis nach Kvikkjokk . Bei Saltoluokta und bei Kvikkjokk hat man dann wieder Anschluss an das Inlands-Bussystem. Der Kungsleden aber läuft weiter nach Jäkkvik (immer noch in Lappland), Ammarnäs (hier nun bereits in Västerbotten) bis Hemavan. Auch hier liegen in Tagesabschnitten oder auch kürzer genügend Hütten zur Übernachtung oder einfach nur für eine Pause.</p>

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		<title>13. Dezember, LUCIA</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 11:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lucia]]></category>
		<category><![CDATA[Lussekatter]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Mädchen, egal welchen Alters, ist es das Größte, die Lucia in einem Luciaumzug zu sein. Oft wird sie in Kindergärten, Schulen oder in den Städten gewählt und die Lucia sein zu dürfen ist etwas Besonderes.]]></description>
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<p>Als Mädchen, egal welchen Alters, ist es das Größte, die Lucia in einem Luciaumzug zu sein. Oft wird sie in Kindergärten, Schulen oder in den Städten gewählt und die Lucia sein zu dürfen ist etwas Besonderes. Auch mir ging es als Kind so. Jedes Jahr am 13. Dezember haben wir morgens im Luciakleid mit einer Kerzenkrone auf dem Kopf unseren Eltern das Luciafrühstück gebracht und sind abends im Ort von Tür zu Tür umhergezogen, haben Lucialieder gesungen und „Lussekatter“ (Gebäck) verteilt. Die Jungs trugen dazu auch weiße Gewänder und einen langen trichterförmigen Papphut mit aufgeklebten Sternen, hielten einen Stern an einem Holzstab befestigt in der Hand. Die anderen Mädchen (es gibt nur eine Lucia) tragen weiße Kleider, Silberglitzerbänder im Haar und halten eine Kerze in der Hand.<br />
<span id="more-4962"></span><br />
Da ich bereits als Kind nach Deutschland zog und mir diese Tradition am 13. Dezember in meiner neuen Heimat sehr fehlte, bin ich mit meinen Freundinnen in dem damaligen deutschen Dorf auch so ausstaffiert umhergezogen. Viele kannten diese Tradition und haben sich sehr gefreut und andere freuten sich, etwas Neues kennen zu lernen. Auch in der Firma meines Vaters sind wir singend von Tür zu Tür gezogen. Ein bisschen schwedische Kultur mitbringend. Selbst meine Kinder, die in Deutschland geboren wurden, haben diese Tradition mit in ihre Grundschule genommen und wir mussten jedes Jahr am 13. Dezember in der jeweiligen Schulklasse „Lucia gehen“&#8230;..</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Geschichte</span></p>
<p>Man kann nicht genau sagen, woher diese Tradition ursprünglich stammt. In Sizilien gibt es eine Schutzheilige „Lucia“ der Stadt Syrakusa, die im 2. Jahrhundert starb. Sie wird hiermit in Verbindung gebracht, aber Genaues weiss man nicht. Ursprünglich stammt der Brauch aus der Vänern-Gegend in Schweden (d.h. Bohuslän, Västergötland, Dalsland und Värmland). Wie die meisten Feste, hat auch Lucia aber ganz bestimmt einen heidnischen Ursprung.</p>
<p>Laut dem Volksglauben ist der 13. Dezember die gefährlichste Nacht, in der übernatürliche Mächte ihr Unwesen treiben und die Tiere sprechen können. Vor dem jetzigen gregorianischen Kalender (ab 1753 in Schweden und Finnland) galt der julianische Kalender (von Julius Caesar eingeführt) und zu dieser Zeitrechnung war der Luciatag die Wintersonnenwende an der Nordhalbkugel. Und in dieser längsten Nacht sollte man besser wach bleiben und sich in Acht nehmen.</p>
<p>Die Lucia (wahrscheinlich abgeleitet von Lux (lat.) = das Licht) brachte also in dieser dunkelsten Nacht, in der die bösen übernatürlichen Mächte umhertrieben, das Licht zu den Menschen, um ihnen Sicherheit und Trost zu spenden.</p>
<p>Im Mittelalter war es der Anfang vom Weihnachtsfasten. In dieser Nacht wurde das Weihnachtsschwein geschlachtet und es wurde die ganze Nacht durch gefeiert. Alle Weihnachtsvorbereitungen und Speisen sollten am 13. Dezember fertig für das spätere Fest sein.</p>
<p>Heute zieht an diesem Tag der Luciaumzug durch Schulen, Krankenhäuser, Firmen und Gemeinden. Lucia singt und bringt nicht nur Licht und Freude, sondern auch „Lussekater“, ein Hefegebäck mit viel Safran.</p>
<p>Einen schönen Luciatag wünsche ich euch allen!</p>

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		<title>Kurzportrait: Dr. Harald Kindermann, deutscher Botschafter in Schweden</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 20:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Botschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Botschaft in Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Kindermann]]></category>
		<category><![CDATA[König Carl XVI Gustav]]></category>

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		<description><![CDATA[Harald Kindermann hat sein Amt in der deutschen Botschaft in Stockholm aufgenommen.]]></description>
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<p>Vor knapp drei Monaten hat Harald Kindermann sein Amt in der deutschen Botschaft in Stockholm aufgenommen. Gemeinsam mit den drei Amtkollegen Paul Johnston, Botschafter der Vereinigten Königreiche, Dr. Zulma Guelman-Radke, Botschafter Uruguays, und Konstantin Kavtaradze, Botschafter Georgiens, überreichte der 63-Jährige im September das Beglaubigungsschreiben des Bundespräsidenten an König Carl XVI Gustav. Zu diesem feierlichen Anlass wurde Botschafter Kindermann von seinen Mitarbeitern Verwaltungsleiterin Tina Debenham, Militärattaché Dirk Jordan, Gesandter Peter Rondorf sowie Grit Hädicke vom Protokoll begleitet. Kindermann folgt Joachim Rücker, der von November 2008 an das Amt innehatte.</p>
<p><span id="more-4953"></span><br />
Zuvor war der promovierte Jurist als deutscher Vertreter in Saudi-Arabien (1999-2003), Bulgarien (2003-2006) und Israel tätig (2006-2011). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten von Erlangen, Marburg und Köln arbeitete Kindermann zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Gießen (1973–1978). Im Anschluss an seine Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaft (1979) wurde er in Gießen Dozent für Bürgerliches Recht und Rechtstheorie (1981–1987). Dem folgte bis 1992 eine Mitarbeiter im Bundesministerium der Justiz. Nach dem Eintritt in den Auswärtigen Dienst war Kindermann bis 1999 Leiter des Planungsstabes des Auswärtigen Amtes.</p>

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		<title>Ikea nimmt Fremdmarkten aus dem Schwedenshop</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 15:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[ABBA]]></category>
		<category><![CDATA[Cloetta]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch-Schwedische Handelskammer]]></category>
		<category><![CDATA[Fri Köpenskap]]></category>
		<category><![CDATA[Göteborgs kex]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schwedische Möbelkette Ikea stellt ihr Lebensmittelsortiment um und nimmt sukzessive die weltweit vertriebenen Markenprodukte aus dem Programm.]]></description>
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<p>Wer auch künftig nicht auf Süßes von Cloetta, Fischkonserven von Abba und und Kekse von Göteborgs kex aus dem Schwedenshop verzichten will, sollte sich bevorraten. Die schwedische Möbelkette Ikea stellt ihr Lebensmittelsortiment um und nimmt sukzessive die weltweit vertriebenen Markenprodukte aus dem Programm.</p>
<p>Der Konzern möchte in seinen Lebensmittelabteilungen nur noch Produkte verkaufen, für die er selbst die Rezepte und die Rechte besitzt. Damit wird Ikea seine Waren künftig bei internationalen Zulieferern einkaufen und sie nicht mehr unbedingt aus Schweden importieren. Klassische schwedische Lebensmittelunternehmen wie Abba, Cloetta und Göteborgs kex sind davon besonders betroffen. Das berichtet die Deutsch-Schwedische Handelskammer unter Berufung auf die schwedische Branchenzeitung Fri Köpenskap.</p>
<p><span id="more-4946"></span></p>
<p>„Es ist schade, dass schwedische Klassiker wie zum Beispiel Ballerina- und Singoallakekse nicht mehr in den ausländischen Ikeashops zu haben sind. Wir wissen was sie für Auslandsschweden und Schwedenfans bedeuten“, so Nicklas Sjöqvist, Informationschef bei Göteborgs kex.</p>
<p>Diese Umstellung betrifft auch Ikea Deutschland. „Es ist langfristig das Ziel von Ikea, das Food-Sortiment auf Eigenmarken umzustellen. Die Umstellung läuft derzeit und wird voraussichtlich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 abgeschlossen sein. Allerdings werden die Eigenmarken auch weiterhin von typisch schwedischen Markenprodukten ergänzt werden“, sagt Sabine Nold, Pressesprecherin von Ikea Deutschland.</p>

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		<title>Auf dem Silvervägen von Meer zu Meer</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/auf-dem-silvervagen-von-meer-zu-meer/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 03:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Arjeplog]]></category>
		<category><![CDATA[Arvidsjaur]]></category>
		<category><![CDATA[Bodø]]></category>
		<category><![CDATA[Boliden]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Wallquist]]></category>
		<category><![CDATA[Glommersträsk]]></category>
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		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Nordschweden]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Polarkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Silberstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Silvervägen]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Västerbotten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Silvervägen, die Silberstraße, wie der Riksväg 95 genannt wird, führt von Skellefteå  zur norwegischen Grenze und weiter bis nach Bodø. Die touristische Route folgt den Spuren des Silbers zwischen Bottnischem Meerbusen und Nordmeer – vorbei an wilden Flüssen, großen und kleinen Seen, durch samisches Kulturland, beeindruckende Landschaften. Auf seinem Weg durch Nordschweden passiert der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<div id="attachment_4931" class="wp-caption alignleft" style="width: 440px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Silverv%C3%A4gen.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4931 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Silverv%C3%A4gen.jpg" alt="Entlang des Silvervägen. Foto: Juho Holmi /flickr.com (CC BY 2.0)" width="430" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Entlang des Silvervägen. Foto: Juho Holmi /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Der Silvervägen, die Silberstraße, wie der Riksväg 95 genannt wird, führt von Skellefteå  zur norwegischen Grenze und weiter bis nach Bodø. Die touristische Route folgt den Spuren des Silbers zwischen Bottnischem Meerbusen und Nordmeer – vorbei an wilden Flüssen, großen und kleinen Seen, durch samisches Kulturland, beeindruckende Landschaften.</p>
<p>Auf seinem Weg durch Nordschweden passiert der Silvervägen  Arvidsjaur und Arjeplog, Jäckvik und den Polarkreis. Auf einer Höhe von rund 740 Metern quert die Route die Grenze zu Norwegen. Hier trägt die Straße die Nummer 77, führt über die E6 nach Fauske und weiter auf der Reichstraße 80 bis nach Bodø.<span id="more-4929"></span></p>
<p>Die Silberstraße ist Teil des <em>Barents väg</em>, einer Touristenroute, die von Bodø am Nordatlantik bis nach Murmansk ans Weiße Meer in Russland führt.</p>
<h3>Dem Silber auf der Spur</h3>
<p>Der Name Silvervägen geht auf den Erzabbau in den Nasafjäll-Silbergruben im 17. Jahrhundert zurück. Von den Gruben an der Grenze zu Norwegen wurde das Erz zu den Häfen in Piteå oder Kåge transportiert.</p>
<p>Was sich im Winter relativ einfach gestaltete, zumeist transportierten <em>Sámi</em> das Silber mit ihren Schlitten, gestaltete sich in der eisfreien Zeit umso schwieriger und zeitraubender. Dabei wurden die alten Wege Handelswege genutzt, aber es mussten Seen passiert werden – umladen von Schlitten auf Boote und umgekehrt. Solche Umschlagplätze waren unter anderem Arjeplog und Arvidsjaur.</p>
<p>Ursprünglich war der Silvervägen, nicht eine Straße, sondern vielmehr ein Wegenetz und die heutige Reichsstraße 95 war bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts mehr Feldweg als Straße. Mit dem Ausbau in Etappen seit den 50er Jahren nahm die Route Gestalt an. In ihrem heutigen Verlauf, der von den alten Silberwegen abweicht, besteht sie seit 1986 und verbindet Ostsee mit Nordatlantik.</p>
<p>Im Sinne der touristischen Vermarktung wird die Fernstraße Silberstraße bzw. Silberweg genannt. Wobei Letzteres (im Deutschen) zu Verwechslungen führen kann: Silberweg heißt auch ein Wanderweg in Hällefors – schwedisch: <em>Silverleden</em>.</p>
<h3>Von Skellefteå nach Bodø</h3>
<div id="attachment_4937" class="wp-caption alignright" style="width: 394px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Arvidsjaur-Lappstaden_5.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4937" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Arvidsjaur-Lappstaden_5.jpg" alt="Lappstaden in Arvidsjaur. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0) " width="384" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Lappstaden in Arvidsjaur. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Ausgehend von Skellefteå, der zweitgrößten Stadt in Västerbotten, führt der Silvervägen vorbei an Boliden dem Erzabbaugebiet – auch Silber – mit Seilbahn. Weiter durch waldreiches Gebiet geht es nach Jörn, wo die Straße die <em>Stambanan genom övre Norrland </em>kreuzt. Das schmucke Bahnhofsgebäude ist unbedingt ein Foto wert. Schon auf dieser kurzen Etappe lagen mehrere Seen an der Strecke – eine Herausforderung sie alle auf dem Weg zu zählen.</p>
<p>Weiter geht die Reise auf dem Silvervägen nach Glommersträsk, Västerbotten hinter sich, das weite Lappland vor sich. Der kleine Ort ist bekannt für seine an einem Hang hochgelegenen Bauernhäuser und wartet mit einem interessanten Heimatmuseum auf, das von der frühen Besiedlung Lapplands berichtet.</p>
<p>Über Abborträsk, die Zahl der Seen kaum noch überschaubar, erreicht die Silberstraße Arvidsjaur. Für manch Urlauber ist der 4.000-Seelen-Ort das Tor zu Lappland – dank des Flughafens. Sehenswert ist die 30 Blockhütten und etwa 50 Vorratshäuschen umfassende <em>Kyrkstan</em> oder <em>Lappstaden</em>. Ganz in der Nähe liegt das Freizeit- und Wintersportgebiet <em>Vittjåkks</em>.</p>
<p>Weiter wendet sich der Silvervägen Richtung Nordwesten, nach Arjeplog, auf einer Landzunge zwischen Uddjaure und Hornavan, dem tiefsten See Schwedens. Im Winter ist zieht der entlegene Ort viele der europäischen Autohersteller an, die ihre neuesten Modelle testen.</p>
<p>Bei den Autotestern sind Besucher nicht unbedingt gern gesehen. Ganz anders im Zentrum von Arjeplog, im berühmten Silbermuseum. Einar Wallquist, der „Lappmarksdoktor“ hat eine unvergleichliche Sammlung sámischen Silberhandwerks und regionaler Geschichte zusammengetragen.</p>
<p>Etwa 60 Kilometer nordwestlich von Arjeplog liegt das Bergdorf Jäckvik, an einem Ausläufer des Hornavan. Die Silberstraße kreuzt den <em>Kungsleden</em> und nimmt am Nordufer des <em>Sädvvájávrre</em> (<em>Sädvajaure</em>) ihren Lauf. Auf der anderen Seeseite reicht der Peljekaise Nationalpark bis ans Ufer.</p>
<p>Die Gegend fast menschenleer, Norwegen nicht mehr weit, der Polarkreis noch näher: Rund 30 Kilometer vor der Grenze lässt der Silvervägen auch diesen hinter sich.</p>
<div id="attachment_4933" class="wp-caption aligncenter" style="width: 584px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Junkerdalen-Nationalpark.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4933 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Junkerdalen-Nationalpark.jpg" alt="Junkerdal Nationalpark, Norwegen. Foto: Theede (Christian Theede) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="574" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Junkerdal Nationalpark, Norwegen. Foto: Theede (Christian Theede) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Auf norwegischer Seite warten gleich die nächsten Naturschönheiten. Nun als Straße 77 führt die Silberroute über Junkerdalen, ein Touristenzentrum. Nördlich davon der Junkerdal-Nationalpark, südlich der Saltfjellet-Svartisen Nationalpark. Von Junkerdalen geht es die E6 nach Norden hinab Richtung Atlantik. In Fauske zweigt die Straße nach Bodø, die Stadt der Seeadler ab.</p>
<p>Das Ziel der über 500 Kilometer langen Reise auf dem Silvervägen von Meer zu Meer ist erreicht.</p>

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		<item>
		<title>Zum Julbasar ins Hafendorf: Die schwedische Kirche in Hamburg</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/zum-julbasar-ins-hafendorf-die-schwedische-kirche-in-hamburg/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 06:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glögg]]></category>
		<category><![CDATA[Gustaf Adolf II.]]></category>
		<category><![CDATA[Gustaf-Adolfskyrkan]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Julbasar]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Seemannsmission]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Glögg zum Galão ist es nur ein Spaziergang: Beim Verlassen der schwedischen Gustaf-Adolfskyrkan wendet man sich von der Elbe ab nach links und dringt ein ins Hamburger Portugiesenviertel, dessen Restaurants, Bodegas und Bistros südländische Assoziationen wecken, und das sich selbst ein &#8216;Hafendorf&#8217; nennt. Faktisch handelt es sich dabei um einen bunten, sehr internationalen Großstadtkiez, wozu nicht zuletzt die vier nordischen Seemannskirchen beitragen, deren älteste [...]]]></description>
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<p>Vom Glögg zum Galão ist es nur ein Spaziergang: Beim Verlassen der schwedischen Gustaf-Adolfskyrkan wendet man sich von der Elbe ab nach links und dringt ein ins Hamburger Portugiesenviertel, dessen Restaurants, Bodegas und Bistros südländische Assoziationen wecken, und das sich selbst ein &#8216;Hafendorf&#8217; nennt. Faktisch handelt es sich dabei um einen bunten, sehr internationalen Großstadtkiez, wozu nicht zuletzt die vier nordischen Seemannskirchen beitragen, deren älteste wiederum die mit dem Namen des berühmten Schwedenkönigs ist.</p>
<div id="attachment_4889" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Gustaf-Adolfskyrkan-Hamburg1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4889" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Gustaf-Adolfskyrkan-Hamburg1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gustaf-Adolfskyrkan im Hamburger Portugiesenviertel (Foto: Frank Sommerkamp)</p></div>
<p><span id="more-4869"></span>Mit Blick auf den Hafen und die Gleise der Hochbahn, dicht bei den Landungsbrücken, steht seit 1907 der vom norwegischen Architekten Th. Yderstadt errichtete rote Backsteinbau mit seinem markanten spitzgiebeligen Turm. Die schwedische Seemannsmission hatte schon seit 1883 in Hamburg gewirkt, ohne aber adäquate Räumlichkeiten zu besitzen: So wurden Gottesdienste lange in Räumen des ‚Michels’ (offiziell: St. Michaeliskirche) oder der Englischen Reformierten Kirche abgehalten, anfangs sogar an Bord der eingelaufenen Schiffe. Das Grundstück an der Ditmar-Koel-Straße wurde erst 1903 erworben; seit ihrer Einweihung durch Erzbischof Ekman vier Jahre später trägt die Kirche den Namen von Gustaf II. Adolf (1594–1632), dessen Büste hier im Treppenhaus steht.</p>
<p>Das Haus zählt zu den wenigen im Viertel, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben; es beherbergte neben Büros und Wohnungen ein paar Jahre lang die schwedische Schule; seit 2008 befindet sich hier auch das schwedische  Honorarkonsulat. Zentral war und ist aber die im ersten Stock gelegene Kirche (seit 1996 Gemeindekirche), die gerade durch ihre Schlichtheit für sich einnimmt und deshalb einen Besuch lohnt: Nach der Renovierung 2007 zeigt sich der Raum in Weiß mit hellblauen und -brauen Elementen, z.B. an Kreuzrippen oder als Balustradenfüllung, und dunklem Holz beim geschnitzten Altar, der Kanzel und den Bänken. Das gleichfalls hölzerne Taufbecken ist aus dem 19. Jh., das unter der Decke schwebende – dreimastige und schwedisch beflaggte – Votivschiff ‚Gustaf Adolf’ wurde Ende des 20 Jh. vom ehemaligen Kap Hoornier H. Freyholz angefertigt, die Orgel stammt aus Lund.</p>
<div class="mceTemp">Gerade am Beginn der Weihnachtszeit werden die vier skandinavischen Kirchen Hamburgs (die dänische, finnische und norwegische finden sich am anderen Ende der Straße) zum Ziel von Einheimischen und Touristen auf der Suche nach einem authentischen skandinavischen Julbasar. Entsprechend wird in allen Häusern Landestypisches geboten: von Rentierfellen und Wolldecken über Glas, Stoffe, Schmuck, CDs und Bücher bis hin zu Elchsalami und Pfefferkuchen gibt es alles zu probieren und zu kaufen. Und natürlich bietet sich immer wieder Gelegenheit, eigene Fremdsprachenkenntnisse zu erproben – die Gastgeber zeigen sich erfreut.</div>
<p>Beliebt wie sie sind, kommt es bei den Julbasaren zwar auch regelmäßig zu einem beträchtlichen ‚glöggseligen’ Gedränge, und gerade auch im verwinkelten schwedischen Haus hört man ein aufmunterndes „Ta det lungt!“ dann gerne. Als Ausweg bietet sich aber allemal der Gang ins erste Stockwerk und in die kleine Kirche an: Bei Kerzenschein und Stille – oder gar leiser Hausmusik auf ‚Nyckelharpa’ (Schlüsselharfe) und Geige, wie kürzlich zu erleben – bietet sich hier eine entspannende Alternative zum vorherigen Trubel. Es mag vorkommen, dass man sich nach einer Weile samt Kirche in ein julmäßig verschneites Schweden versetzt glaubt und dann draußen auf der Straße um so mehr über Tapasbars und Fadoklänge staunt. Aber selbst wenn der Tag dann beim Galão endet, ist es ja zum Glögg wieder nur ein Spaziergang.</p>

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		<title>Buchrezension zu: &#8220;Désirée&#8221; von Annemarie Selinko</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/buchrezension-zu-desiree-von-annemarie-selinko/</link>
		<comments>http://blog.schwedenstube.de/buchrezension-zu-desiree-von-annemarie-selinko/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 20:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Désirée]]></category>
		<category><![CDATA[Selinko]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang des 19. Jahrhunderts steckt die schwedische Monarchie in einer Krise. Es gibt keinen Thronfolger und der amtierende König greift zu einer ungewöhnlichen Methode: Er adoptiert den französischen General Bernadotte. Dieser bringt idealerweise bereits eine Ehefrau und einen gesunden Jungen mit in die königliche Familie. Seine Ehefrau heißt Désirée und sie ist die Titelheldin des [...]]]></description>
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<p align="JUSTIFY">Anfang des 19. Jahrhunderts steckt die schwedische Monarchie in einer Krise. Es gibt keinen Thronfolger und der amtierende König greift zu einer ungewöhnlichen Methode: Er adoptiert den französischen General Bernadotte. Dieser bringt idealerweise bereits eine Ehefrau und einen gesunden Jungen mit in die königliche Familie.</p>
<p><span id="more-4912"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Seine Ehefrau heißt Désirée und sie ist die Titelheldin des Romans von Annemarie Selinko. In ihrer Erzählung gibt sie die Lebensgeschichte dieser Frau wieder von ihrer Kindheit als Seidenhändlerstochter in Marseille bis hin zur Ehefrau des französischen Generals Bernadotte und späterer Königin von Schweden. Ihr Leben eignet sich in der Tat perfekt für eine Romanvorlage, gibt es doch ein pikantes Detail: Als junges Mädchen hatte Desirée ein Verhältnis mit Napoléon, der sie jedoch für seine spätere Frau Josephine verließ. Trotz des unglücklichen Ausgangs dieser Liebesbeziehung bleibt Napoléon ein nicht unwesentlicher Bestandteil in ihrem Leben, sein Bruder heiratet nämlich Desirées ältere Schwester.</p>
<p align="JUSTIFY">Selinko verwendet die Eckdaten der Geschichte, um daraus einen spannenden Liebesroman mit einer sympathischen Hauptfigur zu entwerfen. Dabei erliegt sie nicht der Versuchung, den Leser mit Jahreszahlen und historischen Fakten zu überfrachten und damit zu langweilen. „Desirée“ ist in der Form eines fiktiven Tagebuches der Titelheldin geschrieben. Dreh- und Angelpunkt der Erzählung sind und bleiben somit immer die persönlichen Gefühle eines jungen Mädchens, das zu einer Frau heranreift.</p>
<p align="JUSTIFY">Was Selinkos Roman zu einem Klassiker der Literatur machte, ist sicher ihr Händchen für gutgemachte Dialoge und Situationskomik. Eine der hierfür bedeutsamsten Stellen ist sicher die, an der Desirée eine eher unangenehme Konversation mit ihrer schwedischen Adoptiv-Schwiegermutter hat:</p>
<p align="JUSTIFY">-Meine Liebe, finden Sie eigentlich, dass Sie sich so verhalten, wie es sich für eine schwedische Königin gehört?</p>
<ul>
<li>
<p align="JUSTIFY">Das weiß ich nicht, Madame.</p>
</li>
<li>
<p align="JUSTIFY">Sie wissen es nicht meine Liebe&#8230;?!</p>
</li>
<li>
<p align="JUSTIFY">Nein, denn sehen Sie, Madame: Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich Königin von Schweden bin, deshalb kann ich es Ihnen nicht sagen.</p>
</li>
</ul>
<p align="JUSTIFY">Trotz des gesellschaftlichen Drucks der von allen Seiten an sie rangetragen wird, bleibt die Figur Desirée in ihrem Handeln und Denken immer sie selber und lässt sich vor allem nicht zur politischen Schachfigur der machtbesessenen Männer in ihrem Umfeld machen. Lieber schlittert sie mit ihrem Sohn über das spiegelblanke Parkett im Thronsaal des Königsschlosses, schwänzt die Klavierstunden und tunkt ganz unlady-like bei offiziellen Dinners ihr Brot in die Suppe.</p>
<p align="JUSTIFY">Ob Desirée sich das Dekolleté mit Taschentüchern vollstopft oder ihrer Rivalin Josephine das Kleid mit Champagner bespritzt ( „Ich habe absichtlich Champagner genommen, die Flecken gehen nämlich nie wieder raus!“), es ist die Liebe fürs Detail und es sind die vielen menschlichen Situationen, die Selinkos Lektüre so zeitlos machen. Das Buch erscheint erstmals 1951 hat seitdem aber nichts an seiner Faszination eingebüßt. Es wurde ebenso erfolgreich von Hollywod verfilmt, mit Liz Taylor und Marlon Brando in den Hauptrollen. Ein gut zu lesender Schmöker über eine eigensinnige Frau in einer Zeit in der die schwedische Monarchie am Scheideweg stand.</p>
<p align="JUSTIFY">Dieses Buch gehört auf den Weihnachtswunschzettel eines jeden Schwedenfans!</p>
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		<title>Arctic Glas</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/arctic-glas/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 06:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arvidsjaur]]></category>
		<category><![CDATA[Gällivare]]></category>
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		<category><![CDATA[Renvallen]]></category>
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		<category><![CDATA[Umea]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man von schwedischem Glas spricht, dann denkt man in erster Linie an Småland, das sogenannte „Glasriket“, das schwedische Glasreich. Hier befinden sich die großen schwedischen Glashütten. Aber es gibt noch mehr Glas in Schweden. Hoch oben im Norden können in einem kleinen Laden ganz in der Nähe von Arvidsjaur wunderschöne Gegenstände aus Glas erworben [...]]]></description>
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<p>Wenn man von schwedischem Glas spricht, dann denkt man in erster Linie an Småland, das sogenannte „Glasriket“, das schwedische Glasreich. Hier befinden sich die großen schwedischen Glashütten. Aber es gibt noch mehr Glas in Schweden. Hoch oben im Norden können in einem kleinen Laden ganz in der Nähe von Arvidsjaur wunderschöne Gegenstände aus Glas erworben werden, hergestellt von Uta Fransson. Die lappländische Natur verewigt auf zeitlosen Glasobjekten. Auch Arctic Glas hat sich so langsam einen Namen gemacht.<br />
<span id="more-4825"></span></p>
<p>Uta Fransson stammt aus Deutschland, genauer gesagt aus Dresden. Im Jahr 2001 wanderte sie nach Schweden aus, zunächst nach Gällivare. Dort lernte sie ihren Mann Tord kennen, mit dem sie die Liebe zu Lappland und der lappländischen Natur und Kultur teilt. Nachdem sie einige Zeit in Gällivare lebten, fanden die beiden schließlich ihr Paradies in dem kleinen Ort Renvallen, ganz in der Nähe von Arvidsjaur, mitten in der Natur, umgeben von Ruhe und Einsamkeit, aber doch nicht zu weit weg von einem größeren Ort. Zunächst arbeitete Uta als Fotografin, aber vor einigen Jahren entdeckte sie ihre Vorliebe für Glas und sie begann, das Glas mit lappländischen Motiven zu dekorieren. Die Glaswaren selbst kauft sie in Schweden und Europa ein und dann zaubert sie daraus ihre Kunstwerke. Mit Vorkenntnissen aus der Aquarellmalerei, Airbrush und Fotografie entwirft sie die Motive, die sie dann mit dem Sandstrahler auf das Glas überträgt. Dabei entstehen wunderschöne Dekorations- und Gebrauchsgegenstände: Windlichter, Vasen, Laternen, diverse Schalen, Karaffen, Weingläser, Schnapsgläser, sonstigen Trinkgläsern, dekoriert mit Motiven aus der lappländischen Natur, Rentieren, Hundeschlitten, Polarfüchsen, samischen Motiven, Schneekristallen, Moltebeeren, und anderen nordischen Symbolen. So überträgt sie die Schönheit Lapplands auf die Gläser. Auch werden spezielle Designs für Weihnachten gefertigt, z.B. Windlichter mit dem Weihnachtsmann, Engel, Sterne, Weihnachtsbäume oder der schwedischen Julbock.</p>
<p>Arctic Glas wurde 2009 gegründet. Sämtliche Gegenstände werden von Uta Fransson in ihrem Haus in Renvallen entworfen und ausgearbeitet. Jedes Design wird von Hand und nur in kleiner Stückzahl hergestellt. Uta fertigt die Teile aber auch auf Wunsch und auf Bestellung und liefert auch in andere Teile des Landes und auch nach Deutschland. Auch einige Geschäfte in Schweden, vor allem im Norden des Landes, bieten ihre Produkte zum Verkauf an, und auch auf den Wintermärkten in Mellanström und Umeå und vor allem dem bekannten Wintermarkt in Jokkmokk sind die Kunstwerke von Arctic Glas zu finden.</p>
<p>Auf dem Grundstück der Franssons in Renvallen befindet sich ein kleiner Laden, wo man das Glas bewundern und natürlich auch kaufen kann. Es macht Spaß, hier zu stöbern, der Laden strahlt eine behagliche Atmosphäre aus, eingerichtet komplett aus Holz, und darin das Glas, das die Kälte und das Eis Lapplands symbolisiert. Hier und da brennt ein Windlicht und überall glänzt und leuchtet das Glas. Hier kann man sich ein Stück Lappland mit nach Hause nehmen und sich dann zu Hause bei dem gedämpften Licht der Windlichter an den Urlaub im hohen Norden erinnern.</p>
<p>Direkt neben dem Geschäft wurde in diesem Jahr ein kleines, gemütliches Café eingerichtet, wo man einen Kaffee mit leckeren Waffeln genießen kann. Es lohnt sich wirklich, sollte man in der Gegend sein, hier eine kleine Pause einzulegen, und nicht nur wegen des Glases. Auch wir haben auf unserer Reise im Sommer hier angehalten. Frau Fransson war sehr nett und hat uns das Grundstück gezeigt, und auch den „kleinen Zoo“. Es gibt ein Gehege mit zwei zahmen Rentieren (darunter das schneeweiße Lumi), mit denen man im Winter auch eine Schlittentour unternehmen kann. Ebenfalls begrüßt wird man der süßen Katze Mimmi und den drei Hunden, Tuffe, Flisan und Blümchen. Aber das ist nicht alles, was man hier an Tieren zu sehen bekommt. Mit etwas Geduld und Glück entdeckt man Vögel, Füchse, Schneehühner, Rehe und auch Elche in den umliegenden Wäldern.</p>
<p>Auch im Winter wird hier einiges geboten. Tords Leidenschaft sind Schneeskulpturen, jedes Jahr zaubert er mit Säge, Schaufel und speziellem Werkzeug phantasievolle Skulpturen, und die Gäste dürfen sich ebenfalls in dieser Kunst betätigen. Und weitere Naturerlebnisse erwarten den Besucher in verschneiter Landschaft: Spaziergänge mit Rentieren durch die umliegenden Wälder oder auch Rentierschlittenfahrten, begleitet von den Hunden.</p>
<p>Und wie gelangt man nun zu diesem Paradies in Eis und Schnee?<br />
An der E4 kurz vor Arvidsjaur (von Westen kommend) hängt ein kleines Schild mit der Aufschrift „Konsthandwerk“. Hier biegt man ab und erreicht nach ca. 200 m das Grundstück von Uta und Tord und ihren Tieren. Die Boutique ist im Sommer täglich von 10-19 Uhr und im Winter von 12-18.00 Uhr geöffnet.</p>

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		<title>Hustomte und Jultomte</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/hustomte-und-jultomte/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 08:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder Hof hat seinen eigenen TOMTE. Der Tomte, auch “Nisse“ genannt, bewacht Haus und Hof, aber vor allem die Tiere, mit denen er sprechen kann. Er bringt Glück und Wohlstand.]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline">Haustomte</span></p>
<p>Jeder Hof hat seinen eigenen TOMTE. Der Tomte, auch “Nisse“ genannt, bewacht Haus und Hof, aber vor allem die Tiere, mit denen er sprechen kann. Er bringt Glück und Wohlstand. Jedes schwedische Kind wächst mit der Gewissheit auf, dass es auf dem Land in den alten Höfen, aber auch bei Oma und Opa im Ferienhaus einen Tomte am Haus gibt, der aufpasst. Als Kind habe ich auch oft versucht, diesen kleinen Wicht zu sehen, was natürlich nicht erlaubt ist. Er ist scheu und möchte seine Ruhe. Er fordert Respekt von den Menschen und er ist sehr streng! Wird er verärgert, geht es einem schlecht und auch die sonst von ihm beschützten Tiere, wie Kühe, Schafe, Katzen usw. kann es dann schlecht ergehen. Also Vorsicht! Dieser kleine alte Mann mit Bart und Mütze hat übernatürliche Kräfte und möchte nicht verärgert werden. Es gibt unzählige Geschichten, was dann Schlimmes passieren kann&#8230;.</p>
<p><span id="more-4865"></span></p>
<p>Möchte man seinem Tomte etwas Gutes tun, stellt man ihm regelmäßig eine Schüssel mit süßem Milchreis (= Tomtegröt) in den Stall oder vor die Tür. Er liebt es mit etwas Butter darauf, die dann auf dem heißen „Tomtebrei“ schmilzt („Hmmmm!“). Dies ist eine Tradition am heiligen Abend. Die Kinder stellen eine Schüssel mit Milchreis vor die Tür und wenn sie am nächsten Morgen leer ist, war es der Tomte. Wer sollte sonst den leckeren süßen Brei gegessen haben?</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Jultomte</span></p>
<p>Der Jultomte ist, wie in Deutschland, der gute alte Weihnachtsmann. Diesen gibt es in Schweden in Begleitung des Julbocks, der die Geschenke bringt. Der Julbock tritt laut gegen die Tür und poltert ordentlich. Das kommt von einer sehr alten Tradition, als die jungen Leute ihren Liebsten am Weihnachtsabend ein Geschenk vor die Tür legten, laut klopften und dann weg rannten&#8230;.Viele Kinder bekommen Angst vor dem Julbock und deshalb wird er oft am heiligen Abend nur in Liedern und Gedichten erwähnt und bleibt zu Hause. Der Jultomte ist freundlich und warmherzig. Er freut sich über „Pepparkakor&#8217;“ (schwed. Weihnachtskekse, die Glück bringen) und tanzt mit der ganzen Familie um den geschmückten Weihnachtsbaum, bevor er zum nächsten Haus weiterreist.</p>
<p>God Jul önskar jag er alla.</p>
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		<title>Schloss Gunnebo – Architektonisches Schmuckstück und Kulturdenkmal</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/schloss-gunnebo-%e2%80%93-architektonisches-schmuckstuck-und-kulturdenkmal/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 03:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bauwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Wilhelm Carlberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Stensjön]]></category>
		<category><![CDATA[Västra Götaland]]></category>

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		<description><![CDATA[Schloss Gunnebo erhebt sich auf einer Anhöhe in einzigartiger Parklandschaft bei Mölndal. Das Anwesen, mehr Sommerhaus denn Schloss, zählte einst zu den prachtvollsten Holzbauwerken Schwedens. Heute Kulturreservat, gilt das Bauwerk als architektonisches Kleinod als eines der besterhaltenen Schlösser des schwedischen Neoklassizismus und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Göteborgs Umland. Gunnebo liegt, nicht zu verwechseln [...]]]></description>
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<div id="attachment_4853" class="wp-caption alignleft" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schloss-Gunnebo.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4853" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schloss-Gunnebo.jpg" alt="Schloss Gunnebo. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="368" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Schloss Gunnebo. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Schloss Gunnebo erhebt sich auf einer Anhöhe in einzigartiger Parklandschaft bei Mölndal. Das Anwesen, mehr Sommerhaus denn Schloss, zählte einst zu den prachtvollsten Holzbauwerken Schwedens. Heute Kulturreservat, gilt das Bauwerk als architektonisches Kleinod als eines der besterhaltenen Schlösser des schwedischen Neoklassizismus und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Göteborgs Umland.</p>
<p>Gunnebo liegt, nicht zu verwechseln mit dem Gunnebo in Småland, rund zehn Kilometer südlich von Göteborg, zwischen Mölndal und Pixbo, zischen Stensjön und Rådasjön. Erbaut Ende des 18. Jahrhunderts lassen sich die Wurzeln des herrschaftlichen Anwesens bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen.<span id="more-4850"></span></p>
<h3>Gunnebo slott – Ein architektonisches Kleinod</h3>
<p>Der schwedische Bildhauer Johan Tobias Sergel ließ sich anlässlich seines Besuches auf Schloss Gunnebo zu der Aussage „Die Architektur gleicht reiner Poesie – ein äußerst charmanter Bau […] ich fühle mich nach Frescati oder Tivoli versetzt.“ hinreißen.</p>
<p>Geschuldet war dieser Gefühlsausbruch dem Göteborger Stadtarchitekten Carl Wilhelm Carlberg, der beseelt von neoklassischen Strömungen gerade von einer mehrjährigen Studienreise aus Italien zurückgekehrt war, als er mit dem Bau von Schloss Gunnebo beauftragt wurde.</p>
<p>Bauherr war John Hall der Ältere, ein reicher Kaufmann aus Göteborg, der 1778 den Herrenhof Gunnebo erwarb und Carlberg den Auftrag gab, eine Sommerresidenz inklusive Parkanlagen zu erschaffen.</p>
<p>Am Ende sollte es zwanzig Jahre dauern, bis der Bauherr das erste Mal in seiner Sommerresidenz im italienisch-französischen Stil nächtigen konnte. Während ähnliche Prachtbauten im Europa jener aus Stein waren, entstand Schloss Gunnebo aus Holz  – Fichten und Kiefern aus Nordschweden.</p>
<p>Heute erstrahlt das Hauptgebäude wieder in weiß, der Unterbau in Rot, vom Balkon, auf den beidseitig Treppen führen, öffnet sich Schloss Gunnebo: 25 Zimmer auf 900 m². Zu besichtigen sind bei geführten Touren die Salons, die Schlafzimmer der Halls und die Kinderzimmer. Das Innere besticht mit Stuckarbeiten des Italieners Giaccino Frulli, Originalmöbeln und Kachelöfen, die ebenfalls von Carl Wilhelm Carlberg entworfen wurden. Die Vielzahl originaler Möbel in klassizistischer Schlichtheit ist der heutigen Schlossverwaltung zu verdanken, die die einst versteigerten Stücke zurückkaufte.</p>
<p>Um die Sommervilla herum schuf der Göteborger Stadtbaumeister Carlberg eine Parklandschaft mit französischem Barockgarten, englischem Landschaftspark und Küchengarten. Die Alleen, Hecken, Nutzpflanzen, geometrischen Formen stehen dem Besucher ganzjährig offen, von Sonneraufgang bis Sonnenuntergang.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/D_W-iRCMi8U?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Schloss Gunnebo – Ein Kulturdenkmal</h3>
<p>Im Laufe der Jahre gab sich die Prominenz, nicht nur die schwedische, auf Gunnebo die Klinke in die Hand, auch wenn nicht alle in den Genuss des „neuen“ Gunnebo kamen. Zu den namhaften Besuchern gehören Gustav III., Louis XVI. mit Marie Antoinette, später Gustav V. sowie die Schriftstellerinnen Sophie Elkan und Selma Lagerlöf. Einen Glanzpunkt erlebte Schloss Gunnebo mit dem EU-Gipfel 2001.</p>
<p>Schließlich reiht sich Kronprinzessin Victoria in die Riege illustrer Gäste ein – aus gewichtigem Grund: Von Mitte der 90er Jahre bis zum Beginn des neuen Jahrtausends erfuhr das Anwesen Gunnebo eine umfangreiche Renovierung – Haupt- und Nebengebäude, Gärten und Parks wurden soweit möglich in den ursprünglichen Zustand gebracht. Willkommene Hilfe waren dabei die vielen erhaltenen Originalzeichnungen von Carl Wilhelm Carlberg, die im Röhsska Museum in Göteborg zu besichtigen sind.</p>
<p>Am 18. September 2003 weihte die schwedische Thronanwärterin Schloss Gunnebo mit seinen Gärten, Biotopen, Wanderwegen als erstes Kulturreservat von Västra Götaland ein.</p>
<h3>Lebendiges Gunnebo</h3>
<p>Es hat sich ein buntes Treiben, ein lebendiges Kulturleben auf dem einst herrschaftlichen Sommersitz entwickelt. So sind alte Haustierrassen zu bewundern, im „Kaffehus och Krog“ gibt es Köstlichkeiten aus eigenem Anbau, übers Jahr finden Ausstellungen und Kinderfeste statt, im Sommer Theateraufführungen und Sommernachtskonzerte, in der Vorweihnachtszeit gibt es an den beiden letzten Novemberwochenenden einen Weihnachtsmarkt.</p>
<p>Ein Besuch von Schloss Gunnebo, dem „kleinen Versailles“, wie es Lars Sjöberg, Kunsthistoriker und ehemaliger Kurator des Nationalmuseums in Stockholm, nennt, lohnt sich allemal und sei es nur zum Lustwandeln.</p>
<p>Weitere Informationen zu dem Anwesen und seiner Geschichte gibt es unter <a target="_blank" href="http://www.gunneboslott.se" target="_blank">www.gunneboslott.se</a>.</p>

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		<title>Die Geschichte des Julbock</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/die-geschichte-des-julbock/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 15:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gävle]]></category>
		<category><![CDATA[Jultomte]]></category>
		<category><![CDATA[Nisse]]></category>
		<category><![CDATA[Rentiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Julbock, auf Deutsch Weihnachtsbock, ist ein beliebtes Weihnachtssymbol in den skandinavischen Ländern, das zur weihnachtlichen Dekoration dazu gehört. Er besteht aus Stroh und soll einen Ziegenbock darstellen, Man findet ihn in verschiedenen Größen, als kleine Weihnachtsbaumdekoration bis zu richtig großen Strohfiguren, die man zum Weihnachtsbaum stellt. Früher brachte der Julbock die Geschenke, später wurde [...]]]></description>
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<p>Der Julbock, auf Deutsch Weihnachtsbock, ist ein beliebtes Weihnachtssymbol in den skandinavischen Ländern, das zur weihnachtlichen Dekoration dazu gehört. Er besteht aus Stroh und soll einen Ziegenbock darstellen, Man findet ihn in verschiedenen Größen, als kleine Weihnachtsbaumdekoration bis zu richtig großen Strohfiguren, die man zum Weihnachtsbaum stellt.<br />
<span id="more-4821"></span></p>
<p>Früher brachte der Julbock die Geschenke, später wurde er vom Weihnachtsmann, dem Jultomte, abgelöst, aber noch immer gehört der Julbock zu Weihnachten wie der Weihnachtsmann, die Rentiere oder auch die Nisse, die kleinen Helfer des Weihnachtsmannes.</p>
<p>Seinen Ursprung hat der Julbock in der nordischen Mythologie. Er war ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Erde (daher wird er auch aus Stroh, also aus Getreide hergestellt) und man betrachtete ihn als Verkörperung des Donnergottes Thor. Thors Wagen wurde von zwei Böcken gezogen. Viele weitere Gottheiten wurden ebenfalls in Verbindung mit Ziegen dargestellt. Auch in Deutschland findet man heute noch ähnliche Symbole, so kennt man in einigen Regionen in Deutschland die Habergeiß und in Usedom gibt es den sogenannten Klapperbock.<br />
Eine andere Theorie besagt, dass es in früheren Zeiten Tradition war, an Weihnachten eine Ziege zu schlachten und das Symbol des Julbocks darauf zurückzuführen ist.</p>
<p>Im 19. Jahrhunderts wurde der Julbock in verschiedenen Regionen Skandinaviens durch Personen verkörpert. Manchmal zogen Kinder oder Jugendliche in der Vorweihnachtszeit verkleidet von Haus zu Haus, wobei eine Person den Julbock darstellte, sangen Lieder und bekamen dafür Essen und Trinken.<br />
Eine andere Tradition bestand darin, dass man den Julbock heimlich auf dem Hof des Nachbarn versteckte. Dieser hatte dann die Aufgabe, ihn heimlich wieder seinem Besitzer zurückzubringen.</p>
<p>Nach den skandinavischen Sagen stellte man sich den Julbock als eine Art Dämon vor, ein Wesen mit Hörnern, das einer Ziege glich. Er soll sich im Sommer in den Bergen versteckt haben, zur Adventszeit näherte er sich dann immer mehr den Dörfern und Behausungen und drang dann schließlich am Heiligabend in die Häuser ein. Seltsame Lichterscheinungen ließen seine Ankunft erahnen. Er ließ sich dann im Haus, meist in der Nähe des Ofens nieder und erwartete, dass man ihm Opfer brachte und er am weihnachtlichen Leben und vor allem am Essen teilnehmen durfte.<br />
Trotz der Vorstellung als Dämon galt der Julbock aber auch als ein Glückssymbol und als Fruchtbarkeitssymbol. Manchmal stellte man an Weihnachten einfach einen Julbock aus Stroh unter den Tisch und ließ ihn symbolisch am Weihnachtsessen teilnehmen, was dann Glück bringen sollte. Oder er wurde als Strohpuppe in eine Gruppe von Menschen geworfen und dem, der ihn fing, wurde ebenfalls Glück vorausgesagt – so z.B. auch Glück bei der nächsten Getreideernte.</p>
<p>Später bürgerte es sich ein, dass sich eine Person an Weihnachten als Julbock verkleidete und den Kindern die Geschenke brachte, so wie es eben heute, auch in Skandinavien, der Weihnachtsmann macht. Interessant ist, dass der finnische Begriff, „joulupukki“ sowohl Weihnachtsbock als auch Weihnachtsmann heißt. Hier sind also der Weihnachtsbock und der Weihnachtsmann ein und dasselbe.</p>
<p>Heute dient der Julbock in Schweden einfach als Weihnachtsdekoration und so ist er überall auf den schwedischen Weihnachtsmärkten zu finden.<br />
Erwähnenswert ist der Julbock von Gävle. Hier wird jedes Jahr ein riesiger Julbock aufgestellt, 13 m hoch und 7 m lang, mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Leider hatten sich in den ersten Jahren die Leute einen Spaß daraus gemacht, diesen überdimensionalen Julbock immer wieder in Brand zu setzen, bis man ihn schließlich zum 40-jährigen Jubliäum erstmals mit einem Brandschutzmittel behandelte, aufgrund dessen er nun weiteren Zerstörungsversuchen standhält.</p>

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		<title>Lutfisk – eine Spezialität in der Weihnachtszeit</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 11:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anna-dagen]]></category>
		<category><![CDATA[Jämtland]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht Jedermanns Sache, aber in Schweden gehört er an Weihnachten dazu, der Lutfisk oder Lutefisk, ein Gericht, das aus getrocknetem, in Lauge eingelegtem Dorsch oder anderem Fisch zubereitet wird. Ob er wirklich eine Spezialität ist, darüber gehen die Meinungen sicher auseinander. &#60;!&#8211;more&#8211;&#62;   Der Lutfisk ist in den skandinavischen Ländern ein traditionelles Weihnachtsessen, in Norwegen [...]]]></description>
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<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Nicht Jedermanns Sache, aber in Schweden gehört er an Weihnachten dazu, der Lutfisk oder Lutefisk, ein Gericht, das aus getrocknetem, in Lauge eingelegtem Dorsch oder anderem Fisch zubereitet wird.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Ob er wirklich eine Spezialität ist, darüber gehen die Meinungen sicher auseinander. </span></p>
<p>&lt;!&#8211;more&#8211;&gt;</p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Der Lutfisk ist in den skandinavischen Ländern ein traditionelles Weihnachtsessen, in Norwegen nennt man ihn lutefisk, in Dänemark ludfisk oder ludefisk, in Finnland lipeäkala und in Island lútfiskur.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Hergestellt wird er aus getrocknetem Fisch, ursprünglich hauptsächlich Dorsch, aber auch Hecht, Zander, Brachse. Heutzutage verwendet man in Schweden hauptsächlich Lengfisch oder Köhler, auch Seelachs genannt. In Norwegen nimmt man in erster Linie den Dorsch von den Lofoten. Der schwedische Fisch für den Lutfisk wird heute im Frühjahr und Sommer in den Gewässern um Irland, Island und Schottland gefischt </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Der Fisch wird zunächst getrocknet und dann in einer Lauge eingelegt, daher der Name „Lutfisk“, denn Lut heißt Lauge. Die Lauge besteht aus einer Mischung aus Natriumkarbonat und Calciumhydroxid. Durch das Einlegen in der Lauge bekommt der Fisch eine gelatinöse Konsistenz. Dieser Prozess dauert mindestens 2 Wochen. Vor der weiteren Verarbeitung wird er dann erst einmal gründlich gespült, d.h. mehrere Tage in kaltem Wasser gewässert, wobei das Wasser jeden Tag gewechselt wird. Wird dieses Wässern nicht gründlich genug vorgenommen, so bekommt der Fisch nach der Zubereitung ein eigenartiges Aussehen und eine nicht gewünschte Konsistenz, der Grund warum vielen, sowohl Nicht-Schweden als auch Schweden der Lutfisk nicht zusagt. Nach dem Wässern wird er in einem Sud gekocht oder man bereitet ihn im Backofen zu. Dazu wird er in eine Form gelegt, mit einem Deckel oder mit Alufolie fest verschlossen und dann ca. 40 Minuten gegart. Man isst ihn mit Béchamelsauce und reicht dazu gekochte Kartoffeln, manchmal auch Speck und Erbsenpüree. Auch gibt es spezielle Zubereitungsarten, so isst man ihn in Skåne gerne mit einer Senfsauce und in Jämtland genießt man ihn mit Tunnbröd und Messmör. Häufig findet man ihn auf dem traditionellen Julbord.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">In früheren Zeiten aß man den Lutfisk zu allen möglichen Feierlichkeiten während des ganzen Jahres, also auch zu Ostern, Midsommar oder auch bei Hochzeiten. Lange Zeit galt der Freitag vor Allerheiligen als Lutfiskens dag, sozusagen der Premieretag für den Lutfisk. Zu diesem Zeitpunkt kam der Lutfisk für die neue Saison wieder auf den Markt. Heute isst man ihn rund um Weihnachten. Traditionell beginnt man an Anna-dagen, dem 9. Dezember mit dem Wässern, so dass er zu Weihnachten zur Zubereitung bereit steht. Natürlich kann man Lutfisk heute in den Supermärkten auch tiefgekühlt oder vakuumverpackt kaufen und direkt zubereiten, so dass man sich die Arbeit des Wässerns und der langen Vorbereitung ersparen kann. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;font-size: small">Vom gesundheitlichen Aspekt ist der Lutfisk als Weihnachtsessen durchaus zu empfehlen. Er ist absolut basisch und daher in der Lage den Säuregehalt anderer Speisen auszugleichen, gerade an Weihnachten ein wünschenswerter Effekt. Trotzdem muss er natürlich auch schmecken, aber die Geschmäcker sind ja verschieden und so findet der Lutfisk auch seine Abnehmer und seine Anhänger.</span></p>

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		<title>Schwedische Weihnachtslieder-ein Überblick</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 15:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Jul]]></category>
		<category><![CDATA[Lied]]></category>
		<category><![CDATA[Lucia]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag Weihnachtslieder. Für mich sind ein unersetzbarer Bestandteil des Festes und der Vorweihnachtszeit. Nichts bringt mich so schnell in Weihnachtsstimmung wie ein schön arrangiertes Lied. Während meiner Zeit in Schweden hatte ich das Glück, in einem schwedischen Chor mitzusingen und somit auch an einem original-schwedischen Luciakonzert teilzunehmen. Beim gemeinsamen Einüben der Lieder eröffnete sich [...]]]></description>
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<p align="JUSTIFY">Ich mag Weihnachtslieder. Für mich sind ein unersetzbarer Bestandteil des Festes und der Vorweihnachtszeit. Nichts bringt mich so schnell in Weihnachtsstimmung wie ein schön arrangiertes Lied. Während meiner Zeit in Schweden hatte ich das Glück, in einem schwedischen Chor mitzusingen und somit auch an einem original-schwedischen Luciakonzert teilzunehmen. Beim gemeinsamen Einüben der Lieder eröffnete sich mir noch einmal eine völlig neue Welt: Schwedische Weihnachts-Musik!</p>
<p><span id="more-4833"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Diese lässt sich in Lucia-und Weihnachtslieder einteilen. Lucialieder handeln oftmals von (wen wundert`s) der Dunkelheit in dieser Jahreszeit und dem Licht, das Lucia in diese bringt. Die zwei berühmtesten in diesem Falle sind wohl „Santa Lucia“. Dieses, mit der eingänglichen und weltbekannten Melodie, wird traditionell immer beim Ein- und Auszug der Lucia-Sängerinnen und den Sternen gesungen. Das andere, sehr bekannte, heißt „Tärnans Visa“. Dies finde ich persönlich sehr schön, besonders ergreifend, wenn von einem vierstimmigen Chor gesungen, damit Höhen und Tiefen gleichermaßen gut zur Geltung kommen. Schon der Text klingt wie Musik, ich versuche gar nicht erst, ihn zu übersetzen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Du tärna som tindrar med glitter i hår<br />
så vakande efter lucia du går<br />
Du lyser upp i mörkret med ljuset i din hand<br />
du hälsar Lucia välkommen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="JUSTIFY">Was schwedische Weihnachtslieder von deutschen wohl am deutlichsten unterscheidet, ist die Tatsache, dass einige einen schnelleren Rhythmus haben. Das lässt sich auf eine schwedische Tradition zurückführen, die im deutschen Raum eher seltener verbreitet ist: Das Tanzen um den Weihnachstbaum. Besonders gut eignet sich dazu das sehr populäre <strong>„Nu är det jul igen“</strong>.</p>
<p align="JUSTIFY">Überhaupt hat das schwedische Weihnachten eher einen fröhlich, ausgelassen Charakter, im Gegensatz zu dem deutschen, das mehr besinnlich ist. Eines, das wie kaum ein anderes die Freude über den Weihnachtsmorgen beschreibt, ist <strong>„För redeliga män.“</strong></p>
<p align="JUSTIFY">In ihrer Thematik sind schwedische Weihnachtslieder vielfältig. Da gibt es die traditionellen, die ganz klassisch die christliche Geschichte wiedergeben: <strong>„Bereden vägg för herran“</strong>. Der Stern von Bethlehem scheint ein beliebtes Motiv zu sein, vielleicht weil er der skandinavischen Sehnsucht nach Helligkeit entgegenkommt. (<strong>„Bethlehems Stjärna“</strong> / <strong>„Det str</strong><span style="font-family: Times New Roman,serif"><strong>å</strong></span><strong>lar en stjärna“</strong>). Eines das inhaltlich heraussticht ist <strong>„Var inte rädd för mörkret.“</strong> Vermutlich, weil der Text verfasst von Erik Blomberg 1920 neueren Datums ist. Es reiht sich nicht in die üblichen Texte ein, in denen die Dunkelheit durch Glanz und Licht verschwindet. Vielmehr wird hier der Begriff der „Dunkelheit“ ganz poetisch als Sinnbild für das Erkennen der wahren Werte im Leben verwendet, eine sehr tröstliche Erkenntnis und ein Lied, das man sich auch dann noch anhören kann, wenn es einem mal nicht so gut geht:</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Hab keine Angst vorm Dunkeln/denn dort ruht doch das Licht./Wir sehen ja auch keine Sterne/Wo es keine Dunkelheit gibt./Im hellen Ring der Iris/trägst du eine dunkle Pupille/Denn dunkel ist ja auch all das/wonach sich das Licht mit Beben sehnt.</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Zudem gibt es in Schweden auch einige der üblichen, international erfolgreich gewordenen Weihnachtsklassiker in schwedischer Sprache, wie z.B. <em>Stilla natt, heliga natt </em>(„Stille Nacht, heilige Nacht“), <em>Oh, helga natt </em>(Oh, holy night). Natürlich es gibt es von vielen Liedern auch moderne Interpretationen bekannter schwedischer Pop-Sänger. Erwähnenswert wäre hier zum Beispiel „Bethlehems stjärna“ von Anni-Frid Lyngstad. Gleich als Popsong neu verfasst wurde das Lied <strong>„Tänd ett ljus“</strong> der schwedischen Pop-Gruppe Triad, das 1988 die schwedischen Top-Ten anführte. Mit seinem schmissigen Rhythmus und seinem optimistischen Text sorgt dieser Song wohl definitiv für gute Stimmung:</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Zünd´ein Licht an und lass es brennen/lass niemals die Hoffnung verschwinden/jetzt ist es dunkel/aber es wird wieder hell. Zünd´ein Licht an für alles woran du glaubst/für diesen Planeten auf dem wir wohnen/zünd´ein Licht an für die Kinder dieser Welt&#8230;</strong></p>

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		<title>Julbord – das schwedische Weihnachtsbuffet</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 11:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aquavit]]></category>
		<category><![CDATA[Glögg]]></category>
		<category><![CDATA[Graved Lachs]]></category>
		<category><![CDATA[Hovmästarsås]]></category>
		<category><![CDATA[Jansons Frestelse]]></category>
		<category><![CDATA[Julkorv]]></category>
		<category><![CDATA[köttbullar]]></category>
		<category><![CDATA[Lutfisk]]></category>
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		<description><![CDATA[Das schwedische Julbord ist ein besonderes Essen. Nicht einfach EIN Weihnachts-buffet, sondern eben DAS Schwedische Weihnachtsbuffet. Im vorweihnachtlichen Schweden wird es überall angeboten, und man sollte nicht versäumen, es einmal zu probieren, wenn man zu dieser Zeit gerade einmal in Schweden sein sollte. Fast immer beginnt das Julbord mit einem Glögg, einem schwedischen Glühwein mit [...]]]></description>
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<p>Das schwedische Julbord ist ein besonderes Essen. Nicht einfach EIN Weihnachts-buffet, sondern eben DAS Schwedische Weihnachtsbuffet.<br />
Im vorweihnachtlichen Schweden wird es überall angeboten, und man sollte nicht versäumen, es einmal zu probieren, wenn man zu dieser Zeit gerade einmal in Schweden sein sollte.<br />
<span id="more-4749"></span></p>
<p>Fast immer beginnt das Julbord mit einem Glögg, einem schwedischen Glühwein mit Mandeln und Rosinen. Dazu werden meistens Pepparkakor gereicht, schwedische Pfefferkuchen, die allerdings nicht mit den deutschen Pfefferkuchen/ Lebkuchen gleichzusetzen sind. Es handelt sich um dünne, knusprige Kekse mit viel weihnachtlichen Gewürzen.</p>
<p>Nun wir das Julbord eröffnet. Man beginnt mit der ersten Runde, dem berühmten Sill, eingelegten Heringen, die in vielen Variationen angeboten werden: mit Senf, Sahne, Curry, Kaviar, Zwiebeln oder auch in Rotwein mit weihnachtlichen Gewürzen. Dazu isst man Pellkartoffeln.</p>
<p>Anschließend bedient man sich an Fischen und Meeresfrüchten. Hier findet man nun Graved Lachs, kalt und warm geräucherten Lachs, Lachspastete, Makrele, Forelle, Aal und weitere Fische und Meersfrüchte, oder auch mit Garnelen oder Kaviar gefüllte Eier.</p>
<p>Der dritte Vorspeisengang besteht dann aus Wurst- und Räucherwaren, darunter auch Elch- und Rentierprodukte, Pasteten, Sülzen. Dazu gehören Salate, Gürkchen, Mixed Pickles usw.</p>
<p>Zu allen Gängen stehen natürlich auch die passenden Soßen zur Verfügung, die Hovmästarsås zum Graved Lax, Meerrettichsoße, Mayonnaisen usw.</p>
<p>Auch Brot wird angeboten, Brot bedeutet hier vor allem Knäckebrot, aber auch das sogenannte Tunnbröd, ein Fladenbrot, ist oft dabei.</p>
<p>Eigentlich ist man nach all diesen Vorspeisen schon satt. Aber jetzt kommt der eigentliche Hauptgang, die warmen Gerichte. Hierzu gehören die Köttbullar (inzwischen, dank Ikea, auch in Deutschland bekannt): kleine Fleischbällchen, meistens in einer hellen Soße serviert. Und natürlich der traditionelle Lutfisk, sehr beliebt in Schweden, obwohl viele Ausländer nicht ganz verstehen, warum die Schweden ihn so gerne mögen. Aber er gehört dazu. Es handelt sich um einen in einer Lauge gewässerten Stockfisch (meistens luftgetrockneter Dorsch), der durch diese Behandlung eine gelatinöse Konsistenz bekommt. Serviert wird der Lutfisk in einer weißen Soße.<br />
Weiter findet man hier Schweinerippchen, Julkorv (eine „Weihnachtswurst“) sowie Wildspezialitäten, und auch wieder Lachs, hier nun in gekochter Version. Auch das Jansons Frestelse (Kartoffel-Sardellengratin) gehört hierher. Begleitet werden diese Speisen von Rotkohl, Braunkohl, und weiterem Gemüse. Alles in Allem, sehr kalorienreich.</p>
<p>Und nun kommt das Dessert. Wer will und noch kann, bedient sich zunächst am Käsebuffet und geht dann erst zu den Süßigkeiten über. Traditionell findet man hier natürlich Risgrynsgröt, ein schwedischer Reisauflauf. Dazu gesellen sich Schokoladenkuchen, Mandelkuchen, Apfelkuchen, Obstsalat, Eis und natürlich auch Weihnachtsgebäck und Eiskonfekt. Etwas ungewöhnlich für Nicht-Schweden: auf dem Dessertbuffet befinden sich auch Bonbons und ähnliche Süßigkeiten, darunter auch die beliebten Polkagrisar.</p>
<p>Zum Abschluss trinkt (und braucht) man einen Aquavit. Viele Schweden genehmigen sich auch nach jeder Runde einen „Snaps“, aber das ist Geschmacks- und Geldsache!!! Und nicht jeder verträgt das.</p>
<p>Auch in Deutschland bieten inzwischen einige Restaurants diese schwedische Tradition an, man muss also gar nicht so weit fahre, um mal an einem schwedischen Weihnachtsbuffet teilzunehmen. Und vielleicht kommt man ja dann auf den Geschmack und fährt im nächsten Winter nach Schweden.</p>

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		<title>Skigebiete in Schweden: Sälen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 03:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Sälen befindet sich im Westen von Dalarna, nahe der norwegischen Grenze. Im Sommer beliebtes Wander-, Angel- und Paddelrevier, wartet der Sälenfjäll um den 650-Seelen-Ort am Västerdalälven im Winter als Schwedens größtes Skigebiet auf. Den Höhepunkt des Jahres erlebt Sälen, wenn für Tausende Langläufer unter begeistertem Jubel der Zuschauer der Startschuss zum Vasaloppet, dem Wasalauf fällt. [...]]]></description>
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<div id="attachment_4805" class="wp-caption alignleft" style="width: 287px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/S%C3%A4len.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4805" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/S%C3%A4len.jpg" alt="Im Skigebiet Sälen. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="277" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Im Skigebiet Sälen. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Sälen befindet sich im Westen von Dalarna, nahe der norwegischen Grenze. Im Sommer beliebtes Wander-, Angel- und Paddelrevier, wartet der Sälenfjäll um den 650-Seelen-Ort am <em>Västerdalälven</em> im Winter als Schwedens größtes Skigebiet auf. Den Höhepunkt des Jahres erlebt Sälen, wenn für Tausende Langläufer unter begeistertem Jubel der Zuschauer der Startschuss zum <em>Vasaloppet</em>, dem Wasalauf fällt.<br />
<span id="more-4802"></span></p>
<h3>Skigebiet Sälen</h3>
<p>Der Winter, wenn er denn kommt, verzaubert die mittelschwedische Landschaft in ein Eldorado für Skiurlauber. In der Fjällregion nahe der Grenze zu Norwegen sind einige der bekanntesten und größten Skigebiete in Schweden zu finden, wie Idre Fjäll. Etwas weiter südlich liegt mit Sälen das größte Wintersportzentrum des Landes.</p>
<p>Der Ort Sälen mit ein paar Hundert Einwohnern befindet sich im Norden der Gemeinde Malung-Sälen. Auf den umliegenden Höhen Europas südlichster Fjällregion breitet sich das gleichnamige Skigebiet aus. Genau genommen steht Sälen nicht für <em>ein</em>, sondern im engeren Sinn für vier, im weiteren für sieben Skigebiete – eine große Auswahl an Pisten jeglicher Kategorie für Kinder und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittenen und Hunderte Kilometer Langlaufloipen.</p>
<p>Vier der sieben Wintersportareale – Lindvallen, Tandådalen, Högfjället und Hundfjället – werden von SkiStar AB betrieben und bilden das Wintersportzentrum SkiStar Sälen. Des weiteren zählen Kläppen, Stöten und Näsfjället zum weitläufigen Skigebiet von Sälen.</p>
<h3>SkiStar Sälen – ein Skipass, vier Skigebiete</h3>
<div id="attachment_4808" class="wp-caption alignright" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Lindvallen.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4808" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Lindvallen.jpg" alt="Morgens auf die Piste in Lindvallen, Sälen. Foto: SkiStar Sälen. Fotografen: Lena Flyborn &amp; Patrik Dahlström (CC BY-ND 2.0) " width="368" height="246" /></a><p class="wp-caption-text">Morgens auf die Piste in Lindvallen, Sälen. Foto: SkiStar Sälen. Fotografen: Lena Flyborn &amp; Patrik Dahlström (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>Insgesamt 109 Pisten – kaum geringer ist die Zahl der Lifte – bietet SkiStar Sälen in seinen vier Skibereichen. Hinzu kommen Angebote für Snowboarder, Langläufer und spezielle Abfahrten für Kinder.</p>
<p>Für Familien mit Kindern ist Lindvallen besonders interessant, mit „Europas größtem Skigebiet für Kinder“ und entsprechendem Rahmenprogramm, ob <em>Barnens After Ski </em>oder Abenteuer- und Erlebnispark <em>Valletorget</em>.</p>
<p>Dazu passt, dass für Kinder bis sieben Jahre der Skipass gratis ist, sofern sie mit Helm fahren. Das gilt für alle vier Bereiche von SkiStar Sälen.</p>
<p>Mit Lindvallen per Lift verbunden ist der kleinste der vier Wintersportbereiche Högfjället. Ebenfalls mit Lift verbunden sind Hundfjället mit seinem „Trollwald“ und Tandådalen, das Skigebiet mit den meisten schwarzen Pisten in Sälen.</p>
<p>Zwischen den einzelnen Skibereichen verkehrt ein Skibus, kostenfrei für Skipassinhaber. Beim Skipass besteht die Wahl zwischen dem Sälen Pass, der für alle vier Skigebiete gilt oder dem Kombipass, der jeweils zwei Bereiche umfasst – Lindvallen und Högfjället oder Tandådalen und Hundfjället. Mit dem Skipass erhalten Urlauber neben Zugang zu den Liften auch Vergünstigungen, wie beim Skiverleih oder in der Skischule.</p>
<p>Die Preise und weitere Informationen sind online unter <a target="_blank" href="http://www.skistar.com/en/Salen" target="_blank">http://www.skistar.com/en/Salen</a> verfügbar. Eine Online-Buchung ist empfehlenswert und preiswerter.</p>
<h3>Weitere Skigebiete in Sälen</h3>
<p>Außer den vier Bereichen von SkiStar Sälen zählen Stöten, Kläppen und Näsfjället zu dem großen und abwechslungsreichen Skigebiet Sälen.</p>
<div id="attachment_4810" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/st%C3%B6ten.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4810  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/st%C3%B6ten.jpg" alt="Abfahrt im Skigebiet Stöten. Foto: Kakakrokodil (Karin Jonsson) /flickr.com (CC BY 2.0) " width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Abfahrt im Skigebiet Stöten. Foto: Kakakrokodil (Karin Jonsson) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Südlich des Ortes Sälen liegt Kläppen. Das Ressort zählt zu den besten Wintersportanlagen für Familien in ganz Skandinavien, neun Jahre in Folge die beste in Schweden. Kläppen bietet Wintersportlern über 35 Kilometer Abfahrt, verteilt auf 34 Pisten aller Kategorien. Hinzu kommen Langlaufloipen auf dem Berg und im Tal. Kinder kommen in „Trolles Ski Paradies“ zu ihrem Vergnügen.</p>
<p>Knapp 40 Kilometer nordwestlich des Dorfes Sälen ist das Skigebiet Stöten. Fünfzehn Kilometer Loipen und 30 Pisten mit Welt Cup Niveau erwarten hier die Wintersportler und -urlauber.</p>
<p>Das nördlichste und kleinste Skigebiet Sälen ist Näsfjället, rund zehn Kilometer westlich von Sösjön. Auf einer Höhe von 700 Metern öffnet sich der Blick über die Berge im Westen von Dalarna – bevor es eine der elf Pisten hinabgeht oder auf einer der Langlaufstrecken zwischen 2,5 und 11 Kilometern. Daneben können Touren mit Schneeschuhen oder Snow scooter unternommen werden.</p>
<p>Mehr Informationen zu den weiteren Wintersportanlagen im Skigebiet Sälen sind unter <a target="_blank" href="http://www.klappen.se/" target="_blank">http://www.klappen.se/</a>, <a target="_blank" href="http://www.stoten.se/" target="_blank">http://www.stoten.se/</a> und <a target="_blank" href="http://www.nasfjallet.se/" target="_blank">http://www.nasfjallet.se/</a> zu finden. Weitere Angebote zur Gemeinde Malung-Sälen gibt es unter <a target="_blank" href="http://www.salen.se/" target="_blank">http://www.salen.se/</a>.</p>

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		<title>Mikael Persbrandt: Heute Gunvald &#8211; morgen Hollywood</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 17:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kommissar Beck ist eine der erfolgreichsten TV-Serien, die in Schweden jemals produziert wurden. Doch der Star der Serie ist mitnichten der von Peter Haber als sympathisch-pflichtbewusst dargestellte Titelheld. Der heimliche Star ist vielmehr sein Kollege Gunvald Larsson, dem Mikael Persbrandt mit seinem Spiel einen ganz eigenen Stempel aufdrückt. Wo immer Beck mit seinen traditionellen Ermittlungsmethoden [...]]]></description>
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<div id="attachment_4792" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/image02.jpg"><img class="size-medium wp-image-4792" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/image02-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">In Schweden ein Superstar: Mikael Persbrandt. Bild: Knut Koivisto</p></div>
<p>Kommissar Beck ist eine der erfolgreichsten TV-Serien, die in Schweden jemals produziert wurden. Doch der Star der Serie ist mitnichten der von Peter Haber als sympathisch-pflichtbewusst dargestellte Titelheld. Der heimliche Star ist vielmehr sein Kollege Gunvald Larsson, dem Mikael Persbrandt mit seinem Spiel einen ganz eigenen Stempel aufdrückt.</p>
<p><span id="more-4787"></span>Wo immer Beck mit seinen traditionellen Ermittlungsmethoden nicht mehr weiter weiß, schlägt die Stunde von Gunvald. Denn der scheut sich nicht dahin zu gehen, wo es weh tut – oftmals sprichwörtlich. Gunvald beugt die Regeln der konventionellen Polizeiarbeit bis aufs Äußerste, ermittelt gerne verdeckt und scheut sich nicht, auch mal seine Fäuste einzusetzen. Überhaupt bewegt sich Gunvald immer auf einem schmalen Grat – der Grenze zwischen Gut und Böse. Dabei scheint er sich, wie magisch, von der dunklen Seite angezogen zu fühlen. Nur, um am Ende doch noch das Gute triumphieren zu lassen.</p>
<p>Diese Ambivalenz macht die Faszination der Figur Gunvald aus. Die natürlich weitaus vielschichtiger ist, als die eiskalte, arrogante Oberfläche vermuten lässt. Persbrandt verleiht der Figur eine packende Intensität, die sie zum idealen Gegenpol des biederen Beck werden lässt. Gunvald ist Kult. Persbrandt ist Kult.</p>
<p><span style="font-size: medium">Mikael Persbrandt: In Deutschland Gunvald – in Schweden Superstar</span></p>
<p>Doch während Persbrandt in Deutschland fast ausschließlich als Gunvald bekannt ist, gilt er in seiner schwedischen Heimat als Superstar. Sowohl im Film als auch auf der Theaterbühne, v.a. am Königlichen Dramatischen Theater, wo er lange arbeitete – u.a. noch mit Ingmar Bergman.</p>
<p>Dabei begann der bullige Persbrandt seine Karriere ausgerechnet als klassischer Balletttänzer – ein Talent, das er 2006 bei einer vielbeachteten Adaption des berühmten Fatboy Slim-Videos „Weapon of choice“ unter Beweis stellen durfte. Es folgten zahlreiche Theater-Rollen, u.a. als „Don Juan“, in „Maria Stuart“, Tschechows „Möwe“ oder „Warten auf Godot“.</p>
<p>Die Rolle als Gunvald in der Kommissar Beck-Serie war es jedoch, die Persbrandts Karriere so richtig nach vorne katapultierte. In seinem Heimatland ist er diesem engen Korsett allerdings längst entwachsen und zählt mittlerweile zur allerersten Schauspieler-Riege.</p>
<p><span style="font-size: medium">Geheimagent oder Fabelwesen: 2012 bringt Persbrandt auf allen Kanälen</span></p>
<div id="attachment_4790" class="wp-caption alignright" style="width: 163px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Mikael_Persbrandt_2006-UNICEF-Sverige.jpg"><img class="size-medium wp-image-4790 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Mikael_Persbrandt_2006-UNICEF-Sverige-219x300.jpg" alt="" width="153" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Mikael Persbrandt in seiner Eigenschaft als UNICEF-Botschafter bei einer Reise nach Brasilien. Bild: UNICEF Sverige</p></div>
<p>Als drei der in Schweden unheimlich populären „Coq Rouge“-Romane von Jan Guillou verfilmt werden sollten, war es dann auch keine Überraschung, dass Mikael Persbrandt die Hauptrolle des Agenten Carl Hamilton übernehmen sollte. Anfang 2012 kommt der erste Film aus der Reihe in die schwedischen Kinos.</p>
<p>Der begeisterte Hobby-Rennfahrer, der zwei Kinder mit Sanna Lundell, der Tochter von Ulf Lundell, hat, überzeugt jedoch nicht nur in der Rolle des zwielichtigen Rauhbeins. Dies stellte er kürzlich in dem wunderbaren Film „Stockholm Östra“ eindrucksvoll unter Beweis. An der Seite der dänischen Schauspielerin Iben Hjejle überzeugt Persbrandt in einer tragischen Liebesgeschichte.</p>
<p>Der Film, der die Geschichte eines Mannes erzählt, der ein Kind überfährt und sich dann ausgerechnet in deren Mutter verliebt, lebt vom subtilen, zurückhaltenden Spiel der beiden Hauptdarsteller. Wovon sich auch Regisseur Simon Kaijser da Silva begeistert zeigte. Persbrandt müsse gar nicht viel machen, so der junge Filmemacher, er überzeuge alleine durch seine Präsenz.</p>
<p>Kein Wunder, dass inzwischen auch Hollywood auf den charismatischen Schweden aufmerksam geworden ist. So spielt Persbrandt die Rolle des „Beorn“ in Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Fortsetzung „Der Hobbit“. Es scheint, als habe Mikael Persbrandts Karriere erst so richtig begonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Alle heißen &#8220;Glenn&#8221; in Göteborg</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 13:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Singer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Über komische Namen macht man keine Witze. Es ist schlechter Stil, wenn etwa der Zeitungsreporter kreativ sein will und dabei einen Namen verballhornt: &#8220;Hirschhausen hat ausgebrunft&#8221;! So etwas geht zum Beispiel gar nicht. In Göteborg, der Stadt der Kalauer und Wortwitze, ist nichts heilig. Schon gar nicht Namen. Einer hat es so zu zweifelhaftem Ruhm [...]]]></description>
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<p>Über komische Namen macht man keine Witze. Es ist schlechter Stil, wenn etwa der Zeitungsreporter kreativ sein will und dabei einen Namen verballhornt: &#8220;Hirschhausen hat ausgebrunft&#8221;! So etwas geht zum Beispiel gar nicht.</p>
<p>In Göteborg, der Stadt der Kalauer und Wortwitze, ist nichts heilig. Schon gar nicht Namen. Einer hat es so zu zweifelhaftem Ruhm gebracht &#8211; und das ist &#8220;Glenn&#8221;. Denn: &#8220;Alla heter Glenn i Göteborg&#8221;. Und das weiß inzwischen jeder Schwede.</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;Alle heißen Glenn&#8221;, behauptet dieser Youtube-Filmer<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/alle-heisen-glenn-in-goteborg/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p> <span id="more-4756"></span></p>
<p>Es ist landauf, landab ein stehender Begriff, dass &#8220;in Göteborg alle Glenn heißen&#8221;. Eine &#8220;dumme Behauptung&#8221;, eine Verallgemeinerung, strenggenommen. Etwa genauso (politisch) unkorrekt wie:  &#8220;In Ostdeutschland heißen alle Mandy oder Steve&#8221;. Und doch ist da &#8216;was Wahres dran, denn man hört diesen Satz im TV und auf der Straße und dort, wo er ursprünglich entstanden ist: nämlich im Stadion.</p>
<div id="attachment_4778" class="wp-caption alignleft" style="width: 254px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/S73R2019_sm.jpg"><img class="size-medium wp-image-4778 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/S73R2019_sm-244x300.jpg" alt="" width="244" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der bedeutungsvolle Name zieht auch im Marketing, hier etwa für eine Sportbar... Foto: Katja Singer</p></div>
<p>&#8220;Alla heter Glenn i Göteborg&#8221; ist ein Schlachtruf aus dem Fußballsport, der sich zum landläufigen Sprichwort gemausert hat. Zunächst war es eine Verhöhnung, eine klare Veralberung dieses alt-keltischen Namens, der eher in England als in Schweden anzutreffen ist. Unter den Glanzjahren des IFK Göteborg &#8211; als der Verein sagenhafte Erfolge bis hin zum UEFA-Cup-Sieg feierte (1982: 3:0 gegen den HSV) &#8211; hatte der Club vier Spieler mit Namen &#8220;Glenn&#8221; unter Vertrag! Glenn Hysén, Glenn Strömberg, Glenn Schiller och Glenn Holm sind noch heute angesehene Fußball-Veteranen und betätigen sich mitunter als TV-Kommentatoren.</p>
<p>In ihrer aktiven Zeit standen zumeist alle vier Glenns gleichzeitig auf dem Plan und wurden mit dem IFK zum Schrecken der Allsvenskan, der schwedischen ersten Fußball-Liga. Und da die gegnerischen Fans nichts Besseres vorzubringen hatten, provozierten sie den IFK mit der Veräppelung des Namens Glenn: &#8220;Alla heter Glenn i Göteborg&#8221;. Zu ihrem Entsetzen drehten die Göteborger IFK&#8217;ler den Spieß jedoch um &#8211; und legten einen gewissen Stolz über das lokale &#8220;Glenn-Phänomen&#8221; an den Tag. Und es ist statistisch erwiesen, dass in den Jahren nach den großen IFK-Erfolgen viele Göteborger Babys Glenn getauft wurden. Was man davon auch halten mag&#8230;</p>
<p>Bis heute gilt der Schlachtruf im Stadion, und zwar immer,wenn IFK gewinnt. In diesem Video etwa muntert Glenn Hyséns Sohn &#8220;Tobbe&#8221; die Fans zum Singen auf.<p><a href="http://blog.schwedenstube.de/alle-heisen-glenn-in-goteborg/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
<div id="attachment_4779" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/2636_1679.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4779" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/2636_1679-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">... als Stofftasche, Foto: &quot;Blåvitt shopen&quot;, http://shop.ifkgoteborg.se/</p></div>
<p>Die Häufung des Namens Glenn tauchte aber nicht erst 80er Jahren auf. Das Phänomen wurde mit einer gewissen Offenheit Göteborgs zum westlichen Europa erklärt &#8211; traditionell siedelten viele Schotten, Engländer und Holländer in der westschwedischen Stadt. Die guten Beziehungen zu den brititschen Inseln und zahlreiche kulturelle Einflüsse haben Göteborg denn auch den Beinamen &#8220;lilla London&#8221;, kleines London, eingebracht.</p>
<div id="attachment_4780" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/oceanbryggeriet.jpg"><img class="size-full wp-image-4780 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/oceanbryggeriet.jpg" alt="" width="153" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">...als Biermarke. Foto: Oceanbryggeriet</p></div>
<p>Heute, so hört man unter jüngeren Leuten, würde wohl niemand mehr seinen Sohn &#8220;Glenn&#8221; taufen. Der Name ist zur Zeit so &#8220;out&#8221; wie der IFK, der 2011 eine mäßige Saison gespielt hat und auf der Tabelle noch hinter den beiden anderen Göteborger Clubs liegt. Als Marketing-Gag taugt Glenn aber noch allemal: So gibt es von der lokalen Ocean-Brauerei ein Bier mit Namen „Glenn No.5″, sowie eine neu eröffnete Sport-Bar „Glenn“ in der Andra långgatan.</p>
<p>Schaut man ins Telefonbuch findet man rund 500 Glenns in Göteborg, 300 in Stockholm und nicht mal 100 in Malmö. Und das sagt uns immerhin: es heißen zwar nicht alle Glenn in Göteborg, aber ein Glenn kommt meistens von der schwedischen Westküste.<br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/448e49299c1b4084bf383f3df35b99e9" alt="" width="1" height="1" /></p>

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		<title>Skansen im Winter</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/skansen-im-winter/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 11:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Freizeitpark Skansen im Stockholmer Stadtteil Djurgården ist bekanntlich im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Hier findet man einen Zoo, das älteste Museumsdorf der Welt (gegründet 1891) mit etwa 160 Häusern und Bauernhöfen – unter anderem eine Glasbläserei, eine Bäckerei sowie eine Schmiede &#8211; und viele erholsame Spazierwege, auf denen man Schweden [...]]]></description>
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<p>Der Freizeitpark Skansen im Stockholmer Stadtteil Djurgården ist bekanntlich im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Hier findet man einen Zoo, das älteste Museumsdorf der Welt (gegründet 1891) mit etwa 160 Häusern und Bauernhöfen – unter anderem eine Glasbläserei, eine Bäckerei sowie eine Schmiede &#8211; und viele erholsame Spazierwege, auf denen man Schweden en miniature von Lappland im Norden bis Skåne im Süden durchwandern kann.<br />
Verschiedenen Veranstaltungen und Konzerte locken ebenfalls viele Besucher in den Park.<br />
Aber auch im Winter zieht Skansen viele Besucher an. Hauptattraktion ist der an den Adventswochenenden (Samstag und Sonntag) stattfindende Weihnachtsmarkt sowie die Lucia-Feierlichkeiten.<br />
<span id="more-4747"></span></p>
<p>Anders als auf dem „Julmarknad“ auf dem Stortorget in Gamla Stan, der zweifellos auch einen Besuch lohnt, befindet man sich hier in der Natur. Auf den zugefrorenen Teichen ringsum tummeln sich die Enten in den Wasserlöchern im Eis, am Lagerfeuer werden Würste gebraten, er riecht nach Glögg und Lebkuchen. Kinder und Erwachsene tanzen um den Weihnachtsbaum. Und meistens ist es richtig kalt, da kann man die warmen Handschuhe, die auf dem Weihnachtsmarkt zum Kauf angeboten werden, gut gebrauchen. Andere Stände bieten Weihnachtsschmuck an, Basteleien aus Stroh, traditionelle Handarbeiten, die berühmten Tomte (Weihnachtswichtel) und den „Julbock“ in allen Größen. Oder auch schwedische Delikatessen wie geräucherte Elch- oder Rentierwurst, Käse, Senf, Hjortronsylt (die köstliche Marmelade aus den schwedischen Moltebeeren) sowie die berühmten Lussekatter und Pepparkakor.</p>
<p>Hier ist dann alles auf Weihnachten und Winter eingestellt. Ein echter Weihnachtsmarkt, wie in früheren Zeiten. Schon um 15.00 wird es langsam dunkel und es werden Kerzen und Lichter angezündet. Jetzt kommt richtig Weihnachtsstimmung auf.</p>
<p>Auch die alten Häuser sind festlich geschmückt und der Tisch ist gedeckt für das traditionelle schwedische Julbord.</p>
<p>Ein besonderes Ereignis findet auch an Sylvester im Skansen statt. Traditionell wird hier mit dem Glockenschlag um Mitternacht zum Neuen Jahr ein spezielles Gedicht vorgetragen, und zwar nicht nur in Skansen, nein das Gedicht wird per Radio in ganz Schweden übertragen. Es handelt sich um Nyårsklockan, im Original „Ring Out, Wild Bell“, einem Gedicht von Alfred Tennyson</p>
<p>Und so erreicht man Skansen im Winter: mit den Bussen 44 oder 47 oder mit der Fähre ab Slussen.<br />
Geöffnet ist der Park an den Adventswochenenden von 10.00 bis 16.00 Uhr.</p>

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		<title>Västerbotten – Im Land von Käse und Gold</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/vasterbotten-%e2%80%93-im-land-von-kase-und-gold/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 02:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Västerbotten tobte die letzte Schlacht auf schwedischem Boden. Das war vor 200 Jahren, das Gedenken daran lebt fort und sei es nur durch eine Gewehrkugel oder einen Kanonenkugelsplitter in manch Västerbottener Stube. In friedlichen Zeiten ist die Provinz an Schwedens Ostküste bekannt für Lkw-Fahrerhäuser von Volvo, Gold und Käse, den Västerbottensost – und für [...]]]></description>
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<div id="attachment_4734" class="wp-caption alignright" style="width: 279px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ume%C3%A4lven-im-Nebel.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4734 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ume%C3%A4lven-im-Nebel.jpg" alt="Nebel auf Västerbottens größtem Fluss Umeälven. Foto: ludw /flickr.com (CC BY 2.0)" width="269" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Nebel auf Västerbottens größtem Fluss Umeälven. Foto: ludw /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>In Västerbotten tobte die letzte Schlacht auf schwedischem Boden. Das war vor 200 Jahren, das Gedenken daran lebt fort und sei es nur durch eine Gewehrkugel oder einen Kanonenkugelsplitter in manch Västerbottener Stube. In friedlichen Zeiten ist die Provinz an Schwedens Ostküste bekannt für Lkw-Fahrerhäuser von Volvo, Gold und Käse, den <em>Västerbottensost</em> – und für faszinierende Landschaft.</p>
<p>Nicht ganz, aber doch weit im Norden, der Polarkreis nicht mehr fern, öffnet sich Västerbotten, eine historische Provinz in Schweden, deren Grenzen einst bis an den <em>Kemijoki</em> im heutigen Finnland reichten.<span id="more-4729"></span></p>
<h4>Historisches Västerbotten</h4>
<p>Vor rund 9000 Jahren zogen die ersten Menschen in die Region am Bottnischen Meerbusen, die im Mittelalter erstmals unter dem Namen Västerbotten auftauchte. In Zeiten schwedischer Expansion verschoben sich die nördlichen Grenzen. Västerbotten reichte bis ins heutige Finnland, grenzte an das damalige Österbotten – bis zum beginnenden 19. Jahrhundert.</p>
<h4>Ratan 1809</h4>
<p>Eine Zäsur für die Provinz Västerbotten wie für ganz Schweden erfolgt im Jahr 1809. Der schwedisch-russische Krieg 1808/09 hat die nördlichen Küstengebiete arg in Mitleidenschaft gezogen, als es am 20. August 1809 zur Schlacht von Ratan kommt. Es sollte die letzte Schlacht auf schwedischem Boden sein. In der Folge verliert Västerbotten einen Teil seines Gebietes, Schweden musste Finnland an Russland abtreten.</p>
<p>Ein weiterer Einschnitt erfolgt 1810 als Norrbotten zur eigenständigen Provinz wird und Västerbotten auf seine heutigen Grenzen schrumpft.</p>
<h4>Västerbotten im Västerbottens län</h4>
<p>Die historische Provinz Västerbotten ist mit seiner Fläche von 16.331 km² und knapp 210.000 Einwohnern in Gänze Teil des <em>Västerbottens län</em>. Größte Stadt und Zentrum von Provinz und <em>län</em> ist Umeå.</p>
<p>Im Norden grenzt die Provinz an Norrbotten, im Süden an Ångermanland. Von der Ostsee im Osten steigt nach Westen an, an die Grenze zu Lappland. Auf rund 300 Meter über dem Meer bringen es die waldreichen Ausläufer des Skanden im westlichen Västerbotten, vereinzelt werden auch Höhen über 500 Meter erreicht – die höchste Erhebung <em>Åmliden </em>erreicht 551 Meter. Flüsse wie der <em>Umeälven</em>, der größte Fluss des Landstrichs entspringen im Skandinavischen Gebirge und durchziehen das Land von Nordwesten nach Südosten.</p>
<h3>Urlaubsland Västerbotten</h3>
<div id="attachment_4736" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Bonnstan.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4736   " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Bonnstan.jpg" alt="Kyrkstad &quot;Bonnstan&quot; in Skellefteå. Foto: Jlundqvi (Jörgen Lundqvist) /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0) " width="259" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Kyrkstad &quot;Bonnstan&quot; in Skellefteå. Foto: Jlundqvi (Jörgen Lundqvist) /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)</p></div>
<p>Allein die natürlichen Gegebenheiten bieten eine Fülle von Betätigungsfeldern, ob Wandern oder Ski fahren, Paddeln, Wildwassertouren oder Angeln. Es gibt aber noch mehr zu erleben in der historischen Provinz in Norrland.</p>
<p>So lässt sich in Ratan, etwa 50 Kilometer nördlich von Umeå, und der vorgelagerten Insel Rataskär auf Spurensuche der letzten Schlacht in Schweden gehen. In Burträsk, gleich neben der Meierei <em>Norrmejerier, </em>steht der <em>Västerbottenssost</em>, der würzige Hartkäse im „Lager des Käses“ und im „Haus des Käses“ im Blickpunkt.</p>
<h4>Umeå – Kulturhauptstadt 2014</h4>
<p>An Västerbottens Zentrum Umeå gibt es kein vorbei. Die Universitätsstadt, auch „Stadt der Birken“ genannt ist gerade in den Sommermonaten eine sehr lebendige Stadt. Ein Höhepunkt ist <em>Gammlia</em>. Hier sind das Freilichtmuseum, das Västerbottens Museum, der älteste Ski der Welt und vieles mehr zu entdecken. Vor Umeå liegt mit <em>Holmön</em> das größte Schären-Naturschutzgebiet Nordschwedens.</p>
<p>In nächster Zeit wird die Stadt stärker ins Bewusstsein rücken respektive gerückt werden: 2014 ist die kleine Metropole an der Ostsee Kulturhauptstadt. Unter dem Motto „Neugierde und Leidenschaft“ sollen die acht Jahreszeiten des samischen Kalenders im Mittelpunkt stehen.</p>
<p>Umeå stellt sich vor:</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/dQaPr7PWRqg?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Skellefteå und die „Bonnstan“</h4>
<p>Ein weiteres kulturelles Zentrum ist die Hafenstadt Skellefteå, die zweitgrößte Stadt in Västerbotten. Kunst- und kunsthandwerksinteressierte Besucher kommen auf im <em>Nordanåparken</em> auf ihre Kosten. Zudem befindet sich in Skellefteå eine der größten und am besten erhaltenen Kirchstädte Schwedens – die „Bonnstan“. Im Sommer zieht es die Menschen zum <em>Trästockfestivalen</em>, dem größten kostenlosen Festival in Schweden.</p>
<h4>Boliden und die längste Seilbahn der Welt</h4>
<div id="attachment_4738" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Menstr%C3%A4sk.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4738 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Menstr%C3%A4sk.jpg" alt="Die Seilbahn von Orträsk nach Mensträsk. Foto: Arvid Rudling /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0) " width="288" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Die Seilbahn von Orträsk nach Mensträsk. Foto: Arvid Rudling /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)</p></div>
<p>Die Erzfunde – Blei, Kupfer, Zink, Silber und besonders Gold – trugen wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz bei und bescherten ihr eine Seilbahn zur Erzbeförderung. Als diese 1943 fertiggestellt war, galt sie mit ihren 96 Kilometern als längste Seilbahn der Welt. Ende der 90er wurde der Betrieb eingestellt. Einige Enthusiasten machten sich an den Erhalt der Bahn und so können heute Besucher dreizehn Kilometer von Orträsk nach Mensträsk „gondeln“. Mit einem der zum Kauf angebotenen Picknickkörbe lässt sich der Blick auf die historische Provinz Västerbotten genießen.</p>

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		<title>Malmö-die innovative Öresundmetropole</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 18:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während meines Auslandsstudiums in Lund und auch später bei Schweden-Reisen mit Freunden führte es mich im Rahmen dessen auch immer mal wieder nach Malmö, mal als Tagesausflügler für ein paar Stunden, mal als Übernachtungsgast für mehrere Tage. So hatte ich die Gelegenheit, viele unterschiedliche Seiten von Malmö kennenzulernen. Hatte ich vorher so überhaupt keine Vorstellung [...]]]></description>
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<div id="attachment_4723" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_1775.jpg"><img class="size-medium wp-image-4723" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_1775-225x300.jpg" alt="Der Turning-Torso" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vorne ein Holzhäuschen, im Hintergrund der Turning-Torso; (Foto: Scherberich)</p></div>
<p align="JUSTIFY">Während meines Auslandsstudiums in Lund und auch später bei Schweden-Reisen mit Freunden führte es mich im Rahmen dessen auch immer mal wieder nach Malmö, mal als Tagesausflügler für ein paar Stunden, mal als Übernachtungsgast für mehrere Tage. So hatte ich die Gelegenheit, viele unterschiedliche Seiten von Malmö kennenzulernen. Hatte ich vorher so überhaupt keine Vorstellung von Malmö, so ist es heute eine meiner Lieblingsstädte. Das liegt zum großen Teil wohl daran, dass Malmö einer der vielfältigsten Orte Schwedens ist. Es lohnt sich also ein näherer Blick.<span id="more-4720"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Malmö liegt in Südschweden, in der Nähe von Lund und ist die Hauptstadt der Provinz Sk<span style="font-family: Times New Roman,serif">å</span>ne. Sie ist über die Öresundbrücke mit Kopenhagen verbunden, von dort bis in die dänische Hauptstadt braucht man nur noch knapp eine Stunde mit dem Zug oder Auto. Ideale Bedingungen für Pendler also, die so nun, wie eine Werbung für die Öresundregion verspricht, das „Beste zweier Welten“ kennenlernen. Die Brücke erscheint fast schon symbolisch für den Charakter der Stadt, den durch die Überbrückung von Tradition und Moderne ist Malmö in den letzten Jahren zu einer attraktiven Metropole und einem aufstrebenden Wirtschaftsstandort geworden.</p>
<p align="JUSTIFY">Malmö hat mit 34 % einen für Schweden überdurchschnittlich hohen Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Diese Tatsache hat sich unter anderem positiv auf das kulturelle Angebot ausgewirkt. Die Stadt lebt von ihrer lebendigen Musikszene. Viele bekannte Jazzclubs befinden sich hier. Malmö besitzt eine Akademie für Musik, außerdem ein Opernhaus. Wer mehr auf Popmusik steht, dem sei das <em>Slagthuset</em> empfohlen, Skandinaviens größte Diskothek. Sie ist auf mehrere Räume verteilt, in denen je nach Geschmack, unterschiedliche Musikarten gespielt werden werden. Auch sonst punktet Malmö mit seinem Nachtleben. Wer abends gerne essen gehen möchte, hat hier die Qual der Wahl: Pizzeria, Steak-House, Fischrestaurant-alles was das Herz begehrt. Jetzt muss man sich nur noch entscheiden.</p>
<p align="JUSTIFY">Unter den Sehenswürdigkeiten kann ich persönlich das <em>Malmö Museet</em> empfehlen. Das Gebäude besteht aus einem altem Renaissance-Schloss umgeben von Wasser-und Parkanlagen. Innen werden dem Besucher vielerlei Dauer- und Sonder-Austellungen geboten. Kunst, Bilder, antike Einrichtungsgegenstände und ein Aquarienbereich mit vielen lebenden Seetieren, um nur einige zu nennen. Im Mitmach-Museum kann man gut und gerne mal den ganzen Tag damit verbringen, physikalische Gesetze in Experimenten selbst aus zu probieren, ein Highlight vor allem für Kinder. Ein Besuch im <em>Malmö-Museet </em>bietet sich deshalb vor allem in den Wintermonaten an, wenn Wind und Regen, die von der Küste her peitschen, längere Aufenthalt im Freien unangenehm machen. Meteorologische Berichte über Malmö sprechen zwar von einem „vergleichsweise milden Winter.“ Diese Aussage bezieht sich wohl vor allem auf die reine Lufttemperatur. Meine gefühlte Temperatur bei einem Besuch im Februar sagte mir was anderes. Malmö, Regen, die Frisur sitzt-nicht.</p>
<p align="JUSTIFY">In der verkehrsberuhigten Einkaufszone der Innenstadt lässt sich bequem Shoppen. Attraktive Läden, wie H&amp;M, Marimeko und Academiebohandeln sind hier alle in erreichbarer Nähe versammelt. Das Rathaus und die alte Ratsapotheke am Marktplatz strahlen noch den Flair der einstigen Hansemetropole aus. Im krassen Gegensatz dazu der <em>Turning Torso</em>, ein sich um seine eigene Achse drehendes Hochhaus, das höchste Skandinaviens und neues Wahrzeichen der Stadt. Belebte Straßen einer Großstadt mit Verkehrslärm und eiligen Passanten oder rotgetrichene Häuschen, die sich um das Kopfsteinpflaster des Marktplatzes malerisch aneinanderlehen, das eine ist von dem anderen oft nur ein paar Straßen entfernt. Im Winter auf dem Marktplatz auf der extra dafür aufgebauten Bahn Schlittschuhlaufen, oder im Sommer bei strahlendem Sonnenschein am Hafen stehen und bei Mövengeschrei den Schiffen auf blauem Wasser hinterher schauen-Malmö lebt von seinen Gegensätzen.</p>

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		<title>Zeitreise in die Bronzezeit: Die Felsritzungen in Tanumshede</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 16:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltkulturerbe]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Kämpfer stehen sich gegenüber und blicken sich in die Augen. Die Speere sind drohend erhoben, ihre Schilde zur Abwehr bereit. Etwas weiter ein Paar, in inniger Umarmung. Ein Mann streckt die Arme aus, die gut viermal so lang sind wie sein ganzer Körper. Unzählige Schiffe mit Kriegern und Trommlern. Dazwischen schwimmt ein Blauwal. Die [...]]]></description>
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<div id="attachment_4706" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-0891.jpg"><img class="size-medium wp-image-4706" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-0891-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Felsen von Vitlycke: Der wohl spektakulärste Fundort in Tanumshede.</p></div>
<p>Zwei Kämpfer stehen sich gegenüber und blicken sich in die Augen. Die Speere sind drohend erhoben, ihre Schilde zur Abwehr bereit. Etwas weiter ein Paar, in inniger Umarmung. Ein Mann streckt die Arme aus, die gut viermal so lang sind wie sein ganzer Körper. Unzählige Schiffe mit Kriegern und Trommlern. Dazwischen schwimmt ein Blauwal.</p>
<p>Die Szenen stammen nicht etwa aus einem Traum oder einem surrealistischen Film, sondern aus Tanumshede, einem kleinen Ort an der schwedischen Westküste. <span id="more-4702"></span>Es sind Jahrtausende alte Felsritzungen, so spektakulär und in solch großer Anzahl, dass die Fundstätten inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.</p>
<p>In Tanumshede taucht man ein in eine Welt, die seit Tausenden von Jahren nicht mehr existiert. Und die doch Zeugnisse hinterlassen hat, die eine Verbindung schaffen zu Menschen, die vor unzähligen Generationen gelebt haben. Ein faszinierendes Gefühl.</p>
<p><span style="font-size: medium">Tanumshede: Im Kontakt mit einer vergangenen Kultur</span></p>
<div id="attachment_4708" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-093.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4708 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-093-150x150.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Vorgeschichtliche Kampfszene</p></div>
<p>Über 10.000 Ritzungen finden sich hier, manche bis zu 3.000 Jahre alt. Sie geben uns ein Gefühl, wie das Leben ausgesehen hat in der Bronzezeit, vermitteln uns Werte und Vorstellungen einer fremden Kultur.</p>
<p>Und lassen uns doch oft nur rätseln. Gehören die riesigen Fußspuren einem Menschen oder einer Gottheit? Was bedeuten die vielen Punkte? Bilden sie eine Spur, sind sie ein religiöses Symbol oder stellen sie Tiere dar? Und wohin sind überhaupt die vielen Schiffe unterwegs?</p>
<p>Das zugehörige Vitlycke-Museum vermittelt in oft spielerischer Weise Wissenswertes zum Leben in der Bronzezeit. Dazu gehört auch ein originalgetreuer Nachbau eines Bronzezeit-Dorfes. Doch viel interessanter ist es trotz allem, die Felsritzungen zu betrachten und zu spekulieren, was etwa hinter dem Mann mit den übergroßen Armen stecken mag, wer das romantische Brautpaar war und wer der liegende (tote?) Mann, der von seiner Frau bewacht wird.</p>
<div id="attachment_4707" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/schweden-2011-091.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4707" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/schweden-2011-091-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Blauwal auf dem Felsen von Vitlycke.</p></div>
<p>Die Abbildungen, die heute jährlich von Tausenden von Touristen bewundert werden, wurden in den Fels eingeschabt oder graviert. So überdauerten sie die Jahrtausende. Interessanterweise gibt es viele Ritzungen, die unvollständig geblieben sind, und auch solche, die nach langer Zeit – bis zu 1.000 Jahren! – wieder fortgesetzt wurden. Warum das nach solch unfassbar langen Zeiträumen geschah, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.</p>
<p><span style="font-size: medium">Die Felsritzungen in Tanumshede bleiben ein Rätsel</span></p>
<p>Wie überhaupt die Wissenschaft nur wenige eindeutige Fakten liefern kann. Vieles bleibt im Dunkeln, die meisten der Ritzungen sind auch den Historikern rätselhaft. Zu wenig weiß man auch heute noch über die Bronzezeit.</p>
<div id="attachment_4711" class="wp-caption alignright" style="width: 202px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-094.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4711 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Schweden-2011-094-150x150.jpg" alt="" width="192" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Rekord-Ritzung bei Litsleby</p></div>
<p>Neben der großen Felsplatte von Vitlycke, die durch ihren Reichtum an ungewöhnlichen Figuren besticht, ist auch der Fels bei Litsleby, nur zwei Kilometer weiter, weltberühmt. Hier kann man die größte einzelne Felsritzung der Welt bewundern – ein ca. 2,30 Meter hoher Mann mit Speer. Auch er gibt Rätsel auf: Warum wurde er so groß dargestellt? Ist er eine Gottheit oder wollte sich hier einfach ein Künstler verwirklichen?</p>
<p>Wer nach Tanumshede kommt, stößt auf viele Fragen und nur wenige Antworten. Doch genau das ist es, was die Faszination dieses ungewöhnlichen Ortes ausmacht.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Nationalpark Skuleskogen: der wilde Teil der Höga kusten</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 07:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Singer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Skuleskogen im Gebiet der imposanten Höga kusten ist ein Nationalpark, wie er im Buche steht &#8211; oder besser: auf der Liste der Unesco für das Weltnaturerbe. Der &#8220;wildeste aller Wälder&#8221; &#8211; so nannte ihn die schwedische Schriftstellerin Kerstin Ekmann &#8211; gibt nicht nur einen Eindruck davon, wie die Welt unserer Vorfahren einmal ausgesehen haben [...]]]></description>
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<div id="attachment_4673" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-T%C3%A4rnetvattnet.jpg"><img class="size-full wp-image-4673 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-T%C3%A4rnetvattnet.jpg" alt="" width="360" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Wilder Wald und stilles Gewässer, Foto: Babiarne, wikimedia.commons</p></div>
<p>Der Skuleskogen im Gebiet der imposanten Höga kusten ist ein Nationalpark, wie er im Buche steht &#8211; oder besser: auf der Liste der Unesco für das Weltnaturerbe. Der &#8220;wildeste aller Wälder&#8221; &#8211; so nannte ihn die schwedische Schriftstellerin Kerstin Ekmann &#8211; gibt nicht nur einen Eindruck davon, wie die Welt unserer Vorfahren einmal ausgesehen haben muss. Der Skuleskogen im Västernorrlands län ist zugleich wie ein aufregendes Schulbuch für den Erdkundeunterricht: Denn hier kann man mit eigenen Augen sehen, wie Eiszeit, Landhebung und Erosion die Landschaft geformt haben.<span id="more-4671"></span></p>
<div id="attachment_4672" class="wp-caption alignleft" style="width: 277px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Sl%C3%A5ttdalsskrevan.jpg"><img class="size-full wp-image-4672 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Sl%C3%A5ttdalsskrevan.jpg" alt="" width="267" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Die Schlucht Slåttdalsskrevan im Skuleskogen, Foto: Barbiane, wikimedia.commons</p></div>
<p>Eine Geographie-Lektion, die freilich Zeit und Kondition erfordert. Für Wandersleut ist der 19. Nationalpark Schwedens (seit 1984) eine echte Herausforderung. Zahlreiche Wege führen über unebenes bis steiles Gelände, an Schluchten und Geröllfeldern vorbei.  Der Höga Kustenleden wird als schwieriger Wanderweg eingestuft; er verläuft aber quer durch den Nationalpark &#8211; und bietet unter anderem eine aufregende Begegnung mit der Schlucht Slåttdalsskrevan.</p>
<p>Diese und leichtere Touren sowie eine große Wanderkarte sind auf der sehr ausführlichen Webseite des Länsstyrelsen abzurufen: <a target="_blank" href="http://www.skuleskogen.se/aufdeutsch.4.18df091d121bf8738cb80001419.html" target="_blank">http://www.skuleskogen.se/aufdeutsch.4.18df091d121bf8738cb80001419.html</a></p>
<p>Wer sich nicht ganz so anstrengen mag oder kann, begibt sich ein wenig weiter südlich in den <a target="_blank" href="http://www.skuleberget.com/index.php" target="_blank">Naturpark Skuleberget</a> bei Docksta. Zentrale Sehenswürdigkeit ist hier, wie der Name schon sagt, ein schroffer Berg von 295 Metern Höhe. Anders als im unberührten Nationalpark sind rund um den Skuleberget einige touristische Einrichtungen vorhanden: Zum Beispiel die 1000 Meter lange Seilbahn (nur im Sommer), die einen zum Aussichtspunkt für das atemberaubende Panorama über Wald und Küste bringt. Laut Betreiber ist das Gipfelcafé behindertengerecht und bietet kleine Mahlzeiten. Im Winter sind Lifte für Skifahrer in Betrieb. Vier Abfahrten an der Südseite des Berges versprechen alpine Ski-Freuden; und ein Teil der Anlage ist für Snowboarder reserviert.</p>
<p>Am Fuße des Skulebergets lädt nicht nur die Naturgrotte &#8220;kungsgrottan&#8221; sowie der Aktivspielplatz &#8220;rövarbyn&#8221; zum Entdecken ein. An einem Wochenende im Juli steigt unter freiem Himmel hier auch das <a target="_blank" href="http://www.skuleberget.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=51&amp;Itemid=57" target="_blank">&#8220;Skulefestival&#8221;</a>. Ein verhältnismäßig kleine Musikveranstaltung, die jedoch vor großer Kulisse und mit bekannten schwedischen Künstlern stattfindet. Es lockt jährlich zahlreiche Fans jeden Alters an.</p>

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		<title>Treffpunkt im schwedischen Glasreich – Neues Glas- und Designzentrum in Boda</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/treffpunkt-im-schwedischen-glasreich-%e2%80%93-neues-glas-und-designzentrum-in-boda/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 09:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 18. Juni dieses Jahres wurde in Boda, mitten im schwedischen Glasreich ein neues Zentrum für Glas und Design feierlich eingeweiht. Auf über 1000 m² sind Glasmuseum, Glashütte und Designstore unter einem Dach vereint. Das neue Kreativzentrum will schwedisches Kulturgut bewahren, Zukunftsperspektive bieten, ein Treffpunkt für Kreative und Besucher sein. Boda, ein kleines Dorf in [...]]]></description>
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<p>Am 18. Juni dieses Jahres wurde in Boda, mitten im schwedischen Glasreich ein neues Zentrum für Glas und Design feierlich eingeweiht. Auf über 1000 m² sind Glasmuseum, Glashütte und Designstore unter einem Dach vereint. Das neue Kreativzentrum will schwedisches Kulturgut bewahren, Zukunftsperspektive bieten, ein Treffpunkt für Kreative und Besucher sein.</p>
<div id="attachment_4685" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dreamer.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4685" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dreamer.jpg" alt="Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d'Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)" width="256" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d&#039;Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Boda, ein kleines Dorf in den Wäldern von Småland, zur Gemeinde Emmaboda gehörend, zählt zu den bekanntesten Orten des schwedischen Glasreichs &#8211; <em>Boda glasbruk</em>. Der Ort war und ist berühmt für seine Handwerkskunst, hat die schwedische „Glasgeschichte“ maßgeblich mitgeprägt. In Boda wirkte Erik Höglund, der mit experimentellen Arbeitsweisen wesentlich zur „Art Glass Revolution“ beitrug.</p>
<p><span id="more-4682"></span>Nun soll von Boda eine neue „Glass Revolution“, eine „kulturelle Revolution“ ausgehen, der Ort wie das gesamte Glasreich wieder vor Leben und Kreativität sprudeln, wieder wirtschaftlich erfolgreich und wie Ende der 70er ein Anziehungspunkt für Touristen werden. Ein Ziel, dem sich die Gemeinde Emmaboda und das Design House Stockholm verschrieben haben.</p>
<h3>Neues „gläsernes“ Boda</h3>
<p>Die Krise im Glasreich führte auch zum Niedergang Bodas. 2003 wurde die Glasproduktion eingestellt. Und so war die Freude groß als im Juni das neue Kreativzentrum, von dem man sich Impulse für die gesamte Region erhofft, eingeweiht wurde – aller Widerstände zum Trotz.</p>
<p>Eröffnet wurde ein „Erlebnisbasiertes interaktives Glasmuseum“, eine „gläserne Manufaktur“.</p>
<h4><strong>„The Glass Factory“ – Das Museum</strong></h4>
<p>Das neue Museum „The Glass Factory“ ist eines der größten Glasmuseen in Nordeuropa. Derzeit umfasst Sammlung des Museums 30.000 Exponate vom 18.Jahrhundert bis heute, die Grundlage für die Dauerausstellung „Glasriket Forever“. Die Artefakte stammen aus den Sammlungen den Traditionsglashütten Kosta, Åfors, Johansfors und Boda.</p>
<p>Neben Ausstellungen gehören auch Programme für Kinder und Jugendliche, Vorträge, Theater, Film, Workshops und weitere Kunsthandwerke zum Konzept der „Glass Factory“. Das Museum will die verschiedensten künstlerischen und kulturellen Akteure einbeziehen, ein Treffpunkt sein und „aktiv am öffentlichen Diskurs teilnehmen.“</p>
<h4><strong>„Vet Hut“ – Die Glashütte</strong></h4>
<p>Herzstück des neuen Zentrums in Boda ist die Glashütte bzw. das Glasstudio. Hier fertigt das Design House Stockholm erstmals überhaupt eine eigene Kollektion, unter der Marke „Vet Hut“. Der Name ist eine Hommage an eine Gruppe von Glasdesignern, die Ende der 60er Jahre ihr Schaffenszentrum in Boda hatten.</p>
<p>Besuchern bietet sich die Möglichkeit nicht nur zuzusehen, sondern sich auch mal selbst auszuprobieren – mit Beistand erfahrener Glasbläser.</p>
<p>Daneben sollen experimentelle Glasshows und weitere Veranstaltungen mit nationalen wie internationalen Designern und Künstlern in dem Glasstudio stattfinden.</p>
<p>Ein kleiner Vorgeschmack:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/XxRGwZW83Ag?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4><strong>„OPEN“ – Der Designstore</strong></h4>
<p>Drittes Standbein unter dem Dach des „gläsernen“ Zentrums präsentiert „OPEN“, der Markt oder Designstore von Design House Stockholm die Erzeugnisse unabhängiger schwedischer Designer aus unterschiedlichen Branchen.</p>
<h4><strong>„Die größte kulturelle Investition“</strong></h4>
<p>Auslöser für ein derartiges Zentrum war Ende 2008 die Absicht der angeschlagenen Orrefors Kosta Boda Gruppe ihre umfangreiche Glassammlung zu veräußern. Die Gemeinde Emmaboda nahm das Angebot an und sicherte somit dem Glasreich einen Teil eigener Geschichte. Die Investition in das schwedische Kulturgut belief sich auf 10 Millionen Kronen.</p>
<div id="attachment_4687" class="wp-caption alignright" style="width: 394px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Block-Lamp.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4687" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Block-Lamp.jpg" alt="Block Lamp by Harri Koskinen, im Sortiment von Design House Stockholm. Foto: JForth (Jonas Forth) /flickr.com (CC BY-ND 2.0) " width="384" height="254" /></a><p class="wp-caption-text">Block Lamp by Harri Koskinen, im Sortiment von Design House Stockholm. Foto: JForth (Jonas Forth) /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>Wenig später erwarb die Gemeinde auch noch die Glashütte von Boda. Immobilien plus Grundstück schlugen mit etwa 2,3 Mio. Kronen zu Buche. Schließlich folgte die Entscheidung für ein Museum. Allein hätte eine Landgemeinde wie Emmaboda das erarbeitete Konzept kaum umsetzen können. Erst mit dem Engagement von Design House Stockholm, dessen Gründer Anders Färdig mit Boda verbunden ist, konnte das Kreativzentrum verwirklicht werden.</p>
<p>Die Baumaßnahmen auf dem alten Glaswerksgelände von Boda verschlangen rund 30 Mio. Kronen, der Betrieb kostet um die 2,4 Mio. Kronen im Jahr. Kosten, die mit einem reinen Museum schwerlich auszugleichen wären.</p>
<p>Das neue Glas- und Designzentrum in Boda ist „die größte Investition, die jemals in Kultur und Tourismus in Emmaboda durchgeführt wurde.“</p>
<p>Immerhin konnte der neue Treffpunkt im schwedischen Glasreich im ersten Monat nach Eröffnung 10.000 Besucher anlocken. Und in Boda wird die Design- und Glastradition Schwedens fortgeführt.</p>

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		<title>Mein Auslandssemester in Lund und Malmö</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/mein-auslandssemester-in-lund-und-malmo/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 08:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Malmö]]></category>
		<category><![CDATA[Studium Schweden]]></category>

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		<description><![CDATA[Höstterminen i Skåne &#8211; mein Auslandssemester ERASMUS EuRopean(Community) Action Scheme for the Mobility of UniversityStudents ist das bekannteste Studienprogramm der Europäischen Union und laut der Europäischen Kommission für  Education &#38; Training das erfolgreichste der Welt. Gefördert werden Studenten und wissenschaftliches Personal auf ihrem Aufenthalt an Hochschulen im europäischen Ausland. Die Förderung enthält einen Mobilitätszuschuss der [...]]]></description>
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<p align="center"><strong>Höstterminen i Skåne &#8211; mein Auslandssemester</strong></p>
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<p><em>ERASMUS</em> <strong>E</strong>u<strong>R</strong>opean(Community) <strong>A</strong>ction <strong>S</strong>cheme for the <strong>M</strong>obility of <strong>U</strong>niversity<strong>S</strong>tudents ist das bekannteste Studienprogramm der Europäischen Union und laut der Europäischen Kommission für  Education &amp; Training das erfolgreichste der Welt.</p>
<p>Gefördert werden Studenten und wissenschaftliches Personal auf ihrem Aufenthalt an Hochschulen im europäischen Ausland. Die Förderung enthält einen Mobilitätszuschuss der EU, Sprachkurse und intensive Betreuung vor Ort. Am Austauschprogramm teil nehmen die siebenundzwanzig EU-Mitgliedsstaaten sowie Kroatien, Liechtenstein, Island, Norwegen, die Türkei und (seit 2011) die Schweiz.<br />
<span id="more-4633"></span></p>
<p><em>ERASMUS</em> ist so beliebt wie erfolgreich. Im noch laufenden Studienjahr 2010/2011 werden es insgesamt etwa 230 000 Studenten sein, die sich in ein anderes Land aufmachen um die Sprache zu lernen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und ihre Erfahrungen in der Heimat zu nutzen und weiterzugeben. Tendenz steigend.</p>
<p>Die beliebtesten Zielländer der <em>ERASMUS</em>-Teilnehmer sind Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien. Die meisten Teilnehmer sind Studierende der Sozialwissenschaften, der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und der Geisteswissenschaften. Über 60 % der Studierenden sind Frauen.</p>
</div>
<p>Im Wintersemester des Studienjahrs 2008/09 habe ich im schwedischen Lund ein Auslandssemester absolviert. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht- und eine persönliche Empfehlung.</p>
<p> Ich bin der durchschnittliche <em>ERASMUS</em>-Student: weiblich, unter Dreißig, Geisteswissenschaftlerin. Drei Semester lang habe ich an der Universität Erlangen-Nürnberg schwedische Sprachkurse besucht und nun ist es an der Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Im Vordergrund stehen Hunger nach Erfahrung und der Wunsch, die eigenen Sprachkenntnisse vor Ort zu verfeinern.</p>
<p>Dem Rat meines Professors folgend, entscheide ich mich für <em>Lunds Universitet</em> in Skåne. Im August 2008 packe ich einen großen Trolley mit Outdoor-Kleidung, Neutrogena-Creme und Büchern und mache mich auf in den Norden.</p>
<p style="text-align: center"> <strong>Lund und Malmö – ein ungleiches Paar</strong></p>
<p> Der direkteste Weg nach Schweden ist von Deutschland aus der mit dem Flugzeug. Das sehe ich auch so, aber ich leide unter panischer Flugangst. Schon auf der Website von Germanwings fange ich an zu schwitzen&#8230;  zu viele zu realistische Filme gesehen! Für den Preis eines dreistündigen Fluges bekommt man bei der Deutschen Bahn ein Ticket für den Nachtexpress von Nürnberg nach Kopenhagen. Von dort aus fährt man über den Öresund und ist in 30 Minuten in Malmö. Es wird eine zwölfstündige Reise durch zwei schlafende, erwachende Länder im goldenen Licht des Frühherbsts. Sehr empfehlenswert, auch für Nicht-Aviophobiker.</p>
<p>Studiert habe ich in Lund, gewohnt habe ich aber im rund zwanzig Kilometer entfernten Malmö. Problemlos möglich durch eine Zugverbindung, von der ein gestresster DB-Pendler nur träumen kann – stets pünktlich und im Zehn-Minuten-Takt.</p>
<p>Direkt in Lund ein Zimmer zu finden, hat sich als schwierig bis unmöglich erwiesen. Zu Semesterbeginn überfluten Studienanfänger die kleine Stadt, und die Wohnungsnot ist groß. Jugendherbergen und Hotels sind im Nu überfüllt. Studienanfänger campieren im Freien in der Hoffnung, bald ein Zimmer zu finden. Andere reisen gar wieder ab.</p>
<p>Ich habe Glück und finde über eine Freundin ein Zimmer in Malmö, das von einer alleinstehenden Frau vermietet wird. Wie es der Zufall will, spricht Marie Deutsch und will ihre Sprachkenntnisse auffrischen.</p>
<p>Hier mein Tipp für Austauschstudenten: Multikulturelle WGs in Studentenwohnheimen enthalten in der Regel wenig Schweden, die „Verkehrssprache“ dort ist Englisch. Schwedisch lernt man dort leider nicht.</p>
<p>Lund ist eine freundliche alte Dame, die ihre Gäste mit offenen Armen willkommen heißt. Mit seiner über 1000jährigen Geschichte ist Lund eine der schönsten Städte Schwedens. Das historische Stadtbild und sein pulsierendes kulturelles (Studenten-)Leben erinnern an altehrwürdige Universitätsstädte wie Heidelberg und Nürnberg. Über der malerischen Altstadt erhebt sich die <em>Domkyrkan</em>, eine Kathedrale aus dem 12. Jhdt. und das wohl markanteste Merkmal Lunds. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch die einzelnen Departments der Universität, nur eine kurze Fahrradstrecke voneinander entfernt.</p>
<p>Lund ist eine richtige Flanierstadt. Wer an Natur und Kultur gleichermaßen interessiert ist, kommt hier auf seine Kosten. Da wären <em>Lunds konsthall</em>, ein Museum für zeitgenössische Kunst; <em>Lunds Universitets Historiska Museum</em> oder das <em>Kulturen</em>, ein Freilichtmuseum.<br />
Besonders reizvoll ist (auch im Winter) Lunds botanischer Garten. Zwischen den Sehenswürdigkeiten verstreut gibt es kleine Bäckereien, Restaurants und Cafés für die Einkehr nach dem Bummeln oder den Veranstaltungen an der Uni.</p>
<p>Malmö ist das Bindeglied zwischen Schweden und Dänemark. Über die Öresundbrücke gelangt man in einer knappen halben Stunde nach Kopenhagen. Vielen Südschweden ermöglicht diese Verbindung eine Arbeitsstelle in Dänemark. Ein Umstand, der die fortwährend große Arbeitslosigkeit in der Region etwas gemindert hat.</p>
<p>Malmö ist mit ca. 300 000 Einwohnern nach Stockholm und Göteborg die drittgrößte Stadt Schwedens und liegt direkt am Meer. Das Klima an der Küste ist zwar nicht so extrem wie im Norden, aber dafür weht beständig ein eisiger, feuchter Wind. Keinen einzigen wundstillen Tag habe ich in Malmö erlebt!</p>
<p>Berühmt ist Malmö für seine Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert, die den historischen <em>Stortorget</em> und <em>Lillatorget</em> schmücken. Und da wäre auch noch der Ruf als Einkaufsstadt, den Malmö zu Recht trägt. Für mich sollte es sich als Vorteil erweisen, dass es im Zug keine Gepäckbeschränkungen gibt…</p>
<p style="text-align: center"> <strong>Studentenleben</strong></p>
<p> Als <em>ERASMUS</em>-Student besuche ich an der ausländischen Hochschule unterschiedliche Veranstaltungen, um eine bestimmte Anzahl an ECTS-Punkten zu erreichen. Eine dieser Veranstaltungen ist ein schwedischer Intensivkurs und ein Kurs in Sprach- und Literaturwissenschaft. So wie in Schweden das <em>semester</em> die Semesterferien und der <em>termin</em> die Vorlesungszeit ist, so ist ein schwedischer <em>kurs</em> keine wöchentlich stattfindende Lehrveranstaltung von eineinhalb Stunden. Der Kurs in schwedischer Literaturwissenschaft findet täglich von Montag bis Freitag statt und ist über drei Stunden lang &#8211; Präsentationsrunden nicht mit eingeschlossen. In diesem einen Kurs habe ich mehr gelernt als in einem Semester an meiner Heimatuni.</p>
<p>Besonders reizend sind meine Kommilitonen. Als sie erfahren dass ich Ausländerin bin, werde ich wie ein rohes Ei behandelt. Sehr viele Austauschstudenten, erzählt man mir, gäbe es hier nicht. Wieso? Ich habe keine Ahnung.</p>
<p>Am Ende des <em>höstterminen</em> beginnen dreimonatige Semesterferien, die meine Mitstudenten nutzen um Praktika zu machen und Geld zu verdienen.</p>
<p>Das Studentenleben ist &#8211; typisch schwedisch. Niemand sondert sich ab und niemand bleibt ohne soziale Kontakte. Wer in Schweden einen Studentenausweis und die damit verbundenen Vorteile genießen möchte, muss Mitglied in einer so genannten <em>nation</em> sein. Eine <em>nation</em> ist in der Regel ein Verbund von Studenten aus einem bestimmten Landesteil. Die Verbindungen tragen Namen wie <em>Göteborgs Nation </em>oder<em> Sm</em><em>å</em><em>lands Nation</em>. Gewohnt wird im jeweiligen „Verbindungshaus“.<br />
Die Nationen nehmen aktiven Einfluss auf das Universitätsleben und gestalten es mit. Alle sozialen Aktivitäten der Studierenden finden über die Nationen statt, und da es keine Mensen gibt, trifft man sich in den na<em>tions,</em> um günstig essen zu können. Wer möchte, kann sich innerhalb der Nationen über einzelne Clubs oder das von der Nation betriebene Restaurant engagieren. Und unnötig zu erwähnen dass sich der Gaststudent über keinen<br />
Mangel an Aufmerksamkeit – und Bier beklagen kann.</p>
<p style="text-align: center"> <strong>Tücken des Alltags und… Heimweh?</strong></p>
<p>Ein Arzttermin bedeutet in Schweden schon mal stundenlanges Ausharren in einem Wartezimmer. Wer nicht in die Notaufnahme muss, meldet sich in der <em>v</em><em>å</em><em>rdcentral</em>, zieht die obligatorische Nummer und wartet brav auf den Arzt. Schwedentypisch geduldig und ohne zu klagen.</p>
<p>Ich hatte das Vergnügen, diesen Service wegen einer hartnäckigen Grippe beanspruchen zu müssen. Schwedische Mediziner haben einen hervorragenden Ruf – wenn man nur so einfach an sie herankäme. Ich habe mich nach dieser Erfahrung auf jeden Fall nie wieder über eine halbe Stunde Wartezeit beim deutschen Hausarzt beschwert.</p>
<p>Nur Weniges ist für den (deutschen) Auslandsstudenten in Schweden wirklich problematisch. So scheint es. Trotzdem kommen nicht alle mit dem Gastland zurecht, in dem die meisten immerhin „nur“ knappe sechs Monate bleiben. Deutsche Kommilitonen lassen sich von zuhause Brotbackmischungen nach Schweden schicken, weil man im Supermarkt das ungesüßte Brot „einfach nicht finden“ konnte. Und dass man auch ungesalzene Butter kaufen kann, scheint auch nicht jedermann zu bemerken.</p>
<p>Über die Weihnachtstage sind fast alle meiner deutschen ERASMUS-Kollegen nach Hause gereist. Die Sehnsucht war wohl zu groß. Ich hatte ein fantastisches Weihnachtsfest mit meiner Mitbewohnerin Maria und ihrer Familie, Weihnachtsbuffet und eimerweise Sahnemilchreis mit Fruchtsuppe inklusive.<br />
Wer die Gelegenheit hat, mit einer schwedischen Familie die Feiertage verbringen zu können, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Ich werde all jene die ich dort kennen gelernt habe, sehr vermissen. Zum Glück gibt es technische Segnungen wie SKYPE.</p>
<p>Zu guter Letzt eine Frage: Was habe ich aus diesen sechs Monaten in Schweden mitgenommen? Sprachkenntnisse, Wissen über Land und Leute. Und das gute Gefühl, dass das noch lange nicht genug war. Und dass man wiederkommt. Sei es als Tourist, als Gast, oder als Berufstätiger. Oder sogar, um Schwede zu werden. Man kann nie wissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>A.N.</p>

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		<title>Was hat die Insel Mainau im Bodensee mit Schweden zu tun? Die Geschichte von Graf Lennart Bernadotte</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 07:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Wilhelm Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Gustav Wrangel]]></category>
		<category><![CDATA[Caterina Ruffing-Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wolfgang Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav V.]]></category>
		<category><![CDATA[Julbord]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Nissvandt]]></category>
		<category><![CDATA[Lennart Bernadotte]]></category>
		<category><![CDATA[Lennart-Bernadotte-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Mainau]]></category>
		<category><![CDATA[Prinz Wilhelm von Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonja Haunz]]></category>
		<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Viktoria von Baden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die kleine Insel im Bodensee, allgemein bekannt als die Blumeninsel, ist eigentlich gar keine deutsche Insel, sondern, wenn man es genau nimmt, bewegt man sich hier auf schwedischem Territorium. Ganz so ist es nicht, man ist hier schon noch in Deutschland, aber die Insel befindet sich im Besitz der Adelsfamilie Bernadotte, die aus Schweden stammt [...]]]></description>
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<p>Die kleine Insel im Bodensee, allgemein bekannt als die Blumeninsel, ist eigentlich gar keine deutsche Insel, sondern, wenn man es genau nimmt, bewegt man sich hier auf schwedischem Territorium.<br />
Ganz so ist es nicht, man ist hier schon noch in Deutschland, aber die Insel befindet sich im Besitz der Adelsfamilie Bernadotte, die aus Schweden stammt und die mit der schwedischen Königsfamilie verwandt ist. Der inzwischen verstorbene Lennart Bernadotte wurde im Schloss von Stockholm geboren und war eigentlich Thronfolger auf den schwedischen Thron. Bis heute ist die gräfliche Familie ein wichtiger Teil der Insel und man merkt den Bezug zu Schweden immer wieder, sei es durch die schwedischen Spezialitäten, die im Restaurant Schwedenschenke angeboten werden oder durch das schwedische Weihnachtsbuffet, das Julbord, das jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit auf der Insel Mainau veranstaltet wird.<br />
<span id="more-4534"></span></p>
<p>Die Insel Mainau hat eine lange Geschichte. Schon im Dreißigjährigen Krieg wurde die Insel von schwedischen Truppen unter Carl Gustav Wrangel belagert und nach dem Westfälischen Frieden erheblich verwüstet. Anschließend wechselte die Mainau häufig den Besitzer. Lange gehörte sie zum Besitz des badischen Fürstenhauses. Bevor Friedrich II. von Baden 1928 kinderlos verstarb, vermachte er die Insel seiner Schwester Viktoria von Baden. Diese war verheiratet mit Gustav V., seit 1907 König von Schweden. So gelangte die Insel Mainau 1928 in den Besitz des schwedischen Königshauses. Nach dem Tod Viktorias fiel die Mainau an deren Sohn, Prinz Wilhelm von Schweden, der sich jedoch nicht besonders für die Insel interessierte und sie ziemlich verwahrlosen ließ. 1932 übertrug er die Verwaltung der Insel seinem Sohn Prinz Lennart Bernadotte, der die Insel schon vorher kennengelernt und dort schon viel Zeit verbracht hatte. Lennart war der einzige Sohn von Wilhelm und seiner russischen Frau Maria Pawlowa. Die Eltern ließen sich scheiden, als Lennart 5 Jahre alt war und so wurde er von seiner Großmutter Königin Victoria von Schweden erzogen.</p>
<p>1932 zog Lennart Bernadotte zum ersten Mal auf die Insel und erweckte sie zu neuem Leben. Wegen seiner Heirat mit der bürgerlichen Karin Nissvandt musste Bernadotte auf sämtliche Titel und eine mögliche Thronfolge verzichten. Er erklärte seinen Rückzug aus dem schwedischen Königshaus und zog sich auf die Insel Mainau zurück. Unter seiner Leitung wurde die Insel zu einer touristischen Attraktion. Die Blumenpracht zog immer mehr Besucher an.</p>
<p>Ein dunkles Kapitel war jedoch die Zeit des 2. Weltkrieges. Der Besucherstrom ließ nach und Lennart Bernadotte zog sich vorübergehend in seine alte Heimat Schweden zurück. Um aber weiterhin Einnahmen aus der Insel zu erwirtschaften, verpachtete er sie an die Organisation Todt, einer Bautruppe, die für Baumaßnahmen in den von Deutschland besetzten Gebieten eingesetzt wurde.</p>
<p>Nach Kriegsende kehrte er mit seiner Familie endgültig auf die Mainau zurück. 1951 schließlich, also erst nach dem Krieg kaufte Bernadotte die Insel seinem Vater Wilhelm ab und arbeitete von nun an konsequent daran, die Mainau dem Tourismus zugänglich zu machen. Schloss und Kirche wurden renoviert, der Garten wurde neu gestaltet und das Restaurant Schwedenschenke wurde eröffnet.</p>
<p>Zusammen mit seiner Frau Karin Nissvandt bekam Lennart 4 Kinder, die Ehe wurde jedoch 1971 geschieden. 1972 heiratete er die die 35 Jahre jüngere Sonja Haunz, seine persönliche Assistentin. Aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor. 1974 wurden von Graf Lennart und seiner zweiten Frau Sonja die Lennart-Bernadotte-Stiftung gegründet, um Erbstreitigkeiten mit den Kindern aus Lennarts erster Ehe zu vermeiden.</p>
<p>Lennart Bernadotte wurde sehr alt, er starb 2004 im Alter von 95 Jahren. Seine Frau Sonja und seine Kinder führten die Verwaltung der Insel Mainau weiter. Sonja starb 2007 und seither führen Gräfin Bettina Bernadotte und Graf Björn Wilhelm Bernadotte, die ältesten Kinder von Lennart und Sonja, die Geschäfte der Insel Mainau, wobei Bettina Geschäftsführerin der Mainau GmbH ist, die das Tourismusgeschäft betreibt, und Björn die Leitung der Lennart-Bernadotte-Stiftung übernommen hat. Aber auch die anderen drei Geschwister sind in die Mainau eingebunden. Caterina Ruffing-Bernadotte ist Landschaftsarchitektin, Christian Wolfgang Bernadotte ist in der Inselverwaltung tätig und Diana Bernadotte führt im Schloss eine Boutique mit eigenen Hutkreationen.</p>
<p>So also ist die Insel Mainau mit dem schwedischen Königshaus und damit mit Schweden verbunden. Und so finden auf der Insel Mainau immer wieder Veranstaltungen mit Bezug zu Schweden statt, wie die Midsommar-Feier im Juni oder das schwedische Julbord in der Weihnachtszeit. Hier kann man ein bisschen Schweden in Deutschland erleben.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Buchrezension zu: Zwei Damen auf Männerfang</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/buchrezension-zu-zwei-damen-auf-mannerfang/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 12:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Holmqvist]]></category>
		<category><![CDATA[Piper Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Alma und Margit sind beste Freundinnen. Die beiden Nachbarinnen besuchen sich gegenseitig jeden Tag mindestens einmal, entweder um zum zweiten Frühstück in Margits Küche gemeinsam ihre Knäckebrote zu schmieren, oder um nach dem Abendessen in Alma´s Wohnzimmer vor dem Fernseher saure Drops zu lutschen und Let´s dance zu schauen. Die beiden hochbetagten Seniorinnen genießen ihr [...]]]></description>
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<p>Alma und Margit sind beste Freundinnen. Die beiden Nachbarinnen besuchen sich gegenseitig jeden Tag mindestens einmal, entweder um zum zweiten Frühstück in Margits Küche gemeinsam ihre Knäckebrote zu schmieren, oder um nach dem Abendessen in Alma´s Wohnzimmer vor dem Fernseher saure Drops zu lutschen und <em>Let´s dance</em> zu schauen. Die beiden hochbetagten Seniorinnen genießen ihr kleines und überschaubares Leben. Das ändert sich, als der Gemeinderat beschließt, ihre Häuser und Gärten zwangszuenteignen, um auf diesen Grundstücken eine Zufahrtsstraße zu einer geplanten Feriensiedlung zu bauen.<span id="more-4629"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Nachdem der erste Schock überwunden ist, beginnen die Schwedinnen einen neuen Lebensabschnitt im Altersheim. Bei dieser Gelegenheit beschließen sie, sich gleich noch ein paar neuen Herausforderungen zu stellen: Sie gehen shoppen, tauschen ihre altmodischen Röcke gegen schicke neue Hosen, absolvieren einen Computerkurs und machen sich mithilfe ihrer neu erworbenen Kenntnisse per Internet schließlich auf die Suche nach männlicher Begleitung&#8230;</p>
<p align="JUSTIFY">Eines Tages hört Alma beim Durchqueren des Altenheim-Korridors zufällig Geräusche aus dem Lagerraum. Sie kombiniert messerscharf: Die Heimleiterin Ulla Ström macht dort mit dem Gemeinderatsmitglied Kjell Johansson rum. Geistesgegenwärtig schnappt sie sich ihre Kamera und lichtet die beiden beim Verlassen des Raumes ab. Ab hier hier nimmt die bis dahin eher beschauliche Handlung eine rasante Wendung, denn Alma und Margit können nun Kjell und Ulla, die beide mit anderen Partnern verheiratet sind, mit dem Wissen über ihre Affäre erpressen. Als Gegenleistung für die Beweisfotos verlangt Alma, das Kjell sich im Gemeinderat mit einer anderen Durchfahrt zum Freizeitpark durchsetzt, damit die beiden Damen ihre Häuser behalten können. Der Leser ist von Anfang an auf der Seite von Alma und Margit. Er fiebert mit den beiden sympathischen Schwedinnen mit und hofft auf ein Happy-End für die Zwei.</p>
<p align="JUSTIFY">Fazit: Es muss nicht immer ein Krimi mit sein, wenn es um schwedische Literatur geht. Die Autorin Karin B. Holmqvist beleuchtet auf charmante Weise den Alltag heutiger schwedischer Senioren. Ein Alltag, der geprägt ist von scheinbar unüberwindbaren Gegensätzen zwischen Wollkorb und Wireless-Lan. Was unserer Generation selbstverständlich erscheint und nicht mehr wegzudenken ist, zum Beispiel der Gebrauch von digitalen Kommunikationsmitteln, erscheint älteren Leuten anfänglich oft als spannende Herausforderung, die Annäherung an solche als Abenteuer für sich. Holmqvist beschreibt dies aus Almas Sicht:</p>
<p align="JUSTIFY"><em>Sie fand manchmal, dass sie, obwohl sie hinkte, im Geiste jünger geblieben war, als viele der anderen, wozu sicher jetzt auch der Computerkurs beitrug. Die Hefte hatten Sie inzwischen mit Notizen gefüllt und begonnen, vorsichtig an den Geräten zu arbeiten. Das ging zwar langsam, und sie bekamen es gelegentlich mit der Angst zu tun, wenn unerwartete Dinge geschahen. Das erste Mal, als der Text „Zugriff verweigert“ auftauchte, wäre Alma fast vom Stuhl gefallen.</em></p>
<p align="JUSTIFY">Die Autorin schafft es, solche Situationen amüsant zu schildern, ohne dabei die beiden alten Frauen bloß zu stellen. Mal heiter, mal nachdenklich, immer liebevoll ist diese kleine aber feine Perle der schwedischen Literatur geschrieben. „Zwei Damen auf Männerfang“ von Karin B. Holmqvist ist als Taschenbuch im Piper Verlag erschienen.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 2) – Das Christentum setzt sich durch</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/schwedens-geschichte-christianisierung-teil-2-%e2%80%93-das-christentum-setzt-sich-durch/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 04:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Christianisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gamla Uppsala]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Missionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Monarchie]]></category>
		<category><![CDATA[schwedisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sigtuna]]></category>
		<category><![CDATA[Skara]]></category>
		<category><![CDATA[Uppsala]]></category>
		<category><![CDATA[Västerås]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den ersten fehlgeschlagenen Christianisierungsversuchen durch Ansgar im 9. Jahrhundert sollte es noch rund 150 Jahre dauern, bis die Missionsarbeit im Reich der Svear und Götar Früchte trug. Zur Jahrtausendwende findet in Schweden auch eine Wendung zur christlichen Lehre hin statt. Vertrieben sind die alten Götter noch nicht. Aktive Christianisierung zur Jahrtausendwende Einen wichtigen Wendepunkt [...]]]></description>
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<div id="attachment_4613" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Kirche-Husaby.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4613 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Kirche-Husaby.jpg" alt="Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)" width="287" height="430" /></a><p class="wp-caption-text">Kirche in Husaby. Foto: AleGranholm /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Nach den ersten fehlgeschlagenen Christianisierungsversuchen durch Ansgar im 9. Jahrhundert sollte es noch rund 150 Jahre dauern, bis die Missionsarbeit im Reich der Svear und Götar Früchte trug. Zur Jahrtausendwende findet in Schweden auch eine Wendung zur christlichen Lehre hin statt. Vertrieben sind die alten Götter noch nicht.<span id="more-4612"></span></p>
<h3>Aktive Christianisierung zur Jahrtausendwende</h3>
<p>Einen wichtigen Wendepunkt erfährt die Christianisierung Schwedens um das Jahr 1000. Münzfunde aus Sigtuna zeigen Olov Eriksson, besser bekannt als Olov Skötkonnung, als christlichen König. Olov ließ sich etwa 1008 taufen, zeitgleich mit dem Zusammenschluss der Herrschaftsgebiete der Götar und Svear. Anders als sein Vater, der sich zwar taufen ließ, aber bald vom neuen Glauben abfiel, war Olov der erste schwedische König, der aktiv die Christianisierung betrieb und somit der christlichen Mission zum Durchbruch verhalf.</p>
<p>In Skara, nicht weit von Olvos Taufort Husaby, wurde der erste Bischofssitz Schwedens eingerichtet. Ein weiterer kam unter König Stenkils (1060-66) in Sigtuna hinzu.</p>
<h3>Fortschreitende Christianisierung 11. Jahrhundert</h3>
<p>Im 11. Jahrhundert wird die Missionsarbeit in den schwedischen Landschaften fortgesetzt, ausgehend von England und den südlichen Nachbarn. Wobei englische Missionare und das Erzbistum Hamburg in Konkurrenz zueinanderstanden – die Glaubensfrage war auch eine Machtfrage. Zu den wenigen bekannten Missionaren, jener Tage gehören beispielsweise David, Botvid, Sigfrid und Eskil, der Namensgeber der Stadt Eskilstuna. Allemiteinander stiegen schon bald in den Heiligenstatus auf.</p>
<div id="attachment_4615" class="wp-caption alignleft" style="width: 394px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Skara.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4615" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Skara.jpg" alt="Im Dom zu Skara. Foto: Håkan Nylén /flickr.com (CC BY-ND 2.0)" width="384" height="257" /></a><p class="wp-caption-text">Im Dom zu Skara. Foto: Håkan Nylén /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>Im Zuge der weiteren Missionierung folgten Reichsadel und politische Führung dem Beispiel Olovs Skötkonnung.</p>
<h3>Anzeichen der Christianisierung Schwedens</h3>
<p>Die voranschreitende Christianisierung Schwedens lässt sich an der Vermehrung christlicher Symbole ablesen. So finden sich zunehmend auf Runensteinen Kreuze und Gebetsinschriften, wobei Runensteine Angelegenheit der Mächtigen waren. Christliche Symbolik greift auch in Form von Amuletten, um den Hals oder am Handgelenk getragen, um sich.</p>
<p>Runensteine wie Amulette zeigen aber auch die nach wie vor vorhandene Abwehrhaltung gegenüber der neuen Religion. Abbildungen „heidnischer“ Glaubenssymbole, etwa des Thorshammers, waren in früheren Zeiten nicht üblich, sondern kamen erst im Zuge der Christianisierung auf. Runensteine und Schmuckanhänger dienten demnach als klares Glaubensbekenntnis.</p>
<p>Ein weiteres Zeichen der Verbreitung des Christentums ist die zunehmende Zahl der Dorfkirchen mit eigener Geistlichkeit.</p>
<h3>Etablierung der Kirche im 12. Jahrhundert</h3>
<p>Mit dem Annehmen des christlichen Glaubens verloren die schwedischen Könige ihre Position als religiöse Führer und ihre Funktion als Oberpriester. Eine Rolle, die nun die Kirche ausfüllte.</p>
<p>Während des 12. Jahrhunderts verstärkt sich die Organisation und Etablierung der Kirche.</p>
<div id="attachment_4620" class="wp-caption alignright" style="width: 346px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Glockenturm-Gamla-Uppsala.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4620" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Glockenturm-Gamla-Uppsala.jpg" alt="Glockenturm der Kirche in Gamla Uppsala. Foto: Boonerator (Richard Baer) /flickr.com (CC BY-SA 2.0) " width="336" height="448" /></a><p class="wp-caption-text">Glockenturm der Kirche in Gamla Uppsala. Foto: Boonerator (Richard Baer) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Rund 500 Kirchen soll es zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegeben haben, allein im Bistum Skara. Neben Skara werden in einem Verzeichnis um 1120 (das sogenannte Florenz-Dokument) Sigtuna, Linköping, Västerås und Tuna (Eskilstuna) als weitere Bischofssitze genannt.</p>
<p>Doch es gab auch noch <em>Gamla Uppsala</em>, als Zentrum des alten Glaubens ein Machtfaktor, dem ein christlicher König aber nicht mehr vorstehen konnte. Mit der Verlegung des Bistums Sigtuna nach Alt-Uppsala kam aber auch das Zentrum der „Heiden“ unter christliche Herrschaft.</p>
<p>Nachdem sich seit 1104 das Erzbistum Lund mit um die schwedischen Kirchen kümmerte, der Einfluss des Erzbistums Hamburg eingeschränkt wurde, erhielt das Königreich mit dem Aufstieg des Bistums Uppsala zum Erzbistum einen eigenen Erzbischof. Schweden war nun eine eigene Kirchenprovinz – ein Indiz für das Ende der Mission.</p>
<p>Der christliche Glaube hatte sich durchgesetzt und über die Jahrhunderte zu einer Stütze der Monarchie entwickelt.</p>
<h3>Weitere Entwicklung</h3>
<p>Zum Ende des 12. Jahrhunderts entstand die Kirchspieleinteilung (schwedisch: <em>socken</em>), die Kirche entwickelte sich zu einer gesamtschwedischen Institution. Mit der Stabilisierung der Kirche einher ging die Stabilisierung der Monarchie.</p>
<p>Im 13., auch noch 14. Jahrhundert zeichnet sich die Loslösung der Kirche vom Staat ab, kanonisches Recht soll gegen germanisches Rechtssystem durchgesetzt werden: Das betraf die Bischofswahl und Einsetzung der Priester durch die Kirche, nicht mehr durch Wahl der Bevölkerung. Aber auch Steuerbefreiung und der „Schutz“ vor weltlichem Recht sowie die Einführung des Zölibats.</p>
<p>Bei Verhandlungen zwischen dem Papstgesandten Wilhelm von Sabina und Reichsverweser Birger Jarl auf dem Kirchentreffen von Skänninge 1248 konnte sich die Kirche mit ihren Forderungen durchsetzen.</p>
<p>Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen die ersten schriftlich festgehaltenen Landesgesetze, wie etwa das <em>Upplandslagen </em>und<em> das Gutalagen</em>. Hier finden sich ausdrückliche Verbote in Bezug auf „heidnische“ Riten, Stätten und Opfer – die christliche Lehre hat die alten Götter (noch) nicht gänzlich vertrieben.</p>

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		<title>Der Millesgården auf Lidingö</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 07:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum eine halbe Stunde Bahnfahrt von der Stockholmer Innenstadt und deren touristischen Highlights entfernt existiert ein sehenswerter Ort, der sich durch seine Randlage auf den Klippen von Lidingö und hinter seinem schlichten Namen fast etwas zu verstecken scheint: der Skulpturenpark Millesgården. Tatsächlich kann man das Areal, das der Bildhauer Carl Milles (1875-1955) mit seiner Frau, [...]]]></description>
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<div id="attachment_4594" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/miljoebild_nedreterrassen.jpg"><img class="size-medium wp-image-4594    " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/miljoebild_nedreterrassen-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Skulpturenpark mit Blick auf Stockholm (Foto mit Genehmigung von / with permission of: Millesgården)</p></div>
<p>Kaum eine halbe Stunde Bahnfahrt von der Stockholmer Innenstadt und deren touristischen Highlights entfernt existiert ein sehenswerter Ort, der sich durch seine Randlage auf den Klippen von Lidingö und hinter seinem schlichten Namen fast etwas zu verstecken scheint: der Skulpturenpark Millesgården. Tatsächlich kann man das Areal, das der Bildhauer Carl Milles (1875-1955) mit seiner Frau, der Malerin Olga Milles (1874-1967), in Jahrzehnten zu einer weitläufigen Wohn-, Arbeits- und Ausstellungsfläche entwickelt hat, ein – öffentliches zugängliches – Refugium nennen: So mancher Besucher gerät hier schnell in eine eigentümlich weltenthobene Stimmung.</p>
<p><span id="more-4592"></span></p>
<p>Die Geschichte des Millesgården reicht zurück bis ins Jahr 1906, als Carl und Olga Milles ein Grundstück in Herserud auf Lidingö erwarben und dort zwei Jahre später ein Wohnhaus mit Atelier errichten ließen. Sukzessive wurde das Gelände in den folgenden Jahren durch Ankäufe vergrößert und mit Hilfe von Milles’ Bruder, dem Architekten Evert Milles, ausgebaut. Man legte Wege und Terrassen an, errichtete Brunnen, Treppen und Tore, pflanzte Hecken und Bäume und schuf nicht zuletzt Ausstellungsraum unter freiem Himmel für die zunehmende Zahl von Werken. Diese bilden ein künstlerisch und thematisch weites Spektrum ab und machen Millesgården – im Verbund mit der parkähnlichen Umgebung und der Aussicht auf die am anderen Ufer des <em>Lilla Värtan</em> liegenden Industrie- und Hafenanlagen Stockholms – zu einem begehbaren Gesamtkunstwerk. Vieles erscheint hier leicht und buchstäblich schwebend – von den filigranen, auf hohen Stelen musizierenden Engeln (1948) über den auf einem Regenbogen balancierenden Gottvater (1949) und die berühmte „Hand Gottes“ (1954) bis zu diversen tanzenden und fliegenden mythologischen oder säkularen Figuren. Weiterhin finden sich Darstellungen biblischer Motive oder auch historischer Gestalten wie die des vom Rücken eines Kamels aus den Park überblickenden schwedischen Entdeckers Sven Hedin (1931). Reminiszenzen an Milles’ Zeit in Michigan/USA (Indianerkopf des Friedensmonuments, 1936; „Spirit of Transportation“, 1952), wo er in den 1930er/40er Jahren eine Professur in Cranbrook (Academy of Art) innehatte und wo neue, teils monumentale Skulpturen entstanden, ergänzen die Sammlung ebenso wie architektonische Versatzstücke, die Milles aus Abbrucharbeiten am Stockholmer Rydberg-Hotel oder dem alten Opernhaus übernahm und im Gelände verbaute. Schließlich erzeugt die Anordnung der Wohn- und Ateliergebäude, in denen u.a. eine Antikensammlung zu sehen ist, mit den vorgelagerten Loggien, Fontänen und Plätzen ein fast mediterranes Gesamtbild – ein von Milles, der bis zu seinem Tod in Rom lebte, gewollter Effekt, der den Park auch geographisch zwischen Nord- und Südeuropa in der Schwebe hält.</p>
<p>Carl Milles zählte in der ersten Hälfte des 20. Jh. zu den wichtigsten schwedischen Bildhauern; seine Werke wurden – auch dank geschickter Vermarktung – populär und weit verbreitet, v.a. in den USA und Schweden. Gerade hier zeigen viele Städte und Gemeinden &#8220;ihren&#8221; Milles – oft an prominenter Stelle, wie etwa am <em>Götaplatsen</em> in Göteborg. Natürlich sind Milles-Skulpturen auch in Stockholm zahlreich; am bekanntesten sind hier wohl die Statue Gustav Vasas im <em>Nordiska Museet</em> und die Orfeusgruppe vor dem <em>Konserthuset</em>, die daher auch unbedingt zu den o.g. zentralen Sehenswürdigkeiten zählen. Der Millesgården als Kunst- und Kulturzentrum mag dagegen für manchen Stockholm-Besucher eine noch zu entdeckende touristische Peripherie darstellen.</p>
<p>Die Anreise nach Lidingö erfolgt am einfachsten mit der <em>Röda linjen</em> bis zur Endhaltestelle <em>Ropsten</em> und von da mit einer der Buslinien bis <em>Torsviks Torg</em> oder – schöner noch – mit der Lidingöbahn L21 bis zur Haltestelle <em>Baggeby</em>. Millesgården ist ganzjährig gegen Eintritt geöffnet und bietet neben wechselnden Ausstellungen und Führungen durch den Park auch ein angeschlossenes Café und Restaurant. (www.millesgarden.se)</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Schwedens Geschichte: Christianisierung (Teil 1) – Erste Missionierungen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 09:43:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im neunten Jahrhundert setzt die Christianisierung Schwedens ein – ein Jahrhunderte währender Kampf um den „rechten“ Glauben: Während die Wikinger mit ihren Raub- und Handelszügen über Europa kamen, machte sich Ansgar, Erzbischof von Hamburg, auf den Nordleuten das Evangelium zu verkünden – erfolglos. Zwar ließ sich Olof Skötkonnung um das Jahr 1000 als erster schwedischer [...]]]></description>
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<div id="attachment_4584" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Lund.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4584  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Dom-Lund.jpg" alt="Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="230" height="344" /></a><p class="wp-caption-text">Im Dom zu Lund. Foto: Giåm (Guillaume Baviere) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Im neunten Jahrhundert setzt die Christianisierung Schwedens ein – ein Jahrhunderte währender Kampf um den „rechten“ Glauben: Während die Wikinger mit ihren Raub- und Handelszügen über Europa kamen, machte sich Ansgar, Erzbischof von Hamburg, auf den Nordleuten das Evangelium zu verkünden – erfolglos. Zwar ließ sich Olof Skötkonnung um das Jahr 1000 als erster schwedischer König christlich taufen, doch hielt sich die alte Götterlehre noch bis ins 13. Jahrhundert.</p>
<p>Schweden war eines der letzten Gebiete in Europa, in dem sich das Christentum durchsetzen konnte. Dennoch kann das heutige Schweden den ältesten Dom Skandinaviens vorweisen – in Lund. Was allerdings daran liegt, dass Skåne, wie auch Blekinge, Halland und Bohuslän in jener Zeit dänisch waren und die Christianisierung früher einsetzte und etwas anders verlief als in den Herrschaftsgebieten der Svear, Götar und Guten (Gotland) – die letzte zu missionierende germanische Bevölkerung.<span id="more-4582"></span></p>
<h3>Wikinger und Christentum</h3>
<p>Die ersten Kontakte der Nordleute erfolgten in der Wikingerzeit (ca. 800 – 1060). Auf den Zügen nach Westen und Süden kamen die Wikinger in Berührung mit christianisierten Angelsachsen und Franken. Im Osten stießen die als Waräger bekannten „schwedischen“ Wikinger auf orthodoxe Kirchen.</p>
<p>Gleichzeitig stieg der Druck der christlichen Mission auf den skandinavischen Raum durch Angelsachsen und Franken. Im neunten Jahrhundert erreichte das Christentum das „heidnische“ Schweden in Person des Erzbischofs von Hamburg (nach Zerstörung Hamburgs durch Wikinger Erzbischof von Bremen) und Missionars Ansgar.</p>
<h3>Missionierungsversuche durch Ansgar</h3>
<div id="attachment_4587" class="wp-caption alignright" style="width: 394px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ansgars-Kreuz.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4587" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ansgars-Kreuz.jpg" alt="Ansgars Kreuz auf Björkö. Foto: Powi (Per Ola Wiberg) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="384" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Ansgars Kreuz auf Björkö. Foto: Powi (Per Ola Wiberg) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Als wichtigste schriftliche Quellen der ersten Versuche, die heidnischen Schweden zu bekehren sind die <em>Vita Ansgarii</em> von Rimbert (Nachfolger Ansgars als Erzbischof) und die Chronik des Erzbistums Hamburg Adams von Bremen (1075 fertiggestellt) zu nennen.</p>
<p>Demnach erreichte Ansgar um 830 Birka auf der Insel Björkö im Mälarsee, dem bedeutendsten Handelsplatz der Svear, und gründete die erste christliche Kirche. Birka schien für die Missionierung des Nordens geeignet, da durch den Fernhandel bereits Kontakte zu Christen vorhanden waren, christliche Händler, auch christliche Sklaven, zeitweise hier lebten.  Eine tiefer greifende Christianisierung von Birka aus erfolgte jedoch nicht, vielmehr war der Widerstand gegen den neuen Glauben enorm. Schließlich wurde ein Helfer Ansgars ermordet, die Kirche zerstört.</p>
<p>Noch heftigeren Widerstand sah sich Ansgar bei seiner zweiten Missionsreise 20 Jahre später (851/52) ausgesetzt. Sein abermaliger Versuch das Evangelium zu verbreiten scheiterte. Um 870 gab es im Svealand weder Kirchen noch Priester. Die „bekehrten“ Wikinger besannen sich auf den alten Glauben.</p>
<h3>Missionierungsversuch durch Unni</h3>
<p>Die Chronik des Erzbistums Hamburg berichtet von Unni, ebenfalls Erzbischof von Hamburg, der sich 935 in den Norden begab, um die Mission Ansgars fortzuführen. Da vom Werk seines Vorgängers nichts mehr übrig war, heißt es, gründete er eine neue Gemeinde. Auch wenn Unni mit Erlaubnis der Könige der Svear handelte, sah auch er sich, wie schon Ansgar, breitem Widerstand gegenüber. Kaum ein Jahr in Birka, fand Unni am 17. September 936 den Tod – er wurde ermordet.</p>
<p>Dass die Christianisierung dennoch vorangeschritten war, zeigt sich wenige Jahrzehnte später: Alle Wikinger Birkas waren getauft und zählten somit als Christen, wobei der Druck der Obrigkeit nicht unerheblich war. Trotzdem hielt sich die altnordische Götterlehre hartnäckig in der Bevölkerung&#8230;</p>
<p>Fortsetzung folgt &#8211; am Sonnabend, den 12. November.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Das Silbermuseum in Arjeplog und Einar Wallquist , der Lappendoktor</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 12:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arjeplog]]></category>
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		<description><![CDATA[Hoch oben im Norden, im schwedischen Lappland, umgeben von Wäldern und Bergen liegt die kleine Stadt Arjeplog am Silvervägen, der Verbindungsstraße, die von Bodø in Norwegen nach Arvidsjaur und dann weiter an die Küste nach Skellefteå führt. Arjeplog ist vor allem bekannt für die Testgelände der Automobilindustrie. Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist jedoch auch das Silbermuseum. [...]]]></description>
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<p>Hoch oben im Norden, im schwedischen Lappland, umgeben von Wäldern und Bergen liegt die kleine Stadt Arjeplog am Silvervägen, der Verbindungsstraße, die von Bodø in Norwegen nach Arvidsjaur und dann weiter an die Küste nach Skellefteå führt. Arjeplog ist vor allem bekannt für die Testgelände der Automobilindustrie. Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist jedoch auch das Silbermuseum.<br />
<span id="more-4519"></span></p>
<p>Es wurde 1965 eröffnet und zeigt Interessantes über die Kultur Lapplands, nicht nur Silbergegenstände, wie man zunächst annehmen könnte. Das Museum ist eng mit einem Namen verbunden: Einar Wallquist. Als junger Arzt kam er 1922 nach Arjeplog, nachdem er zuvor im Krankenhaus von Stockholm gearbeitet hatte und nun eine neue Herausforderung auf dem Land suchte. Man nannte ihn den Lappendoktor. Das Leben war hart und seine Tätigkeit im hohen Norden nicht leicht, aber er liebte die Region und das Leben dort und nahm seine Aufgabe sehr ernst.</p>
<p>Er wurde am 5. Januar 1896 in der Gemeinde Steneby in Dalsland geboren. Von der lappländischen Landschaft und ihrer Bewohner war er fasziniert. Sie inspirierten ihn als Künstler und Schriftsteller. So schrieb er neben seiner Tätigkeit als Arzt zahlreiche Bücher über Lappland und die Menschen, die dort lebten und auch über seine Leben als Arzt. Zu nennen sind zum Beispiel seine Werke Lappmarksår und Lappmarksdoktor. Auch Zeichnen und Malen gehörten zu seinen Interessen. Zudem war er ein großer Sammler und so sammelte er alles, was er zur samischen und lappländischen Kultur in die Hände bekam. Aufgrund seines Berufs war er viel unterwegs, um seine Patienten zu besuchen, auf diese Art erwarb er viel Wissen über das Leben in der Region. Da seine Patienten ihn häufig für die Behandlungen nicht bezahlen konnten, bekam er stattdessen Haushaltsgegenstände geschenkt. Und so kam seine Sammlung zustande. Er erforschte außerdem die Geschichte und die Kultur und es gelang ihm, ein ansehnliches Archiv zusammenzustellen. Drei Jahre nach seiner Pensionierung gründete er schließlich das Silbermuseum in Arjeplog und stellte alle diese, im Laufe seines Lebens in Arjeplog gesammelten Gegenstände, dort aus. Bis zu seinem Tod mit fast 90 Jahren im Jahre 1985 war er selbst der Museumsinhaber.</p>
<p>Das Silbermuseum zeigt somit Gegenstände aus dem Leben der Samen und der Siedler, die sich in der Region Arjeplog niederließen. Es lohnt sich auf einer Reise durch Lappland dem Museum einen Besuch abzustatten. Es befindet sich am Torget, gegenüber der Kirche. Vor einigen Jahren noch ein kleines Gebäude, steht hier nun ein ansehnliches Haus. Man betritt das Gebäude und kommt zuerst zur Rezeption und Boutique. Über eine Wendeltreppe gelangt man in den ersten Stock, wo das Schulzimmer und die Küche gezeigt werden und wo man allerlei Wissenswertes über das Leben der Siedler in Arjeplog erfahren kann. Ursprünglich lebten hier nur die Samen. Im 18. Jahrhundert kamen die Siedler hinzu, die ihre Behausungen bauten, von der Landwirtschaft, der Jagd und vom Fischfang lebten. Im Silbermuseum bekommt man einen Eindruck davon, wie das Leben zu diesen Zeiten ablief, wie das Verhältnis zur Natur war, wie man sich diesen extremen Klimaverhältnissen anpasste.</p>
<p>Das Museum ist unter der Woche von 10-12 Uhr und 13-16 Uhr geöffnet, sowie am Samstag von 10-14 Uhr, sonntags geschlossen. Auch die Boutique bietet ein schönes Angebot an Silbergegenständen, Handarbeiten, Musik, Bücher. Und mit den netten Leuten an der Rezeption kommt man schnell ins Gespräch und bekommt allerlei Auskünfte.</p>

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		<title>Riksettan – Auf historischem Pfad</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Entlang des Flusses Lagan zieht sich die Riksettan – Die erste des Reiches – durchs westliche Småland. Einst wichtige Handelsstraße Schwedens, als Riksväg 1 Straßenverbindung von Helsingborg nach Stockholm führt die alte Riksettan mit dem Hauch der Geschichte durch Natur- und Kulturlandschaft. &#160; Schon vor 12.000 Jahren bahnten sich Jäger einen Pfad entlang des Lagan. [...]]]></description>
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<p>Entlang des Flusses Lagan zieht sich die Riksettan – Die erste des Reiches – durchs westliche Småland. Einst wichtige Handelsstraße Schwedens, als Riksväg 1 Straßenverbindung von Helsingborg nach Stockholm führt die alte Riksettan mit dem Hauch der Geschichte durch Natur- und Kulturlandschaft.</p>
<div id="attachment_4555" class="wp-caption alignleft" style="width: 279px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Riksettan_Markaryd.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4555  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Riksettan_Markaryd.jpg" alt="Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia" width="269" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schon vor 12.000 Jahren bahnten sich Jäger einen Pfad entlang des Lagan. Es waren die ersten Menschen, die es nach der Eiszeit in die Gegend verschlug. Später waren es Könige samt Gefolge, Soldaten, Kaufleute – eine einträgliche Straße für Wegelagerer.<span id="more-4554"></span></p>
<h3>Die „Reichseins“</h3>
<p>Aus dem „Trampelpfad“ der Vorzeit entwickelte sich eine der bedeutendsten Handelsstraßen und Verkehrsadern Schwedens zwischen Helsingborg und Stockholm. Dem wurde 1945 mit der Bezeichnung „rikshuvudväg nr 1“ – Reichshauptstraße Nr.1 – bzw. Riksväg 1 Rechnung getragen. Allgemein wurde die Hauptstraße Riksettan genannt, was sich wörtlich als „Reichseins“ übersetzen lässt oder als „Die erste des Reiches“.</p>
<p>In der Folgezeit wurde die Verbindung weiter ausgebaut. Heute folgt die Europastraße E4 der alten Riksettan – mit Ausnahmen. Im Zuge des Autobahnausbaus wurde die Strecke begradigt, Teilstrecken umgelegt. So ist der historische Riksväg 1 teilweise noch erhalten – wie die 170 km zwischen Markaryd und Byarum im Westen Smålands.</p>
<h3>Touristische Route zwischen Markaryd und Byarum</h3>
<div id="attachment_4558" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/sagomuseet-ljungby.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4558  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/sagomuseet-ljungby.jpg" alt="Im Sagomuseet Ljungby. Foto: movitz (Steve Anderson) /flickr.com (CC BY 2.0)" width="294" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Im Sagomuseet Ljungby. Foto: movitz (Steve Anderson) /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Seit einigen Jahren ist die Strecke zwischen Markaryd im Süden des Kronobergs län und Byarum im Jönköpings län eine touristische Route – mit dem Namen Riksettan. Während auf der E4 die Autos vorbei „fliegen“, lässt sich parallel ganz gemütlich ein Stück Schweden entdecken, mit Auto, Motorrad oder Fahrrad.</p>
<p>Von Süden aus beginnt die touristische Riksettan im Örtchen Markaryd: ein Hauch 18. und 19. Jahrhundert wie die alte Poststelle, Gräber aus der Bronzezeit oder ein ursprünglicher Bauernhof (Markaryds Södergård). Ganz in der Nähe lädt der Smålandet zur Elch- und Bisonsafari.</p>
<p>Vorbei an Axhult mit seinem Kolonialwarengeschäft Richtung Norden kommt Ljungby mit seiner Annelund Kirche, dem sehenswerten Alten Markt und außergewöhnlichen Museen: das Ljungbergmuseum, das Begräbnismuseum und das Sagenmuseum. Zudem ist die Gegend um die Stadt reich an Zeugnissen aus Stein-, Bronze- und Eisenzeit.</p>
<h3>Design in Värnamo</h3>
<div id="attachment_4560" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/vid%C3%B6stern-bei-toftaholm.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4560  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/vid%C3%B6stern-bei-toftaholm.jpg" alt="Der Vidöstern bei Toftaholm. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)" width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Der Vidöstern bei Toftaholm. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Entlang des Vidöstern, der zum Baden oder zu einer Fahrt auf dem Wikingerschiff einlädt, führt die Riksettan in die „Designstadt“ Värnamo, der größte Ort an der Strecke. Vor den Toren der Stadt das neu entstandene bzw. entstehende Kunst- und Designzentrum Vandalorum, in Värnamo das Bruno Mathson Center und Källemo. Ein Blick lohnt sich auch ins Designhotel Scandic zu werfen, oder gleich eine Nacht in skandinavischem Design verbringen.</p>
<p>Neben Galerien und Ausstellungen kommt in Värnamo dank zahlreicher Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Restaurants und weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Naturpark und Freilichtmuseum Apladalen so schnell keine Langeweile auf.</p>
<p>Värnamo hinter sich lassend, führt die Riksettan weiter nach Norden, grobe Richtung Jönköping.</p>
<h3>Vaggeryd mit Skillingaryd und Byarum</h3>
<p>Das Ende der touristischen Route nähert sich allmählich, vorbei an historischen Orten, Gebäuden, durch die schwedische Waldlandschaft.</p>
<p>Die nördliche Riksettan liegt in der Gemeinde Vaggeryd, eine Industriegemeinde. Vor allem prägte und prägt noch heute die Möbelherstellung die ansässige Industrielandschaft. Skillingaryd, einer der beiden Hauptorte der Gemeinde, war Jahrhunderte Militärstandort. Davon künden zahlreiche Militärgebäude, das Militärmuseum sowie Schwedens einziger erhaltener Übungsplatz aus dem 17. Jahrhundert.</p>
<div id="attachment_4562" class="wp-caption alignright" style="width: 182px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/ostkaka.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4562  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/ostkaka.jpg" alt="Ostkaka mit Früchten und Sahne. Foto: Frugan /flickr.com (CC BY 2.0)" width="172" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Ostkaka mit Früchten und Sahne. Foto: Frugan /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Weiter führt die historische Hauptstraße durch Vaggeryd, den zweiten Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Ein paar Kilometer weiter ist Byarum erreicht, das nördliche Ende oder der nördliche Anfang der Reise auf der Riksettan.</p>
<p>Der kleine Ort ist Heimat der Byarums Bruk, eine Gießerei, die nach alten Verfahren Gartenmöbel (und mehr) herstellt. Interessant ist die alte Kirche mit ihrer Geschichte. Auf dem Hof des Heimatvereins (Byarums hembygdsgård) werden örtliche Kunst und Kunsthandwerke angeboten.</p>
<p>Im Café lässt sich bei einem Stück Ostkaka, <em>dem</em> schwedischen Käsekuchen, die Reise auf der historischen Riksettan abschließen.</p>
<h3>Store Mosse und mehr</h3>
<p>Es gibt unterwegs gute Gründe von der alten Hauptstraße mal abzubiegen, sei es für einen Abstecher an den Bolmen oder in den  Nationalpark Store Mosse. Das größte Moorgebiet südlich von Lappland liegt nur wenige Kilometer nordwestlich Värnamos.</p>
<div id="attachment_4563" class="wp-caption aligncenter" style="width: 584px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Store-Mosse.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4563 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Store-Mosse.jpg" alt="Nationalpark Store Mosse. Foto: DickSijtsma /flickr.com (CC BY-SA 2.0)" width="574" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Nationalpark Store Mosse. Foto: DickSijtsma /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Ein Höhepunkt des Jahres ist die Riksettan Rallye. Am Himmelfahrtstag sind Hunderte Oldtimer auf der früheren Reichshauptstraße Nr.1, der Riksettan unterwegs.</p>
<p>Eine Karte der Strecke gibt es <a target="_blank" href="http://www.kartguiden.com/mappage.asp?MapID=966" target="_blank">hier</a>.</p>

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		<title>Österlen: &#8220;Höstmys&#8221; und kulinarische Freuden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Singer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Österlen im Herbst, das ist ein Stück Schweden &#8220;für Fortgeschrittene&#8221;. Die Touristenströme sind lange abgeebbt, die Bauernhöfe motten sich für den Winter ein. An den Küsten wird nicht mehr gebadet, dafür bläst der Wind bei langen Spaziergängen den Kopf frei. Viele beschreiben das Österlen als eine ruhige, fast liebliche Landschaft mit besten Voraussetzungen für [...]]]></description>
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<div id="attachment_4538" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Br%C3%B6sarps_backar_okt_2005.jpg"><img class="size-medium wp-image-4538" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Br%C3%B6sarps_backar_okt_2005-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Hügeliges Österlen, eine Augenweide im Herbst. Foto: Kavelgrisen, CC BY-SA 3.0</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Österlen im Herbst, das ist ein Stück Schweden &#8220;für Fortgeschrittene&#8221;. Die Touristenströme sind lange abgeebbt, die Bauernhöfe motten sich für den Winter ein. An den Küsten wird nicht mehr gebadet, dafür bläst der Wind bei langen Spaziergängen den Kopf frei. Viele beschreiben das Österlen als eine ruhige, fast liebliche Landschaft mit besten Voraussetzungen für den Anbau von Gemüse, Früchten und sogar Wein. Trotzdem darf man hier im Herbst natürlich kein Wetter wie im Rheingau erwarten.<span id="more-4537"></span></p>
<div id="attachment_4539" class="wp-caption alignleft" style="width: 312px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Vinnarbild1_stor.jpg"><img class="size-full wp-image-4539  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Vinnarbild1_stor.jpg" alt="" width="302" height="245" /></a><p class="wp-caption-text">So leuchtet das Österlen im November. Foto: Andreas Jönsson, Gewinner des Fotowettbewerbs &quot;Österlen lyser 2006&quot;</p></div>
<p>Ganz aktuell findet das Projekt <a target="_blank" title="Österlen lyser" href="http://www.osterlenlyser.se/" target="_blank">&#8220;Österlen lyser&#8221;</a> statt. Vom 4. bis 6. November schmücken sich die Ortschaften in einem freundschaftlichen Wettbewerb mit stimmungsvollen Lichtern und bringen so die ganze Region zum Leuchten. Das Lichtfest soll symbolisieren, dass es auf dem Land trotz einbrechender Dunkelheit nicht einsam sein muss, &#8211; dass man gerade jetzt enger zusammenrücken sollte&#8230; Die Schweden nennen das auch &#8220;höstmys&#8221;: besinnliche Gemütlichkeit im Herbst.</p>
<p>Und das gönnt man sich im Österlen: Denn der Herbst ist die Zeit, in der viele Einheimische die Früchte ihrer Arbeit genießen. Genauer gesagt: Äpfel in verschiedenster Form. Die Ernte ist eingebracht und damit beginnt die Saison der Verarbeitungsbetriebe, vorwiegend Mostereien, wo aus Äpfeln Saft, Cider und Calvados hergestellt wird. Das kulinarische Österlen zieht Kenner und Liebhaber von solch lokal produzierten Spezialitäten an. Und vor allem das &#8220;Apfelreich Kivik&#8221; vermarktet diese über die Saison hinaus.</p>
<div id="attachment_4540" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Glogg2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-4540 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Glogg2011-300x292.jpg" alt="" width="240" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Natürlich gibt es in Kivik auch Apfel-Glögg. Foto: Kiviks Musteri AB</p></div>
<p>Die meisten Hofläden im Apfelreich sind noch an den Wochenenden bis kurz vor Weihnachten geöffnet. Zu den größeren Betrieben zählen die <a target="_blank" title="www.kivikås.com" href="http://www.kivikås.com" target="_blank">Kivikås Frukt</a>, <a target="_blank" title="www.osterlen.com" href="http://www.osterlen.com/sw/obj.asp?objID=4753" target="_blank">PA Frukt</a> und die <a target="_blank" title="www.Kiviksmusteri.se" href="http://www.kiviksmusteri.se/main/default.asp?id=16&amp;langID=1" target="_blank">Kiviks Musteri</a>, in der auch das Museum &#8220;Äpplets Hus&#8221; untergebracht ist. Gerade jetzt werden hier Verkostungen und stimmungsvolle Adventsveranstaltungen geboten. Mit etwas Glück und Google-Suche findet der Genießer also auch in der Nebensaison das Passende.</p>
<p>Übrigens ist der Begriff Österlen eine relativ neue Bezeichnung für die Landschaft zwischen Ystad und Brösarp. Kein historischer Name, sondern eher ein &#8220;Slogan&#8221; aus den Anfängen des Reise-Zeitalters. So schrieben die Autoren der ersten Touristenbroschüre von Simrishamn anno 1929: &#8220;Till Österlen vill jag fara&#8230;&#8221; och weckten so in blumigen Worten die Sehnsucht nach Erholung und Sommerfrische. Die Sehenswürdigkeiten im Österlen sind zahlreich und locken damals wie heute internationale Gäste. Berühmt sind die frühhistorischen Ales stenar, das Königsgrab von Kivik und der &#8220;Kiviks marknad&#8221; mit jährlich 100.000 Besuchern.<br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/91dfdb9d84c245c39f073f84d7e6b0ec" width="1" height="1" alt=""></p>

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		<title>Nittsjö – Keramik aus Dalarna</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/nittsjo-%e2%80%93-keramik-aus-dalarna/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 11:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rättvik]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwa 6 km von Rättvik am Siljansee entfernt liegt der kleine Ort Nittsjö auf einer Anhöhe mit ein paar Einwohnern und einer recht bekannten Keramikfabrik, die Nittsjö Keramik. Vor allem die typischen roten Nittsjö-Figuren und die weihnachtlichen Motive sind im ganzen Land bekannt. Es werden aber auch Geschirr, Kerzenständer, Vasen und diverse andere Teile angeboten. [...]]]></description>
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<p>Etwa 6 km von Rättvik am Siljansee entfernt liegt der kleine Ort Nittsjö auf einer Anhöhe mit ein paar Einwohnern und einer recht bekannten Keramikfabrik, die Nittsjö Keramik. Vor allem die typischen roten Nittsjö-Figuren und die weihnachtlichen Motive sind im ganzen Land bekannt. Es werden aber auch Geschirr, Kerzenständer, Vasen und diverse andere Teile angeboten. Nittsjö ist eine Firma mit langer Tradition, heute relative klein, produziert sie doch immer noch mit anhaltendem Erfolg.<br />
<span id="more-4475"></span></p>
<p>Die Firma wurde 1843 von Carl Jacob Wettergren und R.A.C. Medén gegründet, damals als Ziegelfabrik. Bereits 1847 stellte man dann aber auch Terrakotta und Kachelöfen her. Die damals produzierten Töpferwaren und Kachelöfen dienten in erster Linie der Versorgung der eigenen Gemeinde, die Ziegel wurden jedoch auch in die umliegenden Ortschaften verschickt. 1895 wurde die Fabrik durch einen Brand größtenteils zerstört, ein Jahr später hat man die Gebäude jedoch bereits wieder neu aufgebaut und die Arbeit konnte wieder aufgenommen werden.</p>
<p>Nachdem Medén die Firma schon nach ein paar Jahren verlassen hatte, führte Wettergren die Geschäfte zunächst alleine weiter. Später gab es mehrfache Wechsel in der Geschäftsleitung und ein paar Mal stand Nittsjö auch vor dem Konkurs. Im Jahre 1917 kaufte Ruben Löfgren die ganzen Anlagen und wandelte sie in eine Aktiengesellschaft um, die Nittsjö Stenkärlsfabrik. Von da an begann man auch höherwertige Tonwaren herzustellen. Ruben Löfgren trug deutlich zum wirtschaftlichen Aufschwung von Nittsjö bei, die Firma wurde von Grund auf modernisiert.<br />
Als erster Designer kam Erik Mornils in die Firma. Auch er brachte neue Ideen ein. Immer neue Produkte entstanden. Man nahm an verschiedenen Ausstellungen teil und erzielte auch diverse Auszeichnungen. 1933 wurde Jerk Werkmäster künstlerischer Leiter von Nittsjö. Er hatte an der Kunsthochschule in Stockholm studiert und an der Gestaltung viele Gebäude und Kirchen mitgearbeitet. Die Produktion stieg weiter und man benötigte ständig weitere Designer. Andere Namen, die mit Nittsjö in Verbindung stehen bzw. standen sind Thomas Hellström, Ingela Westergaard, Elaine Westh, Gerd Sjökvist, Mats Nyman, Johan Blomdell</p>
<p>1942 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert, das Ruben Löfgren noch erleben durfte. Er starb jedoch zum Ende des Jahres und sein Sohn Åke Löfgren führte die Geschäfte weiter und setzte weitere Rationalisierungen durch. 1958 stellte er den Designer Thomas Hellström ein, der mit vielfältigen Ideen zu einem erneuten Aufschwung beitrug.</p>
<p>Zum 50-jährigen Jubiläum, 1967, wurden die Nittsjö-Produkte in vielen Städten Schwedens ausgestellt.<br />
Wieder folgten Verbesserungen, die Holzöfen wurden renoviert und auch ein großer, mit Gas betriebener Ofen wurde eingebaut. 1980 übernahm Åke Löfgrens Sohn Per die Geschäfte. Der Designer Thomas Hellström verabschiedete sich langsam in den Ruhestand, dafür fand 1989 die Künstlerin Elaine Westh bei Nittsjö Arbeit.</p>
<p>Die Nachfrage nach Nittsjö Keramik nahm ständig zu. Von einem kleinen Tonwarenunternehmen hat sich die Firma zu einem angesehenen Unternehmen mit Tradition entwickelt. Heute ist der Name Nittsjö ein Begriff und man kann die Produkte in ganz Schweden und auch im Ausland kaufen.</p>
<p>Wenn man sich in der Region um den Siljansee befindet, lohnt sich wirklich ein Besuch dieser Keramikfabrik. Zu bestimmten Zeiten kann man den Künstlern bei der Arbeit zusehen und man kann die Gegenstände direkt ab Werk kaufen, oft als zweite Wahl und daher günstiger als im Handel.</p>
<p>Einige Teile haben schon Tradition, sie werden schon seit Jahren und immer wieder hergestellt. Neue Designs kommen jedoch ständig hinzu, bzw. alte Produkte werden im Laufe der Zeit immer wieder durch neue ersetzt.</p>
<p>Schauen Sie sich in dem netten, kleinen Laden, der auch ein paar Souvenirs anbietet, einfach um. Man findet immer wieder etwas, das zu Hause einen Platz in der Wohnung finden könnte oder das sich als Geschenk eignet. Motive sind häufig kleine Wichtel und Tomte zu Weihnachten oder auch Tierfiguren. Oder die Geschirrserien, Vasen, Kerzenständer, Schalen usw. Interessiert man sich für alte, nicht mehr produzierte Teile, so empfiehlt es sich auf Auktionen, Flohmärkten oder in Antiquitätengeschäften zu stöbern.</p>
<p>Das Geschäft in Nittsjö hat jeden Tag geöffnet, sonntags allerdings nur in den Sommermonaten Juni, Juli und August.<br />
Die Familie Löfgren ist immer noch im Geschäft. Per Löfgren hat inzwischen die Firma an seine Kinder Anders, Pernilla und Robert übergeben. Fest angestellt sind heute noch 5 Personen, während es Mitte des 20. Jahrhunderts noch um die 60 Angestellte waren. Aber nichtsdestotrotz stellt die Firma mit diesen wenigen Leuten doch ein ganz ansehnliches Spektrum an schönen Keramik-Gegenständen her.</p>

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		<title>Håkan Nesser stellt sein Werk &#8220;Die Perspektive des Gärtners vor&#8221;</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/hakan-nesser-stellt-sein-werk-die-perspektive-des-gartners-vor/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 10:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Håkan Nesser]]></category>
		<category><![CDATA[Hildebrandt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
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		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Håkan Nesser zählt neben Henning Mankell zu den beliebtesten und erfolgreichsten schwedischen Bestsellerautoren. Im Frühjahr 2011 kam er nach München in den Gasteig zu einer Autorenlesung. Ich nehme an dem Abend teil, bin frühzeitig da und schaffe es mir den vordersten Sitzreihen einen Platz zu erobern. Der Raum, die sogenannte „Blackbox“ ist wie eine Art [...]]]></description>
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<p align="JUSTIFY">H<span style="font-family: Times New Roman,serif">å</span>kan Nesser zählt neben Henning Mankell zu den beliebtesten und erfolgreichsten schwedischen Bestsellerautoren. Im Frühjahr 2011 kam er nach München in den Gasteig zu einer Autorenlesung. Ich nehme an dem Abend teil, bin frühzeitig da und schaffe es mir den vordersten Sitzreihen einen Platz zu erobern. Der Raum, die sogenannte „Blackbox“ ist wie eine Art kleinerer Bühnenraum mit aufsteigenden Sitzreihen an drei Seiten aber komplett ohne Fenster. Da der Zuschauerraum bis auf den letzten Platz belegt ist, wird es mitunter ganz schön stickig. Zeitweilig wird mir deshalb ein bisschen schwindelig. Auf der kleinen Bühne, die mit Scheinwerfern bestrahlt ist und in der ersten Reihe sitzen die Moderatoren und Veranstalter des Abends und besprechen sich kurz noch. Einer von ihnen, ein großer, schlanker Mann in einem dunklen Rollkragenpulli, das ist H<span style="font-family: Times New Roman,serif">å</span>kan Nesser.<span id="more-4521"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Zu Beginn seines Teils des Abends wendet er sich erstmal an alle: „Ungefähr ein Drittel des Abends wird jeweils in Englisch, in Deutsch und in Schwedisch abgehalten. Darf ich zuerst mal fragen: Wer der Anwesenden hier spricht und versteht den überhaupt Schwedisch?“ Gut drei viertel des Publikums im Saal hebt wie auf Kommando die Hand. Der sonst so kontrolliert wirkende Nesser, der gerade einen Arm gehoben hatte, um das Gesagte zu unterstreichen, verharrt einen Moment in seiner Bewegung mit einem baffen Gesichtsausdruck. Ich muss grinsen. Damit hat er jetzt nicht gerechnet. Und es stimmt tatsächlich. Der Abend wurde unter anderem von der Volkshochschule München organisiert, viele Teilnehmer des Abends lernen in ihrer Freizeit Schwedisch. Nesser zeigt sich denn auch beeindruckt von dem starken Interesse der Deutschen an der schwedischen Sprache und Literatur: „In Deutschland sind meine Lesungen immer gut besucht.“ Er habe einmal recht kurzfristig innerhalb der Woche in einer deutschen Stadt eine Lesung abgehalten. „Ich dachte mir, es ist Donnerstagabend, wer wird da schon kommen.“ Aber selbst diese Lesung war proppenvoll mit Zuhörern.</p>
<p align="JUSTIFY">Nesser sitzt an einem Tisch auf der kleinen Bühne, neben ihm seine deutsche Übersetzerin Christel Hildebrandt. Er liest Ausschnitte seiner Werke im schwedischen Original vor, dann liest Hildebrandt die deutsche Übersetzung. Er hat eine tiefe, angenehme Stimme, die vor allem beim Vorlesen gut zur Geltung kommt. Er schafft es sofort, die Spannung seiner Geschichte zu transportieren, jedesmal, wenn er liest, ist es mucksmäuschenstill im Saal. „Wir kamen nach New York mit vollen Koffern und leeren Herzen&#8230;.“, so beginnt sein bisher letzter Roman „Die Perspektive des Gärtners“, indem es um ein Ehepaar geht, das nach dem Verschwinden seiner Tochter nach Amerika auswandert, um dort ein neues Leben anzufangen und dann von der Vergangenheit eingeholt wird.</p>
<p align="JUSTIFY">Ich war schon einmal auf einer Autorenlesung von H<span style="font-family: Times New Roman,serif">å</span>kan Nesser und muss sagen, mit ihm ist es immer ein Erlebnis. Das liegt vor allem an seiner unkomplizierten Art, die Leute sofort für sich einzunehmen und eine Verbindung zu seinem Publikum herzustellen. Er wirkt so überhaupt nicht beeindruckt von dem Rummel um seine Person. Zudem hat er dieselbe trocken-humorvolle Art zu reden, wie er schreibt. Sein Roman, „Die Perspektive des Gärtners“ ist weniger ein Kriminalroman im klassischen Sinne, es geht nicht um die konkrete Suche nach einem Mörder. Es handelt sich vielmehr um einen Thriller, es geht um die Aufdeckung eines schrecklichen Geheimnisses aus der Vergangenheit der Ehefrau des Protagonisten. Hat sie am Ende selber etwas mit dem Verschwinden der gemeinsamen Tochter zu tun? Die Bedrohung ist existentieller, der Roman ist insgesamt sehr düster und beklemmend. Oder wie Nesser es zusammenfasst: „If you want to be happy, don´t read this book!“</p>
<p align="JUSTIFY">Er liest auch Abschnitte aus seinen anderen Werken vor. Zum Beispiel „Kim Novak badete nie im See Genezareth“. Bei diesem Werk, so berichtet er, sei das Interesse der Leser besonders groß gewesen. Unter anderem wohl deshalb, weil das Geheimnis um den Mörder der weiblichen Hauptfigur nicht gelüftet wird. Stattdessen versprach Nesser, zehn Jahre nach Erscheinen dieses Werkes einen zweiten, kleineren Band zu veröffentlichen, indem das Rätsel um den wahren Mörder endlich enthüllt wird. Der Bestsellerautor berichtet von einer Lesung, die er vor ein paar Jahren abgehalten hatte und bei der er seine Leser auf das Erscheinen dieses Bandes vertröstet hatte. Damals war bei dieser Gelegenheit einer der Zuhörer, ein älterer Herr in der letzten Reihe aufgestanden und hatte geflucht: „Was, ich soll da jetzt noch zehn Jahre auf die Antwort warten? Ich bin alt, verdammt noch Mal, bis dahin werde ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben sein!“ Nesser warf einen prüfenden Blick quer durch den Raum auf seinen Gesprächspartner und kam zu der Erkenntnis: „Nein, das werden Sie vermutlich nicht!“ Alle im Saal lachen. „Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich gebe Ihnen meine Handynummer, und wenn Sie merken, dass es mit Ihnen zu Ende geht, dann rufen sie mich noch schnell an, bevor Sie sterben, ich verrate Ihnen dann den Mörder.“</p>
<p align="JUSTIFY">Nesser hat schon unzählige Lesungen und Autogrammstunden hinter sich, das merkt man. Er geht sehr professionell und routiniert vor. Nach der Lesung beantwortet er noch Fragen. Er hört jedem Fragesteller aufmerksam zu und nimmt sich dann Zeit, ausführlich zu antworten.</p>
<p align="JUSTIFY">Als die Leute nach der Lesung und der anschließenden Diskussion mit Fragerunde schließlich den Saal verlassen, ist der Abend noch lange nicht vorbei. Im Foyer sitzt der Schriftsteller an einem Tisch und signiert Bücher. Immer wieder leuchten Blitzlichter von Kameras auf, das Foyer ist von Stimmengewirr erfüllt. Die Schlange der wartenden Menschen ist schon ein paar Meter lang. Viele haben extra zu diesem Zweck ihre eigenen Ausgaben mitgebracht. Und natürlich ist es damit noch nicht getan. Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, seinem Lieblingsautor persönlich zu begegnen, nutzt man die Chance auch gleich noch, um einmal kurz mit ihm ins Gespräch zu kommen, ihm eine Frage zu stellen, die man sich vorhin vor versammelter Mannschaft vielleicht nicht getraut hatte zu stellen, ein Foto von sich selber und ihm darauf zu machen, seine Sprachkenntnisse aus zu testen, mit ihm auf schwedisch zu plaudern&#8230; Das kann dauern. Aber der Schwede lässt auch all dies mit einer Engelsgeduld über sich ergehen. Das gehört eben zum Alltag eines Bestsellerautors.</p>
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		<title>Kosta Boda &amp; Co – die Glasbläsereien im schwedischen Småland</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 11:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Glasbläsereien im südschwedischen Småland haben eine lange Tradition. Die älteste Glashütte, Kosta, wurde 1742 gegründet. Heute sind in Småland noch 14 größere und noch weitere kleinere Glashütten, sogenannte Studioglashütten in Betrieb. Die meisten sind für Besucher geöffnet, man kann teilweise den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und auch die Glasgegenstände direkt ab Werk einkaufen. [...]]]></description>
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<p>Die Glasbläsereien im südschwedischen Småland haben eine lange Tradition. Die älteste Glashütte, Kosta, wurde 1742 gegründet. Heute sind in Småland noch 14 größere und noch weitere kleinere Glashütten, sogenannte Studioglashütten in Betrieb. Die meisten sind für Besucher geöffnet, man kann teilweise den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und auch die Glasgegenstände direkt ab Werk einkaufen.<br />
<span id="more-4473"></span></p>
<p>Die älteste, noch bestehende Glashütte, Kosta in der Gemeinde Lessebo wurde 1742 von Anders Koskull und Georg Bogislaus Staël von Holstein gegründet. Der Name der Glashütte setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen dieser beiden Begründer zusammen. 1990 schloss sich Kosta mit der Glashütte Boda, die in der Gemeinde Emmaboda ihren Sitz hat, zusammen. Boda war 1864 gegründet worden.<br />
Heute nennt sich diese Glashütte Orrefors Kosta Boda AB. Angeschlossen haben sich noch die zweite große Glashütte, Orrefors, die in der Gemeinde Nybro ansässig ist, sowie die eher kleinere Hütte Åfors Glasbruk. Orrefors wurde 1898 gegründet, bestand aber schon seit 1726 als Eisenhütte. Åfors fertigte anfangs Haushaltsglas, hat sich dann aber durch die Künstler Bertil Vallien und seiner Frau Ulrica Hydman-Vallien einen Namen gemacht. Angeschlossen an diese Gruppe ist auch noch die Sea-Glashütte. In all diesen Glashütten sind heute etwa insgesamt 350 Personen beschäftigt. Es wird Gebrauchs-und Kunstglas von höchster Qualität hergestellt, das in der ganzen Welt verkauft wird.</p>
<p>Die wirklich älteste Glashütte, die aber heute nicht mehr existiert, wurde bereits 1628 gegründet, als der Halbbruder des damaligen Königs Gustaf II. Adolf Glasbläser aus Deutschland holte, um die Rohstoffe in Småland für die Glasproduktion zu nutzten. Es entstanden im Laufe der Zeit mehr als 100 Glashütten, von denen aber heute eben nur noch 14 übrig geblieben sind. Småland hatte die besten Voraussetzungen für den Betrieb der Glashütten. Es war genug Brennholz für die Öfen vorhanden, aus den Seen gewann man den Sand und mit der Wasserkraft betrieb man die Schleifereien.</p>
<p>Die Kosta Boda Gruppe bietet Gebrauchsglas und Kunstglas in jeder Preislage. Hier findet man die klassischen Designs und auch bekannte Glasserien, wie z.B. auch die Serie Nobel, die beim Nobelpreisessen Verwendung findet. Darüber hinaus produzieren hier berühmte Künstler ihre Werke. Namen wie Anna Ehrner, Kjell Engman, Bertil Vallien, Ulrica Hydman-Vallien, Göran Wärff sind Glaskennern ein Begriff. Die Künstler lassen ihrer Fantasie freien Lauf und zeigen außerordentliche, fantasievolle Kunstwerke aus Glas.</p>
<p>Die Sea-Glashütte, die 1956 gegründet und später von Kosta übernommen wurde, stellt vor allem fantasievolle Schalen und Platten, aber auch schöne Vasen her. Aktuell ist das Kroko-Muster sehr beliebt.</p>
<p>Erwähnenswert sind aber auch die anderen Glashütten, wie z.B. Bergdala Studioglas in der Gemeinde Hovmantorp, gegründet 1889 und vor allem bekannt durch die Serie Blåkant. Hier verbinden sich eine der ältesten Glashütten aus dem Jahr 1889 mit der erst 1987 gegründeten Studioglashyttan, traditionelles Glas in Verbindung mit den innovativen Ideen der Studioglasdesigner.</p>
<p>Darüber hinaus sind zu nennen Mats Jonasson Målerås, weiterhin Johansfors, Nybro, Pukeberg, Rosdala (hier wurden hauptsächlich Lampenschirme hergestellt, heute wird hier aber nicht mehr produziert), Skruf und Transjö. Und nicht zu vergessen die kleinen Studioglasbetriebe. Als Studioglas bezeichnet man Glas, das nicht industriell hergestellt wird, sondern das von einem oder mehreren Künstlern in eben diesen Studioglashütten kunstvoll produziert wird. Jede der Glashütten hat ihren eigenen, unverkennbaren Stil.</p>
<p>Målerås (gegründet 1890) ist bekannt für seine reliefartigen Glasobjekte mit den Tiermotiven. Diese Glashütte ist ganz eng mit dem Namen Mats Jonasson verbunden, von ihm stammen auch genau diese Tierreliefs. Bereits mit 14 Jahren kam Mats in die Glashütte und fragte nach Arbeit. Er wurde als Lehrling eingestellt und hat hier das Glasblasen, die Glasbearbeitung und das Gravieren gelernt und die Entwicklung der Glashütte stark mitgeprägt. Målerås hatte im Laufe der Jahre immer wieder Probleme und war nahe daran, stillgelegt zu werden. Mats Jonasson setzte sich immer für den Erhalt der Glashütte in Målerås ein und schließlich übernahmen er und 13 weitere Dorfbewohner die Firma. Die Hartnäckigkeit Mats Jonassons führte zum Erfolg und heute arbeitet die Glashütte sehr erfolgreich.</p>
<p>Bei Skruf, gegründet 1897, legt man Wert auf klare Formen, schön und funktionell. Eine besondere Idee ist die neue Weinkaraffe „Rainman“. Der Wein fließt wie sanfte Regentropfen ins Glas und wird dadurch entsprechend belüftet.</p>
<p>Transjö ist noch relativ jung, gegründet 1982. Das Gebäude wirkt von außen eher unscheinbar, innen bieten sich dem Besucher aber wahre Kunstwerke aus Glas. Auch um das Haus herum, am Fluss Lyckebyå, sind wunderschöne Objekte aus Glas in der Landschaft ausgestellt. Alles wirkt sehr magisch, friedlich und idyllisch.</p>
<p>Pukeberg, gegründet 1871, setzt den Schwerpunkt auf verspielte Objekte in kräftigen Farben. Neben langen schmalen farbigen Vasen gibt es hier auch allerlei Tiere aus Glas.</p>
<p>Nybro, gegründet 1935, stellt nach eigenen Aussagen „zeitgemäße Gebrauchsgegenstände für eine modernen Alltag her“, viele Schalen, Vasen und Kerzenleuchter und das berühmte Heringsschiffchen.</p>
<p>Die Johansforshyttan entstand 1891. Zum aktuellen Programm gehören Glasäpfel, wobei der leuchtend rote Astrakan-Apfel an Mobergs Auswandererzählungen erinnern soll, der Kristinas Heimweh symbolisiert. Auch trägt eine Glasserie den Namen Duvemåla, in Erinnerung an Kristina und Karl-Oskar.</p>
<p>Rosdala wurde 1895 in erster Linie als Hersteller für Beleuchtungsglas ins Leben gerufen. Man fertigte hier alles von Leselampen bis Lampenschirmen mit fantasievollen Mustern. Heute steht das Hüttengelände unter Kulturdenkmalschutz.</p>
<p>Die jüngste Glashütte, die erst im April 2011 eröffnet wurde, nennt sich Mickejohans Konstglas. Hier wird fantasievolles, farbenfrohes Glas hergestellt, z.B. als elegante Tulpengläser oder dekorative Glasskulpturen, aber auch Vasen, Platten, Schüsseln. Alles von höchster Qualität.</p>
<p>Die Region, in der die ganzen Glasbläsereien angesiedelt sind, nennt man das Glasreich. Es befindet sich in Småland mit dem der Hauptort Växjö. Bekannt für die Glasherstellung sind aber vor allem die Orte Lessebo, Emmaboda und Nybro. Die Gegend ist touristisch stark erschlossen, viele Besucher kommen, um die Glasbläsereien zu besichtigen, aber auch, um die Natur zu genießen, Ausflüge und Kanutouren zu unternehmen. Auch wird schwedische Tradition, wie z.B. die Midsommarfeier, hier großgeschrieben. In den Glashütten selbst kann man bei der Glasproduktion zuschauen und vielleicht auch mal selbst sein Glück versuchen. Der Besucher erfährt, wie aus rotglühendem, geschmolzenem Glas wunderschönes Gebrauchsglas und farbenfrohe Glaskunstwerke entstehen. Auch interessant sind die Hyttsill-Abende. Diese Tradition stammt aus früheren Zeiten. Im Abkühlofen, der abends herunter gekühlt wurde, hat man die Speisen zubereitet, und so saß man nach der Arbeit im oft einzigen warmen Raum im Dorf zusammen und kochte im Ofen Heringe und Kartoffeln. Heute können die Besucher an einem solchen Abend teilnehmen und neben Heringen und Kartoffeln auch Isterband – eine schwedische Wurstsorte – und Ostkaka – ein Käsekuchen – kosten.</p>
<p>Die Betriebe hatten es nicht immer leicht. Immer wieder sind Glashütten einem Brand zum Opfer gefallen oder waren auch hin und wieder vom Konkurs bedroht. Die meisten der großen konnten sich aber immer wieder erholen, neue Gebäude wurden erstellt und der Konkurs konnte durch Zusammenschlüsse verhindert werden.</p>
<p>Die größte Glashütte ist zweifellos die Orrefors Kosta Boda AB. Hier arbeiten viele der großen Designer und Glasgestalter wie Anna Ehrner, Göran Wärff, Kjell Engman. Auf dem Gelände von Kosta finden sich neben der Glasbläserei selbst, noch ein Kosta Outlet und das Kosta Boda Art Hotel, ein Vier-Sterne-Hotel. Sehenswert sind hier vor allem die Glasbar und die Gallerien mit den Glaskunstwerken. Glasliebhaber kommen hier wirklich ins Staunen, unglaublich, was man aus Glas alles herstellen kann. Wer sich für schönes Glas und vor allem für das schwedische Design interessiert, kann in dieser Region wirklich einige Tage verbringen und dabei auch ein kleineres oder größeres Vermögen ausgeben.</p>

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		<title>Skigebiete in Schweden: Isaberg</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 03:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Isaberg im westlichen Småland verwandelt sich im Winter zum größten Skigebiet Südschwedens – acht Lifte, zehn beleuchtete Pisten, rund 20 Kilometer Loipen und herrlicher Blick auf die småländische Landschaft. Trotz milden Klimas dauert die Saison von Mitte Dezember bis Ende März – auch dank vollautomatischer Schneekanonen. Rund 300 Meter über den Meeresspiegel und 150 Meter [...]]]></description>
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<p>Isaberg im westlichen Småland verwandelt sich im Winter zum größten Skigebiet Südschwedens – acht Lifte, zehn beleuchtete Pisten, rund 20 Kilometer Loipen und herrlicher Blick auf die småländische Landschaft. Trotz milden Klimas dauert die Saison von Mitte Dezember bis Ende März – auch dank vollautomatischer Schneekanonen.</p>
<div id="attachment_4487" class="wp-caption alignleft" style="width: 378px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Blick-vom-Isaberg.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4487 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Blick-vom-Isaberg.jpg" alt="Aussicht vom Isaberg. Foto: misselvine/Hanna Gustafsson /flickr.com (CC BY-ND 2.0) " width="368" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Aussicht vom Isaberg. Foto: misselvine/Hanna Gustafsson /flickr.com (CC BY-ND 2.0)</p></div>
<p>Rund 300 Meter über den Meeresspiegel und 150 Meter über die Umgebung ragt der Gipfel des Isabergs. Während der schneefreien Zeit ist das Naturschutzgebiet im Westen Smålands, fast schon Västergötland, Ziel für Wanderer, Radler und Paddler. Bedeckt vom Schnee – ob natürlich oder künstlich – wandelt sich Isaberg zur größten und gleichzeitig höchsten Skianlage in Südschweden.</p>
<p><span id="more-4485"></span><strong>Isaberg in Småland<br />
</strong></p>
<p>Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen Halmstad und Jönköping ist das Skigebiet gut zu erreichen. Isaberg gehört zur Gemeinde Gislaved, der nächste Ort (am Fuße des Isabergs) ist Hestra am <em>Riksväg 26</em>, per Bahn erreichbar. Von Göteborg (Anreise mit Fähre oder per Flug) aus ist es etwas mehr als eine Stunde mit dem Auto, von Trelleborg, per Fähre von Rostock oder Sassnitz erreichbar, sind rund dreieinhalb Stunden zu fahren. Jönköping liegt etwa 45-Auto-Minuten entfernt und ist, wie Göteborg, mit dem Flugzeug zu erreichen.</p>
<p>Isaberg bietet sich für Wintersportler aus Deutschland, Dänemark ebenso, als Alternative zu Alpen oder Schwedens Norden an, besonders für Familien.</p>
<h4>Pisten für Groß und Klein</h4>
<p>Acht Lifte, darunter zwei Sessellifte und ein Expresslift erklimmen den Isaberg. Dann heißt es nur noch auswählen, auf welchem Weg es wieder ins Tal gehen soll. Zehn Abfahrten werden den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht: von Grün (sehr leicht) bis Schwarz (schwer). Wer noch nicht so sicher auf den Brettern steht, erhält in der Skischule Hilfe. Nicht nur Anfänger auch Fortgeschrittene könne sich hier „weiterbilden“.</p>
<p>Wie in anderen schwedischen Skigebieten, etwa Idre Fjäll, wird an den Nachwuchs gedacht. In Isaberg geschieht das in Form eines Kinderbereichs mit zwei leichten Hängen und Tellerliften. Darüber hinaus gibt es in der Hochsaison für die 3- bis 5-Jährigen den Skikindergarten. Wenn sich Eltern mehr oder weniger wagemutig die Hänge hinabstürzen, wissen sie ihren Nachwuchs in guter Obhut.</p>
<p>Langläufer finden 18,5 Kilometer präparierte Loipen durch die hügelige Wald- und Seenlandschaft vor.</p>
<h4>Wohnen am Isaberg</h4>
<p>Eine Möglichkeit das Lager direkt am Skigebiet aufzuschlagen ist der ganzjährig geöffnete Campingplatz mit 72 Stellplätzen. Dazu ist alles vorhanden, was das Campen angenehmer macht. Servicehaus, Räume zum Kochen, Waschen – und zum Trocknen der Kleidung.</p>
<p>„Schwedischer“ geht es im Feriendorf zu. Über 70 für das Land typische Holzhütten in fünf Kategorien stehen zur Wahl.</p>
<p>Fürs leibliche Wohl in Isaberg ist gesorgt: Gleich im Hauptgebäude befindet sich ein Restaurant. Ein weiteres auf dem Gipfel. Zudem finden sich Wärmehütten und Grillplätze, für eine kleine Pause oder ein winterliches Picknick – im Skigebiet Isaberg.</p>
<p>Weitere Informationen zur größten Skianlage in Südschweden: <a target="_blank" href="http://www.isaberg.com/">www.isaberg.com</a> (schwedisch, dänisch, englisch, deutsch)</p>

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		<title>Jobbcoach</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/jobbcoach/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 19:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich scheine so ziemlich der einzige Mensch zu sein, der positive Erfahrungen mit der Arbetsförmedling, der schwedischen Version des Arbeitsamts, gemacht hat. Der Grund lautet- niedrige Erwartungen. Eigentlich erwartete ich gar nichts von denen. Was ich bekam? drei Monate Arbeitslosengeld mit dem Formular E303 eine Mitarbeiterin empfahl mir die Suchseite Workey.se ich durfte einmal dort [...]]]></description>
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<p>Ich scheine so ziemlich der einzige Mensch zu sein, der positive Erfahrungen mit der Arbetsförmedling, der schwedischen Version des Arbeitsamts, gemacht hat. Der Grund lautet- niedrige Erwartungen. Eigentlich erwartete ich gar nichts von denen. Was ich bekam?</p>
<ul>
<li>drei Monate Arbeitslosengeld mit dem Formular E303</li>
<li>eine Mitarbeiterin empfahl mir die Suchseite Workey.se</li>
<li>ich durfte einmal dort auf Toilette gehen</li>
<li>ich bekam für drei Monate einen Jobcoach an die Seite gestellt.</li>
</ul>
<p>Während ich das Geld gut gebrauchen konnte, und Workey oft und gern nutze, am meisten profitierte ich von dem Jobcoach.<span id="more-4494"></span></p>
<p>Ein Jobcoach ist eine Art Personal Trainer für die Jobsuche. Mehr noch als in Deutschland ist die schwedische Arbetsförmedling für die Verwaltung von Arbeitslosen zuständig, und nicht für aktive Hilfe bei der Arbeitssuche. Hierfür wurde der Jobcoach eingeführt. Will man einen Jobbcoach in Anspruch nehmen, muss man bestimmte Eingangsvoraussetzungen erfüllen, z.B. Eine bestimmte Zeit als Arbeitssuchend in Schweden gemeldet sein. Dann bekommt man den Antrag und eine lange Liste der Jobbcoachs. Der Begriff scheint nicht geschützt zu sein, jeder kann sich nach einer Zusatzausbildung Jobcoach nennen. Und Junge, was es da für Unterschiede gibt!</p>
<p><strong>Tina sucht den Supercoach</strong></p>
<p>Einen- zugegeben sehr amüsanten Nachmittag lang klickte ich mich durch hunderte von Angeboten. Firmenberater, Aromatherapeuten, Zeitarbeitsfirmen, sie alle boten Coaching an. Die extrem Esoterischen schob ich gleich beiseite. Obwohl ich Neuem gegenüber immer aufgeschlossen bin, ich brauchte jemand, der Ordnung in meinen Lebenslauf und meine Bewerbungen brachte, und mir half, mich zu strukturieren, und nicht jemanden der mein „Seelentier“ herausfindet (Nilpferd). Die mit einer schlecht gemachten Webseite flogen auch raus. Jobsuche ist immer noch sich verkaufen, und wer sich so schlecht darstellte, war wohl auch im Beraten anderer nicht geeignet. Dann prüfte ich das „Angebot“, wer in meiner Sparte Erfahrung hat, und was angeboten wurde. Schließlich, nach mehreren Stunden „sieben“ hatte ich meine fünf Favoriten gefunden. Die schrieb ich direkt an, und fragte, in welchem Abstand die Treffen stattfanden, ob sie selbst auch direkte Firmenkontakte hätten und ob ich persönlich vorbei kommen könnte.</p>
<p>Das war vielleicht übertrieben, aber den Jobbcoach bekommt man nur einmal und ich wollte auf Nummer sicher gehen. Drei Coaches antworteten mir, zwei luden mich ein, und nach einer schweren Entscheidung (beide Coaches waren fantastisch, und nach vier Stunden Abwägen warf ich eine Münze) hatte ich Grazyna gefunden, meine Coach für die nächsten drei Monate.</p>
<p><strong>Handlingsplan</strong></p>
<p>Beim ersten Treffen stellten wir einen Handlungsplan auf. Handlungspläne sind auch so was typisch Schwedisches. Wenn man sich irgendwo (egal wo, im Sprachkurs, beim Sport, ich warte darauf, dass ich beim Tanken nach einem Handlingsplan gefragt werde) anmeldet, wird im Vorfeld abgesprochen, welche Erwartungen und Ziele man erreichen möchte. Das hat mich immer sehr motiviert, weil es meine eigenen Ziele waren, und nicht welche, die mir von außen verordnet wurden. Und das machte meine Coach gleich klar: Sie würde mir helfen, aber die Ziele erreichen musste ich selbst.</p>
<p>Und helfen tat sie. Zunächst misteten wir meinen Lebenslauf und meine Bewerbungen aus, die viel zu lang und überladen waren, und brachten sie in ein optimales Schwedisch.Als nächstes gingen wir meinen Arbeitsplan durch, stellten Routinen auf, und halbierten die Zeit, die ich jeden Tag an den Bewerbungen verbrachte- bei besserer Qualität. Schließlich fanden wir gemeinsam weitere Quellen wo ich Jobmöglichkeiten ausmachen könnte. Dabei ging Grazyna sehr auf mein eigenes Tempo ein, als ich ein Vorstellungsgespräch hatte, trafen wir uns kurzfristig zu einem Sondertermin. Als ich nach Deutschland zu meiner Promotionsverteidigung musste, trafen wir uns drei Wochen nicht, damit ich Zeit für die Vorbereitung hatte. Kleinere Tipps bekam ich von Grazyna haufenweise, zum Beispiel den Rat, ein gutes Foto auf Facebook zu hinterlassen (Facebook war hier schon früher verbreitet, und fast jeder schaut drauf, und da man hier oft keine Fotos mitschickt, ist das die einzige Gelegenheit, dem Chef in Spe einen persönlichen Eindruck von sich zu verschaffen).</p>
<p>Endlich konnte ich strukturiert meine Jobsuche angehen, und daneben auch wieder andre Dinge tun, rausgehen, Leute treffen, und weil alles im Leben leichter ist, wenn man Freunde hat, wurde dadurch auch meine Jobsuche einfacher.</p>
<p>Die Einrichtung des Jobcoachs und seine Effektivität wird kritisiert, und es scheint eine Menge schwarze Schafe zu geben, wie zum Beispiel der Jobcoach einer Freundin, der sich exakt zweimal bei ihr meldete: einmal um sich den Handlungsplan unterschreiben zu lassen, und einmal, um seine Prämie abzugreifen, nachdem sie einen Job gefunden hatte. Für Einwanderer ist ein guter Coach unbezahlbar, weil man praktische Hilfe bekommt bei den ganzen Stolperfallen, die einem wegen der unterschiedlichen Mentalität und den unterschiedlichen Bewerbungsabläufen drohen. Ohne Grazyna hätte ich meinen jetzigen Job nicht gefunden. Und ich halte die Einrichtung des Coachs für eine der besten Einrichtungen der schwedischen Arbeitsförmedling -neben sauberen Toiletten.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Winterreise nach Kiruna, Lappland</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/winterreise-nach-kiruna-lappland/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 15:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Icehotel]]></category>
		<category><![CDATA[Jukkasjärvi]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse in Schweden gehört für mich die Reise nach Kiruna, Lappland. Mit einer Gruppe von Mitstudenten war ich dort für ein paar Tage, ungefähr eine Woche vor Weihnachten. Wir hatten den direkten Flug von Stockholm aus genommen, die Fluglinie hieß bezeichnenderweise „Snowflake“. Wer sich dazu entscheidet, in den Wintermonaten nach Lappland [...]]]></description>
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<p align="JUSTIFY">Zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse in Schweden gehört für mich die Reise nach Kiruna, Lappland. Mit einer Gruppe von Mitstudenten war ich dort für ein paar Tage, ungefähr eine Woche vor Weihnachten. Wir hatten den direkten Flug von Stockholm aus genommen, die Fluglinie hieß bezeichnenderweise „Snowflake“. Wer sich dazu entscheidet, in den Wintermonaten nach Lappland zu reisen, weiß worauf er sich einlässt: Kälte, Schnee und Dunkelheit. Wenn ich jedoch eines in meiner Zeit dort gelernt habe, dann dass selbst diese Begriffe relativ sind. Dick eingemummelt in gefütterter Winterjacke, Moonboots, Fleece-Handschuhen und mehreren Lagen von Socken und Pullis habe ich dort in der trockenen Kälte letzten Endes weniger gefroren, als an so manchen feuchtkalten, windigen Herbsttagen an der Küste. Hinzu kam, dass es in Kiruna zur Zeit unseres Aufenthaltes aufgrund einer Wärmeperiode „nur“ minus 15 Grad Celsius waren. Bekannte, die ein paar Wochen vorher dort gewesen waren, berichteten von Temperaturen von minus 30 Grad Celsius.<span id="more-4479"></span></p>
<p>Dunkel war es auch, genaugenommen gab es nur drei Stunden am Tag Tageslicht. Für jemanden der dort wohnt und dies über einen längeren Zeitraum mitmacht, mag es unangenehm sein. Für uns als Studenten, die dort nur ein paar Tage verbrachten, war es eher ein faszinierendes Naturschauspiel, das unsere innere Uhr durcheinander brachte. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich in der Jugendherberge aus dem Fenster starrte und den Himmel beobachtete, wie er von völliger Dunkelheit in die immer heller werdende Morgendämmerung überging. Als ich einen prüfenden Blick auf die Uhr warf, war es 11 Uhr vormittags. Bei unseren Ausflügen hatten wir oft das Gefühl, dass die Zeit viel schneller verging als in Wirklichkeit. Nach diversen Besichtigungen fanden wir uns im Stockdunkeln im Freien wieder, die Sonne war gerade untergegangen. Es mussten Stunden vergangen sein, dachten wir. Es war gerade zwei Uhr nachmittags.</p>
<p align="JUSTIFY">Kiruna ist aufgrund all dieser Faktoren ein Klassiker unter den Reisen nach Schweden. Dort ist Schweden noch so magisch und zauberhaft, wie man es sich aus den Weihnachtsbüchern seiner Kindheit vorstellt. Die Häuser der Innenstadt waren um diese Jahreszeit mit Weihnachtsbeleuchtung geschmückt und hell erleuchtet. Dicke Schneeflocken fielen friedlich auf weiße und bunte Holzhäuser. Drinnen schmeckte die heiße Schokolade gleich nochmal so gut.</p>
<p align="JUSTIFY">Wir haben viel unternommen in den paar Tagen, in denen wir dort waren. In Kiruna gibt es eine stillgelegte Grube, die man unter Tage besichtigen kann. In dem nah gelegenen Jukkasjärvi besichtigten wir das &#8220;Icehotel&#8221;. Ein Gebäude mit Räumen, Möbeln und Skulpturen die komplett aus Eis bestehen. Gleich daneben befand sich das Museum über die Ureinwohner Lapplands, die Samen. Dort ist mir vor allem die süße, geschnitzte Holzwiege für das Samenbaby in Erinnerung geblieben.</p>
<p align="JUSTIFY">Zu den Highlights des Kirunabesuchs zählt ohne Frage eine Fahrt mit dem Hundeschlitten. Vor Ort stellte einem der Veranstalter Schneeanzüge und Fellmützen zur Verfügung. Jeweils zu dritt hintereinander auf einem Schlitten mit einer warmen Rentierfelldecke über den Beinen konnte man sich bequem zurücklehnen. Auf dem hinteren Teil des Schlittens stand der Reiseleiter, lenkte und bremste den Schlitten und gab den Hunden hin und wieder Befehle. Mehr war gar nicht nötig, die Schlittenhunde kannten sich nämlich bestens aus und konnten es gar nicht erwarten, endlich loszulaufen. Bereits bei unserer Ankunft am Treffpunkt machten sie mit lautem Jaulen ungeduldig auf sich aufmerksam. Auf mein gezieltes Nachfragen hin, versicherte mir der Hundeführer, dass er jedem einzelnen Hund auch einen Namen gibt.</p>
<p align="JUSTIFY">Nach der Hälfte der Tour machten wir Rast an einem Zelt. Dort konnten wir uns an einem offenen Feuer aufwärmen und bekamen Tee und Zimtschnecken. Der leckere heiße Tee wurde mir auf der Rückfahrt zum Verhängnis. Meine volle Blase fing auf dem Weg nach Hause unerträglich anfing zu drücken. Erschwerend kam hinzu, dass wir auf der Rückfahrt die Plätze auf dem Schlitten gewechselt hatten. Ich saß nun ganz hinten und meine Freundin lag mit ihrem halben Körpergewicht auf meiner Blase. An dem Ausgangspunkt wieder angekommen, fragte ich den Veranstalter händeringend nach einer Toilette. Klar ein Toilettenhäuschen gäbe es, etwa 50 Meter von hier, sagte er. Ich flitzte wie ein Schlittenhund in die Richtung, in die er gedeutet hatte. Ich öffnete die Tür des Häuschens und hatte dort nochmal mein ganz persönliches Highlight dieser Reise:  Die Klobrille bestand aus Styropor, damit man nicht mit dem Hintern festfriert.</p>

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		<title>Ericsson Globe Arena oder die Sonne in Stockholm</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/ericsson-globe-arena-oder-die-sonne-in-stockholm/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 13:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bauwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Ericsson Globe Arena]]></category>
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		<description><![CDATA[Eines der besonderen Wahrzeichen Stockholms ist die Ericsson Globe Arena. Ob bei Konzerten oder Eishockeyspielen, die Mehrzweckarena im Süden der schwedischen Hauptstadt besticht mit ihrer außergewöhnlichen Architektur. Und mit SkyView öffnet sich Stockholm von oben – vom höchsten Punkt des größten kugelförmigen Gebäudes der Welt. Bis zu 16.000 Zuschauer fasst die Veranstaltungshalle an der U-Bahn-Station [...]]]></description>
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<p>Eines der besonderen Wahrzeichen Stockholms ist die Ericsson Globe Arena. Ob bei Konzerten oder Eishockeyspielen, die Mehrzweckarena im Süden der schwedischen Hauptstadt besticht mit ihrer außergewöhnlichen Architektur. Und mit SkyView öffnet sich Stockholm von oben – vom höchsten Punkt des größten kugelförmigen Gebäudes der Welt.</p>
<div id="attachment_4464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 584px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ericsson-Globe.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4464 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Ericsson-Globe.jpg" alt="Blick auf die Ericsson Globe Arena. Foto: bengt-re /flickr.com (CC BY 2.0)" width="574" height="272" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf die Ericsson Globe Arena. Foto: bengt-re /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p style="text-align: center"><span id="more-4463"></span></p>
<p>Bis zu 16.000 Zuschauer fasst die Veranstaltungshalle an der U-Bahn-Station Globen im Stockholmer Stadtbezirk Enskede-Årsta-Vantör, im Ortsteil Johanneshov. Seit der Einweihung 1989 finden im weltweit größten sphärischen Gebäude Musik-, Sport- und auch Firmenveranstaltungen statt – unter anderem des Öfteren das <em>Melodifestivalen</em>, der nationale Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Dieser selbst wurde auch schon in der Ericsson Globe Arena ausgetragen, im Jahr 2000. Den Zuschauerrekord hält bis heute Bruce Springsteen. Zu seinem Konzert 1992 füllten 16.337 Besucher den Bau.</p>
<h4><strong>Ericsson Globe – Stahl, Beton und Glas</strong></h4>
<p>Am 10. September 1986 erfolgte der erste Spatenstich für den Globe. In nur zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde die aufsehenerregende Konstruktion aus Stahl, Beton und Glas, getragen von einem <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mero" target="_blank">MERO Raumtragwerk</a> fertiggestellt: Der Durchmesser beträgt 110 Meter, die innere Höhe 85 Meter, das Volumen des Bauwerks liegt bei 600.000 Kubikmetern.</p>
<p>Die Einweihung der Globe Arena, dem größten Bau seiner Art, fiel auf den 19. Februar 1989. Zunächst unter dem Namen <em>Globenarena</em> bzw. <em>Globen</em>. Auf Ericsson Globe Arena getauft wurde die Mehrzweckhalle erst Anfang 2009. Das Telekommunikationsunternehmen hat sich die Namensrechte für 10 Jahre gesichert.</p>
<h4>„On top of the Globe“ – Stockholm von oben</h4>
<div id="attachment_4467" class="wp-caption alignright" style="width: 225px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/SkyView.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4467  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/SkyView.jpg" alt="Per SkyView am Globen auf und ab. Foto: Jan Hammershaug /flickr.com (CC BY 2.0)" width="215" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Per SkyView am Globen auf und ab. Foto: Jan Hammershaug /flickr.com (CC BY 2.0)</p></div>
<p>Seit Februar 2010 bringen zwei Glasgondeln Besucher auf den höchsten Punkt des Ericsson Globe – 130 Meter über dem Meer. Jeweils 16 Personen fassen die Gondeln, die auf Schienen an der Fassade hinauffahren (und auch wieder hinab). Bei der Umsetzung dieser neuen Attraktion wurde der Globe mit 70 Tonnen Stahl verstärkt. Unter dem Motto „SkyView – On the top of the Globe“ schweift der Blick über die Dächer der schwedischen Hauptstadt.</p>
<p>Um den Ausblick per SkyView zu genießen, empfiehlt sich die Buchung im Vorfeld, da gerade an schönen Tagen der Andrang groß ist. Die Buchung lässt sich bequem online vornehmen. Zudem werden geführte Touren „Hinter den Kulissen des Ericsson Globe“ angeboten.</p>
<h4>Ericsson Globe Arena – Zentrum des Sonnensystems</h4>
<p>Die Ericsson Globe Arena ist das weltweit größte sphärische Bauwerk, das man weniger mit einem Veranstaltungszentrum, eher mit einem Planetarium assoziiert. Was gar nicht so abwegig ist. Der <em>Globen</em> ist das Zentrum eines weiteren Superlativs: Der kugelförmige Bau stellt die Sonne dar im weltweit größten, maßstabsgetreuen Modell des Sonnensystems – dem <em>Sweden Solar System</em>. Die Darstellung reicht von Karlshamn im Süden bis nach Kiruna, Schwedens nördlichster Stadt in Lappland. Allein in Stockholm lassen sich mehrere Planeten neben der Sonne finden, darunter die Erde – auch eine Möglichkeit die Stadt zu entdecken.</p>
<h4>In Nordeuropas größtem Veranstaltungsgelände</h4>
<p>Die Ericsson Globe Arena: größtes Bauwerk seiner Art, Zentrum des größten Sonnensystem-Modells – und Mittelpunkt des größten Veranstaltungsgeländes im Norden Europas. Rund 1,5 Millionen Menschen bevölkern die <em>Stockholm Globe Arenas</em> jährlich bei Sport-, Musik- und weiteren Unterhaltungsveranstaltungen. Darüber hinaus laden Hotels, Restaurants und Einkaufsparadies zum Verweilen ein.</p>
<div id="attachment_4469" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Globe-Nacht.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4469  " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/Globe-Nacht.jpg" alt="Der Ericsson Globe bei Nacht. Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0) " width="294" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Der Ericsson Globe bei Nacht. Foto: mararie /flickr.com (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben dem Globe gibt es mit dem <em>Annexet</em> und dem <em>Hovet</em> zwei weitere, wenn auch deutlich kleinere Arenen. Zudem haben die Fußballer des Hammarby IF mit dem Söderstadion ihre Spielstätte auf dem Areal. Besser hatten: Nicht dass die Fußballer verbannt würden, aber das alte Stadion wird der derzeit durch einen neuen Sport- und Eventtempel ersetzt. Im Frühjahr 2013 soll die erste Veranstaltung in der <em>Stockholmsarenan </em>stattfinden.</p>
<p>Weitere Infos und Buchungsmöglichkeiten unter <a target="_blank" href="http://www.globearenas.se/" target="_blank">www.globearenas.se</a> (schwedisch und englisch).</p>

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		<title>Rättvik am Siljansee</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 10:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rättvik ist ein kleiner Ort mit ca. 5000 Einwohnern am Siljansee in der schwedischen Provinz Dalarna. Vor allem im Sommer ist der Ort ein beliebtes Reiseziel, wie auch die ganze Gegend um den Siljansee. Tradition wird hier groß geschrieben und so finden im Sommer viele volkstümliche Veranstaltungen statt, wie „Musik vid Siljan“ oder das Folklorefestival [...]]]></description>
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<p>Rättvik ist ein kleiner Ort mit ca. 5000 Einwohnern am Siljansee in der schwedischen Provinz Dalarna. Vor allem im Sommer ist der Ort ein beliebtes Reiseziel, wie auch die ganze Gegend um den Siljansee.<br />
<span id="more-4375"></span></p>
<p>Tradition wird hier groß geschrieben und so finden im Sommer viele volkstümliche Veranstaltungen statt, wie „Musik vid Siljan“ oder das Folklorefestival Rättviksdansen.<br />
Unter den Veranstaltungen ist auch die Classic Car Week zu erwähnen, die jedes Jahr in der 31. Woche stattfindet. Es handelt sich um eines der größten Oldtimertreffen Schwedens. Vielen Autofreaks ist Rättvik vor allem deswegen ein Begriff.</p>
<p>Berühmt ist Rättvik auch für seine Kirchbootenfahrten. Im Sommer rudern die Einheimischen jeden Sonntag in den traditionellen Kirchbooten zur Sonntagsmesse. Die Kirche liegt am Ufer des Siljansees, sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber im 18. Jahrhundert umgebaut. Neben der Kirche findet man noch etwa 100 Kirchenhütten und –ställe, die aus dem 17. Jahrhundert stammen. Früher kamen die Menschen zum Teil aus weit entfernten Gebieten in die Kirche, sodass es ihnen nicht möglich war, am gleichen Tag anzureisen und wieder nach Hause zu fahren. Man kam also nur zu besonderen Feiertagen in die Kirche und übernachtete dann in diesen Hütten.</p>
<p>Das Kulturhuset in Rättvik beinhaltet eine Bibliothek sowie ein Naturmuseum mit einer geologischen Sammlung über den Siljansring. Der Siljansring, die Landschaft um den Siljansee ist vor über 360 Millionen Jahre durch einen Meteoriteneinschlag entstanden.</p>
<p>Sehenswert ist auch Långbryggen, eine 625 m lange Landungsbrücke, die 1895 erbaut und später renoviert wurde. Hier starten im Sommer die Ausflugsdampfer zu Rundfahren auf dem Siljansee.</p>
<p>Nicht weit von Rättvik liegt Dalhalla, ein Kalkbergwerk, in dem heute internationale Konzerte stattfinden.</p>
<p>Viele Wanderwege laden zu Spaziergängen oder auch größeren Touren ein, zum Beispiel zum Vidablick, einem über 100 Jahre alten, 28 m hohen Aussichtsturm etwas oberhalb von Rättvik. Hier kann man bei Kaffee und Waffeln einen herrlichen Ausblick auf den Siljansee genießen. Eine etwas weitere Wanderung führt zum Springkällaren oder weiter zum Styggforsen bei Boda, etwas nördlich von Rättvik.</p>
<p>Oder wie wäre es mit einer Radtour auf dem Siljansleden oder einer Autofahrt rund um den Siljansee, nach Nusnäs, wo die berühmten Dalarna-Pferdchen hergestellt werden, dann weiter nach Mora, über die Insel Sollerön und anschließend über Leksand und Tällberg zurück nach Rättvik? Bei schönem Wetter lohnt sich auch ein Ausflug auf den Gesundaberget (zu Fuß oder per Seilbahn) wo man eine herrliche Aussicht hat. Dort kann man dann dem Nikolaus im Tomteland noch einen Besuch abstatten.</p>
<p>Überall in der Region finden sich noch „Fäbodar“, darunter auch einige in unmittelbarer Umgebung von Rättvik. Es handelt sich hierbei um Sennhütten aus alten Zeiten, die noch bewirtschaftet werden und die man besuchen kann. Man bekommt einen Eindruck, wie die Menschen früher gewohnt und damals ihre Speisen zubereitet haben. Kinder erfreuen sich an den vielen Tieren, die frei auf dem Gelände herumlaufen und die man auch streicheln kann.</p>
<p>Fährt man von Rättvik aus etwa 10 km durch den Wald nach Osten – eine Stecke, die übrigens auch mit dem Fahrrad schön zu fahren ist – erreicht man die Karl Töväsen Fäbod. Hier wird auch bewirtet. Man kann die selbst hergestellten Produkte, Butter, „Messmör“ (ein karamellisierter Streichkäse), „Tunnbröd“ (eine Art Fladenbrot), Kuchen oder Marmelade probieren und auch einkaufen.</p>
<p>Was bringt man von Rättvik als Souvenir mit nach Hause? In erster Linie sind hier Handarbeiten zu nennen: Tücher, Tischdecken, Holzarbeiten (die beliebten Dalarna-Pferdchen werden, wie schon oben erwähnt, in Nusnäs hergestellt), Basteleien. Wer sich dafür interessiert, sollte das Hemslöjdhus (auf Deutsch: das Haus der Handarbeiten) besuchen und vor allem das Handverksbyn. Hier kann man den Leuten bei der Arbeit zusehen und die dort gefertigten Produkte auch kaufen.</p>
<p>Rättvik ist übrigens auch im Winter einen Besuch wert. Es gibt einen kleinen Skihang, die Slalombakke und man kann schöne Langlauftouren unternehmen. Allein schon die verschneite Landschaft um den Siljansee ist traumhaft schön und richtig erholsam. Vor Weihnachten ist alles nett dekoriert und es gibt eine kleine Luciafeier im Kulturhuset.</p>
<p>Hilfreiche Informationen über Rättvik und die Gegend um den Siljansee bekommt man von den freundlichen Mitarbeitern im Turistbyrå beim Bahnhof.</p>

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		<title>Julbasar und Luciazug in der Schwedischen Gemeinde Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 08:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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<div id="attachment_4454" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_8478.jpg"><img class="size-medium wp-image-4454" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_8478-300x200.jpg" alt="Schwedische Gemeinde Berlin Wilmersdorf" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Schwedische Gemeinde in Berlin. Foto: Anna Engberg</p></div>
<p>Wer nicht mehr oder noch nicht in Schweden lebt, kann sich in Berlin am ersten Advent dennoch auf „Jul“, das schwedische Weihnachtsfest, bestens einstimmen: Am 26. und 27. November 2011 veranstaltet die schwedische Victoriagemeinde Berlin ihren nun schon traditionellen Julbasar. Neben Weihnachtsglögg, gegrilltem Elchfleisch, hausgebackenen Lussekattern und anderen kulinarischen Spezialitäten gibt es skandinavisches Kunsthandwerk und kuschelige Norwegerpullover zu erstehen. Ein Highlight ist auch der Kinderzug anlässlich des Luciafestes. <span id="more-4444"></span></p>
<p>Bereits ab 10 Uhr am Samstag des ersten Advents-Wochenendes geht es in der Wilmersdorfer Landhausstraße los mit dem schwedischen Weihnachtsbasar: An den Delikatessen-Ständen findet man frisch importierte, schwedische Lebensmittel und kann sich schon im Vorausblick auf Weihnachten und Neujahr mit schwedischem Käse, Lachs und Fisch eindecken. Süßes, von Zimtschnecken über Waffeln bis zum schwedischen Safrangebäck Lyssekatter, gibt es auch &#8211; zum Mitnehmen oder gleich auf die Hand! Die zahlreichen Kunsthandwerkstände verkaufen Dalapferde, schwedische Elch- und Weihnachtsdekoration, Keramik und echte schwedische Käsemesser aus Buchenholz. Auch die Norweger sind auf dem Julbasar mit eigenen Ständen vertreten, hier findet man neben wärmenden Strickpullovern und Socken auch skandinavisch gemusterte Wolldecken. Weil das Luciafest schon am 13. Dezember ansteht, findet der Lucia-Kinderumzug bereits an beiden Tagen von 15 bis 17 Uhr statt: Ein Mädchen aus der Schule der schwedischen Gemeinde führt als „Lichterkönigin“ den Kinderzug an, der singend über den Markt im Innenhof der Victoriagemeinde wandert. Wie jedes Jahr veranstaltet die Kirche auch eine Tombola, so dass der schwedische Weihnachtsmarkt gerade für Familien mit Kindern ein besonderes Ereignis ist. Der Julbasar der Victoriagemeinde hat am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr seine Tore geöffnet.</p>

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		<title>Midsommar feiern mit Schweden in Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie feiern eigentlich Schweden in Berlin das Midsommarfest? Diese Frage ist berechtigt, leben doch immerhin rund 2.600 schwedische Staatsbürger in der deutschen Hauptstadt. Wer nicht privat mit Familie, Freunden und Nachbarn im eigenen Garten feiert, kann in der Schwedischen Gemeinde in Wilmersdorf um die mit Birkenlaub geschmückte Midsommarstange tanzen. Matjessill mit Kartoffeln, Sauerrahm und Schnittlauch [...]]]></description>
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<div id="attachment_4446" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/midsomma2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4446" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/midsomma2-300x228.jpg" alt="Midsommar feiern in Berlin" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Reihentanz um die Midsommarstange. Foto: Gustaf Engberg</p></div>
<p>Wie feiern eigentlich Schweden in Berlin das Midsommarfest? Diese Frage ist berechtigt, leben doch immerhin rund 2.600 schwedische Staatsbürger in der deutschen Hauptstadt. Wer nicht privat mit Familie, Freunden und Nachbarn im eigenen Garten feiert, kann in der Schwedischen Gemeinde in Wilmersdorf um die mit Birkenlaub geschmückte Midsommarstange tanzen.<span id="more-4399"></span></p>
<p>Matjessill mit Kartoffeln, Sauerrahm und Schnittlauch – auch in der Schwedischen Victoriagemeinde Berlin darf das traditionell schwedische Midsommaressen am Midsommarabend nicht fehlen. Im grünen Innenhof der Schwedischen Gemeinde in Berlin wird die geschmückte Midsommarstange aufgestellt. Wer will, darf sich aus Blumen und Birkenblättern einen Midsommarkranz binden. Getanzt und gesungen wird zu schwedischer Livemusik bis in den frühen Abend. Viele schwedische Familien mit Kindern, aber auch neu zugezogene Schweden und Schweden-Fans aus Berlin kommen jedes Jahr in die Wilmersdorfer Landhausstraße und feiern hier zusammen im Juni das zweitgrößte schwedische Fest. Dass in Berlin gefeiert wird, erkennt man eigentlich nur daran, dass weniger „nubbe“ (schwedischer Schnaps) im Umlauf ist. Die kleinen Basarstände mit schwedischen Souvenirs und Delikatessen verraten es aber auch. Dennoch: Nur vereinzelt kann man beim schwedischen Midsommar in Berlin deutsche Stimmen hören. Im Juni 2012 ist es das nächste Mal wieder soweit.</p>

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		<title>Oljeön – Die Ölinsel</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 03:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einer Personenfähre gelangen Besucher auf die Insel Barrön – Oljeön. Ölinsel taufte der Volksmund das Eiland im See Åmänningen, nachdem 1875 die Raffinerie Engelsberg den Betrieb aufnahm. Öl wird nicht mehr verarbeitet. Die Anlage ist heute ein Museum – und die älteste erhaltene Ölraffinerie der Welt. Nicht ohne Grund wurde Barrön, die Insel bei [...]]]></description>
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<p>Mit einer Personenfähre gelangen Besucher auf die Insel Barrön – Oljeön. Ölinsel taufte der Volksmund das Eiland im See Åmänningen, nachdem 1875 die Raffinerie Engelsberg den Betrieb aufnahm. Öl wird nicht mehr verarbeitet. Die Anlage ist heute ein Museum – und die älteste erhaltene Ölraffinerie der Welt.</p>
<div id="attachment_4432" class="wp-caption alignleft" style="width: 394px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Engelsberg-Oljeoen-01.jpg" rel="lightbox" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4432 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/800px-Engelsberg-Oljeoen-01.jpg" alt="Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0) " width="384" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">Engelsberg Raffinerie auf Oljeön. Foto: Jürgen Howaldt /de.wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Nicht ohne Grund wurde Barrön, die Insel bei Ängelsberg in der Gemeinde Fagersta, als Standort für die Raffinerie gewählt:</p>
<p>Per August Ålund hatte so seine Erfahrungen mit Experimenten und dem Verarbeiten des schwarzen Goldes. Ende der 1860er Jahre baute Ǻlund am Snyten, der See liegt in unmittelbarer Nähe zu Ängelsberg, eine Ölfabrik. Ein Blitzeinschlag setzte dem ein Ende. Das Werk brannte, explodierte, Öl floss in den See. Schließlich, so wird erzählt, stand die ganze Bucht in Flammen.</p>
<h4><span id="more-4431"></span>Wie das Öl nach Ängelsberg kam</h4>
<p>Davon ließ sich der umtriebige Ǻlund jedoch nicht entmutigen. Ursprünglich Landwirt fand der Schwede nach sieben Jahren des Probierens eine neue Methode zur Destillation von Öl. Daraufhin gab Ǻlund Aktien aus. Das war 1874. Im Jahr darauf wurde der Grundstein für eine neue Ölraffinerie gelegt – auf der Barrön, schon bald die Ölinsel. Nach den explosiven Erfahrungen war der Platz in Västmanland bewusst gewählt. Daneben war auch die Lage günstig. Über den Strömsholm-Kanal konnten die Rohstoffe transportiert werden – aus den USA importiertes Rohöl, Fette und Talg aus Russland, Teer aus Galizien. Nicht unerheblich bei der Standortwahl war die Nähe zur Eisenindustrie als Abnehmer. Gleich in der Nachbarschaft zur Oljeön befand (befindet sich) Engelsberg bruk.</p>
<h4>Fett und Licht für Schweden</h4>
<p>Bald nach Fertigstellung der Fabrik mit zwölf Retorten zur Destillierung, Paraffinpresse, Dampfkesselzentrale und Magazin erhielt Ǻlund die Erlaubnis bis zu tausend Barrel (159.000 Liter) Öl pro Jahr zu verfeinern, später waren es 1.500 Barrel. In der Raffinerie Engelsberg wurden hauptsächlich Schmieröle, Fette und Petroleum hergestellt. Wichtigste Abnehmer waren der Bergbau in Bergslagen und die Energiebranche.</p>
<p>Mit der Zeit wuchs auf der Ölinsel eine Siedlung. Zeitweise lebten acht Familien und ein paar „Singles“, darunter Maschinisten, Tischler, Fabrikarbeiter, Petroleumwäscher hier.</p>
<p>Zwar sind größere Unglücke nicht bekannt, doch 1902 endete die Raffinierung von Erdöl. Ursache: Eine Ladung Rohöl, die für Oljeön bestimmt war, verbrannte im Hafen von Haukilahti (heute ein Teil Finnlands zweitgrößter Stadt Espoo) bzw. wurde verbrannt. Noch bis 1927 versorgte die Ölinsel schwedische Haushalte und Betriebe mit Fetten, Schmier- und Leuchtölen. Mit Aufhebung der Schutzzölle fand auch das ein Ende, die ausländische Konkurrenz zu stark.</p>
<h4>Industriemseum Oljeön</h4>
<p>Heute öffnet sich die Raffinerie auf der Ölinsel während des Sommerhalbjahres als Denkmal und Museum. Acht Gebäude sind erhalten geblieben. Neben der Fabrik sind unter anderem ein Wohnhaus, Ölkeller, Küchenhaus und die Toiletten zu besichtigen.</p>
<p>Wer einmal zur Visite der ältesten Ölraffinerie der Welt auf Barrön, sollte sich einen Abstecher zum Welterbe Engelsberg bruk nicht entgehen lassen. Es ist nur ein Katzensprung und das Besucherzentrum Ängelsberg bietet eine Kombikarte für die Eisenhütte und Oljeön.</p>

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		<title>Liebeserklärung an die Universitätsstadt Lund</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/liebeserklarung-an-die-universitatsstadt-lund/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 13:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Öresundregion]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu Beginn der zweiten Hälfte meines Studiums stand ich vor der Entscheidung, in welcher schwedischen Stadt ich meine zwei Auslandssemester verbringe. Einer meiner Favoriten wäre Stockholm gewesen, denn einmal für eine Zeit in Stockholm zu wohnen, war und ist immer noch ein großer Traum von mir. Das mit Stockholm hat nicht geklappt und ich bin [...]]]></description>
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<div id="attachment_4440" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_Bibliothek.jpg"><img class="size-medium wp-image-4440" src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/IMG_Bibliothek-300x225.jpg" alt="Die Bibliothek der Universität Lund im Frühjahr" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bibliothek der Universität Lund im Frühjahr; (Foto: Scherberich)</p></div>
<p align="JUSTIFY">Zu Beginn der zweiten Hälfte meines Studiums stand ich vor der Entscheidung, in welcher schwedischen Stadt ich meine zwei Auslandssemester verbringe. Einer meiner Favoriten wäre Stockholm gewesen, denn einmal für eine Zeit in Stockholm zu wohnen, war und ist immer noch ein großer Traum von mir. Das mit Stockholm hat nicht geklappt und ich bin dem Rat meiner Kommilitonen aus höheren Semestern gefolgt, die ihr Auslandsjahr bereits hinter sich hatten. „Geh auf jeden Fall nach Lund!“, „Lund ist so schön!“ Ich kann nur sagen, sie hatten Recht<span id="more-4409"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Lund ist eine der ältesten Universitätsstädte Skandinaviens, die Universität als solche existiert seit 1666, und auch wenn ich es sonst nicht so mit Geschichtszahlen habe, diese habe ich mir gemerkt. Vielleicht weil Lund sich den Charme einer typischen Studentenstadt mit all seinen Traditionen bewahrt hat. Lund ist eine Stadt, die im Mittelalter entstanden ist. Viele Universitäts-Gebäude, in denen ich Unterricht hatte, sind von innen mit der neuesten Technik ausgestattet, sehen aber von außen aus wie prachtvolle Schlösser. Die Straßen bestehen zum großen Teil aus Kopfsteinpflaster, nachdem ich mich für den Rest meines Aufenthalts dort von meinen hochhackigen Schuhen verabschiedet hatte, weil mir dauernd der Absatz stecken blieb, war das auch kein Problem mehr.</p>
<p align="JUSTIFY">Lund liegt in Südschweden, in der Nähe von Malmö. Seitdem Malmö und Kopenhagen über die Öresundbrücke miteinander verbunden sind, liegt es strategisch günstig, denn das Öresundgebiet gilt als aufstrebende Wirtschaftsregion. Für uns Studenten bedeutete es vor allem einfache und schnelle Tagesausflüge nach Malmö und in die dänische Hauptstadt.</p>
<p align="JUSTIFY">Der Herbst ist schön in Lund, denn um diese Jahreszeit kommen die Studenten wie die Zugvögel aus den Sommerferien in die Stadt zurück und erfüllen sie mit Leben. In kleinen Gruppen sitzen sie in den Cafés und plaudern, manche treffen sich dort sogar zum Schachspielen. Oder sie genießen die letzten Sonnenstrahlen auf den Parkbänken oder Rasenflächen vor den Uni-Gebäuden. Im Prinzip ist ganz Lund ein einziger Campus. Wenn man einmal des Lernens überdrüssig Gesellschaft sucht, so reicht es oft einen Spaziergang durch die Altstadt zu machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man dort zufällig auf jemanden trifft, denn man kennt, ist ziemlich hoch. Ein U-Bahn-Netz oder eine Straßenbahn gibt es nicht. Eine der ersten Dinge, die man deshalb als Student dort macht, ist sich ein Fahrrad zu kaufen. Dies gilt als bestes Fortbewegungsmittel und ist allemal gesünder und billiger als der Bus. Umso mehr hat es mich getroffen, als ich eines schönen Morgens das Haus verlasse und an der Stelle im Fahrradunterstand, wo ich üblicherweise mein Fahrrad abgestellt hatte, nur einen leeren Fleck vorfinde. Als ich geknickt den Leuten davon erzählte, bedauerten mich die anderen Austauschstudenten. Die Schweden klopften mir dagegen anerkennend auf die Schulter: Man sei erst dann ein richtiger Lunder Student, wenn einem mindestens dreimal das Fahrrad geklaut würde. Es tröstete, dass man nicht der einzige ist, dem so etwas passiert. Trotzdem, der Ärger darüber saß tief, vor allem weil mir gerade am Tag vorher noch der Fahrradkorb gestohlen wurde, so dass ich von nun an immer darauf achtete, mein Fahrrad an einem festen Gegenstand anzuschließen, und alle abnehmbaren Teile wie Fahrradkorb und Batterielichter mitzunehmen.</p>
<p align="JUSTIFY">Das Schöne war, dass ich nicht wie viele Studenten nur ein Semester sondern zwei in Lund verbrachte, somit hatte ich die Gelegenheit diese Stadt in jeder Jahreszeit zu erleben. In der Vorweihnachtszeit saß ich einmal abends in der Bibliothek am Computer, vertieft in meine Arbeit. Plötzlich machte jemand das Licht aus und ein Lucia-Zug betrat den Raum, singende Studentinnen mit weißen Kleidern und Kerzen in der Hand die die Dunkelheit erhellten. Im Frühjahr überzog ein leuchtend blauer Teppich von Frühblühern die Flächen der Parkanlagen. Im Sommer  konnte man bei schönem Wetter Fahrradtouren in der Umgebung vorbei an sonnengelben Rapsfeldern machen, sowie Baden am Strand des nahgelegenen Küstenortes Lomma. Glück kann so einfach sein.</p>
<p align="JUSTIFY">Vom Studentenleben abgesehen hat Lund auch kulturell viel zu bieten. Zum Beispiel die astronomische Kirchenuhr im hanseatischen Stil in der Domkirche. Sie zeigt nicht nur die Uhrzeit, Tag und Monat, sondern auch die Mondphasen und die Sternzeichen an. Die Domkirche besitzt auch eine Art Kellergewölbe. Geht man ein paar Stufen runter, so steht man in einem niedrigen Raum. An einer Säule klammert sich ein kleines, garstig dreinschauendes Männchen aus Stein. Es ist Finn, ein heidnischer jedoch harmloser Gnom. Mit aller Kraft versucht er vergebens die Macht der Kirche auf Erden niederzureißen.</p>
<p align="JUSTIFY">Bleibt mir nur noch mich in den Chor meiner Kommilitonen einzureihen: Lund ist schön und immer eine Reise wert. Sollte Euch euer Weg einmal nach Lund führen, egal ob nun als Student oder Tourist, es lohnt sich auf jeden Fall. Aber bitte: Schließt Euer Fahrrad ab!</p>

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		<title>Die Moltebeere – das Gold Lapplands</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/die-moltebeere-%e2%80%93-das-gold-lapplands/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 11:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heide</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lappland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[hjortron]]></category>
		<category><![CDATA[Hjortronsylt]]></category>
		<category><![CDATA[Lakka]]></category>

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		<description><![CDATA[„Våfflor med Hjortron“ – jeder Lapplandreisende hat das sicher schon mal probiert. Die schwedischen Waffeln mit der Moltebeermarmelade sind einfach köstlich. In Deutschland kann man die Marmelade aus den lappländischen Moltebeeren im Ikea-Shop erwerben, aber natürlich sind die Produkte aus Schweden und vor allem aus Lappland doch noch etwas geschmackvoller. Was sind nun genau Moltebeeren? [...]]]></description>
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<p>„Våfflor med Hjortron“ – jeder Lapplandreisende hat das sicher schon mal probiert. Die schwedischen Waffeln mit der Moltebeermarmelade sind einfach köstlich. In Deutschland kann man die Marmelade aus den lappländischen Moltebeeren im Ikea-Shop erwerben, aber natürlich sind die Produkte aus Schweden und vor allem aus Lappland doch noch etwas geschmackvoller.<br />
Was sind nun genau Moltebeeren?<br />
<span id="more-4349"></span></p>
<p>Wer noch nie in Skandinavien oder in Alaska war, hat damit wohl kaum Bekanntschaft gemacht, denn bei uns kennt man die gelben Beeren, die in ihrer Form den Himbeeren und Brombeeren ähnlich sind, kaum, auch wenn es wohl in Norddeutschland ein paar geschützte Exemplare geben soll.</p>
<p>Die Moltebeere, auch Multebeere, Multbeere, Schelbeere oder Torfbeere genannt, gehört im weitesten Sinne zu den Rosengewächsen. Sie erträgt große Kälte; sobald sie jedoch zu blühen beginnt, reagiert sie sehr empfindlich auf erneute Kälteeinbrüche. Verbreitet ist sie vor allem in den nordischen Ländern und gilt als ein Wahrzeichen Lapplands. Im südlichen Schweden findet man sie gelegentlich in den Mooren des småländischen Hochlands. Die Finnen haben sie sogar auf ihrer 2-Euro-Münze verewigt. Auch in Alaska ist sie zu finden, dort kennt man sie unter dem Namen Cloudberry. Auf Finnisch nennt man sie übrigens Lakka, der Begriff ist vielleicht dem ein oder anderen durch den Moltebeerlikör mit der Bezeichnung Lakka bekannt.</p>
<p>Der botanische Name „Chamaemorus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Bodenbrombeere“. Und tatsächlich wächst die Pflanze nahe am Boden. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, die etwa eine Höhe von 5-25 cm erreicht. Es gibt sowohl männliche als auch weibliche Exemplare. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch die Aufnahme der Früchte durch Vögel und andere Tiere. Ab Mitte Mai bilden sich die ersten Blüten, weiß oder manchmal auch rötlich. In südlichen Teilen von Schweden zeigen sich die ersten Blüten bereits im Mai, im Norden erst im Juni-Juli. Die reifen Früchte findet man dann im Juli und August, nicht alle Beeren werden gleichzeitig reif. Die Früchte sind zunächst grünlich und vollständig von den Kelchblättern umschlossen, die Farbe wechselt dann allmählich zu blassrot und schließlich zu einem leuchtenden Gelb-Orange, daher auch die Bezeichnung „das Gold Lapplands“. Wenn die Blütenblätter vollständig weggerollt sind und die Beere eine weiche Konsistenz bekommt, ist sie reif. Nun ist sie allerdings schwer zu pflücken, aus diesem Grund werden die Früchte häufig auch im rohen Zustand geerntet und reifen dann nach. Aus dem genannten Grund und auch weil die Beeren in Sumpfgebieten wachsen, also nicht immer so leicht zugänglich sind, und auch weil es dort, wo es Hjortron gibt, auch den Mücken besonders gut gefällt, hat die Moltebeere ihren entsprechenden Preis. Aber auch wenn das Pflücken etwas mühsam ist, so kommen doch jedes Jahr haufenweise die Pflücker nach Lappland, um das Gold des Nordens zu ernten. Darunter sind auch viele Norweger, denn in Norwegen steht die Moltebeere unter Naturschutz und darf nicht geerntet werden.</p>
<p>Vom gesundheitlichen Aspekt ist die Moltebeere ein sehr wertvolles Nahrungsmittel, sie ist reich an Vitaminen, vor allem Vitamin C und Spurenelementen. Typisch ist der leichte Nachgeschmack nach Vanille, beim ersten Bissen erinnert der Geschmack jedoch eher an einen sauren Apfel. Sie wird häufig zu Marmeladen und Kompott verarbeitet, wozu sie sich aufgrund des hohen Pektingehalts hervorragend eignet. Zudem enthält sie als natürliches Konservierungsmittel Sorbin. Gerne isst man das Hjortonsylt (die Marmelade) auf Waffeln oder auch in Süßspeisen. Auch lecker sind frische Moltebeeren mit Zucker und Filmjölk (eine Art Dickmilch) vermischt. Wie schon erwähnt, wird in Finnland daraus auch ein Likör hergestellt, der sogenannten Lakka, und in Schweden gibt es auch Moltebeer-Essig.</p>
<p>Auch als Heilmittel wird bzw. wurde die Moltebeere verwendet. Seeleute haben sie früher als Mittel gegen Skorbut eingesetzt. Die Blätter der Moltebeere kann man aufgrund ihres Gerbsäuregehaltes gegen Durchfall verwenden, außerdem enthält sie eine Substanz, die gegen Gicht und Rheuma wirken soll.</p>
<p>Leider ist es sehr schwierig, frische Früchte zu bekommen; wenn man Glück hat, vielleicht mal in Lappland. Gefroren werden die Beeren jedoch ebenfalls angeboten, und natürlich als „Hjortronsylt“, wobei der Anteil Beeren im Verhältnis zum Zuckeranteil hier oft stark variiert. Je flüssiger die Konsistenz, desto fruchtiger schmeckt das Hjortronsylt.</p>

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		<title>Avenyn und Trädgårdsföreningen in Göteborg</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/avenyn-und-tradgardsforeningen-in-goteborg/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 09:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Göteborgs Flaniermeile Avenyn ist mit ihrer Bandbreite an Boutiquen, Pubs und Nachtclubs Hotspot der schwedischen Hafenstadt. Auch zahlreiche Kultureinrichtungen befinden sich in der archiktetonischen Prachtsstraße. Etwas versteckt von den Touristenströmen liegt der grüne Stadtpark Trädgårdsföreningen, der mit Palmhaus und Rosengarten grüne Oase und beliebte Event-Location zugleich ist. Die Göteborger Flaniermeile Kungsportsavenyn, kurz Avenyn genannt, verläuft [...]]]></description>
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<div id="attachment_4370" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/avenyn.jpg"><img class="size-medium wp-image-4370 " src="http://blog.schwedenstube.de/wp-content/uploads/avenyn-300x223.jpg" alt="Bummeln auf Göteborgs Avenyn. Foto: Gustaf Engberg" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Bummeln auf Göteborgs Avenyn. Foto: Gustaf Engberg</p></div>
<p>Göteborgs Flaniermeile Avenyn ist mit ihrer Bandbreite an Boutiquen, Pubs und Nachtclubs Hotspot der schwedischen Hafenstadt. Auch zahlreiche Kultureinrichtungen befinden sich in der archiktetonischen Prachtsstraße. Etwas versteckt von den Touristenströmen liegt der grüne Stadtpark Trädgårdsföreningen, der mit Palmhaus und Rosengarten grüne Oase und beliebte Event-Location zugleich ist.</p>
<p>Die Göteborger Flaniermeile Kungsportsavenyn, kurz Avenyn genannt, verläuft von Kungsportsplatsen in der Altstadt bis zum Götaplatsen, wo neben der berühmten Poseidon-Statue auch Konzerthaus, Staatstheater, Bibliothek und das Kunstmuseum stehen. <span id="more-4369"></span>Einen Besuch wert sind die Avenyn schon allein auf Grund ihres lebendigen Nachtlebens, zahlreicher Restaurants, Cafés und einer Vielzahl von exklusiven Boutiquen. Nicht zuletzt deshalb wurde die Göteborger Flaniermeile immer wieder gern mit den Pariser Champs-Élysées verglichen. Die fast 1 km lange Paradestraße wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Architekten angelegt und ist heute erster Anlaufpunkt für viele Touristen in Göteborg.</p>
<p>Göteborgs Trädgårdsföreningen, der grüne Stadtgarten im Zentrum der Hafenstadt, liegt direkt an der Kungsportsavenyn. 1842 durch den schwedischen König Carl Johan 14. ins Leben gerufen ist die ökologische Parkanlage heute ein beliebter Schauplatz für Konzerte, Festivals und Kindertheater. Wer durch den Garten flaniert, entdeckt viele historische Bauwerke, wie z.B. Palmhuset, Lagerhuset und Direktörsvillan, die auch gerne als Event-Location gemietet werden. In dem 1.000 qm großen Palmhaus sind mediterrane und tropische Pflanzenarten beheimatet, auch ein Seerosen-Haus gibt es hier. Ein Highlight in der Sommersaison ist der Rosenpark mit über 1.400 verschiedenen Rosenarten, aber auch der Steingarten hat seinen besonderen Charme. Darüber hinaus ist Göteborgs Trädgårdsföreningen  auch regelmäßiger Ausstellungsort für Kunstskulpturen. Wer sich gerne auf eine Fika im Trädgårdsföreningen verabreden will, hat die Wahl zwischen Café Grindstugan, Rosenkafféet und dem noblen Restaurant Trädgår’n. Für Kinder ist der Eintritt in Göteborgs Stadtgarten kostenlos, Erwachsenen zahlen 20 SEK. Der Trädgårdsföreningen hat montags bis freitags von 7-20 Uhr geöffnet, am Wochenende von 9-20 Uhr.</p>

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		<title>Jobsuche in Schweden (4. Vorstellungsgespräch)</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/jobsuche-in-schweden-4/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 21:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Vorstellungsgespräch beginnt nicht, wenn du dem Interviewpartner gegenüber sitzt. Es beginnt auch nicht, wenn du die Firma betrittst und dich an der Rezeption mit klammen Händen in das Gästebuch einträgt. Es beginnt in dem Moment, in dem du dein Handy abnimmst. Telefoninterviews Telefoninterviews sind in Deutschland wohl auch am kommen, habe ich gehört. In [...]]]></description>
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<p>Das Vorstellungsgespräch beginnt nicht, wenn du dem Interviewpartner gegenüber sitzt. Es beginnt auch nicht, wenn du die Firma betrittst und dich an der Rezeption mit klammen Händen in das Gästebuch einträgt. Es beginnt in dem Moment, in dem du dein Handy abnimmst.<span id="more-4380"></span></p>
<p><strong>Telefoninterviews</strong></p>
<p>Telefoninterviews sind in Deutschland wohl auch am kommen, habe ich gehört. In Schweden sind sie gang und gäbe. Nach außen hin ist es ein ganz normales Gespräch. Aber keine Frage, man wird geprüft. Bei Ausländern wird vor allem die Sprache abgeklopft, und selbst wenn man schon halbwegs sattelfest in der Sprache fühlt- am Telefon sprechen ist viiiiel schwerer. Das Gespräch selbst besteht vornehmlich aus Smalltalk, und wenn man einen halbwegs passablen Eindruck macht, erfolgt die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich habe jedes Mal auch um eine Emailbestätigung gebeten- um sicher zu gehen, dass ich Namen und Termin auch richtig verstanden hab.</p>
<p><strong>DAS Gespräch</strong></p>
<p>Das Vorstellungsgespräch selbst läuft etwa so ab, wie man es aus Deutschland kennt: Frage-Antwortrunde, eventuell ein Rundgang am potentiellen Arbeitsplatz. Ein Klischee über Schweden habe ich während dieser Gespräch oft bestätigt gefunden: Schweden ertragen es nicht, wenn sich jemand anderes unwohl fühlt oder blamiert. Entsprechend gleicht ein Vorstellungsgespräch in Schweden einem Eiertanz: Sobald man signalisiert, dass einem die Frage unangenehm ist, wird der Interviewpartner einlenken. Tut man das aber zu oft, bekommt der Chef den Eindruck, du passt nicht in die Firma, und wird dich nicht einstellen. Da sollte man sich keine Illusionen hingeben. Du kannst noch so gut und qualifiziert sein, wenn der Chef denkt, du passt nicht, bekommst du den Job nicht. Gut in die Gruppe und die Firma passen scheint hier wichtiger zu sein, als die perfekte Qualifikation zu haben.</p>
<p>Die Bewerbungsfragen sind so unterschiedlich wie die angebotenen Jobs. Hier eine (unvollständige) Liste der beliebtesten Fragen bei den Gesprächen:</p>
<ul>
<li><strong><em>Warum ist man nach Schweden gezogen?</em></strong> Da sollte man nach Möglichkeit nicht anfangen, über Deutschland, seine unmöglichen Chefs oder miesen Arbeitsbedingungen zu schimpfen, auch wenn man einen Grund dazu hat (die meisten von uns haben den). Besser: Schweden in den höchsten Tönen loben. Die Natur, die Seen, alles was einem einfällt. Schweden lieben ihr Land, haben aber einen leichten Minderwertigkeitskomplex. Zu hören, wie ein Fremder ihr Land lobt, entwaffnet sie total.</li>
<li><strong>Wie lange möchte man bleiben?</strong> Mindestens ein Jahr, alles kürzere kostet dir Firma zu viel Aufwand bei der Einarbeitung.</li>
<li><strong>Beste und schlechteste Eigenschaft?</strong> Das haben sie aus nem Bewerbungsratgeber kopiert. Mein Tip: so ehrlich wie möglich, aber nit übertreiben. Lautet die Frage: &#8220;wo möchten sie sich verbessern?&#8221; kann man getrost die Sprachkenntnisse anbringen- das stimmt immer.</li>
<li><strong>Was hat man in den letzten Monaten in Schweden gemacht, seit man da ist?</strong> Ein Unterschied zu Deutschland, wo immer noch in ”positive” und ”Negative” Aktivitäten unterschieden wird. Alles, was man an Aktivitäten gemacht hat, ist positiv. Ideal sind Kurse oder Weiterbildungen, aber auch Sportkurse o.ä. bringen Pluspunkte.</li>
<li><strong>Warum hat man sich auf diesen Job beworben? </strong>Ist man in dem Job ausgebildet, kennt man die Antwort wohl schon. Ansonsten- Improvisieren!</li>
<li><strong>Warum hat man sich bei der Firma beworben? </strong>Dito</li>
</ul>
<p><strong>Zeugnisausgabe</strong></p>
<p>Ihr merkt schon, es sind die selben Fragen die man aus Deutschland kennt. Einen Unterschied gibt es noch: Man bringt zum Gespräch seine Arbeitszeugnisse mit und zeigt diese vor. Da man ja bei der Bewerbung (siehe letzten Mal) keine Zeugniskopien bei der Bewerbung mitschickt, sieht der potentielle Arbeitgeber die Zeugnisse nun zum ersten Mal. Ich hatte immer Übersetzungen meiner (deutschen) Zeugnisse mit, was sehr gut ankam. Die Übersetzungen habe ich selbst gemacht, ich hatte zuerst Angst, dass ich den Code, der ja in Arbeitszeugnissen verwendet wird, nicht erfasse, aber das war kein Problem: kein Schwede kennt den Unterschied zwischen „zufriedenstellend“, „sehr zufriedenstellend“ und „im höchsten Maße zufriedenstellend“. Und wenn sie ihn kennen würden, wäre es ihnen egal. Diese Information erhält der Arbeitgeber von den angegebenen Referenzen, die er anrufen und nach dem Bewerber ausfragen kann. Mogeln sollte man bei der Zeugnisübersetzung aber trotzdem nicht. Sehr viele Schweden hatten deutsch in der Schule, oder haben einige Zeit im Ausland erlebt. Sie merken, wenn jemand sein Zeugnis geschönt hat, und dann sinken die Chancen auf den Job gegen null.</p>
<p><strong>Und noch einmal warten</strong></p>
<p>Das Gespräch dauert ca. Eine halbe bis eine Stunde. Und dann heißt es schon wieder warten. Meistens kommt die Antwort innerhalb einer Woche. Und dann hat man vielleicht eine der schwierigsten Etappen für den Auswanderer geschafft- den Einstieg auf dem schwedischen Arbeitsmarkt.</p>

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		<item>
		<title>Die große Auswanderung</title>
		<link>http://blog.schwedenstube.de/die-grose-auswanderung/</link>
		<comments>http://blog.schwedens
