Elchjagd in Schweden

Smålandet Elchsafari 044

Die Elchjagd beginnt in Schweden – je nach Region – irgendwann im Herbst.

Jagen ist in Schweden beinahe ein Volkssport. Immerhin kommen auf 9,5 Millionen Einwohner rund 300.000 Jäger, wie der er Schwedische Jagdverband mitteilt. Zum Abschuss sind Rehbock, Rentier, Rotwild, Dammhirsch, Wildschwein, Bison und Biber freigegeben. Und natürlich: der Elch. Die wichtigsten Infos zur Elchjagd in Kürze.

Elche sind die größte heute vorkommende Art der Hirsche. Ihr Lebensraum sind die borealen Wälder und Taigagebiete der Nordhalbkugel, also Europa, Asien und Nordamerika. Mit Ausnahme der Insel Gotland sind sie auch in ganz Schweden zu finden. Der dichteste Bestand findet sich in Småland.

Die Jagdsaison für Elche geht bis zum 31. Januar, wobei der Startschuss – je nach Region – an unterschiedlichen Terminen im Herbst fällt. So startet sie im südlichen Kronobergs län am 12. Oktober, im nördlichen Norbottens län bereits am 7. September. Zudem gibt es feste Tageszeiten, zu denen die Jagd erlaubt ist. Elche dürfen sie nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang gejagt werden. In der Saison 2013/2014 wurden knapp 95.000 Tiere geschossen. Nach der Elchjagd zählt der Bestand noch 250.000 bis 300.000 Tiere.

Touristen, die in Schweden jagen wollen, empfiehlt der Schwedische Jagdverband die Teilnahme an organisierten Jagdausflügen. Anbieter können zum Beispiel Reiseveranstalter oder Jagdkooperativen sein. Sie helfen bei den nötigen Papieren wie dem Jagdschein und der Versicherung und sind die richtigen Ansprechpartner, wenn es darum geht, den Import der eigenen Waffe bei der schwedischen Polizei anzumelden. Alternativ können Jäger, die mindestens 18 Jahre alt sind, sich den gleichen Waffentyp, den sie auch in Deutschland nutzen, in Schweden ausleihen.

Mehr Informationen auf der Seite des Schwedischen Jagdverbandes (Svenska Jägareförbundet / The Swedish Association for Hunting and Wildlife) unter http://jagareforbundet.se.

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Schweden - ein Paradies für Landschaftsfotografen

Annette Weber

 

Im Norden Europas verändert sich das Spektrum der Sonnenstrahlen, bedingt durch den veränderten Lichteinfall. Das blaue Spektrum nimmt zu. Dieser veränderte Lichteinfall führt dazu, dass die Schatten länger werden und sich die Konturen der Motive dunkler und deutlicher abzeichnen. Eine perfekte Session für einen Landschaftsfotografen, denn die Landschaftsfotografie lebt vom Licht.  Da es in der Natur nicht künstlich erzeugt werden kann, muss man genau dieses Licht effektvoll einsetzen, das die Natur gerade bietet. Die Aufgabe des Fotografen besteht darin, den richtigen Moment zu erkennen,  in dem das Licht die Besonderheit der Landschaft hervorhebt.  Dann muss man nur noch abdrücken und das perfekte Landschaftsfoto ist im Kasten.

In Schweden treffen zwei gute Voraussetzungen für tolle Fotos aufeinander: Der Lichteinfall und das Landschaftsmotiv.

Schweden hat großartige, karge Landschaften, felsige Küsten, lange Sandstände, dunkle Wälder, tiefe Seen und weite weiße Schneelandschaften. Nicht immer scheint die Sonne, aber nach einem Regenschauer sind die Farben satter, und der Wolkenhimmel bietet oft interessante Konturen.

Großartige Motive entstehen auch durch Wasserspiegelungen. Das veränderte Farbspektrum des Lichteinfalls sorgt dafür, dass die kristallklaren Seen die Motive besonders scharf und deutlich reflektieren. Auf die Weise ist es möglich, Fotomotive zu finden,  die sich fast eins zu eins in einem See spiegeln. Fantastische Motive werden einem auf diese Art und Weise geboten.

Auch das Wetter bietet einem Naturfotografen unglaublich viele Möglichkeiten.  Unbelebte Gegenstände  bieten ganz neue Motive, die unter den Auswirkungen des Wetters in einer anderen Dramatik auf den Betrachter wirken. So kann man  eine Küstenlandschaft regenverhangen grau in grau in diffusem Licht wiedergeben,  es kann aber auch ein minimaler Nebelschleier die Szene in eine mystische Landschaft verwandeln.  Auch bizarre Wolkenbilder über einem Landschaftsmotiv sind ein Hingucker. Um die Faszination zu erhöhen, sollte man den Horizont niedrig wählen.

So passt in Schweden alles zusammen, was das Herz eines begeisterten Landschaftsfotografen höher schlagen lässt: ein abwechslungsreiches Farbenspiel durch den Wetterwechsel, ein besonderes Farbspektrum durch die nördliche Lage, eine fantastische und bizarre Landschaft und tolle Reflektionen durch die zahlreichen Gewässer.

 

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